AT17183U1 - Behälter zum Aufnehmen bzw. Aufbewahren und zum Entnehmen von stückigem Material - Google Patents

Behälter zum Aufnehmen bzw. Aufbewahren und zum Entnehmen von stückigem Material Download PDF

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Abstract

Bei einem Behälter zum Aufnehmen bzw. Aufbewahren und zum Entnehmen von stückigem Material, insbesondere von festem, rieselfähigem Heizmaterial, beispielsweise Pellets aus Holz, oder Getreide bzw. Futtermittel, wobei der Behälter aus im Wesentlichen vertikalen Umfangsbegrenzungswänden und gegebenenfalls einer oberen Abdeckwand besteht und im Bereich eines sich insbesondere verjüngenden Bodens (6) eine Ausbringeinrichtung (7) zum Entnehmen des stückigen Materials aus dem Behälter vorgesehen ist, und wobei wenigstens ein Befüllstutzen (8) für ein Einbringen des Materials in den Behälter an einer Rahmenkonstruktion (1) des Behälters vorgesehen ist, ist vorgesehen, dass an den Befüllstutzen (8) im Inneren des Behälters eine Leiteinrichtung (9) für das in den Behälter einzubringende Material anschließt, so dass selbst bei einem Befüllen mit stückigem Material bei hohen Geschwindigkeiten übermäßige mechanische Beanspruchungen insbesondere der Umfangsbegrenzungswände eines derartigen Behälters vermieden werden können.

Description

Beschreibung
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Behälter zum Aufnehmen bzw. Aufbewahren und zum Entnehmen von stückigem Material, insbesondere von festem, rieselfähigem Heizmaterial, beispielsweise Pellets aus Holz, oder Getreide bzw. Futtermittel, wobei der Behälter aus im Wesentlichen vertikalen Umfangsbegrenzungswänden und gegebenenfalls einer oberen Abdeckwand besteht und im Bereich eines sich insbesondere verjüngenden Bodens eine Ausbringeinrichtung zum Entnehmen des stückigen Materials aus dem Behälter vorgesehen ist, und wobei wenigstens ein Befüllstutzen für ein Einbringen des Materials in den Behälter an einer Rahmenkonstruktion des Behälters vorgesehen ist.
[0002] Derartige Behälter sind in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt und werden beispielsweise Im Zusammenhang mit Heizanlagen vorgesehen, welche mit einem festen, rieselfähigen Heizmaterial, beispielsweise Pellets aus Holz gespeist werden. Neben derartigen Behältern zum Aufnehmen bzw. Aufbewahren von Heizmaterial können derartige Behälter beispielsweise auch als Vorratsbehälter für Getreide oder Futtermittel oder dgl. eingesetzt werden, um insbesondere einen transportablen Behälter für derartige Materialien anstelle beispielsweise von gemauerten Silos oder ähnlichen Behältern zur Verfügung zu stellen.
[0003] Ein Behälter der eingangs genannten Art ist beispielsweise der EP 1 440 915 BI zu entnehmen, wobei bei dieser bekannten Konstruktion insbesondere auf eine Ausbildung eines Behälters abgezielt wird, welcher unterschiedliche Abmessungen, insbesondere unterschiedliche Höhen eines derartigen Behälters und derart unterschiedliche Volumina zur Verfügung stellen soll.
[0004] Im Zusammenhang mit einer Befüllung eines derartigen Behälters erfolgt eine Anlieferung von in einem Behälter aufzunehmendem Material, wie beispielsweise Pellets oder auch Getreide bzw. Futtermittel, durch entsprechende Lieferfahrzeuge, wobei zunehmend insbesondere zur Verkürzung der Lade- bzw. Befüllzeiten entsprechend leistungsstarke Pumpaggregate Verwendung finden, welche hohe Lade- bzw. Füllgeschwindigkeiten erlauben. Mit einer derartigen Steigerung der Füllgeschwindigkeiten ist auch eine entsprechende Beanspruchung der Behälter und insbesondere der Umfangsbegrenzungswände bei einem Einbringen des im Behälter aufzunehmenden Materials mit hoher Geschwindigkeit gegeben, so dass derartige Behälter entsprechend mit massiven Begrenzungswänden und Rahmenkonstruktionen ausgebildet werden müssen, um den Beanspruchungen bei hohen Füll- bzw. Beladegeschwindigkeiten widerstehen zu können.
[0005] Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, die oben genannten Nachteile zu beheben bzw. zumindest zu reduzieren und einen Behälter der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, bei welchem selbst bei Verwendung von hohen Lade- bzw. Füllgeschwindigkeiten auf eine Ausbildung einer massiven Konstruktion für Umfangsbegrenzungswände und einer Rahmenkonstruktion eines derartigen Behälters verzichtet werden kann.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgaben ist ein Behälter der eingangs genannten Art im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass an den Befüllstutzen im Inneren des Behälters eine Leiteinrichtung für das in den Behälter einzubringende Material anschließt. Dadurch, dass erfindungsgemäß anschließend an den Befüllstutzen des erfindungsgemäßen Behälters im Inneren desselben eine Leiteinrichtung vorgesehen ist, wird sichergestellt, dass selbst bei einem Einbringen des im Behälter aufzunehmenden stückigen Materials mit hoher Geschwindigkeit ein Aufprall des einzubringenden Materials auf Umfangsbegrenzungswände und/oder die Rahmenkonstruktion vermieden wird und dass durch Vorsehen der Leiteinrichtung ein ordnungsgemäßes und sicheres Befüllen des Behälters erzielbar ist.
[0007] Für eine gegebenenfalls gewünschte einfache Demontage der Leiteinrichtung, welche jeweils nur für den Füllvorgang des Behälters erforderlich ist bzw. zum Einsatz gelangen soll, wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass die Leiteinrichtung mit dem Befüllstutzen insbesondere lösbar koppelbar ist.
[0008] Für ein ordnungsgemäßes und zuverlässiges Einbringen des einzubringenden Materials
bei hoher Geschwindigkeit und für eine insbesondere gleichmäßige Verteilung des Materials im gegebenenfalls große Abmessungen aufweisenden Behälter wird darüber hinaus vorgeschlagen, dass die Leiteinrichtung von einem zum Boden des Behälters geöffneten rinnen- bzw. kanalartigen Element gebildet ist, welches sich im Wesentlichen horizontal in das Innere des Behälters erstreckt, wie dies einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters entspricht. Durch ein derartiges rinnen- bzw. kanalartiges Element der Leiteinrichtung, welches zum Boden des Behälters geöffnet ist, wird insbesondere verhindert, dass das bei hoher Geschwindigkeit eingebrachte stückige Material sich weitestgehend unkontrolliert im Inneren des Behälters bewegt und gegebenenfalls ungleichmäßig ansammelt.
[0009] Zur Verbesserung der Verteilwirkung als auch zur weiteren Minimierung eines potentiellen Aufpralls des einzubringenden stückigen Materials bei einem Befüllen des Behälters wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass an dem von dem Befüllstutzen abgewandten Ende des rinnenartigen Elements der Leiteinrichtung zusätzlich eine wenigstens teilweise vertikal orientierte Prallplatte vorgesehen ist. Eine derartige, insbesondere zusätzliche Pralilplatte lässt sich nicht nur einfach mit dem rinnenartigen Element der Leiteinrichtung verbinden, sondern kann beispielsweise auch für eine Orientierung des Strahls des mit hoher Geschwindigkeit eingebrachten Materials für eine gewünschte gleichmäßige Verteilung des Materials im Behälter dienen bzw. eine gewünschte Verteilung unterstützen bzw. erleichtern.
[0010] Für eine ordnungsgemäße und gleichmäßige Verteilung des einzubringenden Materials wird darüber hinaus vorgeschlagen, dass sich das rinnenartige Element der Leiteinrichtung wenigstens über eine Hälfte der Abmessung des Behälters in das Innere des Behälters erstreckt, wie dies einer weiters bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters entspricht.
[0011] Um ein möglichst vollständiges Füllen der gesamten Höhe des erfindungsgemäßen Behälters zu ermöglichen, wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass die Leiteinrichtung mit dem Befüllstutzen in einem oberen Randbereich des Behälters vorgesehen ist.
[0012] Zur Vergleichmäßigung des Befüllens des Behälters und zur Unterstützung einer gleichmäßigen Verteilung des aufzunehmenden stückigen Materials kann darüber hinaus vorgesehen sein, dass eine Mehrzahl von Befüllstutzen und eine entsprechende Mehrzahl von Leiteinrichtungen vorgesehen sind, wie dies einer weiters bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters entspricht.
[0013] Für eine Anpassung an unterschiedliche örtliche Gegebenheiten und/oder zur Bereitstellung unterschiedlicher Volumina eines erfindungsgemäßen Behälters wird darüber hinaus bevorzugt vorgeschlagen, dass die Umfangsbegrenzungswände in an sich bekannter Weise wenigstens teilweise aus einem flexiblen Material hergestellt sind. Insbesondere bei Vorsehen von wenigstens teilweise flexiblen Umfangsbegrenzungswänden ist die erfindungsgemäß vorgesehene Leiteinrichtung von besonderem Vorteil, um derart selbst bei einem Einbringen bzw. Befüllen des stückigen Materials mit hoher Geschwindigkeit eine entsprechende und zuverlässige Schonung des Materials der Umfangsbegrenzungswände zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang wird darüber hinaus bevorzugt vorgeschlagen, dass die wenigstens teilweise flexiblen Umfangsbegrenzungswände in an sich bekannter Weise an einer insbesondere höhenverstellbaren Rahmenkonstruktion festlegbar sind, so dass eine insbesondere konstruktiv einfache Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters zur Verfügung gestellt werden kann.
[0014] Für eine einfache Halterung bzw. Montage des Befüllstutzens wird darüber hinaus vorgeschlagen, dass der wenigstens eine Befüllstutzen an einer mit der Rahmenkonstruktion insbesondere lösbar verbundenen Halte- bzw. Abstützvorrichtung vorgesehen ist, wie dies einer weiters bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters entspricht.
[0015] Zur Unterstützung der Minimierung bzw. Reduktion der mechanischen Belastungen bei einem Befüllen des erfindungsgemäßen Behälters mit stückigem Material, welches mit hoher Geschwindigkeit in den Behälter eingebracht wird, als auch zur Unterstützung der erforderlichen
mechanischen Festigkeit bzw. Widerstandsfähigkeit bei leichtbauenden Konstruktionen wird darüber hinaus bevorzugt vorgeschlagen, dass an der Oberseite der Rahmenkonstruktion und/oder der Umfangsbegrenzungswände und gegebenenfalls an der oberen Abdeckwand wenigstens eine Spannvorrichtung zwischen einander im Wesentlichen gegenüberliegenden Umfangsbegrenzungswänden vorgesehen ist. Durch ein Vorsehen wenigstens einer derartigen Spannvorrichtung kann somit den bei Einbringen des stückigen Materials mit hoher Geschwindigkeit auftretenden mechanischen Belastungen sowohl der Umfangsbegrenzungswände als auch der Rahmenkonstruktion entsprechend entgegengewirkt werden.
[0016] Zur Bereitstellung eines konstruktiv einfachen Aufbaus und einer raschen Montage des erfindungsgemäßen Behälters wird darüber hinaus vorgeschlagen, dass der Boden in an sich bekannter Weise aus einer Mehrzahl von aus einem starren, insbesondere metallischen Material hergestellten plattenförmigen Elementen gebildet ist, welche über eine Steckverbindung miteinander zur Ausbildung einer insbesondere trichterartigen bzw. pyramidenstumpfförmig ausgebildeten Kontur des Bodens verbindbar sind, wie dies einer weiters bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters entspricht.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen:
[0018] Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht der Rahmenkonstruktion einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Behälters;
[0019] Fig. 2 eine Seitenansicht auf eine Rahmenkonstruktion einer geringfügig abgewandelten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Behälters;
[0020] Fig. 3 eine Seitenansicht in Richtung des Pfeils Ill von Fig. 2, wobei Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeils Il von Fig. 3 darstellt;
[0021] Fig. 4 eine Draufsicht auf den in Fig. 2 und 3 dargestellten Behälter;
[0022] Fig. 5 im vergrößerten Maßstab eine Detailansicht des Bereichs V der Fig. 4 der Anlenkung bzw. Festlegung einer Leiteinrichtung eines erfindungsgemäßen Behälters;
[0023] Fig. 6 eine perspektivische Ansicht einer Leiteinrichtung eines erfindungsgemäßen Behälter; und
[0024] Fig. 7 ähnlich der Darstellung von Fig. 4 eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Behälter, wobei zusätzlich im Bereich des oberen Rands der Umfangsbegrenzungswände bzw. der Rahmenkonstruktion eine Mehrzahl von Spannvorrichtungen zwischen einander gegenüberliegenden Umfangsbegrenzungswänden vorgesehen ist.
[0025] In Fig. 1 ist schematisch allgemein mit 1 eine Rahmenkonstruktion eines Behälters bezeichnet, wobei die Rahmenkonstruktion 1 beispielsweise aus vier, jeweils an den Eckpunkten eines Rechtecks angeordneten vertikalen Streben 2 besteht, welche über eine Mehrzahl von im Wesentlichen horizontal verlaufenden Streben 3 verbunden sind. Insbesondere zur Anpassung an unterschiedliche örtliche Gegebenheiten und/oder zur Bereitstellung von Behältern mit unterschiedlichen Volumina ist in Fig. 1 darüber hinaus angedeutet, dass zur Vergrößerung der Höhe zusätzliche vertikale Streben 2’ zur Verlängerung der Streben 2 vorgesehen sind. Beispielsweise bei Vorsehen von Umfangsbegrenzungswänden aus einem flexiblen Material, welche in Fig. 1 zur Vereinfachung der Darstellung nicht näher gezeigt sind, kann darüber hinaus zur weiteren Anpassung vorgesehen sein, dass die Streben 2' entsprechend dem Doppelpfeil 4 verlängerbar bzw. teleskopierbar sind. An den Streben 2 bzw. 2’ der Rahmenkonstruktion 1 werden Umfangsbegrenzungswände festgelegt, wobei beispielsweise in dem unteren Bereich entsprechend den vertikalen Streben 2 plattenförmige Begrenzungswände vorgesehen sind, während, wie bereits erwähnt, an den insbesondere in ihrer Länge verstellbaren Streben 2' Umfangsbegrenzungswände aus einem flexiblen Material, beispielsweise Gewebe- bzw. Textilmaterial vorgesehen sein können.
[0026] Darüber hinaus sind in Fig. 1 plattenartige Elemente 5 dargestellt, welche aus einem star
ren, insbesondere metallischen Material, beispielsweise Stahl hergestellt sind, wobei diese plattenförmigen Elemente 5 eine trichterartige bzw. pyramidenstumpfförmige Kontur des Bodens bzw. Sumpfs 6 des durch die Rahmenkonstruktion 1 begrenzten Behälters ausbilden. Im Bereich des Sumpfs 6 bzw. der tiefsten Stelle des Bodens ist darüber hinaus schematisch mit 7 eine Ausbringeinrichtung angedeutet, welche beispielsweise von einer motorbetriebenen Schnecke oder einem Ansaugelement für ein Ausbringen des in dem Behälter aufzunehmenden stückigen Materials gebildet sein kann.
[0027] Im oberen Bereich der Rahmenkonstruktion 1 und insbesondere an einer horizontalen oberen Strebe 3 derselben ist in Fig. 1 weiters ein Befüllstutzen 8 angeordnet, an welchen eine nicht näher dargestellte Leitung für ein Einbringen von stückigem Material in das Innere des Behälters anschließbar ist.
[0028] Unter Berücksichtigung von üblicherweise hohen Geschwindigkeiten bei einem Einbringen des stückigen Materials zur Verkürzung von Befüll- bzw. Ladezeiten ist anschließend an den Befüllstutzen 8 eine allgemein mit 9 bezeichnete Leiteinrichtung vorgesehen, welche unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Figuren im Detail erörtert werden wird. Diese Leiteinrichtung 9 besteht im Wesentlichen aus einem rinnen- bzw. kanalartigen Element 10, welches sich über einen Teilbereich der Innenabmessung zwischen einander gegenüberliegenden Umfangsbegrenzungswänden des Behälters erstreckt. Darüber hinaus ist bei der Ausbildung gemäß Fig. 1 zusätzlich eine Prallplatte 11 am von dem Befüllstutzen 8 abgewandten Ende an dem kanal- bzw. rinnenartigen Element 10 vorgesehen bzw. angeschlossen. Die Prallplatte 11 kann beispielsweise verstellbar sein oder aus einem wenigstens teilweise flexiblen Material hergestellt sein, wie dies insbesondere aus Fig. 3 und 6 deutlicher ersichtlich werden wird.
[0029] Durch das Vorsehen der Leiteinrichtung 9, welche zumindest aus dem rinnenartigen Element 10 und gegebenenfalls der zusätzlichen Prallplatte 11 besteht bzw. diese umfasst, wird insbesondere eine unkontrollierte Bewegung des über den Befüllstutzen 8 in das Innere des Behälters einzubringenden stückigen Materials verhindert und es kann auch ein Auftreffen des beispielsweise mit hoher Geschwindigkeit einzubringenden stückigen Materials auf die den Befüllstutzen 8 gegenüberliegende Umfangsbegrenzungswand verhindert werden. Ein derartiges Verhindern eines weitestgehend unkontrollierten Auftreffens des einzubringenden stückigen Materials auf eine Begrenzungswand und/oder auch eine Verhinderung einer Bewegung des einzubringenden Materials in Richtung zu der Oberseite des Behälters trägt hierbei insbesondere bei Vorsehen von flexiblen Begrenzungswänden in einem oberen Bereich des Behälters zu einer entsprechenden Schonung des Materials der Umfangsbegrenzungswände bei.
[0030] Eine ordnungsgemäße Einbringung des Materials insbesondere durch eine Vermeidung einer unkontrollierten Bewegung bzw. Verteilung desselben wird bereits durch das Vorsehen des kanal- bzw. rinnenartigen Elements 10 der Leiteinrichtung 9 sichergestellt und durch die optional zusätzlich vorgesehene Prallplatte 11 weiter unterstützt bzw. verbessert.
[0031] Bei den in den nachfolgenden Figuren dargestellten, geringfügig abgewandelten Ausführungsformen eines Behälters zur Aufnahme von stückigem Material ist aus den Ansichten gemäß Fig. 2 und 4 ersichtlich, dass im oberen Bereich der Rahmenkonstruktion im Wesentlichen paralle! zu einer oberen horizontalen Strebe 3 eine Halte- bzw. Abstützvorrichtung 12 vorgesehen ist, an welcher zwei Befüllstutzen 8 vorgesehen sind. Anschließend an die Befüllstutzen 8 ist wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 jeweils eine Leiteinrichtung 9 vorgesehen, welche wiederum aus einem im Wesentlichen horizontal verlaufenden, kanal- bzw. rinnenartigen Element 10 sowie einer am von dem Befüllstutzen 8 abgewandten Ende zusätzlich vorgesehenen Prallplatte 11 gebildet ist.
[0032] Eine besonders einfache und zuverlässige sowie lösbare Festlegung der einzelnen Leiteinrichtung 9 im Bereich des Befüllstutzens 8 ist aus den detaillierten Darstellungen von Fig. 5 und 6 ersichtlich. Hierbei ist erkennbar, dass das kanal- bzw. rinnenförmige Element 10 an dem zum Befüllstutzen 8 gewandten Ende mit einer auf die Aomessungen einer horizontalen Strebe 3 bzw. der Halte- bzw. Abstützvorrichtung 12 abgestimmten Abmessungen ausgebildeten Halterung 13 ausgebildet ist. Derart übergreift das zum Befüllstutzen 8 gewandte Ende des kanal- bzw.
rinnenförmigen Elements 10 den Befüllstutzen 8 im Inneren des Behälters geringfügig und ist über die Halterung 13 an der Halte- bzw. Abstützvorrichtung 12 festlegbar, wobei hierzu in Fig. 5 eine zusätzliche plattenartige Befestigungseinrichtung 14 angedeutet ist, welche entsprechend mit der Halterung 13 verschraubbar ist.
[0033] Aus den Darstellungen gemäß Fig. 3 und 4 ist ersichtlich, dass sich die Länge des kanalbzw. rinnenartigen Elements 10 über etwas mehr als die Hälfte des Abstands zwischen einander gegenüberliegenden Begrenzungswänden erstreckt. Wie bereits oben angedeutet, ist das kanalbzw. rinnenartige Element 10 in Richtung zum Boden des Behälters geöffnet, so dass selbst bei einem Eintreten des stückigen Materials über den Befüllstutzen 8 mit hoher Geschwindigkeit dieses Material in dem kanal- bzw. rinnenartigen Element 10 geführt wird und am Ende über die Prallplatte bzw. Prallmatte 11 umgelenkt und in das Innere des Behälters eingebracht wird, ohne insbesondere auf die den Befüllstutzen 8 gegenüberliegende Umfangsbegrenzungswand aufzutreffen.
[0034] Neben einer Ausbildung der insbesondere zusätzlich vorgesehenen Prallplatte 11 beispielsweise aus einem starren Material, welches gegebenenfalls verstellbar mit dem rinnen- bzw. kanalartigen Element 10 koppelbar ist, kann die Prallplatte bzw. -matte 11 beispielsweise auch aus einem flexiblen Kunststoffmaterial, wie beispielsweise EPDM hergestellt sein, um die angestrebte Umlenkung des eingebrachten stückigen Materials in das Innere des Behälters zu bewirken.
[0035] Zur weiteren Minimierung von gegebenenfalls auftretenden mechanischen Beanspruchungen bei einem Einbringen des stückigen Materials mit hoher Geschwindigkeit, so dass mit entsprechend leichtbauenden Elementen sowohl der Rahmenkonstruktion 1 als auch der Umfangsbegrenzungswände das Auslangen gefunden werden kann, ist darüber hinaus in Fig. 7 die Anordnung von Spannvorrichtungen 15 im Bereich des oberen Rands der Rahmenkonstruktion 1 bzw. einer am oberen Rand befindlichen Abdeckwand vorgesehen, wobei diese Spannvorrichtungen 15 oberhalb der Befüllstutzen 8 und im Wesentlichen parallel zu den nicht näher dargestellten Leiteinrichtungen verlaufen.
[0036] Für eine besonders einfache Herstellung und Montage des jedenfalls aus starren plattenförmigen Elementen 5 gebildeten Bodens 6 des Behälters wird der Einsatz von einfachen Steckverbindungen, insbesondere in Form von Konusverbindungen vorgeschlagen.

Claims (12)

Ansprüche
1. Behälter zum Aufnehmen bzw. Aufbewahren und zum Entnehmen von stückigem Material, insbesondere von festem, rieselfähigem Heizmaterial, beispielsweise Pellets aus Holz, oder Getreide bzw. Futtermittel, wobei der Behälter aus im Wesentlichen vertikalen Umfangsbegrenzungswänden und gegebenenfalls einer oberen Abdeckwand besteht und im Bereich eines sich insbesondere verjüngenden Bodens eine Ausbringeinrichtung zum Entnehmen des stückigen Materials aus dem Behälter vorgesehen ist, und wobei wenigstens ein Befüllstutzen für ein Einbringen des Materials in den Behälter an einer Rahmenkonstruktion des Behälters vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass an den Befüllstutzen (8) im Inneren des Behälters eine Leiteinrichtung (9) für das in den Behälter einzubringende Material anschließt.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteinrichtung (9) mit dem Befüllstutzen (8) insbesondere lösbar koppelbar ist.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteinrichtung (9) von einem zum Boden (6) des Behälters geöffneten rinnen- bzw. kanalartigen Element (10) gebildet ist, welches sich im Wesentlichen horizontal in das Innere des Behälters erstreckt.
4. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem von dem Befüllstutzen (8) abgewandten Ende des rinnenartigen Elements (10) der Leiteinrichtung (9) zusätzlich eine wenigstens teilweise vertikal orientierte Prallplatte (11) vorgesehen ist.
5. Behälter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich das rinnenartige Element (10) der Leiteinrichtung (9) wenigstens über eine Hälfte der Abmessung des Behälters in das Innere des Behälters erstreckt.
6. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteinrichtung (9) mit dem Befüllstutzen (8) in einem oberen Randbereich des Behälters vorgesehen ist.
7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Befüllstutzen (8) und eine entsprechende Mehrzahl von Leiteinrichtungen (9) vorgesehen sind.
8. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsbegrenzungswände in an sich bekannter Weise wenigstens teilweise aus einem flexiblen Material hergestellt sind.
9. Behälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens teilweise flexiblen Umfangsbegrenzungswände in an sich bekannter Weise an einer insbesondere höhenverstellbaren Rahmenkonstruktion (1) festlegbar sind.
10. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Befüllstutzen (8) an einer mit der Rahmenkonstruktion (1) insbesondere lösbar verbundenen Halte- bzw. Abstützvorrichtung (12) vorgesehen ist.
11. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite der Rahmenkonstruktion (1) und/oder der Umfangsbegrenzungswände und gegebenenfalls an der oberen Abdeckwand wenigstens eine Spannvorrichtung (15) zwischen einander im Wesentlichen gegenüberliegenden Umfangsbegrenzungswänden vorgesehen ist.
12. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden in an sich bekannter Weise aus einer Mehrzahl von aus einem starren, insbesondere metallischen Material hergestellten plattenförmigen Elementen (5) gebildet ist, welche über eine Steckverbindung miteinander zur Ausbildung einer insbesondere trichterartigen bzw. pyramidenstumpfförmig ausgebildeten Kontur des Bodens (6) verbindbar sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
ATGM89/2020U 2020-08-04 2020-08-04 Behälter zum Aufnehmen bzw. Aufbewahren und zum Entnehmen von stückigem Material AT17183U1 (de)

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