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Instrumentenschrank
Bei Instrumentenscbränken sind hinsichtlich der Anordnung der einzelnen Türen, Schubfächer od. dgl. sehr unterschiedliche Wünsche der Benutzer zu berücksichtigen. Dagegen werden im allgemeinen die
Aussenmasse dieser Schränke in etwa den gleichen Grössen gewünscht. Um den vielen SonderwUnschen gerecht zu werden, ist es erforderlich, sehr verschiedene Arten von Schränken herzustellen und vor allem auf Lager zu halten, wodurch sich sowohl die Herstellung als auch der Endverkaufspreis verteuern.
Hinzu kommt, dass in geschmacklicher Hinsicht oft eine zweifarbige Lackierung derartiger Schränke gefordert wird, die bei einem Instrumentenschrank üblicher Ausführungsform mit einer durchgehenden
Vorderfläche nur sehr schwer herstellbar ist.
Es sind zwar bereits aus zwei feststehenden miteinander verbundenen Seitenteilen bestehende Schränke bekannt, in denen ein Mittelteil drehbar angeordnet ist. Dieser Mittelteil ist jedoch bis auf die Drehbar- keit fest angeordnet und kann nicht durch andere Mittelteile ersetzt werden. Ausserdem ist die Raumaus- nutzung bei einem derartigen Schrank ungünstig, da der zur Drehung erforderliche freie Platz verloren ist
Ausserdem verwendet man bereits kleinere Aktenschränke, die zu mehrerennebeneinandergestellt und an ihren Vorderkanten durch mit Nuten versehene Leisten verbunden sind.
Jedoch hat diese Ausfuh- rungsform den Nachteil, dass sich bei Hinzufügen weiterer Schrankteile jeweils die Aussenmasse ändern und ausserdem ist die Standfestigkeit ausserordentlich gering, so dass diese Methode für grössere Schränke nicht geeignet ist.
Zur Vermeidung der angeführten Nachteile ist erfindungsgemäss bei einem Instrumentenschrank mit zwei fest miteinander verbundenen Seitenteilen und einem zwischen ihnen befindlichen Mittelteil der auswechselbare Mittelteil lösbar mit den Seitenteilen verbunden. Da lediglich der Mittelteil ausgewechselt wird, bleibt der Schrank in seinen äusseren Abmessungen immer gleich und ist ausserdem ausserordentlich standfest.
Weiterhin werden sowohl die Herstellungskoster. verringert als auch die Lagerhaltung herabgesetzt, da als Seitenteile grundsätzlich die gleichen, im selben Abstand voneinander angeordneten Stücke verwendet werden und je nach den Sonderwünschen nur noch der Mittelteil ausgetauscht werden muss. Auch eine zweifarbige Lackierung, bei der der Mittelteil eine andere Farbe als die Seitenteile aufweist, ist nunmehr sehr einfach durchführbar. Zweckmässig erfolgt die Verbindung der Seitenteile untereinander durch eine Bodenplatte und eine hintere Abdeckfläche, so dass der Mittelteil nur noch von vorn einge- schoben und z. B. mittels Schrauben an den Seitenteilen befestigt werden muss.
Eine besonders einfache Bauweise für den Mittelteil ergibt sich, wenn man denselben aus einem insbesondere ein-oder mehrfach unterteilten Rahmen herstellt, dessen senkrechte Teile ins Schrankinnere gerichtete Platten oder Flächen zur Verbindung mit den Seitenteilen aufweisen.
Um einen oberen Abschluss zu erhalten, verwendet man eine Deckplatte, die zusätzlich noch die Seitenteile und den Mittelteil miteinander verbindet. Unter Umständen lässt sich, wenn man sowohl in der Grundplatte als auch in der Deckplatte eine Vertiefung anordnet, in welche entsprechend vorstehende Teile des Mittelteils eingreifen können, eine feste Verbindung zwischen den Teilen erzielen, wodurch sich eine besondere Verschraubung od. dgl. eriibrigt. Vorzugsweise ist die Vorderfläche des Mittelteils gegenüber denjenigen der Seitenteile nach vorn versetzt. Dies erleichtert die Anbringung von vorn seitlich vorstehenden Leisten od. dgl. zur Abdeckung der Fugen, die sich zwischen dem Mittelteil und den Seiten-
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teilen ergeben.
Zweckmässig weist der Mittelteil vorn Schubladen, verschiebbare Glasscheiben, Türen od. dgl. auf, während die Seitenteile mit seitlich zu öffnenden Türen versehen sind. Hiedurch ergibt sich einmal eine besonders guteraumausnutzung und zum andern eine gute Zugänglichkeit der Innenräume des Schrankes.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es stellen da ; ; Fig. l die Ansicht eines teilweise abgebrochenen Instrumentenschranks ohne Deckplatte, Fig. 2 einen Schnitt 2-2 der Fig, 1, Fig. 3 eine verkleinerte Ansicht des zusammengesetzten Instrumentenschranks.
Der Instrumentenschrank 1 besteht aus den beiden Seitenteilen 2, welche durch die Grundplatte 3 bzw. dem auf der Grundplatte 3 aufgesetzten Sockel 4 miteinander verbunden sind. Ausserdem werden die Seitenteile 2 noch durch eine hintere Abdeckfläche 5 zusammengehalten. Der Mittelteil 6 besteht aus einem Rahmen 7, der durch eine Querstrebe 8 unterteilt ist. Unterhalb der Querstrebe 8 sind Türen 9 angeordnet, während sich oberhalb Schubladen 10 befinden. Die senkrechten Rahmenteile 11 weisen ins Schrankinnere gerichtete Platten 12 auf, die zur Verbindung mit den Seitenteilen 2 dienen. Zur Befestigung werden hiebei Schrauben 13 verwendet.
Um die zwischen den Seitenteilen 2 und dem Mittelteil 6 liegenden Fugen 14 zu überdecken, sind vorn seitliche Bundleisten 15 vorgesehen. Der Mittelteil 6 ist gegenüber den Seitenteilen 2 nach vorn ver- setzt ; während die Türen 9 bzw. Schubladen 10 desselben nach vorn geöffnet werden, weisen die Seitenteile 2 seitlich zu öffnende Türen 16 auf. Zum Abschluss des Instrumentenschranks 1 nach oben ist eine Deckplatte 17 angeordnet, welche zusätzlich die Seitenteile 2 und den Mittelteil 6 miteinander verbindet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Instrumentenschrank mit zwei fest miteinander verbundenen Seitenteilen und einem zwischen ihnen befindlichen Mittelteil, dadurch gekennzeichnet, dass der auswechselbare Mittelteil (6) lösbar mit den Seitenteilen (2) verbunden ist.