AT166923B - Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern hohen Feinheitsgrades - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern hohen Feinheitsgrades

Info

Publication number
AT166923B
AT166923B AT166923DA AT166923B AT 166923 B AT166923 B AT 166923B AT 166923D A AT166923D A AT 166923DA AT 166923 B AT166923 B AT 166923B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
production
reduced
powder
tungsten
hydrogen
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Dr Koelbl
Karl Mesmer
Gustav Fleck
Original Assignee
Mettalwerk Plansee Ges M B H
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mettalwerk Plansee Ges M B H filed Critical Mettalwerk Plansee Ges M B H
Application granted granted Critical
Publication of AT166923B publication Critical patent/AT166923B/de

Links

Landscapes

  • Manufacture Of Metal Powder And Suspensions Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern hohen Feinheitsgrades 
Es ist bekannt, Metallpulver durch Reduktion von Metalloxyde darzustellen. So wird z. B. Wolframpulver in der Weise hergestellt, dass Wolframoxyd in Metall-oder Graphitschiffchen gefüllt und in Muffelöfen mit reduzierenden Gasen wie Kohlenoxyd, gespaltenem Leuchtgas oder Ammoniak, Wassergas, meistens jedoch mit reinem, trockenem Wasserstoff reduziert wird. Grosstechnisch wird dabei vornehmlich im Durchschiebebetrieb gearbeitet, wobei der   Wasserstoff gewöhnlich   gegen die Schieberichtung geleitet wird. Bei dem üblichen Füllen der Schiffchen fällt das reduzierte Pulver meist sehr ungleichmässig und im gesamten sehr grob an.

   Zur Erzielung feiner Metallpulver, wie sie für verschiedene Zwecke in der Pulvermetallurgie benötigt werden,   musste   man   oie S. li tthöhe   und die   Reduktionstempera. ur stl niedrig   und den   Wasserstoffdurchftuss   sehi gross halten. Dadurch wird der Ausstoss pro Ofenstunde naturgemäss sehr gering. 



   Es wurde gefunden, dass man aus dem gleichen Ausgangsmaterial bei gleicher Temperatur, gleicher Belegfläche und Schütthöhe sowie gleichem Wasserstoffdurchfluss ein bedeutend feineres und gleichmässigeres Pulver erhält, wenn man gemäss der Erfindung das Reduktionsgut nicht auf massive Unterlagen aufbringt, sondern auf siebartig gestaltete und in den Reduktionsraum so eingesetzte Unterlagen gibt, dass das reduzierende Gas, vorzugsweise Wasserstoff, während der Reduktion das Gut auch von seiner unteren Seite her durchströmt. Die bei dem erfindunggemässen Verfahren eintretende gesteigerte Reduktionswirkung gewährleistet in jedem Falle eine wirtschaftlichere Reduktion als die entsprechenden bekannten Verfahren, u. zw. sowohl in der Richtung der Erzielung höheren Feinheitgrades als auch in einer grösseren Ausbeute gleichen Feinheitsgrades. 



   Die erfindungsgemässen Unterlagen für das Reduktionsgut können feine Siebe oder Platten mit feinen Löchern aus warmfesten Material sein.   Wolframo : : ydpulver   der   Korngrösse     i-3     u.   kann gemäss der Erfindung ohne weiteres auf einem Sieb der Maschenweite 60 p. reduziert werden. Sehr feine Pulver haften so stark aneinander, dass ohne starkes Rütteln keine wesentliche Menge durch ein Sieb, das eine gegenüber der Korngrösse 10 bis   100fache   Maschenweite hat, hindurchfallen, so dass zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens handelsübliche Feinsiebe durchaus ausreichend sind.

   Gemäss weiterer Ausbildung der Erfindung können auch mehrere siebartige Unterlagen etagenförmig übereinander vorgesehen werden, derart, dass der Wasserstoff durch jede der Unterlagen auch von unten her durch das Reduktionsgut streichen kann. 



   In der Zeichnung sind   Ausführungsbeispiele   der Erfindung dargestellt. Die Fig. 1 veranschaulicht schematisch einen Durchsatzofen, durch 
 EMI1.1 
 das zu reduzierende Gut auf den Boden des Schiffchens 2, z. B. aus warmfestem Stahlblech mit aufgebogenen Rändern. Für das erfindunggemässe Verfahren bedient man sich z. B. eines siebartigen Einsatzes 3, der in das Schiffchen 2 in einem solchen Abstand vom Boden eingesetzt wird, dass der Wasserstoff freien Zutritt auch von unten her zum Reduktionsgut hat. 



   Fig. 1 zeigt weiters mehrere siebartige Unterlagen 3 so übereinander angeordnet, dass der Wasserstoff durch jede der Unterlagen durchströmen kann. Fig. 2 bringt die Anordnung eines siebartigen Einsatzes auf einem Schiffchen in der Gesamtansicht. 



   Die Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens lassen sich auch beim Reduzieren in Drehrohr- öfen erzielen, das sind Öfen mit meist schrägliegendem Rohr, in denen das Reduktionsgut durch Drehen des Rohres und Klopfen eines Hammers auf das Rohr entlang der inneren Wand des Rohres nach unten gerüttelt und dabei durch den im Gegenstrom fliessenden Wasserstoff reduziert wird. Fig. 3 veranschaulicht schematisch, wie an einem solchen Drehrohrofen das erfindunggemässe Verfahren   ausgeführt werden   kann. In das massive Ofenrohr 4, z. B. aus warmfestem Stahlblech, ist konzentrisch zu diesem ein sehr feinmaschiger Siebzylinder   5   ebenfalls aus warmfestem Metall eingebaut, in den das Pulver durch den Einfülltrichter 6 mittels Förderschnecke eingebracht wird.

   Durch die Drehung und Rüttelbewegung wird es nach unten befördert und dabei reduziert. An Stelle eines Siebzylinders können auch mehrere konzentrisch angeordnete Siebzylinder verwendet werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Um die Selbstentzündung von nach dem erfindungsgemässen Verfahren darstellbaren sehr feinen Metallpulver herabzusetzen bzw. zu vermeiden, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dem Wasserstoff Ammoniak in Mengen von 5-25 Vol.-% zuzusetzen. Das reduzierte Pulver kann dadurch ohne Gefahr der Selbstentzündung aus dem Ofen entnommen und verarbeitet werden. Bei der Reduktion in mehreren Stufen genügt es, wenn in der letzten Stufe dem Wasserstoff Ammoniak zugesetzt wird. 



  Es konnte festgestellt werden, dass durch den Ammoniakzusatz die Feinheit der reduzierten Pulver nicht nur nicht beeinträchtigt, sondern sogar noch erhöht wird. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich zur Herstellung aller jener Metallpulver, die aus 
 EMI2.1 
 hydraten oder-salzen hergestellt werden, z. B. zur Herstellung von Wolframpulver, Molybdänpulver, Eisenpulver, Kobaltpulver und Nickelpulver. 



   Ganz besonders ist das erfindungsgemässe Verfahren für die Gewinnung von sehr feinem Wolframpulver durch Reduktion von Wolframoxyd, Wolframsäure und Ammoniumparawolframat geeignet, das für die Herstellung von duktilem Wolframmetall durch Sintern, sowie anschliessende Kalt-bzw. Warmverformung, ferner für die Herstellung von Hartmetall benötigt wird und in dem für diese Zwecke erforderlichen Feinheitsgrad bisher in derart einfacher Weise nicht herstellbar war. 



     PATENTANSPRÜCHE   : 
1. Verfahren zur Herstellung von Metallpulver hohen Feinheitsgrades durch Erhitzen von mit 
 EMI2.2 
 Öfen, dadurch gekennzeichnet, dass das Reduktionsgut auf siebartige, so einzusetzende Unterlagen aufgebracht wird, dass das Reduktionsgas auch von unten her durch das Reduktionsgut streicht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Reduktionsgut in mehrere übereinander angeordnete siebartige Unterlagen aufgebracht wird, derart, dass bei jeder dei Iben der Durchstrom des Reduktionsgases durch das Reduktionsgut auch von der Unterseite her gewährleistet ist.
    3. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch l bei Drehrohröfen, dadurch gekennzeichnet, dass EMI2.3 Reduktionsgut befindet, ein oder mehrere in den Ofenraum konzentrisch zu diesem eingebaute Siebzylinder sind.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das reduzierende Gas Wasserstoff ist, dem etwa 5-25 Vol.-% Ammoniak beigemischt werden.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Reduktion in mehreren Stufen, vorzugsweise nur bei der letzten Stufe, ein Wasserstoff-Ammoniakgemisch mit etwa 5-25 Vol.-% Ammoniak verwendet wird.
    6. Anwendung des Verfahrens nach den Ansprüchen l bis 5 auf die Herstellung von Wolfram-, Molybdän-, Eisen-, Nickel-und Kobaltpulver.
    7. Anwendung des Verfahrens nach den Ansprüchen l bis 5 auf die Reduktion von Wolframoxyd, Wolframsäure und Ammonium- parawolframat zu sehr feinem Wolframpulver für die Herstellung von duktilem Wolframmetall durch Sintern und anschliessende Kalt-und Warmverformung und für die Hartmetallherstellung.
AT166923D 1949-05-10 1949-05-10 Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern hohen Feinheitsgrades AT166923B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT166923T 1949-05-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT166923B true AT166923B (de) 1950-10-10

Family

ID=3653578

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT166923D AT166923B (de) 1949-05-10 1949-05-10 Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern hohen Feinheitsgrades

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT166923B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1558805C3 (de) Verfahren zur Herstellung von verformten Werkstücken aus dispersionsverstärkten Metallen oder Legierungen
AT166923B (de) Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern hohen Feinheitsgrades
DE1592105C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Tonerde zur Bildung von Zündkerzenisolatoren
DE1771019A1 (de) Verfahren zum Herstellen von Werkstuecken aus neutronenabsorbierenden Graphitprodukten
DE2817176A1 (de) Verfahren zur herstellung eines filterstoffes mit grosser spezifischer oberflaeche
AT145675B (de) Gesinterte Hartmetall-Legierung.
DE1446978B2 (de) Warmfester, langgestreckter, stab- oder rohrförmiger Körper mit SiIiciumcarbidgeriist und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1221654B (de) Verfahren zur Reduktion von Eisenerzen in Drehoefen mit gasfoermigen oder fluessigenReduktionsmitteln
DE1118084B (de) Verfahren zur Herstellung hydraulischer Bindemittel nach Art der Baukalke aus OElschiefer
DE824198C (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver
CH480267A (de) Verfahren zur Herstellung künstlicher Diamanten
DE1571560A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Sinterdolomit
AT166430B (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenschwamm bzw. Eisenpulver durch Reduktion von Eisenoxyden mit Kohle
DE2017816B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Gleichstückkoks in Verkokungskammern
AT144828B (de) Verfahren zur Herstellung pulverförmiger Ausgangsstoffe für gesinterte Hartmetall-Legierungen.
AT123505B (de) Verfahren zum Brennen von Ziegeln hoher Festigkeit.
DE852793C (de) Rohrfoermiger oder annaehernd rohrfoermiger Fuehrungskoerper fuer brennende und heisse Gase oder Daempfe
AT215677B (de) Mischung zur Herstellung von Körpern bzw. Überzügen mit hoher Oxydationsbeständigkeit und aus dieser Mischung hergestellte Formkörper
DE2255990A1 (de) Gesinterter metallgegenstand
AT233845B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von metallischem Kalium aus Kalziumkarbid und Kaliumhalogenid
AT165589B (de) Verfahren zur Herstellung feuerbeständiger, in der Hauptsache austenitischer, bearbeitbarer Legierungen von großer Dauerstandfestigkeit bei hohen Temperaturen
AT163161B (de) Verfahren zum Herstellen von legierten oder unlegierten Sinterstahlkörpern mit einem Kohlenstoffgehalt von 0.2 bis 2%
DE2643988C3 (de) Formkoks in Form von kugeligen Pellets oder Polygonkörpern mit verbesserten Hochofeneinsatzeigenschaften
AT203223B (de) Legierung für Zündsteine
DE917034C (de) Verfahren zur Abspaltung des Sauerstoffs, Schwefels oder der Halogene aus oxydischen, sulfidischen oder Halogen-Verbindungen schwer reduzierbarer Metalle