DE171341C - - Google Patents
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- DE171341C DE171341C DENDAT171341D DE171341DA DE171341C DE 171341 C DE171341 C DE 171341C DE NDAT171341 D DENDAT171341 D DE NDAT171341D DE 171341D A DE171341D A DE 171341DA DE 171341 C DE171341 C DE 171341C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B30/00—Projectiles or missiles, not otherwise provided for, characterised by the ammunition class or type, e.g. by the launching apparatus or weapon used
- F42B30/08—Ordnance projectiles or missiles, e.g. shells
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Panzergeschoß mit Sprengladung, dessen
ogivale Spitze nach verschiedenen Radien so gekrümmt ist, daß seine Durchschlagskraft
gegenüber den bisherigen Panzergeschossen derselben Gattung erhöht wird, ohne daß
seine Festigkeit beeinträchtigt wird, die im Gegenteil selbst durch die neue Spitzenform
vergrößert wird.
ίο Bisher galt dasjenige Panzergeschoß hinsichtlich
seiner Durchschlagskraft und Festigkeit als das beste, dessen Spitze nach einem Radius von zwei Kalibern gleichmäßig gekrümmt
war; es galt ferner als Regel, daß, je spitzer ein Geschoß war, je größer also der Krümmungsradius der Spitze, desto
größer war seine Durchschlagskraft, desto geringer jedoch seine Festigkeit; je stumpfer
dagegen die Spitze war, also je kleiner ihr Krümmungsradius, desto geringer war die
Durchschlagskraft, desto größer aber die Festigkeit.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Panzergeschoß, dessen ogivale Spitze, als
Ganzes betrachtet, spitzer ist, also einen größeren Krümmungsradius besitzt, als das
Geschoß, dessen Spitze nach einem Radius von zwei Kalibern gekrümmt ist, in einem
Teil jedoch stumpfer ist, also einen kleineren Krümmungsradius als zwei Kaliber besitzt,
wobei jedoch, entgegen den bisherigen Erfahrungen, die Durchschlagskraft des Geschosses
und die eigene Festigkeit erhöht wird, obgleich das Geschoß als Ganzes spitzer und nur in einem Teil stumpfer ist,
als das Vergleichsgeschoß, dessen Spitze nach einem Radius von zwei Kalibern gekrümmt
ist.
Es ist festgestellt worden, daß an einer bestimmten Stelle der ogivalen Spitze, nämlieh
dort, wo der Durchmesser sich auf Y0.
des Kalibers verjüngt hat, die zum Durchschlagen erforderliche Kraft ein Maximum
erreicht, um von dieser Stelle nach oben wie nach unten wieder abzunehmen. Dieser
Querschnitt von Y0 Kaliber Durchmesser möge
als der »kritische Querschnitt« bezeichnet werden.
Dieser Querschnitt gibt gemäß vorliegender Erfindung ein Mittel an die Hand, um das
Geschoß als Ganzes spitzer zu machen, damit sein Widerstand gegen das Durchschlagen
verringert, d. h. seine Durchschlagskraft vergrößert werde; er gibt ferner ein Mittel an, um die Festigkeit des Geschosses
zu erhöhen, ohne die spitzere Form zu verlassen.
Zu dem Zweck wird der untere Teil der Geschoßspitze nach einem Radius von mehr
als zwei Kalibern, der obere nach einem Radius von weniger als ein Kaliber gebildet,
und zwar beginnend am kritischen Querschnitt, d. h. also an der Stelle, an welcher
der Durchmesser sich bis auf Y6 des Kalibers
verjüngt hat, während der über diese Stelle hinaus liegende, äußerste Teil der Spitze beliebig gestaltet sein kann, weil er
keinen Einfluß auf die bessere Durchschlagskraft des Geschosses hat.
Auf dem unteren Teil der ogivalen Spitze von mehr als zwei Kaliber Krümmungsradius
ruht, wenn man von dem obersten Teil der
Y3
Spitze oberhalb des kritischen Querschnittes absieht, eine Globoidzone, deren obere Fläche
von dem kritischen Querschnitt von '/,. Kaliber
Durchmesser gebildet wird und deren untere Fläche einen Durchmesser von etwa 3 Kaliber enthält.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι einen Längsschnitt durch das Geschoß mit der neuen Spitzenform,
Fig. 2 ein Schema für die Konstruktion der neuen Spitzenform, und
Fig. 3 ein Schema für die Entstehung der neuen Spitzenform aus derjenigen, welche
nach einem Radius von zwei Kalibern gekrümmt ist.
Gemäß Fig. 3 bezeichnen die Linienzüge abc den Umriß der Geschoßspitze, welche
nach einem Radius von zwei Kalibern (2 k) gekrümmt ist. Der kritische Querschnitt
dieses Geschosses liegt bei d e, wo der Durchmesser Y6 k beträgt. Die Erkenntnis, daß
an dieser Stelle der zum Durchschlagen erforderliche Druck ein Maximum erreicht,
wird gemäß vorliegender Erfindung in folgender Weise zur Verbesserung der Geschoßform
abc benutzt.
Die ganze Spitze wird zunächst schlanker gemacht, indem sie nach einem Radius von
mehr als 2 k, z. B. 2,5 k, gestaltet wird, wie der punktierte Linienzug α bf angibt. Der
kritische Querschnitt dieser Spitze liegt bei d! e'. Unterhalb des kritischen Querschnittes d! e'
wird die Geschoßspitze stumpfer gemacht, indem die Bogen g e' und h d' nach einem
Radius von weniger als 1 k, z. B. 0,8 k, gekrümmt werden. Der Querschnitt h g liegt
an der Stelle, wo der Durchmesser etwa Y3 k
beträgt, so daß also der kritische Querschnitt d' e' von einer Globoidzone g h e' d' abgestützt
ist, welche nach einem kleineren Radius (0,8 k) gekrümmt ist, als der untere Teil ab g h, auf
welchem die Globoidzone g h e' d' ruht und Fig. 3 ersichtlich, ist das Gegegenüber
dem Geschoß abc,
welcher nach einem Radius von mehr als 2 k gekrümmt ist. Der oberhalb des kritischen
Querschnittes d' e' liegende Teil der Spitze kann beliebig gestaltet sein. Gemäß Fig. 2
wird dieser obere Teil dadurch gebildet, daß die Bogen h d' g e' einfach bis zum Schnittpunkt
c' verlängert werden. Das Geschoß wird hierdurch, verglichen mit den Linienzügen
α bf, um etwa Y20 k verkürzt.
Wie aus ~
schoß abc'
schoß abc'
welches nach 2 k Radius gekrümmt ist, bedeutend schlanker und länger; die Folge davon
ist, daß der Schwerpunkt des Geschosses nach vorn gelegt wird, so daß also die Kammer für die Sprengladung ebenfalls verlängert
werden kann. Da die Durchschlagskraft und Festigkeit des Geschosses zunimmt, so können auch die Kammerwandungen
schwächer gehalten werden, so daß also auch hierdurch der Kammerraum für die Sprengladung
vergrößert wird. Gerade diese Verhältnisse lassen es möglich erscheinen, daß auf Panzerschiffen in Zukunft nur ein Geschoß,
welches gleichzeitig das Panzer- und Sprenggeschoß repräsentiert, geführt zu werden
braucht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Geschoß mit ogivaler Spitze von verschiedenem Krümmungsradius, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil der Geschoßspitze nach einem Radius von mehr als zwei Kalibern, der obere nach einem Radius von weniger als einem Kaliber gebildet ist, so zwar, daß die zu dem kleineren Radius gehörige Zone einen unteren Durchmesser von etwa Y3 Kaliber, und einen oberen von '/e Kaliber erhält, während der über diese Globoidzone hinausliegende äußerste Teil der Spitze beliebig gestaltet sein kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE171341C true DE171341C (de) |
Family
ID=436318
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT171341D Active DE171341C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE171341C (de) |
-
0
- DE DENDAT171341D patent/DE171341C/de active Active
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