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Baumfällsäge
Zum Fällen von Bäumen von Hand aus werden bei Durchforstungen Bogensägen und Zugsägen verwendet. Insbesondere die Zugsägen benötigen zu ihrer Bedienung zwei Männer, während die
Führung der Bogensägen durch bloss einen Mann durch das Übergewicht des Bogens rasch zu
Ermüdungserscheinungen führen, die zu einem
Leistungsabfall Anlass geben, wodurch der Gewinn an Einsparung von Arbeitskräften durch den erforderlichen längeren Zeitaufwand wieder auf- gewogen wird. Da diese Sägen sogenannte
Dreieckbezahnung tragen, d. h. Zähne aufweisen, deren Schneidkanten ein gleichschenkeliges Drei- eck bilden und daher nach beiden Richtungen (Stoss und Zug) wirksam sind, wird die Führung durch bloss einen Mann weiter erschwert, so dass der geschilderte Nachteil im erhöhten Masse auftritt.
Die Erfindung bezweckt, ein Arbeitsgerät für die Durchforstung zu schaffen, die ein bequemes
Schneiden bei raschem Arbeitsfortschritt unter Bedienung durch bloss einen Mann gewährleistet, ohne an dessen körperliche Beanspruchung mehr Anforderungen zu stellen, als dies beim Baumfällen zu zweit der Fall ist.
In Anlehnung an eine bekannte Gartensäge mit einem sensenförmigen Sägeblatt und mit gegen den Handgriff gerichteten, an der inneren Bogenkante vorgesehenen Zähnen mit Keilform, die insbesondere zum Ausschneiden starker Äste verwendet wird, sind die Keilzähne bei der Baumfällsäge gemäss der Erfindung an ihren Flanken im Winkel von annähernd 600 für Weichholz bzw. 750 für Hartholz zugeschärft, wobei der Handgriff gegenüber dem Sägeblatt je nach der zu schneidenden Holzart flacher bzw. steiler angestellt werden kann.
Dies hat den besonderen Vorteil, dass zur Herstellung der Säge bloss ein Werkzeug erforderlich ist und das Zuschärfen der Zähne derselben, je nach der Holzart, für die sie verwendet werden soll, vom Arbeiter nach Bedarf vorgenommen wird, wobei der Handgriff zur Zahnreihe des Sägeblattes auf einfache Weise in jene Stellung gebracht werden kann, die bei geringster Kraftanwendung den besten Schnittvorgang und Arbeitsfortschritt ermöglicht.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht der Säge, die Fig. 2 und 3 zeigen einige Zähne des Sägeblattes in Seitenansicht und Draufsicht in grösserem Massstabe.
Das Sägeblatt 1 weist einen Zuschnitt in der Form eines Sensenblattes auf und ist an der inneren Bogenkante, deren Sehne eine Länge von ungefähr 600 mm aufweist, mit einer Keilbezahnung versehen, deren Zähne 2 mit ihren Spitzen gegen den Handgriff 3 gerichtet sind.
Wie Versuche ergeben haben, eignen sich besonders Zähne von einer Höhe von ungefähr 7 mm und einer Länge von 10 mm, die für Hartholz einen Schärfewinkel ! J. von 750 und einen
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Sägeblatt ist im Rücken mit Dünnerschliff versehen. Die innere Bogenkante des Sägeblattes liegt ungefähr auf einer Kreislinie mit einem Halbmesser von 1200 mm. Der Handgriff 3 weist einen Schlitz zur Aufnahme des Sägeblattes auf und ist mit diesem durch eine fixe Schraube 4 sowie durch eine umsteckbare Schraube 5 verbunden, die wahlweise durch zwei am Sägeblatt vorgesehene Bohrungen 6 hindurchgeführt werden kann, wodurch der Handgriff 3 in zwei verschiedenen Stellungen zu den Zähnen der Säge angestellt werden kann.
Für Hartholz wird die in Fig. 1 voll gezeichnete, für Weichholz die strichpunktiert gezeichnete Stellung gewählt. Eine Stellmutter 7 sichert die Schraube 5 in ihrer jeweiligen Stellung.
Die beschriebene Säge eignet sich, wie Versuche ergeben haben, vorzüglich für Durchforstungszwecke von Baumstämmen bis 150mm Durchmesser und ist billiger wie die bisher angewendeten Sägen für Einmannbedienung, da der Bügel entfällt. Die Säge arbeitet nur auf Zug, ist handlich und leicht und durch die gekrümmte Form des Sägeblattes und die dadurch bedingte Anordnung der Zähne, die im Stamm eingedrungen erst nacheinander zur Wirkung kommen, äusserst zügig und schnittig. Die Verstellbarkeit des Handgriffes ermöglicht die günstigste Angriffstellung der Zähne beim Schneiden von Weich-oder Hartholz, was ein Niederdrücken der Säge erübrigt, daher kraftsparend wirkt und ein vorzeitiges Ermüden des Arbeiters verhindert.
Die Tagesleistung eines Arbeiters ist bei Verwendung der erfindungsgemässen Säge
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gegenüber den bisher verwendeten Bügelsägen überraschend hoch, was um so mehr ins Gewicht fällt, da letztere in den meisten Fällen wegen des beschwerlichen Schneidvorganges von zwei Männern bedient werden müssen. Es ergeben sich Leistungssteigerungen von mehr als das Doppelte, was dem Verdienst des Arbeiters zugute kommt.
Für das Ausschneiden von Ästen von Bäumen sind für Gartenbetriebe bereits Sägen mit sensenartigem Blatt in einer Länge von 250 mm vorgeschlagen worden, die meistens am Ende eines Holmes angebracht vom Boden aus auf und ab bewegt werden und daher bloss zur besseren Führung die gekrümmte Form aufweisen, doch ist die Anschärfung der Zähne 90 zum Sägeblatt. Bei einem vereinzelten Vorschlag einer Gartensäge, der in der Praxis keinen Eingang fand, wurden, wie bereits einleitend erwähnt, auf einem sensenförmigen Sägeblatt von einer Länge von mehr als 600 mm an der inneren Bogenkante Keilzähne vorgesehen, deren Spitzen gegen einen am Sensenblatt starr befestigten Handgriff gerichtet waren. Ferner wurden bei Zugsägen mit Dreieckbezahnung bereits Anschärfungen von 60 vorgeschlagen.
Bei der Säge gemäss der Erfindung wird durch die Kombination ihrer Merkmale eine besonders günstige Arbeitsleistung erzielt. Die Säge eignet sich auch für Durchforstung von Wäldern mit engstehenden Bäumen und zum Ausschneiden starker Äste.