AT17139B - Schutzvorrichtung an Straßenbahnwagen. - Google Patents

Schutzvorrichtung an Straßenbahnwagen.

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AT17139B
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Heinrich Schefczik
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Heinrich Schefczik
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  • Refuge Islands, Traffic Blockers, Or Guard Fence (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Österreichische 
 EMI1.1 
 HEINRICH SCHEFCZIK IN WIEN. 



   Schutzvorrichtung an Strassenbahnwagen. 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schutzvorrichtung an elektrisch betriebenen Strassenbahnwagen, welche durch einen über einen Netzrahmen hinausragenden Fühlerrahmen beim Anstoss desselben an ein Fahrthindernis ausgelöst wird, u. zw. schon in dem Momente, wo der Netzrahmen selbst noch ungefähr 1/2   m   von dem Hindernisse entfernt ist. Der hiebei auf die Fahrbahn gepresste Netzrahmen verhütet, dass beispielsweise Gliedmassen unter die Schutzvorrichtung geraten und infolgedessen gequetscht oder sonstwie verletzt werden. Gleichzeitig mit der Auslösung des Netzrahmens erfolgt auch die Auslösung der Sandstreuvorrichtung und die Einschaltung der elektrischen Bremse. 



   In der Zeichnung zeigt Fig. 1 die Schutzvorrichtung im normalen Zustande, Fig. 2 im ausgelösten Zustande, Fig. 3 eine Unteransicht, Fig. 4 und 5 zeigen Details des Auslösemechanismus, Fig. 6 eine Draufsicht auf das Schaukelbrett, an welchem der Netzrahmen abnehmbar angebracht ist. 



   Die Schutzvorrichtung besteht zunächst aus dem Traggerüst a, welches unter einer oder unter beiden Plattformen eines Wagens angebracht ist. Die Enden des Traggerüstes sind zu offenen   Lagern b ausgebildet.   in welchen eine Welle c leicht drehbar gelagert ist. Die seitlichen Versteifungen des   Gerüstes   tragen Gleitrollen y für die Ketten, welche die Sandstreuvorrichtung auslösen ; in dem unteren Teile des   Traggerüstes   befinden sich die Führungen für den   Fthlerrahmen.

   Ober den Lagern c   befinden sich kleine Kautschuk- 
 EMI1.2 
 brett   9   montiert. welches auf seinem   rückwärtigen   Teile die mittels Schrauben befestigten   Auslösutigsbacken h trägt,   seitlich   hakenförmig ausgebildete Klammern t   zum Niederhalten des eingeschobenen Netzrahmens k besitzt und an sbinem Vorderteile mit einem federnden Haken   l   versehen ist, der entweder den eingeschobenen Netzrahmen oder den zurückgeschobenen Fühlerrahmen m am Vorfallen hindert.

   In den Backen h sind auf-und abbewegliche Rädchen n angebracht, welche durch die mittels Schrauben o unter den Backen befestigten Blattfedern p nach aufwärts gedrückt werden und dem Stosse des Fühlerrahmens m   bei q, sobald sich   dieser nach rückwärts bewegt, soweit nachzugeben vermögen, dass sich diesem kein Hindernis mehr bietet. An den Backen h sind zwei Haken angebracht, an welchen die Zugfedern f mit ihren zweiten Enden befestigt sind. Oberhalb der Welle c steht fast senkrecht zum Schaukelbrett auf jeder Seite desselben ein Arm r, in dessen oberem Ende die Kette   81   zur Auslösung der Sandstreubüchsen t eingehängt ist. Mit ihren unteren   rückwärtigen   Teilen lehnen sich die Arme r an die Widerlager   ii,   an.

   Der Fühlerrahmen m besteht aus starkem Drahte oder aus gebogenem Holze in Form eines Rechteckes, dessen vorderster Teil zweckmässig gestaltet ist. In den seitlichen unteren Versteifungen des Traggerüstes a läuft derselbe durch Führungsringe, durch welche er leicht und sicher ein wenig schräg nach aufwärts zurückzuleiten vermag. In seiner normalen Lage ist der Fühlerrahmen m hervorgezogen, so dass er etwa   1/2     m   über das Fangnetz hinausragt und vom Boden einige Finger breit entfernt ist. Der Netzrahmen k ist zweckmässig aus gebogenem Holze mit Querversteifungen hergestellt und die vorderen Schenkel desselben sind durch ein gespanntes Drahtseil eingezogen ; in dem Rahmen ist ein starkes Netz gespannt.

   Die Sandstreuvorrichtung besteht aus zwei länglichen, oben offenen Büchsen 

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 aus Eisenblech, die an ihren rückwärtigen Teilen Ohren haben, an welchen je, eine vierkantige Achse, die in kleinen Trägern drehbar gelagert ist, befestigt ist, In der horizontalen Lage werden die Sandstrenbuchsen durch mit der   Kette-91 verbundene   Zungen v, welche für   gewöhnlich   einige Zentimeter unter die vordere Bodenfläche der   Sandstreubüchsen   greifen, erhalten. Die Ketten 811 welche einerseits an den Zungen f befestigt sind, laufen durch die   Führungsringe a ?   und über die Gleitrollen y zu den mit dem Schaukelbrett verbundenen Armen r, an welchen sie mit ihren anderem Ende angebracht sind.

   Die Achse der einen Sandstreubüchse trägt isoliert einen Haken z, der bei einer Drehung um 900 mit dem   Kontaktknopf   Cl in Berührung kommt, wodurch der Strom über die elektrische Bremse geschlossen wird. 



   Die Wirkungsweise der Schutzvorrichtung ist folgende : In der Ruhelage streicht der herausgezogene Fühlerrahmen einige Finger breit über die Bodenfläche dahin und wird in seiner Lage dadurch festgehalten, dass die Zugfedern f das Schaukelbrett 9 nach aufwärts ziehen, die Backen h somit gegen den Fühlerrahmen m drücken. Die Rädchen   1i   sollen verhindern, dass der Rahmen bei gar zu leichtem Anstosse   zurückgleiten   und somit die Vorrichtung auslösen kann. Auch der Netzrahmen k streicht in der Ruhelage einige Finger breit über den Boden dahin. Trifft nun während der Fahrt der Fühlerrahmen auf ein Hindernis, so wird er infolge seiner Beweglichkeit zurückgeschoben, überwindet dabei den Widerstand der Rädchen   1   und gleitet über das Schaukelbrett g hinaus.

   Dieses, dadurch freigegeben, wird infolge der eigenen Schwere und der Zugkraft der Federn f rückwärts emporgezogen und dadurch mit den vorderen Rahmenschenkeln bis an den Boden herabgedrückt. Das Drahtseil überwindet infolge seiner Elastizität die kleinen Unebenheiten der Fahrbahn und der Netzrahmen schaufelt das Hindernis auf. Der ausgelöste Fühlerrahmen m gibt nun so lange nach, bis er mit seiner   Stossplatte 8   an die Stossfänger d gelangt, d. h. er wird fast gänzlich unter den Wagen geschoben. Durch die Drehung des Schaukelbrettes werden aber auch gleichzeitig die Zungen unter den   Sandstreubüchsen   hervorgezogen, worauf sich diese infolge ihrer eigenen Schwere um ihre Achsen drohen und ihren Inhalt auf die Schienen schütten.

   Infolge der Bewegung der Büchsen kommt auch der Haken z mit dem   Kontaktknopfe el   in Berührung, was bewirkt, dass der Strom in die elektrische Bremse eingeleitet wird und der Wagen somit rasch zum Stehen kommt. 



   Um nun die Vorrichtung wieder in die normale Lage zu bringen, wird das Schaukelbrett etwas gehoben, der   Fuhlerrahmen   wieder herausgezogen und das Schaukelbrett sodann freigegeben. Die Sandstreubüchsen werden in die Horizontallage gebracht, auf die Zungen aufgelegt und von neuem mit Sand gefüllt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schutzvorrichtung an   Strassenbahnwagen   mit einem in Führungen an der Unterseite des Wagens verschiebbaren Fühlerrahmen, der über einen Netzrahmen hinausragt und diesen so lange in gehobener Stellung erhält, bis der Fühlerrahmen durch ein Hindernis gedrückt nach rückwärts gleitet, wodurch der Netzrahmen ausgelöst wird und dadurch das Hindernis   aufschaufett,   dadurch gekennzeichnet, dass der Netzrahmen (k) an einem an der Unterseite des Wagens gelagerten Schaukelbrett (g) einschiebbar befestigt ist, wobei das Schaukelbrett durch Federn (f) und das Gewicht des Vorderteiles des   Netzrahmeus   mit dem   rückwärtigen   Teile nach aufwärts bis zu dem das Schaukelbrett am rückwärtigen Teile übergreifenden Fühlerrahmen (m) gezogen wird,

   so dass nach dem Zurückschieben des Fühlerrahmen beim Auftreffen auf ein Hindernis das Schaukelbrett frei und dadurch der Netzrahmen an den Boden gedrückt wird.

Claims (1)

  1. 2. Bei einer Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 eine im Momente der Betätigung derselben zur Wirkung kommende Sandstreuvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem Schaukelbrett (g) verbundener Arm (r) mittels einer über Führungsrollen laufenden Kette (si) eine die Sandstreubüchse (0 in horizontaler Lage haltende Unterlagsplatte (v) verschiebt, wodurch die Sandstreubüchse frei wird und sich vermöge ihrer Schwere in die Funktionsstellung drehen kann.
    3. Bei einer Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 eine im Momente der Betätigung desselben zur Wirkung kommende elektrische Bremse, deren Stromkreis durch eine Kontaktvorrichtung selbsttätig geschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass mit der umkippbaren Sandstreubüchse (t) ein Kontaktknopf (z) fest verbunden ist, welcher bei der Abwärtsdrehung der Sandstreubüchse mit einem am Wagen angebrachten Kontakt (cl) in Berührung kommt und auf diese Weise den Stromkreis über der Bremse schliesst.
AT17139D 1902-10-31 1902-10-31 Schutzvorrichtung an Straßenbahnwagen. AT17139B (de)

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