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FIRTH STERLING STEEL Co. IN PITTSBURG (V. ST. A.).
Geschoss mit ogivaler Spitze von verschiedenem Krümmungsradius.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Panzergeschoss mit Sprengladung, dessen ogivale Spitze nach verschiedenen Radien so gekrümmt ist, dass seine Durchschlagskraft gegen- über den bisherigen Panzergeschossen derselben Gattung erhöht wird, ohne dass seine Festigkeit beeinträchtigt wird, die im Gegenteil selbst durch'die neue Spitzenform ver- grössert wird.
Bisher galt dasjenige Panzergeschoss hinsichtlich seiner Durchschlagskraft und Festigkeit als das beste, dessen Spitze nach einem Radius von zwei Kalibern gleichmässig gekrümmt war ; es galt ferner als Regel, dass, je spitzer ein Geschoss sei, je grösser also der Krümmungsradius der Spitze, desto grösser sei seine Durchschlagskraft, desto geringer jedoch seine Festigkeit ; je stumpfer dagegen die Spitze war, also je kleiner ihr Krümmungsradius, desto geringer war die Durchschlagskraft, desto grösser aber die Festigkeit.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Panzergeschoss, dessen ogivale Spitze, als Ganzes betrachtet, spitzer ist, also einen grösseren Krümmungsradius besitzt, als das Geschoss, dessen Spitze nach einem Radius von zwei Kalibern gekrümmt ist, dessen Endspitze jedoch stumpfer ist, also einen kleineren Krümmungsradius als zwei Kaliber besitzt, wobei jedoch-entgegen den bisherigen Erfahrungen-die Durchschlagskraft des Geschosses und die eigene Festigkeit erhöht wird, obgleich eben das Geschoss als Ganzes einerseits spitzer, andererseits stumpfer ist, als das Vergleichsgeschoss, dessen Spitze nach einem Radius von zwei Kalibern gekrümmt ist.
Im vorstehenden wird unter"ogivaler Spitze"der ganze obere Teil des Geschosses verstanden, während mit "Endspitze" das oberste Ende der ogivalen Spitze bezeichnet worden soll.
Es ist festgestellt worden, dass an einer bestimmten Stelle der Endspitze, nämlich dort, wo der Durchmesser sich auf ein Sechstel des Kalibers verjüngt hat, die zum Durchschlagen erforderliche Kraft ein Maximum erreicht, um von dieser Stelle nach oben wie nach unten wieder abzunehmen. Dieser Querschnitt von einem Sechstel Kaliber Durchmesser möge als der kritische Querschnitt" bezeichnet werden.
Dieser Querschnitt gibt gemäss vorliegender Erfindung ein Mittel an die Hand, um das Geschoss als Ganzes spitzer zu machen, damit sein Widerstand gegen das Durchschlagen verringert, d. li. seine Durchschlagskraft vergrössert werde : es gibt ferner ein Mittel an, um die Festigkeit des Geschosses zu erhöhen, ohne die spitzere Form zu vorlassen.
Zu dem Zwecke wird der untere Teil der Geschossspitze nach einem Radius von mehr als zwei Kalibern, der obere nach einem Radius von weniger als einem Kaliber gebildet, und zwar beginnend am kritischen Querschnitt, d. h. also an der Stelle, an welcher der Durchmesser sich bis auf ein Sechstel des Kalibers verjüngt hat, während der über diese Stelle hinaus liegende, äusserste Teil der Endspitze beliebig gestaltet sein kid weir er keinen Einfluss auf die bessere Durchschlagskraft des Geschosses hat.
Auf dem unteren Teil der ogivalen Spitze von mehr als zwei Kaliber Krümmung- radius ruht-wenn man von dem obersten Teil der Endspitze oberhalb des kritischen uerschl1ittes absieht - eine Globoidzone, deren obere Fläche von dem kritischen Quer- schnitt gebildet wird und deren untere Fläche dort liegt, wo der oberste Querschnitt des nach dem Radius von mehr als zwei Kaliber gekrümmten unteren Teiles der Geschossspitze angrenzt. Die Lage diesel'beiden Berührungsstellen, mit anderen Worten, die Höhe jener Globnidzone ist mehr oder weniger willkürlich. Es kommt nur darauf an, dass der kritische Querschnitt soweit abgestützt wird, als es die Festigkeitsverhältnisse des Geschosses bei der schlankeren Spitzenform gestatten.
Im allgemeinen ist jedoch festgestellt, dass die besten Verhältnisse entstehen, wenn für die untere Fläche der Globoidzone der Querschnitt gewählt wird, dessen Durchmesser ain Drittel Kaliber beträgt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und zwar zeigen :
Fig. 1 einen Längsschnitt durch das Geschoss :
Fig. 2 bis 4 verschiedene Ausführungen der Spitzenform ;
Fig. 5 die Entstehung der neuen Spitzenform aus derjenigen, welche nach einem
Radius von zwei Kalibern gekrümmt ist.
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Gemäss Fig. 5 bezeichnen die Linienzüge a b c den Umriss der Geschossspitze, welche nach einem Radius von zwei Kalibern (2 k) gekrümmt ist. Der kritische Querschnitt dieses Geschosses liegt bei d e, wo der Durchmesser ein Sechstel Kaliber beträgt. Es ist nun festgestellt worden, dass an dieser Stelle der zum Durchschlagen erforderliche Druck ein Maximum erreicht. Diese Erkenntnis wird gemäss vorliegender Erfindung in folgender Weise zur Verbesserung der Geschossform a b c benutzt.
Die ganze Spitze wird zunächst schlanker gemacht, indem sie nach einem Radius von mehr als zwei Kaliber, z. B. 2-5 gestaltet wird, wie der punktierte Linienzug a b f angibt. Der kritische Querschnitt dieser Spitze liegt bei d' e. Unterhalb des kritischen
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werden. Der Querschnitt h < liegt zweckmässig an der Stelle, wo der Durchmesser ein Drittel Kaliber beträgt, so dass also der kritische Querschnitt d'e'von einer Globoidzone g h e' d' abgestützt ist, welche nach einem kleineren Radius (0-8 Kaliber) gekrümmt ist, als der untere Teil a b 9 h, auf welchem die Globoidzone 9 h e'd'ruht und welcher nach einem Radius von mehr als zwei Kaliber gekrümmt ist. Der oberhalb des kritischen Querschnittes d' e' liegende Teil der Spitze kann beliebig gestaltet sein.
Gemäss Fig. 2 wird dieser obere Teil dadurch gebildet, dass die Bogen h d'nnd 9 e einfach bis zum Schnittpunkt c'verlängert werden. Das Geschoss wird hiedurch, verglichen mit den Linienzügen a & y, um etwa ein Zwanzigstel Kaliber verkürzt, woraus umgekehrt die Bestimmung für die Länge des Radius der Bogen g e' und h d' bezw. die Lage des Querschnittes h 9 entnommen werden kann, indem einfach die Geschossspitze gemäss dem Linienzug a b f um ein Zwanzigstel Kaliber verkürzt und dann nach einfachen geometrischen Regeln der Radius des Bogons gesucht wird, welcher, aus dem Punkt c'geschlagen, die Bogen a h, b 9 tangiert. Die Berührungsstelle liegt dann bei h g, d. h. an der Stelle, wo der Durchmesser des Geschosses ein Drittel Kaliber beträgt.
Gemäss Fig. 3 ist der oberhalb des kritischen Querschnittes liegende Teil nach einem Kegel gestaltet, dessen Neigungswinkel 40 zu der Achse beträgt ; gemäss Fig. 4 ist der oberhalb des kritischen Querschnittes liegende Teil zugespitzt, um den Auftreffwinkel zu vergrössern. In dieser Figur ist gleichzeitig die Berührung der Spitze mit der Panzerplatte dargestellt, und zwar unter dem äussersten Winkel, unter welchem das Geschoss noch in die Panzerplatte eindringen kann.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich, ist das Geschoss a b c'gegenüber dem Geschoss a b c, welches nach zwei Kaliber Radius gekrümmt ist, bedeutend schlanker und länger ; die Folge davon ist, dass der Schwerpunkt des Geschosses nach vorn gelegt wird, so dass also die Kammer für die Sprengladung ebenfalls verlängert werden kann. Da die Durchschlags- kraft und Festigkeit des Geschosses zunimmt, so können auch die Kammerwandungen schwächer nehatten werden, so dass also auch hiedurch der Kammerraum für die Spreng- ladung vergrössert wird. Gerade dierse Verhältnisse lassen es möglich erscheinen, dass auf panzerschliffen in Zukunft nur ein Geschoss, welches gleichzeitig das Panzer-und Spreng- geschoss repräsentiert, geführt zu worden braucht.