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RoUfilmkassette
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Deckkappen radial nach innen gebogene Kanten besitzen, deren Herstellung teure Werkzeuge erfordert.
Weiterhin ist es schwierig, diese Art von Kleinbildkassetten in der Dunkelkammer zu öffnen, um den Film entnehmen zu können.
Eine weitere Art von Rollfilmkassetten ist bekannt, die am Deckkappenrand runde Einprägungen besitzt, die in bajonettförmige Einprägungen am Kassettenmantel eingeführt und durch Verdrehen verriegelt werden. Bei dieser Ausführung ist die Sicherheit gegen das Abspringen der Deckkappe sehr gering, besonders, wenn die Kleinbildkassette von der Seite des Spulenzapfens einen Stoss erhält,
Diese Nachteile konnten auch nicht durch eine Ausführungsform beseitigt werden, bei welcher am Rand des Mantels eine Umfangssicke vorgesehen ist, in welche an den Deckkappen vorgesehene Ansätze eingreifen. Die Deckkappen mussten dabei in axialer Richtung einfach aufgeschoben werden, wobei der Mantel radial nach innen federt. Durch Erschütterungen und Stösse haben sich die Deckkappen leicht gelöst.
Ausserdem war die Herstellung dieser Kappen recht umständlich, da diese sich der einen Austritt für den Film bildenden Form des Mantels anpassen mussten.
Erfindungsgemäss werden bei einerRollfilmkassette der vorgenannten Art'in den Rand der in geschlossener Topfform ausgebildeten Deckkappe mehrere, vorzugsweise drei um 1200 zueinander versetzt angeordnete Vorsprünge vorgesehen. An der Mantelstirnfläche ist eine ringförmige Sicke angebracht, welch ! 3 durch eine gleiche Anzahl und mit gleichem Winkelabstand wie die Vorsprünge der Deckkappe voneinander angeordnete Ausnehmungen unterbrochen ist, so dass beim. Aufsetzen der Deckkappe zunächst die Vorsprünge axial durch die Ausnehmungen in die Sicke eindringen. Nach Verdrehen der Deckkappe greifen die Vorsprünge unter die stehengebliebenen segmentartigen Teile des Mantelstirnrandes, bis die Deckkappe an einen am Mantel vorgesehenen Anschlag stösst.
Die Deckkappen können sich bei dieser Ausführungsform praktisch nicht lösen. Vor allem aber ist die Gesamtanordnung wesentlich vereinfacht und daher verbilligt, weil in den Deckkappen keine Ausschnitte mehr vorgesehen werden müssen. Insbesondere kann sie kreisrund gebogen sein und braucht sich nicht einer Einführöffnung des Mantels anpassen. Man kann sie auch in der Dunkelkammer auf einfache Weise handhaben, ohne lange die richtige Aufsetzstellung suchen zu müssen.
Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist an einer Stelle ein stehengebliebener, segmentartiger Randteil des Mantels nach aussen hin verbreitert und bildet. nit wenigstens einem Teil der Deckkappe ein Keilgesperre.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Deckkappe und den Mantel einer Rollfilmkassette, Fig. 2 die Deckkappe in Draufsicht, Fig. 3 den Kassettenmantel in Draufsicht und Fig. 4 einen Schnitt durch den Kassettenmantel mit aufgesetzter Deckkappe.
In den Figuren ist die aus Blech gefertigte Deckkappe 2 dargestellt, welche eine kreisrunde Ausneh- mung 1 für den Spulenzapfen der Filmspule, den nach unten gezogenen Boden 2 der Deckkappe und den aufgestellten Rand 3 mit den drei um 1200 versetzten Sicken 4 aufweist. Weiter sind in Fig. 1 und 3 der zylindrische Kassettenmantel 5, die Filmaustrittsöffnung 6, die ringförmige Sicke 7, die Ausnehmungen 8 und die stehengebliebenen segmentartigen Teile 9 dargestellt. Einer der segmentartigen Teile ist im
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zweiten Drittel etwas nach aussen hin bei 10 verbreitert und dient als Anschlag.
Wird nun eine Deckkappe so aufgesetzt, dass ihre Sicken 4 durch die Ausnehmungen 8 im Rand des Kassettenmantels 5 in die ringförmige Sicke 7 gelangen, und wird nun die Deckkappe in Pfeilrichtung gedreht, so gleiten die Sicken 4 der Deckkappen unter die stehengebliebenen segmentartigen Teile 9 des Randes bis eine Sicke 4 an den verbreiterten Rand 10 gelangt und sich an diesem. radial verkeilt. Somit ist die Rollfilmkassette gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesichert. In der Dunkelkammer kann die Rollfilmkassette sicher und ohne Hilfsmittel leicht durch Drehen der Deckkappe entgegen der Pfeilrichtung und Abheben geöffnet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rollfilmkassette mit einem im wesentlichen zylindrischen Mantel und zwei an den Stirnrändern des Mantels symmetrisch zueinander befestigten, vorzugsweise gleich ausgebildeten Deckkappen, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Rand der in geschlossener Topfform ausgebildeten Deckkappe (2) mehrere, vorzugsweise drei um 1200 zueinander versetzt angeordnete Vorsprünge (4) vorgesehen sind, dass der Mantelstirnrand mit einer ringförmigen Sicke (7) versehen ist und eine gleiche Zahl und mit gleichem Winkelabstand wie die Vorsprünge der Deckkappen voneinander angeordnete Ausnehmungen (8) aufweist, durch welche hindurch die Vorsprünge in die Sicke einzubringen sind und nach Verdrehen der Deckkappe unter die stehengebliebenen segmentartigen Teile (9) des Mantelstirnrandes greifen, und dass am Mantel (5) ein Anschlag (10)
für die Begrenzung der Drehbewegung der Deckkappe vorgesehen ist.