AT18345U1 - Pistole mit Kimme und Korn und Kimme und Korn für eine solche - Google Patents
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Abstract
Eine Pistole, auf deren Griffstück (1) ein Laufschlitten (2) in Längsrichtung verschiebbar geführt ist, eine längliche Kimme (3), die im Einbauzustand vom hinteren Ende des Laufschlittens (2) nach vorn bis unmittelbar vor das Auswurffenster (2a) des Schlittens (2) reicht, wo sich der Kimmen-Ausschnitt (9) der Kimme (3) befindet. Der trapezförmige Fortsatz (3b) und der Zapfen (4) der Kimme (3) gewährleisten den notwendigen Sitz im Laufschlitten (2), wobei die Kimme (3) im ausgebauten Zustand um einen Winkel in Schussrichtung abwärts geneigt ist.
Description
Ss N
PISTOLE MIT KIMME UND KORN UND KIMME UND KORN FÜR EINE SOLCHE
[0001] Die Neuerung betrifft Pistolen, auf deren Gehäuse ein Laufschlitten in Längsrichtung verschiebbar geführt ist, welcher Laufschlitten ein Auswerffenster und nahe seinem hinteren Ende quer zur Schussrichtung eine trapezartige Nut aufweist, in die eine trapezförmiger Fortsatz einer Kimme eingreift. Bei den meisten Pistolen ist eine Kimme ganz hinten, und ein Korn ganz vorne am Laufschlitten angebracht, um eine maximale Visierlänge zu erreichen. Die Kimme ist entweder fest mit dem Laufschlitten verbunden oder auf einer quer verlaufenden Nut montiert. Diese ist im Normalfall eine trapezartige Nut mit passendem trapezartigen Fortsatz auf der Unterseite der Kimme.
[0002] Bekannt ist, im vorderen Bereich am Laufschlitten, also zwischen Laufmündung und Auswurffenster, eine zusätzliche Befestigungsmöglichkeit für die Kimme vorzusehen, entweder eine weitere schwalbenschwanzartige Nut oder Gewindebohrungen. So kann die Kimme bei Bedarf nach vorne versetzt werden. Beides schwächt den Laufschlitten einer Pistole, wo er am stärksten beansprucht ist. Außerdem ist eine leere Nut nicht zweckmäßig, weshalb eine derart umrüstbare Pistole als Sonderausführung gilt.
[0003] Aus dem Gebrauchsmuster, AT8555 U1, des Anmelders ist eine Visiereinheit bekannt, die Kimme und Korn zu einer Einheit zusammenfasst. Diese Einheit wird anstelle des Kornes am vorderen Ende des Laufschlittens befestigt und ragt von dort nach hinten zum Auge des Schützen. Dabei ist aber die Lage des Auswurffensters zu berücksichtigen. Bei kurzen Laufschlitten, wie das bei subkompakten Pistolen der Fall ist, kann die Visierlinie nur äußerst kurz sein, was genaue Treffer erschwert.
[0004] Aus dem Gebrauchsmuster, AT 12773 U2, des Anmelders ist eine Visierung bekannt, bei der ein beliebiges Korn im vordersten Bereich des Laufschlittens und eine Kimme mit einem nach unten weisendem Fortsatz hinten am Schlitten eingreift, jedoch der Kimmen -Ausschnitt nahe dem Auswurffenster angeordnet ist, wobei eine im Wesentlichen U-förmige Kontur mit beidseitigen in Längsrichtung verlaufenden Wänden für diese Position sorgt. Zur Zentrierung des länglichen Bauteiles ist an dessen vorderen Unterseite eine Nase angebracht, die in eine längliche Ausnehmung im Schlitten eingreift und so einer seitlichen Verwindung entgegenwirkt. Elastische Werkstoffe des länglichen Bauteils verursachen bei schnellen Schussfolgen vertikales Vibrieren, und die Kimme verbleibt teilweise in einer von dem Schlitten erhabenen Position, was zu sogenannten Hochschüssen führt. Nicht elastische Werkstoffe sind insofern problematisch, die Geradheit des Teils aufgrund dessen Länge und geringen Wandstärken zu gewährleisten; auch ist dabei die Montage mit dem nach unten weisendem Fortsatz kritisch für Brüche.
Unbestrittener Vorteil ist die rascheste Zielerfassung, die durch die längere Distanz zwischen Kimmen-Ausschnitt und Auge des Schützen erreicht wird. Vorteilhaft ist auch für Schützen mit Weitsichtigkeit, die Kimme durch die größere Distanz klar erkannt werden kann, wenn sie nicht wie üblich am hinteren Ende des Laufschlittens angebracht ist.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Neuerung, die positiven Aspekte des Gebrauchsmusters, AT 12773 U2, zu erhalten, deren Nachteile zu beseitigen und eine praxisgerechte Abstimmung zwischen Korn und Kimme festzulegen.
[0006] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass die Kimme ein länglicher Körper ist, der sich von einem hinteren quer angeordneten trapezartigen Fortsatz nach vorn erstreckt und an seinem vorderen Ende einen Kimmen-Ausschnitt aufweist, sodass der Abstand zwischen dem Kimmen-Ausschnitt und einem Korn am vorderen Ende des Laufschlittens kleiner als der Abstand zwischen der trapezartigen quer zur Schussrichtung angeordneten Nut im Schlitten und dem Korn ist. Eine derartige Kimme ist wie eine übliche Kimme montierbar.
[0007] Die Positionierung des Auswurffensters ist bei Selbstladepistolen eine konstruktive Notwendigkeit und hat bei der neuerungsgemäßen Ausführung auch bei kompakten und subkompakten Pistolen keine negative Auswirkung auf die Visierlänge. Da der Grundköper der Kimme
relativ lang ist, und der Kimmen-Ausschnitt unmittelbar hinter dem Auswurffenster liegt, ist ausreichend Visierlänge, also Distanz zwischen Korn und Kimme vorhanden. Die Kimme bildet einen länglichen Grundkörper, der nahe seinem hinteren Ende an der Unterseite eine trapezartigen Fortsatz und nahe seinem vorderen Ende an der Oberseite einen Kimmen-Ausschnitt aufweist. Die Kimme hat an ihrer vorderen Unterseite einen zapfenartigen Fortsatz, der in einer sacklochartigen Bohrung auf der Oberseite des Laufschlittens eingreift.
[0008] In einer bevorzugten Ausbildung hat der längliche Grundkörper von hinten bis vor zum Kimmen-Ausschnitt beidseitig nach oben gerichtete Seitenwände, die in Schussrichtung um einen Winkel aufsteigen und auf Höhe des Kimmen-Ausschnittes münden. Der aufsteigende Winkel kann unterschiedlich sein und hängt von der Länge des Grundkörpers ab. Die Seitenwände erhöhen nicht nur die Biegesteifigkeit des Grundkörpers, sie beschatten auch den Innenbereich zwischen den seitlichen Wänden und münden direkt im Kimmen-Ausschnitt, was die rascheste Zielerfassung ermöglicht indem sozusagen das Auge des Schützen direkt zum Kimmen-Ausschnitt geführt wird.
[0009] In einer weiteren Ausführung verläuft der elastisch biegsame Grundkörper in Schussrichtung um einen Winkel von 2 Grad bis 5 Grad nach unten gerichtet, was eine Vorspannung des Teiles erzeugt und im eingebauten Zustand einen festen Sitz erzeugt und auch bei Vibrationen mit seinem zapfenartigen Fortsatz in der Bohrung des Schlittens auch festsitzt. Zur Entnahme des Grundkörpers muss dieser nur gegen die Kraft der Vorspannung angehoben und seitlich aus der trapezartigen Nut im Laufschlitten gedrückt werden. Bevorzug ist eine Vorspannung des Grundkörpers von 3 Winkelgraden, wobei das Material ein beliebiges Polyamid mit einer Glasfaserverstärkung von bis zu 30 Prozent sein kann; bevorzugt ist eine Glasfaserverstärkung von 15 Prozent.
[0010] Die Form des Kimmen-Ausschnittes kann eine beliebig geometrische Form sein, wie etwa eckig, rund oder trapezförmig; das gilt auch für die Form des Korns. Sowohl Korn wie auch Kimme können färbige oder leuchtaktive Flächen oder leuchtaktive Stäbe oder Röhrchen enthalten.
[0011] Der bevorzugte Kimmen-Ausschnitt weist eine eckige Form auf und enthält keine Kontrastflächen oder leuchtaktive Bereiche. Eine eckige Geometrie des Korns mit einem eingesetzten Fiberglas-Stab ist bevorzugt, wobei der Fiberglas-Stab einen Durchmesser von 1,50 mm bis 2,00 mm aufweist. Da die Kimme keine Kontrastflächen usw. aufweist, also im Normalfall nur schwarz ist und im Korn ein Fiberglas-Stab montiert ist, erfolgt die Konzentration des Schützen nur auf das Korn, was ein schnelleres Richten ermöglicht.
[0012] Der Grundkörper der Kimme kann auch aus Metall gefertigt sein, jedoch wird aus Kostengründen und aus Gründen der einfacheren Herstellung einem Polyamid mit 15 % Glasfaseranteil der Vorzug gegeben.
[0013] Erfindungsgemäß weist die Oberseite des Grundkörpers auf beiden Seiten der nach oben gerichteten Seitenwände auf die gesamte Länge abgeflachte Flächen auf, die in einem nach unten gerichtetem Winkel, beginnend vom Kimmen-Ausschnitt bis zum hinteren Ende des Grundkörpers, reicht.
Im Folgenden wird die Neuerung anhand von Abbildungen beschrieben und erläutert.
[0014] In Figur 1 ist das Griffstück 1 einer Pistole und der darauf in Längsrichtung verschiebbare Laufschlitten mit 2 dargestellt. Die übrigen Teile der Pistole sind nicht beschrieben, da sie von der Neuerung nicht betroffen sind. Der Laufschlitten 2 hat ungefähr in Längsmitte ein seitliches Auswurffenster 2a. Die Visiereinrichtung besteht aus einer nahe dem vorderen Ende des Laufschlittens 2 angebrachten Korn 10 und aus einer näher dem Auge des Schützen angeordneten Kimme 3, die in einer trapezförmige Nut 3a nahe dem hinteren Ende des Laufschlittens 2 befestigt ist.
[0015] In Figur 2 ist insbesondere das Auswurffenster 2a, die trapezförmige Nut 3a und das Sackloch 5 des Laufschlittens 2, sowie das bevorzugte Korn 10 mit Glasfaser Stab 11 dargestellt. Im Übrigen ist der Fig. 2 auch zu entnehmen, dass die Kimme 3 abgenommen ist, ohne die Vorspannung nach unten darzustellen, und der trapezförmiger Fortsatz 3b sich nicht mehr in der trapez-
förmigen Nut 3a des Laufschlittens 2 befindet. In diesem Zustand ist der Zapfen 4 auf der Unterseite der Kimme 3 nicht mehr im Sackloch 5 des Laufschlittens 2 zentriert.
[0016] In der Figur 3 ist die Draufsicht der neuerungsgemäßen Kimme 3 vergrößert dargestellt. Sie bildet im Wesentlichen einen länglichen Körper, der aus einer Basisplatte 6, dem KimmenAusschnitt 9, beiderseits nach oben gerichteten seitlichen Wänden 7, 7a und darauf oben befindlichen Flächen 8, 8a, besteht.
[0017] Die Figur 4 zeigt die Unterseite der Basisplatte 6 mit dem Zapfen 4, der im Einbauzustand in das Sackloch 5 des Laufschlittens 2 eingreift und einen trapezförmigen Fortsatz 3b, der sich im Einbauzustand in der trapezförmigen Nut 3a des Laufschlittens 2 befindet und der Befestigung am Laufschlitten 2 dient. Die Basisplatte 6 erstreckt sich vom trapezförmiger Fortsatz 3b nach vorne bis zum Kimmen-Ausschnitt 9.
[0018] Die Figur 5 macht die Vorspannung der Kimme (3) nach unten in Schussrichtung dargestellt, wobei der Winkel vor dem trapezförmigen Fortsatz 3b beginnt und nach vorn in Schussrichtung bis zum vorderen Ende der Kimme (3) reicht.
[0019] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass diese auch bei Maschinenpistolen und Revolver angewendet werden kann.
BEZUGSZEICHEN
1 Griffstück
2 Laufschlitten
2a _Auswurffenster
3 Kimme
3a Trapezförmige Nut
3b Trapezförmiger Fortsatz 4 Zapfen
5 Sackloch
6 Basisplatte
7, 7a Seitliche Wände
8, 8a Flächen auf seitlichen Wänden 9 Kimmen-Ausschnitt
10 Korn
11 Fiberglas-Stab
Claims (4)
1. Pistole, auf dessen Griffstück (1) ein Laufschlitten (2) in Längsrichtung verschiebbar geführt ist, welcher Laufschlitten (2) ein Auswurffenster (2a) und nahe seinem hinteren Ende eine trapezförmige Nut (3a) aufweist, in die ein trapezförmiger Fortsatz (3b) einer Kimme (3) eingreift, wobei die Kimme (3) ein aus einem elastischen Kunststoff bestehender länglicher Körper eine Basisplatte (6) bildet, die sich über einen trapezförmigen Fortsatz (3b) in Schussrichtung erstreckt und bei seinem vorderen Ende einen Kimmen-Ausschnitt (9) aufweist, Sodass der Abstand zwischen dem Kimmen-Ausschnitt (9) und einem am vorderen Ende des Laufschlittens (2) befindlichen Korn (10) mit Fiberglas-Stab (11) kürzer ist als der Abstand zwischen der trapezförmigen Nut (3a) und dem Korn (10) indem der Kimmen-Ausschnitt (9) unmittelbar hinter dem Auswurffenster (2a) des Laufschlittens (2) liegt, und die Kimme (3) beiderseits nach oben gerichtete seitliche Wände (7, 7a) und dazwischen eine bis zum Kimmen-Ausschnitt (9) in Längsrichtung reichende ebene Basisplatte (6) bildet, sowie die nach oben gerichteten seitlichen Wände (7, 7a) bis zur Höhe des Kimmen-Ausschnitts (9) ansteigen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kimme (3) aus einem elastischen Polyamid mit bis zu 30 % Glasfaseranteil besteht, in Schussrichtung um einen Winkel von 2 Grad bis 5 Grad nach unten gerichtet ist, vor dem trapezförmigen Fortsatz (3b) beginnt und nach vom in Schussrichtung bis zum vorderen Ende der Kimme (3) reicht, und beiderseits nach oben gerichtete seitlichen Wände (7, 7a) auf ihren Oberseiten Flächen (8, 8a) aufweist, die in Schussrichtung auf der gesamten Länge der Kimme (3) bis zu deren vorderen Ende um einen Winkel aufsteigen.
2. Pistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kimme (3) aus einem elastischen Polyamid mit 15% Glasfaseranteil besteht.
3. Pistole nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kimme (3) beginnend vom trapezförmigen Fortsatz (3b) in einem Winkel von 3 Grad in Schussrichtung nach unten geneigt ist.
4. Pistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Korn (10) ein färbiger Fiberglas-Stab (11) mit einem Durchmesser von 2,00 mm eingesetzt ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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