AT18053U1 - Relingstrebe für eine Schublade - Google Patents
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Abstract
Relingstrebe (13) für eine Schublade (3), wobei die Relingstrebe (13) wenigstens einen Endbereich zur Verbindung mit einem Wandelement (9, 11) der Schublade (3) aufweist, wobei die Relingstrebe (13) am wenigstens einen Endbereich eine Verriegelungsvorrichtung mit wenigstens einem Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) aufweist, welches zur Verriegelung der Relingstrebe (13) in Eingriff mit dem Wandelement (9, 11) bringbar ist, wobei die Relingstrebe (13) zusätzlich zum wenigstens einen Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) wenigstens ein bewegbar gelagertes Betätigungselement (21, 21a) aufweist, wobei das wenigstens eine Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) durch Kraftausübung auf das Betätigungselement (21, 21a) in eine Lösestellung bewegbar ist, in welcher in einem mit dem Wandelement (9, 11) verriegelten Zustand der Relingstrebe (13) die Verriegelung zwischen der Relingstrebe (13) und dem Wandelement (7, 11) lösbar ist, wobei das wenigstens eine Betätigungselement (21, 21a) in einem mit dem Wandelement (9, 11) verriegelten Zustand der Relingstrebe (13) für einen Benutzer zur Handbetätigung zugänglich und unmittelbar betätigbar ist, sodass die Verriegelung zwischen der Relingstrebe (13) und dem Wandelement (7, 11) durch die Handbetätigung des Betätigungselementes (21, 21a) lösbar ist.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Relingstrebe für eine Schublade, wobei die Relingstrebe wenigstens einen Endbereich zur Verbindung mit einem Wandelement der Schublade aufweist, wobei die Relingstrebe am wenigstens einen Endbereich eine Verriegelungsvorrichtung mit wenigstens einem Verriegelungselement aufweist, welches zur Verriegelung der Relingstrebe in Eingriff mit dem Wandelement bringbar ist, wobei die Relingstrebe zusätzlich zum wenigstens einen Verriegelungselement wenigstens ein bewegbar gelagertes Betätigungselement aufweist, wobei das wenigstens eine Verriegelungselement durch Kraftausübung auf das Betätigungselement in eine Lösestellung bewegbar ist, in welcher in einem mit dem Wandelement verriegelten Zustand der Relingstrebe die Verriegelung zwischen der Relingstrebe und dem Wandelement lösbar ist.
[0002] Im Weiteren betrifft die Erfindung eine Anordnung mit wenigstens einer Relingstrebe der zu beschreibenden Art und mit wenigstens einem Wandelement, insbesondere einer Frontblende oder einer Rückwand, einer Schublade, wobei der Endbereich der Relingstrebe durch die Verriegelungsvorrichtung mit dem Wandelement lösbar verbindbar ist.
[0003] Ferner betrifft die Erfindung eine Schublade mit wenigstens einer Relingstrebe der zu beschreibenden Art sowie ein Verfahren zur Montage und Demontage einer Relingstrebe an einer Schublade.
[0004] Relingstreben werden zur Vergrößerung des Aufnahmevolumens einer Schublade, zur Versteifung der Schublade und bei einer längenverstellbaren Ausbildung auch zur Neigungsverstellung von Schubladenfrontblenden verwendet. Üblicherweise werden die Relingstreben mit einem vorgegebenen Abstand über den Schubladenseitenwänden positioniert, wobei die Längsrichtung der Relingstrebe im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung der Schubladenseitenwand verläuft.
[0005] Ein Beispiel einer Relingstrebe ist in der EP 2 323 518 B1 der Anmelderin gezeigt. Der hintere Endbereich der Relingstrebe ist dabei über ein Schnappverbindungselement mit der Rückwand der Schublade verbindbar. Das Schnappverbindungselement kann eine oder mehrere Kunststofflaschen aufweisen, welche in einem verriegelten Zustand der Relingstrebe in korrespondierenden Öffnungen der Rückwand eingreifen. Nachteilig daran ist, dass eine Demontage der Relingstrebe von der Rückwand relativ schwierig und nur mit einem hohen Kraftaufwand durchzuführen ist.
[0006] In der US 2007/159039 A1 ist eine Schublade mit einer Relingstrebe gezeigt, welche in einem hinteren Endbereich mit einem Clip zur lösbaren Verbindung mit einer Schubladenrückwand versehen ist. Der Clip weist einen federnd ausgebildeten Steg mit einem daran angeordneten Lappen auf, welcher bei der Montage der Relingstrebe in eine korrespondierende AufnahmeÖffnung der Rückwand eingreift. Zum Lösen der Verriegelung wird ein Schraubendreher in eine Zugangsöffnung der Rückwand eingesteckt, sodass die Verriegelung zwischen dem Lappen und der Aufnahmeöffnung der Schubladenrückwand lösbar ist. Durch Anheben des federnd ausgebildeten Steges mittels des Schraubendrehers kann der Lappen entgegen seiner federnden Wirkung aus der Aufnahmeöffnung der Rückwand herausbewegt werden, wodurch die Relingstrebe von der Schubladenrückwand trennbar ist. Nachteilig daran ist, dass die Sicht auf den Lappen eingeschränkt und die Zugänglichkeit zum Lappen erschwert ist, wobei zum Lösen der Verriegelung auch ein Werkzeug unentbehrlich ist.
[0007] Weitere lösbare Befestigungsmöglichkeiten einer Relingstrebe an einer Schublade sind in der CN 2627916 Y, in der WO 2017/001610 A1, in der DE 10 2009 025 792 A1 und in der EP 0 723 752 A2 gezeigt.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Relingstrebe der eingangs erwähnten Gattung unter Vermeidung der oben diskutierten Nachteile anzugeben.
[0009] Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0010] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass das wenigstens eine Betätigungselement in einem mit dem Wandelement verriegelten Zustand der Relingstrebe für einen Benutzer zur Handbetätigung zugänglich und unmittelbar betätigbar ist, sodass die Verriegelung zwischen der Relingstrebe und dem Wandelement durch die Handbetätigung des Betätigungselementes lösbar ist.
[0011] Mit anderen Worten weist die Relingstrebe wenigstens ein bewegbar gelagertes Betätigungselement auf, durch welches die Verriegelung zwischen der Relingstrebe und einem Wandelement der Schublade in einem montierten Zustand der Relingstrebe am Wandelement lösbar ist. Das Betätigungselement der in Montagelage befindlichen Relingstrebe ist für einen Benutzer zugänglich und unmittelbar betätigbar, sodass eine komfortable Demontage der Relingstrebe (beispielsweise zu Reinigungszwecken) ermöglicht wird.
[0012] Das Betätigungselement kann vom zumindest einen Verriegelungselement gesondert ausgebildet sein. Alternativ ist es möglich, dass das Betätigungselement und das zumindest eine Verriegelungselement an einem gemeinsamen Bauteil, jedoch als klar voneinander unterscheidbare Komponenten ausgebildet sind. Gemäß einem Ausführungsbeispiel sind das Betätigungselement und das Verriegelungselement miteinander bewegungsgekoppelt, sodass eine entsprechende Kraftausübung auf das Betätigungselement zu einer (zerstörungsfreien) Bewegung des Verriegelungselementes in die Lösestellung führt.
[0013] Das Betätigungselement kann an der Relingstrebe, vorzugsweise in einer Längsrichtung der Relingstrebe, verschiebbar gelagert und/oder um eine, vorzugsweise in Montagelage horizontal verlaufende, Achse kippbar oder verbiegbar gelagert sein.
[0014] Das Betätigungselement kann an einer Stirnseite der Relingstrebe und/oder an einer Mantelfläche der Relingstrebe beweglich angeordnet sein. Beispielsweise kann das Betätigungselement mit einer Stirnseite der Relingstrebe und/oder mit einer Mantelfläche der Relingstrebe im Wesentlichen bündig abschließen, sodass eine unabsichtliche Kraftausübung auf das Betätigungselementes verhindert und ein ansprechendes optisches Erscheinungsbild gegeben ist.
[0015] Das Betätigungselement ist zur Handbetätigung ausgebildet, wobei das Betätigungselement mit einer die Haftreibung erhöhenden Riffelung versehen sein kann.
[0016] Der zumindest eine Endbereich der Relingstrebe kann zumindest zwei Verriegelungselemente aufweisen, wobei die zumindest zwei Verriegelungselemente durch Kraftausübung auf das Betätigungselement gemeinsam in die Lösestellung bewegbar sind. Durch die Anordnung von zwei oder mehreren Verriegelungselementen, welche durch Kraftausübung auf das Betätigungselement gemeinsam in eine das Wandelement freigebende Lösestellung bewegbar sind, kann im verriegelten Zustand eine besonders kippsichere Verbindung zwischen der Relingstrebe und dem Wandelement sowie eine komfortable Entriegelung der Verriegelungselemente vom Wandelement der Schublade herbeigeführt werden.
[0017] Die Relingstrebe kann unmittelbar mit einem Wandelement der Schublade verbunden sein, beispielsweise durch einen an der Relingstrebe angeordneten Zapfen, welcher in einer Bohrung des Wandelementes einführbar und so in Position gehalten wird. Alternativ ist es möglich, dass die Relingstrebe über wenigstens einen am Wandelement angeordneten oder ausgebildeten Möbelbeschlag mit dem Wandelement verbunden ist.
[0018] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung. Dabei zeigt oder zeigen:
[0019] Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Möbels mit Schubladen, welche über Schubladenausziehführungen relativ zu einem Möbelkorpus verfahrbar gelagert sind,
[0020] Fig. 2a-2c die Montage der Relingstrebe in zeitlich aufeinanderfolgenden Schritten,
[0021] Fig. 3a-3c perspektivische Ansichten des hinteren Endbereiches der Schublade in teilweise aufgebrochener Darstellung, wobei die Verriegelung und die Entriegelung der Relingstrebe gezeigt ist,
[0022] Fig. 4a, 45 die Relingstrebe in einer Explosionsansicht sowie einen Querschnitt der mit einem Möbelbeschlag verriegelten Relingstrebe.
[0023] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Möbels 1 mit einem Möbelkorpus 2 und Schubladen 3, welche über Schubladenausziehführungen 4 relativ zum Möbelkorpus 2 verfahrbar gelagert sind. Die Schubladenausziehführungen 4 weisen eine durch Befestigungsabschnitte 6a, 6b am Möbelkorpus 2 zu befestigende Korpusschiene 5 und wenigstens eine mit der Schublade 3 zu verbindende Ladenschiene 8 auf, welche relativ zur Korpusschiene 5 verfahrbar gelagert ist. Zur Realisierung eines Vollauszuges der Schublade 3 kann eine zusätzliche Mittelschiene 7 vorgesehen sein, welche zwischen der Korpusschiene 5 und der Ladenschiene 8 verfahrbar gelagert ist. Die Schubladen 3 weisen jeweils Wandelemente 9 und 11 (vorzugsweise in Form einer Frontblende 9a und einer Rückwand 11a), einen Schubladenboden 10 und eine Schubladenseitenwand 12 auf, welche mit der Ladenschiene 8 der Schubladenausziehführung 4 verbunden oder lösbar verbindbar ist. Darüber hinaus ist wenigstens eine Relingstrebe 13 vorgesehen, welche sich zumindest über einen Teilbereich zwischen der Frontblende 9a und der Rückwand 11a erstreckt und welche mit einem vorgegebenen Abstand über der Seitenwand 12 der Schublade 3 angeordnet ist und deren Längsachse (L) in einem montierten Zustand im Wesentlichen parallel zur Schubladenseitenwand 12 verläuft. Zwischen der Schubladenseitenwand 12 und der Relingstrebe 13 kann zumindest eine zweite Dekorplatte 14b (Fig. 2b) angeordnet sein.
[0024] Fig. 2a-2c zeigen die Montage der Relingstrebe 13 an der Schublade 3 in zeitlichen Abfolgen. Die Schublade 3 umfasst ein erstes Wandelement 9 und ein weiteres Wandelement 3a zur Aufnahme einer ersten Dekorplatte 14a, welche - wie die zweite Dekorplatte 14b - aus Glas, Stein, Holz, Kunststoff oder Metall gebildet sein kann. Am ersten Wandelement 9 ist ein Möbelbeschlag 15 in Form eines Verbindungszapfens angeordnet oder ausgebildet, welcher mit einem ersten Endbereich der Relingstrebe 13 verbindbar ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der erste Endbereich der Relingstrebe 13 einen Hohlraum 18 zur Aufnahme des Möbelbeschlages 15 auf. Am zweiten Endbereich der Relingstrebe 13 ist eine Aussparung 16 angeordnet, welche in einer Draufsicht im Wesentlichen rechteckförmig oder L-förmig ausgebildet ist und welche im montierten Zustand der Relingstrebe 13 zur teilweisen Aufnahme des zweiten Wandelementes 11 vorgesehen ist. Die Relingstrebe 13 ist mit einem Stützteil 17 versehen, welcher in eine, vorzugsweise horizontal verlaufende, Öffnung 19 des zweiten Wandelementes 11 einführbar ist. In der Aussparung 16 der Relingstrebe 13 ist zumindest ein bewegbar gelagertes Verriegelungselement 23a angeordnet, welches mit einer ersten Ausnehmung 20 des zweiten Wandelementes 11 verriegelbar ist. Durch ein Betätigungselement 21 ist in einem montierten Zustand der Relingstrebe 13 die Verriegelung zwischen der Relingstrebe 13 und dem zweiten Wandelement 11 lösbar. Eine gedachte Verbindungslinie 22 (Fig. 2b) ist normal zum ersten und zweiten Wandelement 9, 11 angeordnet.
[0025] Zur Montage und Demontage der Relingstrebe 13 wird wie folgt vorgegangen:
- die Relingstrebe 13 wird mit einem ersten Endbereich in Verbindung mit dem ersten Wandelement 9 oder mit dem am ersten Wandelement 9 montierten Möbelbeschlag 15 gebracht (Fig. 2b), wobei die Relingstrebe 13 gegenüber der gedachten Verbindungslinie 22, welche normal zu den Wandelementen 9, 11 angeordnet ist, einen spitzen Winkel einschließt,
- der spitze Winkel wird durch Verschwenken der Relingstrebe 13 gegenüber der gedachten Verbindungslinie 22 verkleinert (Fig. 2c), bis die Relingstrebe 13 im Wesentlichen parallel zur gedachten Verbindungslinie 22 ausgerichtet ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass der Stützteil 17 der Relingstrebe 13 in die Öffnung 19 des zweiten Wandelementes 11 eingeführt wird,
- die Relingstrebe 13 wird anschließend um eine in Längsrichtung (L) der Relingstrebe verlaufende Achse manuell verkippt, bis das zumindest eine Verriegelungselement 23a der Relingstrebe 13 mit dem zweiten Wandelement 11 verriegelt wird, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass das zumindest eine Verriegelungselement 23a in eine erste Ausnehmung 20 des zweiten Wandelementes 11 eingreift,
- wobei das zumindest eine Verriegelungselement 23a zur Demontage der Relingstrebe 13 durch Handbetätigung des wenigstens einen Betätigungselementes 21, 21a in eine Lösestellung bewegt wird, in welcher die Verriegelung zwischen der Relingstrebe 13 und dem Wandelement 9, 11 oder dem am Wandelement 9, 11 angeordneten oder ausgebildeten Möbelbeschlag 15 gelöst wird.
[0026] Die Demontage der Relingstrebe 13 vom zweiten Wandelement 11 erfolgt dadurch, dass das Betätigungselement 21 durch Handbetätigung (beispielsweise durch Druckausübung auf das Betätigungselement 21 in Längsrichtung (L) der Relingstrebe 13) in eine Lösestellung bewegt wird, in welcher die Verriegelung zwischen der Relingstrebe 13 und dem Wandelement 11 oder dem am Wandelement 9 montierten Möbelbeschlag 15 gelöst wird.
[0027] Fig. 3a zeigt den hinteren Endbereich der Schublade 3 in perspektivischer und teilweise aufgebrochener Ansicht von oben. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Relingstrebe 13 zumindest zwei bewegbar gelagerte Verriegelungselemente 23a, 23b auf, wobei das erste Verriegelungselement 23a mit der ersten Ausnehmung 20 des Wandelementes 11 und das zweite Verriegelungselement 23b mit einer zweiten Ausnehmung 20a des Wandelementes 11 lösbar verriegelbar sind. Die gedachten Längsachsen der Ausnehmungen 20, 20a des Wandelementes 11 können dabei rechtwinklig zueinander verlaufen, wodurch eine besonders kippsichere Verbindung zwischen der Relingstrebe 13 und dem Wandelement 11 ermöglicht wird. Die Verriegelungselemente 23a, 23b sind durch zumindest ein Federelement 24 vorgespannt, wobei die Verriegelungselemente 23a, 23b durch Kraftausübung auf das Betätigungselement 21 entgegen der Kraft des Federelementes 24 gemeinsam in die Lösestellung bewegbar ist. Das Federelement 24 wird hier von einem federnden Kunststoffteil gebildet, welcher sich an einem stationären Anschlag 25 der Relingstrebe 13 abstützt. Als Federelement 24 können auch mechanische Federelemente wie Druckfedern, Zugfedern oder Torsionsfedern eingesetzt werden.
[0028] Die Relingstrebe 13 wird am Wandelement 11 vorpositioniert, indem die Relingstrebe 13 mit ihrem vorderen Endbereich auf den Möbelbeschlag 15 aufgeschoben und der Stützteil 17 des hinteren Endbereiches in die Öffnung 19 des Wandelementes 13 eingeschoben wird. Die vorpositionierte Stellung der Relingstrebe 13 ist in Fig. 3a dargestellt. Durch anschließendes manuelles Kippen der Relingstrebe 13 um eine in Längsrichtung (L) verlaufende Achse werden die Verriegelungselemente 23a, 23b entgegen der Kraft des Federelementes 24 bewegt, woraufhin die beiden Verriegelungselemente 23a, 23b in die Ausnehmungen 20, 20a des Wandelementes 11 eingreifen, vorzugsweise einrasten (Fig. 3b). Auf diese Weise ist die Relingstrebe 13 in Längsrichtung (L) relativ zur Schublade 3 spielfrei angeordnet und auch eine besonders kippsichere Verbindung zwischen der Relingstrebe 13 und dem Wandelement 11 hergestellt, weil die Relingstrebe 13 mit dem wenigstens einen Endbereich an drei voneinander abweichenden Positionen am Wandelement 11 befestigt ist (Stützteil 17 in Offnung 19, erstes Verriegelungselement 23a in erster Ausnehmung 20, zweites Verriegelungselement 23b in zweiter Ausnehmung 20a des Wandteiles 11). Durch Kraftausübung auf das Betätigungselement 21 in Längsrichtung (L) kann die Verriegelung zwischen den Verriegelungselementen 23a, 23b und den Ausnehmungen 20, 20a des Wandelementes 11 wieder gelöst werden (Fig. 3c), wobei das Federelement 24 in Fig. 3c maximal komprimiert ist. Wie in den Figuren 3a-3c gezeigt, können das Federelement 24, die Verriegelungselemente 23a, 23b und das Betätigungselement 21 zusammen einstückig ausgebildet sein.
[0029] Fig. 4a zeigt die Relingstrebe 13 in einer Explosionsdarstellung, wobei an beiden Endbereichen der Relingstrebe 13 ein bewegbar gelagertes Betätigungselement 21, 21a zum Lösen der Verriegelung zwischen dem vorderen Wandelement 9 (beispielsweise mit dem am Wandelement angeordneten Möbelbeschlag 15) und dem hinteren Wandelement 11 vorgesehen ist. Der zur Vorpositionierung der Relingstrebe 13 vorgesehene Stützteil 17 ist in Form einer Lasche an einem Lagerteil 30 ausgebildet, wobei der Stützteil 17 in die Öffnung 19 des Wandelementes 11 einführbar ist. Die gemeinsame Baueinheit, bestehend aus Federelement 24, den Verriegelungselementen 23a, 23b und dem Betätigungselement 21 ist in Montagelage relativ zum Lagerteil 30 in Längsrichtung (L) der Relingstrebe 13 verschiebbar gelagert.
[0030] Am vorderen Endbereich der Relingstrebe 13 ist ein, vorzugsweise in Längsrichtung (L) federnd ausgebildetes, Längenausgleichselement 26 angeordnet, welches dazu dient, im verriegelten Zustand der Relingstrebe 13 mit den Wandelementen 9, 11 einen zwischen dem vorderen Ende der Relingstrebe 13 und dem Wandelement 9 auftretenden Spalt abzudecken. Der Hohlraum 18 zur Aufnahme des Möbelbeschlages 15 ist in einem Aufnahmeteil 31 ausgebildet, wobei der Möbelbeschlag 15 durch bewegbar gelagerte Verriegelungselemente 23c, 23d des Aufnahmeteiles 31 lösbar verriegelbar ist. Der Kopfteil 33 (Fig. 4b) des Möbelbeschlages 15 ist nämlich mit den Verriegelungselementen 23c, 23d und durch ein mit dem zweiten Betätigungselement 21a verbundenen Verriegelungselement 23e lösbar verriegelbar. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das zweite Betätigungselement 21a an einer Mantelfläche der Relingstrebe 13 (beispielsweise an der Unterseite 29 der Relingstrebe 13) angeordnet, wobei das zweite Betätigungselement 21a um eine in Montagelage horizontal verlaufende Achse 27 kippbar oder verbiegbar gelagert ist. Mit dem Betätigungselement 21a sind Schrägflächen 28a, 28b verbunden, welche bei einer Bewegung des zweiten Betätigungselementes 21a um die Achse 27 die Verriegelungselemente 23c, 23d des Aufnahmeteiles 31 elastisch aufweiten, wodurch der Möbelbeschlag 15 (und damit das Wandelement 9) von den Verriegelungselementen 23c, 23d, 23e freigegeben wird.
[0031] Fig. 4b zeigt einen Querschnitt des vorderen Wandelementes 9, wobei die Relingstrebe 13 mit dem am Wandelement 9 angeordneten Möbelbeschlag 15 verriegelt ist. Der Möbelbeschlag 15 kann einen Dübel 32 zur Befestigung am Wandelement 9 und einen davon beabstandeten Kopfteil 33 aufweisen, welcher mit den Verriegelungselementen 23c, 23d des Aufnahmeteiles 31 und dem Verriegelungselement 23e des zweiten Betätigungselementes 21a verriegelt ist. Das zweite Betätigungselement 21a ist an der Unterseite 29 der Relingstrebe 13 angeordnet und schließt mit der Unterseite 29 der Relingstrebe 13 im Wesentlichen bündig ab. Das zweite Betätigungselement 21a kann, wie in der Figur 4b gezeigt, mit einer Riffelung oder mit einer Werkzeugaufnahme versehen sein. Das zweite Betätigungselement 21a ist durch Druckausübung in einer quer zur Längsrichtung (L) verlaufenden Richtung um die Achse 27 verbiegbar oder verkippbar, sodass die Verriegelungselemente 23c, 23d durch die Schrägflächen 28a, 28b aufweitbar sind und dadurch der Kopfteil 33 des Möbelbeschlages 15 lösbar ist. Jene Bereiche des Kopfteiles 33 und/oder des Verriegelungselementes 23e, welche in einem verriegelten Zustand miteinander in Kontakt treten, können eine Schrägfläche aufweisen, wodurch der Kopfteil 33 durch eine Bewegung des zweiten Betätigungselementes 21a um die Achse 27 aus dem vorderen Hohlraum 18 der Relingstrebe 13 aktiv ausstoßbar und dadurch die Demontage der Relingstrebe 13 rasch und komfortabel erfolgt.
[0032] Ein besonderer Vorteil der Relingstrebe 13 liegt darin, dass diese zusammen mit der Verriegelungsvorrichtung eine vorkonfektionierte Baueinheit bildet und dass an der an der Schublade 3, an welcher die Relingstrebe 13 montiert werden soll, zum Zwecke der Verriegelung keine zusätzlichen Funktionselemente (mit Ausnahme der Öffnung 19 und den Aussparungen 20, 20a des Wandelementes 11) vorgesehen werden müssen. Falls zweckmäßig, so kann die Relingstrebe 13 auch längenverstellbar ausgebildet sein, was beispielsweise durch zumindest zwei zueinander in Längsrichtung (L) teleskopisch verfahrbare Teilstreben der Relingstrebe 13 möglich ist.
Claims (14)
1. Relingstrebe (13) für eine Schublade (3), wobei die Relingstrebe (13) wenigstens einen Endbereich zur Verbindung mit einem Wandelement (9, 11) der Schublade (3) aufweist, wobei die Relingstrebe (13) am wenigstens einen Endbereich eine Verriegelungsvorrichtung mit wenigstens einem Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) aufweist, welches zur Verriegelung der Relingstrebe (13) in Eingriff mit dem Wandelement (9, 11) bringbar ist, wobei die Relingstrebe (13) zusätzlich zum wenigstens einen Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) wenigstens ein bewegbar gelagertes Betätigungselement (21, 21a) aufweist, wobei das wenigstens eine Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) durch Kraftausübung auf das Betätigungselement (21, 21a) in eine Lösestellung bewegbar ist, in welcher in einem mit dem Wandelement (9, 11) verriegelten Zustand der Relingstrebe (13) die Verriegelung zwischen der Relingstrebe (13) und dem Wandelement (7, 11) lösbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Betätigungselement (21, 21a) in einem mit dem Wandelement (9, 11) verriegelten Zustand der Relingstrebe (13) für einen Benutzer zur Handbetätigung zugänglich und unmittelbar betätigbar ist, sodass die Verriegelung zwischen der Relingstrebe (13) und dem Wandelement (9, 11) durch die Handbetätigung des Betätigungselementes (21, 21a) lösbar ist.
2. Relingstrebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Betätigungselement (21, 21a) an der Relingstrebe (13), vorzugsweise in einer Längsrichtung (L) der Relingstrebe (13), verschiebbar gelagert oder um eine, vorzugsweise in Montagelage horizontal verlaufende, Achse (27) kippbar oder verbiegbar gelagert ist.
3. Relingstrebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Endbereich der Relingstrebe (13) zumindest zwei Verriegelungselemente (23a, 23b, 23c, 23d) aufweist, wobei die zumindest zwei Verriegelungselemente (23a, 23b, 23c, 23d) durch Kraftausübung auf das Betätigungselement (21a) gemeinsam in die Lösestellung bewegbar sind.
4. Relingstrebe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest zwei Verriegelungselemente (23a, 23b, 23c, 23d) in einer Längsrichtung (L) der Relingstrebe (13) voneinander beabstandet sind.
5. Relingstrebe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) durch wenigstens ein Federelement (24) vorgespannt ist, wobei das Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) durch Kraftausübung auf das Betätigungselement (21, 21a) entgegen der Kraft des Federelementes (24) in die Lösestellung bewegbar ist.
6. Relingstrebe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Federelement (24) zusammen mit dem wenigstens einen Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) einstückig ausgebildet ist.
7. Relingstrebe nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Federelement (24), das wenigstens eine Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) und das wenigstens eine Betätigungselement (21, 21a) zusammen einstückig ausgebildet sind.
8. Relingstrebe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Endbereich der Relingstrebe (13) einen Stützteil (17) aufweist, welcher zur Vorpositionierung der Relingstrebe (13) am Wandelement (9, 11) in eine korrespondierende Öffnung (19) des Wandelementes (9, 11) oder des am Wandelement (9, 11) montierten Möbelbeschlag (15) einführbar ist.
9. Relingstrebe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Relingstrebe (13) ausgehend von einer Stellung, in welcher der Stützteil (17) in die korrespondierende Öffnung (19) eingeführt ist, um eine in Längsrichtung (L) der Relingstrebe (13) verlaufende Achse manuell kippbar ist, wodurch das zumindest eine Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) mit dem Wandelement (9, 11) oder mit dem am Wandelement (9, 11) montierten
Möbelbeschlag (15) verriegelbar ist.
10. Relingstrebe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Relingstrebe (13) einen zweiten Endbereich mit einem zweiten bewegbar gelagerten Betätigungselement (21, 21a) zum Lösen der Verriegelung zwischen der Relingstrebe (13) und dem Wandelement (9, 11) oder einem am Wandelement (9, 11) angeordneten oder ausgebildeten Möbelbeschlag (15) aufweist.
11. Anordnung mit wenigstens einer Relingstrebe (13) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und wenigstens einem Wandelement (9, 11), insbesondere einer Frontblende (9a) oder einer Rückwand (11a), einer Schublade (3), wobei der Endbereich der Relingstrebe (13) durch die Verriegelungsvorrichtung mit dem Wandelement (9, 11) lösbar verbindbar ist.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung eine Schubladenseitenwand (12) aufweist und dass die Relingstrebe (13), vorzugsweise mit einem vorgegebenen Abstand, über der Schubladenseitenwand (12) angeordnet ist.
13. Schublade (3) mit wenigstens einer Relingstrebe (13) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder mit einer Anordnung nach Anspruch 11 oder 12.
14. Verfahren zur Montage und Demontage einer Relingstrebe (13) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 an einer Schublade (3), welche zumindest zwei im Wesentlichen parallel zueinander angeordnete Wandelemente (9, 11), insbesondere eine Frontblende (9a) und eine Rückwand (11a), aufweist, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- die Relingstrebe (13) wird mit einem ersten Endbereich in Verbindung mit einem ersten Wandelement (9) oder mit einem am ersten Wandelement (9) montierten Möbelbeschlag (15) gebracht, wobei die Relingstrebe (13) gegenüber einer gedachten Verbindungslinie (22), welche normal zu den Wandelementen (9, 11) angeordnet ist, einen spitzen Winkel einschließt,
- der spitze Winkel wird durch Verschwenken der Relingstrebe (13) gegenüber der gedachten Verbindungslinie (22) verkleinert, bis die Relingstrebe (13) im Wesentlichen parallel zur gedachten Verbindungslinie (22) ausgerichtet ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass ein Stützteil (17) der Relingstrebe (13) in eine Öffnung (19) des zweiten Wandelementes (11) eingeführt wird,
- die Relingstrebe (13) wird anschließend um eine in Längsrichtung (L) der Relingstrebe (13) verlaufende Achse verkippt, bis das zumindest eine Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) der Relingstrebe (13) mit dem zweiten Wandelement (11) verriegelt wird, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass das zumindest eine Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) in eine Ausnehmung (20) des zweiten Wandelementes (11) eingreift,
- wobei das zumindest eine Verriegelungselement (23a, 23b, 23c, 23d) zur Demontage der Relingstrebe (13) durch Handbetätigung des wenigstens einen Betätigungselementes (21, 21a) in eine Lösestellung bewegt wird, in welcher die Verriegelung zwischen der Relingstrebe (13) und dem Wandelement (9, 11) oder dem am Wandelement (9, 11) angeordneten oder ausgebildeten Möbelbeschlag (15) gelöst wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
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