AT18530U1 - Lattenrost für ein Liege- und/oder Sitzmöbel - Google Patents

Lattenrost für ein Liege- und/oder Sitzmöbel

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AT18530U1
AT18530U1 ATGM50177/2024U AT501772024U AT18530U1 AT 18530 U1 AT18530 U1 AT 18530U1 AT 501772024 U AT501772024 U AT 501772024U AT 18530 U1 AT18530 U1 AT 18530U1
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AT
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sensor
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slatted frame
frame
person
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Abstract

Lattenrost (1) für ein Liege- und/oder Sitzmöbel, umfassend: - zumindest zwei Zonenelemente (2), wobei auf den Zonenelementen jeweils zumindest eine Latte (3) angeordnet ist, - einen Rahmen (4) zur Aufnahme der zumindest zwei Zonenelemente (2), - zumindest ein am Rahmen (4) angeordnetes Tragmittel (5) zur Lagerung der zumindest zwei Zonenelemente (2) entlang einer Längserstreckung (L) des Rahmens (4), - zumindest ein elektrisch betriebenes Stellelement (6) zur Verstellung des zumindest einen Tragmittels (5), wobei durch eine Verstellung des Tragmittels (5) eine Einsinktiefe des Liege- und/oder Sitzmöbels einstellbar ist, und - eine Kontrollvorrichtung (7) zur Steuerung und/oder Regelung des zumindest einen Stellelements (6), wobei zumindest ein Sensor (8) zur Ermittlung eines Schlafverhaltens einer Person vorgesehen ist, wobei die Kontrollvorrichtung (7) dazu ausgebildet ist das zumindest eine Stellelement (6) in Abhängigkeit des von dem zumindest einen Sensor (8) ermittelten Schlafverhaltens zu steuern und/oder regeln.

Description

Ss N
Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Lattenrost für ein Liege- und/oder Sitzmöbel, umfassend:
- Zzumindest zwei Zonenelemente, wobei auf den Zonenelementen jeweils zumindest eine Latte angeordnet ist,
- einen Rahmen zur Aufnahme der zumindest zwei Zonenelemente,
- zumindest ein am Rahmen angeordnetes Tragmittel zur Lagerung der zumindest zwei Zonenelemente entlang einer Längserstreckung des Rahmens,
- zumindest ein elektrisch betriebenes Stellelement zur Verstellung des zumindest einen Tragmittels, wobei durch eine Verstellung des Tragmittels eine Einsinktiefe des Liege- und/oder Sitzmöbels einstellbar ist, und
- eine Kontrollvorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung des zumindest einen Stellelements.
Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Einstellen einer Einsinktiefe eines Liege- und/oder
Sitzmöbels mit einem Lattenrost, vorzugsweise einem solchen Lattenrost.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind solche Lattenroste bereits hinlänglich bekannt. So offenbart beispielsweise die Anmeldereigene AT 521531 B1 einen Lattenrost mit mehreren Zonenelement und ein an einem Rahmen angeordnetes Tragmittel zur Lagerung der Zonenelemente. Über ein von einem Steuerelement ansteuerbares Verstellelement kann die Spannung des Tragmittels und somit die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit des Lattenrosts eingestellt werden. Das kann dazu genutzt werden, um mittels eines Sensors am Lattenrost, welcher das Gewicht einer Person ermitteln kann, die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit des Lattenrosts, und somit die Einsinktiefe, automatisch anzupassen.
[0003] Nachteilig am Stand der Technik ist, dass ein tatsächliches Schlafverhalten, welches im Vergleich zum Gewicht einer Person ein wirklicher Indikator für deren Schlafqualität ist, keinerlei Einfluss auf die Einstellung des Lattenrosts findet.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, die zuvor beschriebenen Nachteile zumindest teilweise zu beheben und einen gegenüber dem Stand der Technik verbesserten Lattenrost, welcher zur Verbesserung der Schlafqualität einer Person in Abhängigkeit ihres Schlafverhaltens einstellbar ist, anzugeben. Zudem soll auch ein Verfahren zur Einstellung einer Einsinktiefe eines Liegeund/oder Sitzmöbels mit einem Lattenrost, vorzugsweise einem solchen Lattenrost, angegeben werden.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und 6.
[0006] Erfindungsgemäß ist demnach bei einem wie vorgenannten Lattenrost zumindest ein Sensor zur Ermittlung eines Schlafverhaltens einer Person vorgesehen, wobei die Kontrollvorrichtung dazu ausgebildet ist das zumindest eine Stellelement in Abhängigkeit des von dem zumindest einen Sensor ermittelten Schlafverhaltens zu steuern und/oder regeln.
[0007] Es hat sich gezeigt, dass die Einsinktiefe eines Liege- und/oder Sitzmöbels einen maßgeblichen Einfluss auf die Schlafqualität einer darauf schlafenden Person hat. Bei einem erfindungsgemäßen Lattenrost kann einerseits ein Schlafverhalten einer Person mittels eines Sensors ermittelt werden. Andererseits kann dann die Einsinktiefe über das Stellelement und die Kontrollvorrichtung in Abhängigkeit des ermittelten Schlafverhaltens eingestellt werden, um die Schlafqualität einer Person zu verbessern.
[0008] Hinsichtlich eines erfindungsgemäßen Verfahrens sind die folgenden, aufeinander abfol-
genden Schritte vorgesehen:
- Ermittlung eines Schlafverhaltens einer Person über einen vordefinierten Zeitraum, vorzugsweise von zumindest einer Nacht, bei einer vordefinierten Einsinktiefe des Lattenrosts,
- Verstellung der Einsinktiefe des Lattenrosts in eine erste Richtung,
- Erneute Ermittlung eines Schlafverhaltens einer Person über einen vordefinierten Zeitraum, vorzugsweise von zumindest einer Nacht, bei der verstellten Einsinktiefe,
- Vergleich der ermittelten Schlafverhalten und Ermittlung, ob die Verstellung der Einsinktiefe
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eine Veränderung, vorzugsweise eine Verbesserung oder Verschlechterung, des Schlafverhaltens herbeigeführt hat, und - Einstellen der Einsinktiefe auf jenen Wert, bei welchem das Schlafverhalten besser war.
[0009] Über ein solches Verfahren kann also die Einsinktiefe in Abhängigkeit eines Ermittelten Schlafverhaltens derart eingestellter werden, dass ein bestmögliches Schlafverhalten erreicht wird. In anderen Worten kann über das Einstellen der Einsinktiefe in Abhängigkeit des Schlafverhaltens die Schlafqualität einer Person verbessert bzw. optimiert werden.
[0010] Die Schritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens folgen zwar aufeinander in der ob angeführten Reihenfolge ab, es ist aber denkbar, dass zwischen den genannten Schritten noch weitere Schritte durchgeführt werden. Die oben angeführten Schritte müssen also nicht unmittelbar nacheinander durchgeführt werden, nur deren Reihenfolge muss insgesamt eingehalten werden.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0012] Das Schlafverhalten einer Person kann durch zumindest einen, vorzugsweise durch eine Vielzahl an verschieden, von dem zumindest einen Sensor zu erfassenden Parameter charakterisiert werden.
[0013] Beispielsweise können bestimmte Messewerte ein gutes und andere Messewerte ein schlechtes Schlafverhalten implizieren.
[0014] Werden mehrere Parameter zur Charakterisierung des Schlafverhaltens herangezogen, so können diese bezüglich ihrer Aussagekraft hinsichtlich des Schlafverhaltens gleich oder unterschiedlich gewichtet werden.
[0015] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass der zumindest eine Sensor dazu ausgebildet ist, zumindest einen der folgenden Parameter zu erfassen:
- Wachphasen,
- REM-Schlafphase,
- Leichtschlafphase,
- Tiefschlafphase,
- Puls,
- Bewegungen einer Person,
- Sauerstoffgehalt im Blut, und/oder
- Schlafgeräusche.
[0016] Diese Parameter sind dahingehend vorteilhaft, als dass sie, alleine oder in Verbindung miteinander, einfach Rückschlüsse auf das Schlafverhalten einer Person erlauben.
[0017] Es kann weiters vorgesehen sein, dass der zumindest eine Sensor ein - Pulssensor,
- Beschleunigungssensor,
- Temperatursensor, insbesondere Hauttemperatursensor,
- EKG-Sensor,
- Bewegungssensor,
- Drucksensor,
- Blutsauerstoffsättigungssensor, und/oder
- Pulsoxymeter
ist.
[0018] Mittels dieser Sensoren können die vorhergehend beschriebenen vorteilhaften Parameter auf einfache Art und Weise ermittelt werden.
[0019] Gemäß einem Vorteilhaften Ausführungsbeispiel kann der zumindest eine Sensor zumindest zwei der oben genannten Parameter erfassen und/oder es sind mehrere Sensoren vorgesehen, insbesondere wobei die Sensoren aus der angeführten Liste an Sensoren ausgewählt sind.
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[0020] In einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass der zumindest eine Sensor am Lattenrost angeordnet ist und/oder wobei der zumindest eine Sensor gesondert vom Lattenrost, vorzugsweise in und/oder an einer von einer Person zu tragenden Vorrichtung, angeordnet ist.
[0021] Ein am Lattenrost angeordneter Sensor kann beispielsweise Schlafgeräusche erfassen oder Bewegungen der Person während des Schlafs erfassen, um einen unruhigen Schlaf oder dergleichen zu erkennen.
[0022] Vorteilhaft bei am Lattenrost angeordneten Sensoren ist auch, dass meist kostengünstige Standardsensoren eingesetzt werden können, da keine besonderen Anforderungen hinsichtlich Größe, Umwelteinflüsse oder dergleichen vorliegen.
[0023] Ein gesondert vom Lattenrost angeordneter Sensor ermöglicht es, eine größere Bandbreite an Parametern zu erfassen.
Beispielsweise ist es denkbar, über eine Kamera die Person während des Schlafs aufzunehmen und über bildverarbeitenden Maßnahmen Rückschlüsse auf das Schlafverhalten der Person zu ziehen.
[0024] Besonders bevorzugt kann aber vorgesehen sein, dass der vom Lattenrost gesondert angeordnete Sensor in und/oder an einer von einer Person zu tragenden Vorrichtung angeordnet ist. Bei einer solche Vorrichtung kann es sich beispielsweise um eine elektronische Armbanduhr (Smart-Watch), einen Smart-Ring oder einen Fingersensor handeln. Durch die unmittelbare Nähe des zumindest einen Sensors zur Person lassen sich verschiedenste Parameter einfach erfassen.
[0025] Bei diesem Ausführungsbeispiel kann die von einer Person zu tragende Vorrichtung mittels drahtlosen Verbindungstechnologien, wie beispielsweise Bluetooth, mit der Kontrollvorrichtung in Kontakt stehen, und die ermittelten Parameter an die Kontrollvorrichtung weitergeben.
[0026] Es können auch zumindest zwei Sensoren vorgesehen sein, wobei einer der zumindest zwei Sensoren am Lattenrost und ein anderer der zumindest zwei Sensoren gesondert vom Lattenrost, vorzugsweise in und/oder einer von einer Person zu tragenden Vorrichtung, angeordnet ist.
[0027] Dadurch ist eine umfassende messtechnische Überwachung der Person und somit eine umfassende und aussagekräftige Bestimmung des Schlafverhaltens der Person möglich.
[0028] Hinsichtlich eines erfindungsgemäßen Verfahrens kann vorgesehen sein, dass das Schlafverhalten der Person zumindest vor dem Verstellen der Einsinktiefe über einen Zeitraum von zumindest drei, vorzugsweise konsekutiven, Nächten ermittelt wird.
[0029] Wird das Schlafverhalten über mehrere Nächte ermittelt, so lässt sich das Schlafverhalten aussagekräftiger beurteilen, da eventuelle Ausreißer im Schlafverhalten aufgrund temporärer Einflussfaktoren weniger ins Gewicht fallen.
[0030] Es ist dabei auch denkbar, dass nur vor dem ersten Verstellen der Einsinktiefe das Schlafverhalten über einen Zeitraum von zumindest drei Nächten ermittelt wird. Bei darauffolgenden Ermittlungen von Schlafverhalten kann der Zeitraum weniger als drei Nächte betragen.
[0031] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass bei einer Verbesserung des Schlafverhaltens in einem weiteren Schritt die Einsinktiefe weiter in die erste Richtung verstellt wird und gemäß dem Verfahren nach Anspruch 6 ermittelt wird, ob die weitere Verstellung der Einsinktiefe eine Veränderung, vorzugsweise eine Verbesserung oder Verschlechterung, des Schlafverhaltens herbeigeführt hat.
[0032] Es wird also ermittelt, ob durch weiteres Verstellen in die erste Richtung das Schlafverhalten noch weiter verbessert werden kann oder nicht.
[0033] Bevorzugt kann auch vorgesehen sein, dass bei einer Verschlechterung des Schlafverhaltens nach der Verstellung der Einsinktiefe in die erste Richtung in einem weiteren Schritt, ausgehend von der vordefinierten Einsinktiefe, die Einsinktiefe in eine der ersten Richtung entgegengesetzten Richtung verstellt wird und gemäß dem Verfahren nach Anspruch 6 ermittelt wird, ob
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die weitere Verstellung der Einsinktiefe eine Veränderung, vorzugsweise eine Verbesserung oder Verschlechterung, des Schlafverhaltens herbeigeführt hat.
[0034] Bei einer Verbesserung des Schlafverhaltens nach dem Verstellen in die zweite Richtung kann dann vorgesehen sein, dass in einem weiteren Schritt die Einsinktiefe weiter in die zweite Richtung verstellt wird und gemäß dem Verfahren nach Anspruch 6 ermittelt wird, ob die weitere Verstellung der Einsinktiefe eine Veränderung, vorzugsweise eine Verbesserung oder Verschlechterung, des Schlafverhaltens
[0035] Führt die Verstellung der Einsinktiefe in eine erste Richtung zu einer Verschlechterung des Schlafverhaltens, so wird ermittelt, ob durch Verstellen der Einsinktiefe in eine der ersten Richtung entgegengesetzte Richtung das Schlafverhalten verbessert werden kann oder nicht.
[0036] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Verfahrensschritte gemäß Anspruch 8 und/oder Anspruch 9 iterativ so lange ausgeführt werden, bis keine Verbesserung des Schlafverhaltens mehr festgestellt werden kann.
[0037] Die Einsinktiefe des Liege- und/oder Sitzmöbels kann also iterativ so lange verstellt werden, bis keine Verbesserung des Schlafverhaltens mehr festgestellt werden kann, also sich das Schlafverhalten bei weiterer Verstellung in die erste oder die zweite Richtung (nach vorheriger Verbesserung) wieder verschlechtert oder unverändert bleibt. In diesem Fall ist davon auszugehen, dass die Einsinktiefe vor dem Verstellen ein optimales Schlafverhalten für die entsprechende Person ermöglicht. Diese wird daher dann als Einsinktiefe eingestellt.
[0038] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
[0039] Fig. 1a eine schematische Draufsicht auf einen Lattenrost,
[0040] Fig. 1b eine schematische Seitenansicht eines Lattenrosts,
[0041] Fig. 2a-c schematische Darstellungen der Verstellung der Einsinktiefe, und [0042] Fig. 3 ein Flussdiagramm eines Verfahrens.
[0043] Die Fig. 1a zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Lattenrost 1 mit mehreren darin angeordneten Zonenelementen 2.
[0044] Die Zonenelemente 2 umfassen zwei gegenüberliegende, parallel zueinander liegende Trägerelemente 2a (siehe Fig. 1b), welche voneinander beabstandet sind. An den Trägerelementen 2a befinden sich Verbundelemente 2b. Diese setzen Latten 3 mit dem Zonenelement 2 in Verbindung. Die Verbundelemente 2b können aus einem elastischen Material hergestellt werden, um die Flexibilität der Latten 3 unterstützen zu können und die Latten 3 relativ zum restlichen Zonenelement 2 beweglich zu machen.
[0045] Der Lattenrost 1 weist einen Rahmen 4 auf, der aus Längsseiten 4a und Querseiten 4b besteht. Es können auch zusätzliche Verstärkungsstreben zwischen den gegenüberliegenden Längsseiten 4a und den gegenüberliegenden Querseiten 4b angeordnet sein.
[0046] Die Zonenelemente 2 sind anhand von Längsverspannungsmitteln 9 miteinander verbunden. Jeweils das erste und auch das letzte Glied in der Kette von Zonenelementen 2 ist über weitere Längsverspannungsmittel 9 mit dem Rahmen 4 - genauer genommen mit den Querseiten 4b des Rahmens 4 - verbunden.
[0047] Parallel hierzu verläuft ein Tragmittel 5 auf beiden Seiten. Die Tragmittel 5 sind jeweils mit einem ersten Ende mit dem Rahmen 4 - genauer genommen mit den Querseiten 4b des Rahmens 4 - und mit ihrem jeweiligen zweiten Ende mit einem Stellelement 6 verbunden.
[0048] Die Stellelemente 6 sind elektrisch betrieben und können beispielsweise nach Art einer Seilwinde aufgebaut sein. Die Tragmittel 5, hier in Form eines Seils ausgeführt, können dann auf eine jeweilige Seiltrommel der Stellelement 6 auf- oder abgewickelt und so ge- oder entspannt werden.
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[0049] Es ist auch denkbar, dass die Position der zweiten Enden über die Stellelemente 6 veränderbar ist.
[0050] Grundsätzlich kennt ein Fachmann aber verschiedenste Ausbildungen eines Stellelements 6, wonach die angeführten Ausführungen nur als Beispiele anzusehen sind.
[0051] Querverspannungsmittel 10 sind an den Längsseiten 4a des Rahmens 4 angeschlagen und erstrecken sich bis zu den Zonenelementen 2.
[0052] Es ist weiters ein am Lattenrost 1 angeordneter Sensor 8 ersichtlich. Die Position des Sensors 8 ist dabei nur beispielhaft, es können an verschiedensten Stellen Sensoren 8 angebracht werden, beispielsweise am Stellelement 6, an den Verspannungsmitteln 9, 10 oder direkt am Tragmittel 5.
[0053] Zudem ist auch eine von einer Person zu tragende Vorrichtung 8a mit einem weiteren Sensor 8 erkennbar. Die Vorrichtung 8a ist in diesem Ausführungsbeispiel als elektronische Armbanduhr (Smart-Watch) ausgeführt.
[0054] Die Sensoren 8 können ein Pulssensor, ein Beschleunigungssensor, ein Temperatursensor, insbesondere Hauttemperatursensor, ein EKG-Sensor, ein Blutsauerstoffsättigungssensor, und/oder Pulsoxymeter sein.
[0055] Es ist auch denkbar, dass andere Sensorarten, welche Parameter zur Charakterisierung eines Schlafverhaltens erfassen können vorgesehen sein können.
[0056] Selbstverständlich können am Lattenrost 1 und/oder an der Vorrichtung 8a auch mehrere Sensoren 8 angeordnet sein.
[0057] Fig. 1b zeigt einen Schnitt durch eine Längserstreckung L des Lattenrostes 1 in der Seitenansicht. Das Tragmittel 5 erstreckt sich von der Querseite 4b bis hin zur gegenüberliegenden, Querseite 4b auf der anderen Seite des Lattenrostes 1.
[0058] Dort ist es mit einem Stellelement 6 verbunden. Durch eine feste Verbindung des Tragmittels 5 an einer Querseite 4b und einer beweglichen Befestigung oder einer verstellbaren Befestigung an der gegenüberliegenden Querseite 4b kann die Spannung am Tragmittel 5 eingestellt werden.
[0059] Das Tragmittel 5 kontaktiert dabei Zonenrollkörper 11 und auch Rahmenrollkörper 12. Es befindet sich jeweils zwischen zwei Rahmenrollkörpern 12 ein Zonenelement 2 mit zumindest zwei Zonenrollkörpern 11.
[0060] Auf der Oberseite der Trägerelemente 2a sind dabei die Verbundelemente 2b mit den Latten 3 angeordnet.
[0061] Die Figuren 2a bis 2c zeigen schematische Darstellungen der Verstellung der Einsinktiefe.
[0062] In der Fig. 2a ist erkennbar, wie die Einstellhnöhe der Zonenelemente 2 relativ zu einer Rahmenunterkante 4c höher ist als beispielsweise in der Fig. 2b. Somit ist die Spannung am Tragmittel 5 in der Fig. 2a höher gewählt als in der Fig. 2b, was sich auf den Freiheitsgrad der Zonenelemente 2 und somit auf die Einsinktiefe des Lattenrostes 1 niederschlägt.
[0063] In der Fig. 2c wird gezeigt, wie die Spannung des Tragmittels 5 so stark abgesenkt wurde, dass sich die Zonenelemente 2 absolut bis zur Rahmenunterkante 4c abgesenkt haben. Dort könnte eventuell eine Anschlagleiste 4d vorgesehen sein, welche es erlaubt, dass die Zonenelemente 2 dort aufliegen können.
[0064] Die maximale Härte des Lattenrostes 1, und somit die geringste Einsinktiefe, wäre damit erreicht, indem das Tragmittel 5 aufgrund der fehlenden Spannung keinen Einfluss mehr auf die Zonenelemente 2 hat und die Zonenelemente 2 unnachgiebig an der Anschlagleiste 4d aufliegen.
[0065] In diesem Ausführungsbeispiel weist die Richtung R1 nach oben und die entgegengesetzte Richtung R2 nach unten. Ein Verstellen der Einsinktiefe in Richtung R1 hat demnach eine Vergrößerung der Einsinktiefe zur Folge, während die Einsinktiefe bei einer Verstellung in
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Richtung R2 verringert wird.
[0066] Die Fig. 3 zeigt ein Flussdiagramm eines Verfahrens. Ausgehend von einer vordefinierten Einsinktiefe wird in einem ersten Schritt das Schlafverhalten einer Person ermittelt. Das kann innerhalb eines vordefinierten Zeitraums erfolgen. Ein beispielhafter Zeitraum wäre eine Nacht, wobei eine Nacht als jene Zeitspanne zwischen dem Einschlafen und Aufwachen einer Person angesehen werden und so stundenmäßig variieren kann. Insbesondere ist auch denkbar, dass die vordefinierte Zeitspanne drei Nächte beträgt.
[0067] In einem nächsten Schritt wird dann die Einsinktiefe in eine erste Richtung R1 verstellt. Die Einsinktiefe kann dabei um einen vordefinierten Wert, beispielsweise um 1 cm, verstellt werden. Im vorliegende Ausführungsbeispiel entspricht das Verstellen der Einsinktiefe in die erste Richtung R1 einer Vergrößerung der Einsinktiefe.
[0068] Im nächsten Schritt wird erneut das Schlafverhalten ermittelt. Anschließend werden die ermittelten Schlafverhalten miteinander verglichen und ermittelt, ob eine Verbesserung des Schlafverhaltens stattgefunden hat.
[0069] Ist dies der Fall, so wird im nächsten Schritt die Einsinktiefe weiter in Richtung R1 verstellt. Anschließend wird wiederum das Schlafverhalten ermittelt und mit dem vorherigen Schlafverhalten verglichen. Dies wird so lange wiederholt, bis keine Verbesserung des Schlafverhaltens mehr festgestellt werden kann, das Schlafverhalten sich bei weiterer Verstellung in Richtung R1 also wieder verschlechtert (oder gleichbleibt). Dann wird die vorherige Einsinktiefe als optimale Einsinktiefe eingestellt.
[0070] Für den Fall, dass sich das Schlafverhalten nach dem ersten Vergleich verschlechtert hat, so wird die Einsinktiefe in Richtung R2 verstellt. Im Anschluss wird wiederum das Schlafverhalten ermittelt und mit dem vorherigen Schlafverhalten verglichen. Bei einer Verbesserung des Schlafverhaltens erfolgt eine weitere Verstellung der Einsinktiefe in Richtung R2. Auch das wird so lange wiederholt, bis keine Verbesserung des Schlafverhaltens mehr festgestellt werden kann, das Schlafverhalten sich bei weiterer Verstellung in Richtung R2 also wieder verschlechtert (oder gleichbleibt). Dann wird die vorherige Einsinktiefe als optimale Einsinktiefe eingestellt.
[0071] So kann auf einfache Art und Weise die ideale Einsinktiefe für ein bestmögliches Schlafverhalten einer Person ermittelt werden.
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BEZUGSZEICHENLISTE
1 Lattenrost 2 Zonenelement 2a Trägerelement 2b Verbundelement 3 Latte 4 Rahmen 4a Längsseite 4b Querseite 4c Rahmenunterkante 4d Anschlagleiste 5 Tragmittel 6 Stellelement 7 Kontrollvorrichtung 8 Sensor 8a von Person zu tragende Vorrichtung 9 Längsverspannmittel 10 Querverspannmittel 11 Zonenrollkörper
12 Rahmenrollkörper

Claims (10)

A hes AT 18 530 B1 2025-09-15 Ss N Ansprüche
1. Lattenrost (1) für ein Liege- und/oder Sitzmöbel, umfassend:
- zumindest zwei Zonenelemente (2), wobei auf den Zonenelementen jeweils zumindest eine Latte (3) angeordnet ist,
- einen Rahmen (4) zur Aufnahme der zumindest zwei Zonenelemente (2),
- zumindest ein am Rahmen (4) angeordnetes Tragmittel (5) zur Lagerung der zumindest zwei Zonenelemente (2) entlang einer Längserstreckung (L) des Rahmens (4),
- zumindest ein elektrisch betriebenes Stellelement (6) zur Verstellung des zumindest einen Tragmittels (5), wobei durch eine Verstellung des Tragmittels (5) eine Einsinktiefe des Liege- und/oder Sitzmöbels einstellbar ist, und
- eine Kontrollvorrichtung (7) zur Steuerung und/oder Regelung des zumindest einen Stellelements (6),
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Sensor (8) zur Ermittlung eines Schlafver-
haltens einer Person vorgesehen ist, wobei die Kontrollvorrichtung (7) dazu ausgebildet ist
das zumindest eine Stellelement (6) in Abhängigkeit des von dem zumindest einen Sensor
(8) ermittelten Schlafverhaltens zu steuern und/oder regeln.
2. Lattenrost (1) nach Anspruch 1, wobei der zumindest eine Sensor (8) dazu ausgebildet ist, zumindest einen der folgenden Parameter zu erfassen: - Wachphasen, - REM-Schlafphase, - Leichtschlafphase, - Tiefschlafphase, - Puls, - Bewegungen einer Person, - Sauerstoffgehalt im Blut, und/oder - Schlafgeräusche.
3. Lattenrost (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der zumindest eine Sensor (8) ein - Pulssensor, - Beschleunigungssensor, - Temperatursensor, insbesondere Hauttemperatursensor, - EKG-Sensor, - Bewegungssensor, - Drucksensor, - Blutsauerstoffsättigungssensor, und/oder - Pulsoxymeter ist.
4. Lattenrost (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der zumindest eine Sensor (8) am Lattenrost (1) angeordnet ist und/oder wobei der zumindest eine Sensor (8) gesondert vom Lattenrost (1), vorzugsweise in und/oder an einer von einer Person zu tragenden Vorrichtung (8a), angeordnet ist.
5. Lattenrost (1) nach Anspruch 4, wobei zumindest zwei Sensoren (8) vorgesehen sind, wobei einer der zumindest zwei Sensoren (8) am Lattenrost (1) und ein anderer der zumindest zwei Sensoren (8) gesondert vom Lattenrost, vorzugsweise in und/oder einer von einer Person zu tragenden Vorrichtung (8a), angeordnet ist.
6. Verfahren zur Einstellung einer Einsinktiefe eines Liege- und/oder Sitzmöbels mit einem Lattenrost (1), vorzugsweise nach einem der Ansprüche 1 bis 5, umfassend die aufeinander abfolgenden Schritte:
- Ermittlung eines Schlafverhaltens einer Person über einen vordefinierten Zeitraum, vorzugsweise von zumindest einer Nacht, bei einer vordefinierten Einsinktiefe des Lattenrosts (1),
- Verstellung der Einsinktiefe des Lattenrosts (1) in eine erste Richtung (R1),
- Erneute Ermittlung eines Schlafverhaltens einer Person über einen vordefinierten Zeitraum, vorzugsweise von zumindest einer Nacht, bei der verstellten Einsinktiefe,
- Vergleich der ermittelten Schlafverhalten und Ermittlung, ob die Verstellung der Einsinktiefe eine Veränderung, vorzugsweise eine Verbesserung oder Verschlechterung, des Schlafverhaltens herbeigeführt hat, und
- Einstellen der Einsinktiefe auf jenen Wert, bei welchem das Schlafverhalten besser war.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Schlafverhalten der Person zumindest vor dem Verstellen der Einsinktiefe über einen Zeitraum von zumindest drei, vorzugsweise konsekutiven, Nächten ermittelt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, wobei bei einer Verbesserung des Schlafverhaltens in einem weiteren Schritt die Einsinktiefe weiter in die erste Richtung (R1) verstellt wird und gemäß dem Verfahren nach Anspruch 6 ermittelt wird, ob die weitere Verstellung der Einsinktiefe eine Veränderung, vorzugsweise eine Verbesserung oder Verschlechterung, des Schlafverhaltens herbeigeführt hat.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei bei einer Verschlechterung des Schlafverhaltens nach der Verstellung der Einsinktiefe in die erste Richtung (R1) in einem weiteren Schritt, ausgehend von der vordefinierten Einsinktiefe, die Einsinktiefe in eine der ersten Richtung (R1) entgegengesetzten Richtung (R2) verstellt wird und gemäß dem Verfahren nach Anspruch 6 ermittelt wird, ob die weitere Verstellung der Einsinktiefe eine Veränderung, vorzugsweise eine Verbesserung oder Verschlechterung, des Schlafverhaltens herbeigeführt hat.
10. Verfahren nach den Ansprüchen 8 und 9, wobei die Verfahrensschritte gemäß Anspruch 8 und/oder Anspruch 9 iterativ so lange ausgeführt werden, bis keine Verbesserung des Schlafverhaltens mehr festgestellt werden kann.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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