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Hornhauterweichungsmittel
Die Erfindung betrifft ein Erweichungsmittel für die Hornhaut z. B. an den Händen und Füssen von Menschen ; diese wird durch Betupfen mit der Lösung gemäss der Erfindung derart aufgeweicht, dass ein Abreiben der Hornhaut oder zunächst der oberen Schichten der Hornhaut ermöglicht wird.
Es sind Hornhauterweichungsmittel bekannt, die als erweichend wirkende Substanz Salicylsäure oder deren Salze enthalten. Diese Erweichungsmittel führen jedoch eine. Dickenabnahme der Hornhaut, selbst nach 24-stündigem Einwirkenlassen, nicht herbei, während die Lösung gemäss der Erfindung zu einer Aufschliessung bzw. zu einem Lösen der Hornhaut schon bei verhältnismässig kurzer Einwirkungszeit führt.
Das Hornhauterweichungsmittel gemäss der Erfindung besteht aus einer wässerigen, maximal etwa 2% an Natronlauge oder Kalilauge enthaltenden Lösung und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung zusätzlich ein Alkanolamin, insbesondere Monoalkanolamin, mit 2-5 Kohlenstoffatomen im Alkylrest, oder Gemische derselben, enthält, wobei gegebenenfalls desinfizierend, anästhesierend und/oder kühlend wirkende Stoffe zugesetzt sind.
Eine wässerige Lösung mit einem Gehalt von 10% Monoäthanolamin und 2% Natriumhydroxyd hat sich bei Versuchen zurAufweichung von auchhartnäckigen Hornhäuten des menschlichen Körpers ausgezeichnet bewährt, u. zw. auch bei tiefgehenden Hornhautbildungen. Ohne Reizung oder gar Schädigung der umgebenden normalen Haut wurde das Erweichen durch einfaches Betupfen bewirkt, so dass dann die Hornhautschichten ohne weiteres abgerieben werden konnten.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Hornhauterweichungslösung gemäss der Erfin-
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B. Cetyl-dimethyl-benzyl-ammoniumchlorid. Ein Gehalt an Menthol löst zusätzlich eine leicht kühlende und anästhesierende Wirkung aus.
Die Herstellung der Lösung gemäss der Erfindung kann auf jede beliebige Weise erfolgen. Es können alle wirksamen Bestandteile in destilliertem Wasser gemeinsam gelöst werden, oder es kann von einer Lösung von Natriumhydroxyd oderKaliumhydroxyd in destilliertem Wasser ausgegangen werden und in dieser Lösung können dann die übrigen Stoffe, z. B. Monoäthanolamin und andere Zusatzstoffe, gelöst werden.
Günstige Zusammensetzungen des Hornhauterweichungsmittels gemäss der Erfindung sind :
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<tb>
<tb> Monoalkanolamin <SEP> 5-10 <SEP> g
<tb> Natriumhydroxyd <SEP> 1 <SEP> - <SEP> 2 <SEP> g <SEP>
<tb> Cetyl-dimethyl-benzyl-ammoniumchlorid <SEP> 0,02 <SEP> g
<tb> Menthol <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> g <SEP>
<tb> A <SEP> qua <SEP> desto <SEP> 93 <SEP> - <SEP> 88 <SEP> g
<tb>
Die Alkanolamine können entweder allein oder im Gemisch verwendet werden. Als besonders geeignet hat sich Monoäthanolamin erwiesen ; es können jedoch neben oder an Stelle von Monoäthanolamin Monobutanolamin undMonopropanolamin oderDialkanolamin, z. B. Diäthanolamin oder Trialkanolamine, z. B. Triäthanolamin oder Gemische verwendet werden.
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Eine edge Lösung dieser Stoffe in Wasser bzw. wässeriger Natronlauge hat sich im allgemeinen als zweckmässig erwiesen. Eine Erhöhung des Gehaltes an Monoalkanolamin ist in der Regel nicht notwendig. Unter Umständen kann die Konzentration herabgesetzt werden, besonders wenn es sich um leicht beeinflussbare Hornhautbildungen handelt. Bei hartnäckigen, tiefergehenden Hornhautbildungen und einer lokal begrenzten Anwendung kann aber auch ein höherer Gehalt an Monoalkanolamin von Vorteil sein.
Der Gehalt an Natron- oder Kalilauge kann auch niedriger sein als 2%, z. B. in Fällen, in denen es
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nen mit besonders empfindlicher Haut bei Anwendung dieses Mittels Vorsicht walten lassen oder auch gegebenenfalls davon absehen sollten.
Wie bereits ausgeführt wurde, kann die Hornhauterweichungslösung gemäss der Erfindung auf die zu erweichende Hornhautstelle aufgetupft werden, z. B. mittels eines mit der Erweichungslösung getränkten Wattebausches, der einige Minuten auf der Hornhautstelle verbleiben kann. Unter Umständen kann die die Hornhautstelle umgebende normale Haut in an sich bekannter Weise durch eine ringförmige, wasserundurchlässige Auflage abgedeckt werden, die mit einer wasseraufsaugenden Auflage über der Hornhautstelle verbunden sein kann, welche dann mit dem Hornhauterweichungsmittel gemäss der Erfindung getränkt wird.
Die folgende Übersichtstabelle zeigt das Abnehmen der Hornhautstärke in verschiedenen Lösungen und demonstriert die Überlegenheit einer erfindungsgemässen Lösung gegenüber herkömmlichen Lösungen.
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Übersichtstabelle, betreffend die Erweichung von Hornhaut
EMI3.1
<tb>
<tb> Testlösungen <SEP> und <SEP> Homhautstärke <SEP> Hornhautstärke <SEP> in <SEP> mm <SEP> nach <SEP> der <SEP> Behandlung <SEP> ; <SEP> Zunahme <SEP> (bzw. <SEP> Abnahme), <SEP> bezogen <SEP> auf <SEP> die <SEP> ursprüngliche <SEP> Dicke,in%
<tb> vor <SEP> der <SEP> Behandlung <SEP> nach <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> nach <SEP> 2 <SEP> Stunden <SEP> nach <SEP> 4 <SEP> Stunden <SEP> nach <SEP> 8 <SEP> Stunden <SEP> nach <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb> Lösung <SEP> C <SEP> 5
<tb> bestehend <SEP> aus <SEP> 10,00 <SEP> % <SEP> Monoäthanolamin
<tb> 2, <SEP> 00% <SEP> Matriumhydroxyd <SEP>
<tb> 0, <SEP> 02 <SEP> % <SEP> Cetyldimethylbenzylammoniumchlorid
<tb> 0, <SEP> 01 <SEP> % <SEP> Menthol
<tb> 87, <SEP> 97% <SEP> Aqua <SEP> dest. <SEP>
<tb>
0, <SEP> 5mm <SEP> 0, <SEP> 93 <SEP> 86% <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 50% <SEP> Abnahme <SEP> völlig <SEP> aufge-
<tb> 0, <SEP> 7mm <SEP> 1,13 <SEP> 61% <SEP> 0, <SEP> 35 <SEP> 50 <SEP> % <SEP> schlossen <SEP> bzw. <SEP>
<tb> gelöst
<tb> 10 <SEP> % <SEP> Salicylsäure <SEP> in <SEP> 70% <SEP> tg. <SEP> Alkohol <SEP>
<tb> 0. <SEP> 6mm <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 0,95 <SEP> 58%
<tb> 0. <SEP> 8mm <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 1,13 <SEP> 42%
<tb> 0, <SEP> 7mm <SEP> 0, <SEP> 8 <SEP> 14% <SEP> 0, <SEP> 85 <SEP> 21% <SEP> 0. <SEP> 9 <SEP> 28% <SEP> 0. <SEP> 9 <SEP> 28% <SEP> 0, <SEP> 95 <SEP> 29%
<tb> 0, <SEP> 8mm <SEP> 1,0 <SEP> 25% <SEP> 1,04 <SEP> 30% <SEP> 1,1 <SEP> 37% <SEP> 1,1 <SEP> 37% <SEP> 1,20 <SEP> 50%
<tb> 1,1mm <SEP> 1,3 <SEP> 18% <SEP> 1,42 <SEP> 29% <SEP> 1,6 <SEP> 45% <SEP> 1,7 <SEP> 56% <SEP> 1,70 <SEP> 64%
<tb> Wässer. <SEP> kolloid.
<SEP> Salicylsäure <SEP> (hergestellt
<tb> durch <SEP> Auflösen <SEP> von <SEP> 10 <SEP> g <SEP> Salicylsäure <SEP> in <SEP> 50 <SEP> ems <SEP>
<tb> 70 <SEP> long. <SEP> Alkohol <SEP> und <SEP> Verdünnen <SEP> mit <SEP> 50 <SEP> cm
<tb> Aqua <SEP> dest.)
<tb> 0,5mm <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 1,37 <SEP> 173%
<tb> 0. <SEP> 7mm <SEP> 1,1 <SEP> 57% <SEP> 1,22 <SEP> 75% <SEP> 1,4 <SEP> 100% <SEP> 1,6 <SEP> 130% <SEP> 1,70 <SEP> 140%
<tb> 0, <SEP> 8mm <SEP> 1,2 <SEP> 50% <SEP> 1,36 <SEP> 70% <SEP> 1,5 <SEP> 87% <SEP> 1,6 <SEP> 100% <SEP> 1,50 <SEP> 87%
<tb> 1. <SEP> 1 <SEP> mm <SEP> 1,3 <SEP> 18% <SEP> 1,33 <SEP> 21% <SEP> 1,4 <SEP> 27% <SEP> 1,7 <SEP> 55% <SEP> 2,10 <SEP> 91%
<tb> di-Natriumsalicylat, <SEP> 10 <SEP> %iginAquadest.
<tb>
0, <SEP> 4mm----1, <SEP> 3 <SEP> 225% <SEP>
<tb> 0. <SEP> 7mm <SEP> 1,0 <SEP> 43% <SEP> 1,15 <SEP> 65% <SEP> 1,3 <SEP> 86% <SEP> 1,4 <SEP> 100% <SEP> 1,5 <SEP> 114%
<tb> 0. <SEP> 8mm <SEP> 1,2 <SEP> 62% <SEP> 1,35 <SEP> 69% <SEP> 1,4 <SEP> 75% <SEP> 1,6 <SEP> 100% <SEP> 1,7 <SEP> 110%
<tb> 1, <SEP> 1 <SEP> mm <SEP> 1,5 <SEP> 36% <SEP> 1,59 <SEP> 44% <SEP> 1, <SEP> 7 <SEP> 55% <SEP> 1,9 <SEP> 73% <SEP> 2,2 <SEP> 100%
<tb> Aqua <SEP> dest.
<tb>
0. <SEP> 6mm----125 <SEP> 108% <SEP>
<tb> 0, <SEP> 8mm----1, <SEP> 50 <SEP> 114%
<tb> 0,7 <SEP> mm <SEP> 1,0 <SEP> 43% <SEP> 1,1 <SEP> 56% <SEP> 1,2 <SEP> 71% <SEP> 1,3 <SEP> 86% <SEP> 1,6 <SEP> 114%
<tb> 0,8 <SEP> mm <SEP> 1,1 <SEP> 37% <SEP> 1,15 <SEP> 44% <SEP> 1. <SEP> 2 <SEP> 50% <SEP> 1,5 <SEP> 87% <SEP> 1,8 <SEP> 110%
<tb> 1,1 <SEP> mm <SEP> 1,3 <SEP> 18% <SEP> 1,37 <SEP> 25% <SEP> 1,5 <SEP> 36% <SEP> 1,6 <SEP> 45% <SEP> 1,8 <SEP> 64%
<tb>