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Die Erfindung betrifft Scharniere für die Abdeckung von Ferkelbetten, die eine einfache Handhabung und Zugängigkeit zum Ziel haben.
Jungferkel benötigen eine erhöhte Raumtemperatur, die sie in der Regel am Körper der Muttertiere finden, Diese Körpernähe führt leider auch dazu, dass Jungferkel durch die Muttertiere erdrückt werden. Daher sind die Züchter bestrebt die Jungferkel, ausser der Säugezeiten, von den Muttertieren fern zu halten, indem diesen ein abgesonderter Platz zugewiesen wird. Dies gelingt dadurch, dass ein leicht zugängiger Raum mit erhöhter Temperatur geschaffen wird, den die Jungferkel von sich aus gerne aufsuchen. In der Regel wird ein derartiger Raum in einer Ecke der Abferkelbucht angelegt, sodass dieser von zwei Seiten der Bucht begrenzt ist. Das Ferkelbett besteht aus einer rechteckigen, heizbaren Bodenplatte, einem im Abstand darüber angebrachten Deckel an dem ein Plastikvorhang angeschlossen ist, der die beiden offenen Seitenwände abdeckt.
Zur Betreuung der Tiere ist der Deckel anhebbar und wird in dieser Stellung durch einhängbare Ketten, oder einschwenkbare Bügel gehalten, wobei der Deckel mittels Scharniere ect. an einer der Buchtenwände angelenkt ist. Diese Ausgestaltung ist nicht sehr praktisch, insbesondere ist der herunterhängende Plastikvorhang bei der Reinigung des Ferkelbettes hinderlich.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Scharnier zu schaffen, das bei angehobenem Deckel diesen ohne weiteres Zutun in dieser Stellung hält und es erlaubt den Deckel samt Plastikvorhang mit einem Handgriff abzunehmen, eine optimale Reinigung durchführen zu können.
Dies wird dadurch erreicht, dass zwei am Deckel aufgesetzte Langlochscharniere in gleichgerichteten Bolzen zweier Wandkonsolen so geführt sind, dass die Bolzen angenähert am konsolseit- igen Ende des Langloches liegen, wenn der Deckel in waagrechter Lage ist, wobei der Abstand der Bolzen vom Fuss der Wandkonsole kleiner als die halbe Breite des Deckels ist.
Diese Scharnierausbildung gewährleistet, dass beim Anheben des Deckels dieser in den Langlochführungen nach unten gleitet und
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durch die damit verbundene Schwerpunktverlagerung in dieser Lage verbleibt, (Fig 4). Ebenso ist die waagrechte Lage des Deckel gesichert, da die an den Wandkonsolen anliegenden Schenkel der Langlochscharniere diese begrenzen.
In weiterer-Ausgestaltung dieses Langlochscharniers, weisen die Bolzen ausserhalb der Langlochscharniere vertikal gerichtete Spannhülsen oder Kerbstifte auf, die die Bolzen durchgreifen und überragen. Diese achsiale Begrenzung verhindert, dass in der waagrechten Lage des Deckels (Fig. 2) oder in der angehobenen Stellung (Fig. 4) dieser unbeabsichtigt von den Bolzen abgleiten kann. Hingegen ist ein beabsichtigtes Abnehmen des Deckels durch schwenken in die Vertikale mit einem Handgriff möglich. Diese leichte Abnehmbarkeit erlaubt eine gründlichere Reinigung der Liegefläche und des Plastikvorhanges und einen besseren Zugang bei Reparaturen an der Heizung.
In den Zeichnungen sind Ausführungsformen des Erfindungsgegen- standes dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine Gesamtansicht eines Ferkelbettes mit abgeschlossenem Klimaraum, Fig. 2 die Wandkonsole mit Langlochscharnier in Seitenansicht, Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf die Fig. 2 und Fig. 4 zeigt die angehobene Stellung des Deckels und strichliert die abnehmbare Stellung des Deckels.
In einer Abferkelbucht 1 ist in einer Ecke eine rechteckige, beheizbare Bodenplatte 2 aufgebracht, die von den Seitenwänden 3,3' begrenzt ist. Die Heizung erfolgt in der Regel mit in der Bodenplatte 2 verlegten elektrischen Heizkabel. Im Abstand über der Bodenplatte 2 ist ein Deckel 4 angebracht, an dem ein die beiden offenen Seitenwände abschliessender Plastikvorhang 5 befestigt ist.
Der Plastikvorhang 5 ist vielfach geschlitzt, damit die Jungferkel leicht aus-und einschlüpfen können. Der solcher Art abgeschlossene Raum weist eine höhere Temperatur auf als die Abferkelbucht 1 und wird daher von den jungen Ferkeln gerne aufgesucht.
Zwei Wandkonsolen 6 weisen an ihren Enden gleichgerichtete Bolzen 7 auf, die in Langlöchern der auf dem Deckel 4 befestigten Lang- lochscharnieregeführt sind. Der Abstand der Bolzen 7 vom Fuss 9 der Wandkonsole 6 ist kleiner als die halbe Breite des Deckels 4, damit der Schwerpunkt des Deckels 4 ausserhalb der Bolzen 7 liegt und damit die Anlage an den Wandkonsolen 6 und die waagrechte Lage
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bestimmt. Beim Anheben des Deckels 4 gleitet dieser in den Langlöchern der Langlochscharniere 8 nach unten, wobei sich der Schwerpunkt verlagert und der Deckel 4 in einer angenähert vertikalen Lage verbleibt (Fig. 4). In dieser Stellung des deckels 4 ist die Liegefläche zugängig und die Ferkel können betreut werden.
Damit der Deckel 4 nicht unbeabsichtigt von den Bolzen 7 abgleitet, sind die Langlochscharniere 8 am Bolzen 7 durch Spannhülsen oder Kerbstifte 10, die die Bolzen 7 vertikal durchsetzen, gesichert.
Ist jedoch beabsichtigt den Beckel 4 abzunehmen, um beispielsweise eine gründliche Reinigung vorzunehmen, so kann dieser in der vertikalen Stellung abgezogen werden.
Dieses Ferkelbett kann natürlich auch an nur einer Wand angeordnet werden, wobei dann der Plastikvorhang 5 drei Seiten umschliesst.
Die beschriebene Scharnierausbildung erlaubt es auf einfachste Weise das Ferkelbett zu öffnen, oder ganz abzunehmen.