AT165538B - Verfahren zum Veredeln von Weinen - Google Patents
Verfahren zum Veredeln von WeinenInfo
- Publication number
- AT165538B AT165538B AT165538DA AT165538B AT 165538 B AT165538 B AT 165538B AT 165538D A AT165538D A AT 165538DA AT 165538 B AT165538 B AT 165538B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- fermentation
- bouquet
- substances
- wine
- wines
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 20
- 235000014101 wine Nutrition 0.000 title description 14
- 238000007670 refining Methods 0.000 title description 3
- 238000000855 fermentation Methods 0.000 claims description 23
- 230000004151 fermentation Effects 0.000 claims description 23
- 240000004808 Saccharomyces cerevisiae Species 0.000 claims description 5
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 claims description 3
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 23
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 11
- 241000219095 Vitis Species 0.000 description 7
- 235000009754 Vitis X bourquina Nutrition 0.000 description 7
- 235000012333 Vitis X labruscana Nutrition 0.000 description 7
- 235000014787 Vitis vinifera Nutrition 0.000 description 7
- 239000003463 adsorbent Substances 0.000 description 5
- 238000001179 sorption measurement Methods 0.000 description 5
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N Carbon dioxide Chemical compound O=C=O CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- PEDCQBHIVMGVHV-UHFFFAOYSA-N Glycerine Chemical compound OCC(O)CO PEDCQBHIVMGVHV-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 125000003118 aryl group Chemical group 0.000 description 3
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 2
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 2
- 229910002092 carbon dioxide Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000001569 carbon dioxide Substances 0.000 description 2
- 235000011187 glycerol Nutrition 0.000 description 2
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 2
- LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N Ethanol Chemical compound CCO LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 235000013532 brandy Nutrition 0.000 description 1
- 238000009833 condensation Methods 0.000 description 1
- 230000005494 condensation Effects 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 239000000796 flavoring agent Substances 0.000 description 1
- 235000019634 flavors Nutrition 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 210000003254 palate Anatomy 0.000 description 1
- 230000000704 physical effect Effects 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 238000010792 warming Methods 0.000 description 1
Landscapes
- General Preparation And Processing Of Foods (AREA)
- Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Veredeln von Weinen Zum Aromatisieren von Weindestillat (Weinbrand) wurde bereits vorgeschlagen, die bei der Gärung von Traubenmost entstehenden, mit Bukettstoffen beladenen Gärgase durch das Weindestillat zu leiten. Gegenüber diesem bekannten Verfahren bezieht sich die Erfindung auf das Veredeln von durch Vergärung von Traubenmost hergestellten Wein und besteht im wesentlichen darin, dass aus den Gärgasen der Traubenmostgärung nach an sich bekannten Methoden (z. B. durch Adsorption) gewonnene Bukettstoffe einem fertig vergorenen, vom Geläger abgezogenen Wein beigemengt werden. Die Abscheidung der Bukettstoffe gibt die Möglichkeit, die Bukettstoffe rein und nach an sich bekannten Methoden auch in Fraktionen zu gewinnen und hat gegenüber der bekannten Methode des Durchleitens der Gärgase durch den vergorenen Wein den Vorteil, dass Ver- luste an Alkohol oder an Bukettstoffen, wie sie beim Durchleiten der Gärgase auttreten, vermieden werden. Nach der Kondensationsmethode gewinnt man die Bukettstoffe aus den Gärgasen durch einfache oder fraktionierte Kühlung. Nach der Adsorptionsmethode werden die Gärgase an der Entstehungsstelle aufgefangen und durch adsorbierende Stoffe geleitet, welche die Bukettstoffe aufnehmen. Dabei hat man es in der Hand, durch entsprechende Auswahl von adsorbierenden Stoffen auch nach dieser Methode die Bukettstoffe in bestimmten Frak- tionen zu gewinnen. Werden die Bukettstoffe nach der Adsorptionsmethode gewonnen, so kann man zur Vergärung sowohl Holzfässer, wie auch Beton-oder Stahl- tanks verwenden. Die Gärgase werden gemäss der Zeichnung aus dem Fass oder Tank 1 über die den Spund 2 durchsetzende Leitung 3 dem ) Raum G über den Flüssigkeitsspiegel entnommen und durch die adsorbierenden Füllungen A, B, C der Gefässe 5, 6 und 7 geleitet. Als adsorbierende Substanzen kann man z. B. Aktivkohle in trockenem wie auch in aufgeschlemmtem Zustande verwenden. Erfolgt die Vergärung in Holzfässern, so verwendet man jedenfalls aufgeschlemmte Aktiv- kohle. Durch die Ableitung 8 des letzten Gefässes entweicht die Kohlensäure. Auch bei der Adsorptionsmethode hat man es in der Hand, durch entsprechende Auswahl der 5 adsorbierenden Füllungen und ihrer physikalischen Beschaffenheit (Korngrösse, Porosität usw. ), ferner durch die Temperatur und die Höhe der adsorbierenden Säule die Bukettstoffe in bestimmten Fraktionen zu gewinnen. Bei der Anordnung gemäss der Zeichnung stellt sich infolge des Durchgangswiderstandes der hintereinandergeschalteten adsorbierenden Füllungen A, B und C im Raum G ein erhöhter Druck ein, der z. B. im Intervall von 01 bis 0-5 atü liegen kann. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Temperatur, den Druck und damit auch die Dauer der Gärung durch Einbau von Wärmeaustausch- vorrichtungen in die Gärbehälter (z. B. Beton- oder Stahltanks) zu rege in. Obzwar bei der Traubenmostgärung die optimalen Temperaturen für die Entwicklung der Hefe zwischen 22'und 28'C liegen, hat sich ergeben, dass die Gärung im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens zur Erzielung von Qualitätsweinen vorteilhaft wesentlich unterhalb der für die Entwicklung der Hefe optimalen Temperatur, z. B. bei etwa 15 C und dadurch verzögert geführt wird. Bei dieser Temperatur kann sich auch die Hefe noch genügend gut entwickeln. Zum Zwecke guter Vermehrung der Hefe beginnt man mit etwa 15-180 C und hält die Temperatur auf etwa 15 C konstant. Die Bukettstoffbildung bei einem derart ver- zögerten Gäruï1gsverfahren ist nicht nur relativ grösser, sondern es werden auch in der Zeiteinheit grössere Mengen Bukettstoffe gebildet. Durch die niedere Temperatur können die Bukettstoffe in grösseren Mengen gelöst werden. Ausserdem wird die Entwicklung des Kohlen- dioxydgasstromes auf eine längere Zeitspanne hinausgeschoben. Durch den erhöhten Druck werden ausserdem noch mehr Bukettstoffe gelöst. Bukettstoffe, die jetzt noch flüchtig sind, werden durch die oben genannten Methoden aufgefangen. Da beim Verfahren gemäss der Erfindung Glycerin in etwas grösseren Mengen gebildet wird, kann es auch in grösserem Massstab Bukettstoffe festhalten, die beim Verkosten des Weines <Desc/Clms Page number 2> durch längere Zeit auf den Gaumen einwirken können. Es empfiehlt sich daher, dem Jungwein zusätzlich nach dem Verfahren gewonnene Bukettstoffe hinzuzufügen. Die geschilderten Behandlungsmethoden gelten für Traubenmost mit primären und sekundärem Bukett. Das primäre Bukett kann man durch Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens erhalten und die Bildung des sekundären Buketts kann man fordern und erhalten. Auf diese Weise wird der Wein durch das Zusammenwirken aller wesentlichen Geschmacksfaktoren harmonisch. Schliesslich sei noch folgendes bemerkt : Bei einer nicht regulierten, raschen Vergärung ist die Bukettstoffbildung quantitativ geringer. Durch die starke Erwärmung, (lurch den niederen Druck und durch die grosse Ktlilendioxyd,-aenge, deren Entwicklung auf einen kleinen Zeitraum beschränkt wird, werden die wenigen Bukettstoffe in grösserem Ausmass mit dem Gasstrom mitgerissen. Die Glycerinausbeute ist geringer, wodurch es anfänglich den Anschein hat, solche Wci#e seien blumig. Das ändert sich jedoch bald ; der Wein verliert sein flüchtiges Bukett und ein nachwirkendes Bukett war von vornherein nicht vorhanden. Aus diesem Grunde ist es auch bei einer raschen Vergärung gut, wenn man die Bukettstoffe erfindungsgemäss aus den Gärgasen gewinnt. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Veredeln von durch Vergären von Traubenmost hergestellten Weinen, dadurch gekennzeichnet, d aus den Gärgasen der Traubenmostgärung nach an sich bekannten Methoden (z. B. durch Adsorption) gewonnene Bukettstoffe eirei leitig vergorenen, vom Geläger abgezogenen Wein beigemengt werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gärung wesentlich unterhalb der für die Entwicklung der Hefe optimalen Temperatur, z. B. bei etwa 15 C und dadurch verzögert erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT165538T | 1949-01-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT165538B true AT165538B (de) | 1950-03-10 |
Family
ID=34199924
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT165538D AT165538B (de) | 1949-01-13 | 1949-01-13 | Verfahren zum Veredeln von Weinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT165538B (de) |
-
1949
- 1949-01-13 AT AT165538D patent/AT165538B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0183858B1 (de) | Bier und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| AT388383B (de) | Verfahren zur herstellung von im wesentlichen alkoholfreien bzw. alkoholarmen getraenken mit hefearoma | |
| EP0228572A1 (de) | Verfahren zum Herstellen von alkoholreduzierten bzw. alkoholfreien durch natürliche Vergärung erzeugten Getränken | |
| AT394206B (de) | Verfahren zum herabsetzen des alkoholgehalts alkoholhaltiger getraenke, insbesondere wein und schaumwein | |
| US2181839A (en) | Wine process | |
| AT165538B (de) | Verfahren zum Veredeln von Weinen | |
| EP0213220B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von alkoholfreien Getränken | |
| DE3434170C2 (de) | ||
| EP0014340A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Vermindern des Alkoholgehaltes alkoholischer Getränke | |
| DE710785C (de) | Verfahren zur Herstellung eines haltbaren, sich nicht truebenden, pasteurisierfesten Bieres | |
| Ough et al. | Studies on aldehyde production under pressure, oxygen, and agitation | |
| CH227577A (de) | Verfahren zur Erzeugung eines alkoholfreien bezw. alkoholarmen, weitgehendst bierähnlichen Getränkes. | |
| DE712249C (de) | Verfahren zur Entfernung von Alkohol aus alkoholhaltigen waessrigen Getraenken | |
| DE2220648A1 (de) | Verfahren zur herstellung von kaffeehaltigem schaumwein | |
| AT133128B (de) | Verfahren zur Herstellung von alkoholarmen bzw. praktisch alkoholfreien Bieren aus Malz und Hopfen. | |
| AT148144B (de) | Verfahren zur Erzeugung von alkoholarmen bzw. alkoholfreien Getränken. | |
| DE1263662B (de) | Verfahren zur Herstellung eines alkoholarmen Vollbieres | |
| AT73178B (de) | Verfahren zur Herstellung alkoholfreier Obstweine. | |
| DE728871C (de) | Verfahren zur Unterbrechung der Gaerung bei der Herstellung von alkoholfreien oder alkoholarmen Bieren, bieraehnlichen oder sonstigen Gaerungsgetraenken | |
| AT132377B (de) | Verfahren zur Herstellung von Bierwürze in haltbarer, eingedickter Form. | |
| AT129737B (de) | Verfahren zum Aufsüßen und Aromatisieren von Schaumweinen. | |
| AT29754B (de) | Verfahren zur Herstellung trieb- und schaumhaltiger, warm ausgegorener, leichter Biere. | |
| DE732779C (de) | Verfahren zur Erzeugung eines alkoholarmen bzw. alkoholfreien bieraehnlichen Getraenkes | |
| AT305174B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Bieraromastoffen | |
| AT68686B (de) | Verfahren zur Herstellung alkoholarmer, kohlensäurereicher Getränke. |