AT204037B - Verfahren zur Herstellung neuer 1-Halogenäthyl-diphenylmethyl-piperidinverbindungen und ihrer Salze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer 1-Halogenäthyl-diphenylmethyl-piperidinverbindungen und ihrer Salze

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AT204037B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer   1-Halogenäthyl-diphenylmethyl-piperidinverbindungen   und ihrer Salze 
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung neuer   l-Halogenäthyl-diphenyl-   methyl-piperidinverbindungen und ihrer Salze. 



  Die Verbindungen können auch substituiert sein, insbesondere können die Phenylreste eine oder mehrere niedere Alkyl- oder Alkoxygruppen oder Halogenatome enthalten. Das Halogenatom ist vorzugsweise ein Chloratom. 



   Die genannten Verbindungen weisen eine parasympathikolytische Wirkung auf. So zeigen sie antagonistische Eigenschaften gegenüber Acetylcholin, Bariumchlorid, Histamin und Adrenalin. 



  Sie können als Heilmittel verwendet werden. 



  Besondere Bedeutung besitzen das   l- (ss-Chlor-     äthyl) -2-diphenylmethyl-piperidin   und seine Salze. 



   Die neuen Piperidine werden erhalten, wenn man in an sich bekannter Weise in   1-0xyäthyl-di-   phenylmethyl-piperidinen die Oxygruppe durch Halogen ersetzt ; dies geschieht durch Behandlung mit halogenierenden, vor allem chlorierenden Mitteln, wie Chlorwasserstoff, Thionylchlorid, Phosphorpentachlorid   u.   a. Wenn erwünscht, werden erhaltene Verbindungen durch Umsetzung mit anorganischen oder organischen Säuren in ihre Salze umgewandelt. 



   Die als Ausgangsstoffe verwendeten Oxyalkyldiphenyl-methyl-piperidinverbindungen sind neu. Sie können durch Anlagerung von Äthylenoxyd an die sekundäre Aminogruppe von Diphenylmethylpiperidinen, beispielsweise in alkoholischer Lösung bei Raumtemperatur, erhalten werden. 



   Je nach der Arbeitsweise erhält man die neuen Verbindungen in Form ihrer Basen oder Salze. 



  Aus den Salzen können in an sich bekannter Weise die freien Piperidinbasen gewonnen werden. 



  Von letzteren wiederum lassen sich durch Umsetzung mit Säuren, die zur Bildung therapeutisch verwendbarer Salze geeignet sind, Salze gewinnen, wie z. B. der Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Propionsäure, Oxalsäure, Äpfelsäure, Zitronensäure, Methansulfonsäure, Äthansulfonsäure,   Oxyäthansulfonsäure,   Benzoesäure, Salicylsäure, p-Aminosalicylsäure oder Toluolsulfonsäure. 



   Die Erfindung wird in den nachstehenden Beispielen näher beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 



   Beispiel l : Zu 31 g   l-ss-üxyäthyl-2-diphenyl-   methyl-piperidin, gelöst in 100 cm3 absolutem Chloroform, werden unter Kühlung 14 g = = 8, 5 cm3 Thionylchlorid langsam zugetropft. 



  Nachdem über Nacht stehen gelassen worden ist, wird im Vakuum zur Trockne verdampft und der Rückstand beispielsweise aus Aceton umkristallisiert. Das Hydrochlorid des   1-ss-Chloräthyl-2-   diphenylmethyl-piperidins der Formel : 
 EMI1.1 
 schmilzt bei   173-174  und   ist   wasserlöslich ;   Ausbeute 28 g. 



   Das als Ausgangsstoff erwähnte   1-ss-Oxyäthyl-   
 EMI1.2 
 



   Beispiel 2 : Zu 11 g   l-ss-Oxyäthyl-2- (phenyl-   p-chlorphenyl-methyl)-piperidin, gelöst in 80cm3 absolutem Chloroform, werden tropfenweise 4, 4 g = 2, 7 cm3 Thionylchlorid zugesetzt. Nach 16stündigem Stehen wird zur Trockne eingedampft, wodurch das Hydrochlorid des 1-ss-   Chloräthyl-2 (phenyl-p-chlorphenylmethyl)-pi-   peridins der Formel : 
 EMI1.3 
 gewonnen wird. Es handelt sich um ein Gemisch beider stereoisomeren Formen. Ausbeute 8, 5 g 
 EMI1.4 
 (phenyl-p-chlorphenylmethyl)-piperidin wird durch Umsetzen von   2- (Phenyl-p-chlorphenylmethyl)-pi-   peridin und Äthylenoxyd in Alkohol gewonnen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Beispiel 3 : Zu 20 g   l-ss-üxyäthyl-4-di-   phenylmethyl-piperidin, gelöst in 80 cm3 absolutem Chloroform, tropft man unter Kühlung 9 g (6 cm3) Thionylchlorid zu und lässt über Nacht stehen. Nach dem Entfernen des Lösungsmittels hinterbleibt ein kristalliner Rückstand, bestehend aus dem Hydrochlorid des   1-ss-Chloräthyl-4-di-   phenylmethyl-piperidins der Formel : 
 EMI2.1 
 F.   237-238    (Aceton) ; Ausbeute 17, 5 g. 



   Das als Ausgangsstoff erwähnte 1-ss-Oxyäthyl- 4-diphenylmethyl-piperidin wird beispielsweise erhalten, indem man 4 g Äthylenoxyd auf eine Lösung von 15, 1 g 4-Diphenylmethyl-piperidin in 80 cm3 Alkohol während 24 Stunden bei   20    einwirken lässt.   Kp. 0'09 = 2l4-220 0 ;   Ausbeute 15 g. 



   Beispiel 4 : Zu 18 g   l-ss-üxyäthyl-3-diphenyl-   methyl-piperidin, gelöst in 100 cm3 absolutem Chloroform, tropft man 8 g = 5 cm3 Thionylchlorid zu und lässt das ganze während 24 Stunden bei20 stehen, nachdemEntfernendesLösungsmittels verbleibt ein kristalliner Rückstand, bestehend aus dem Hydrochlorid des 1-ss-Chlor- äthyl-3-diphenylmethyl-piperidins der Formel : 
 EMI2.2 
 sehr hygroskopische Kristalle von F. zirka 88 . 



  Ausbeute 17 g. 



   Das als Ausgangsstoff erwähnte 1-ss-Oxyäthyl- 3-diphenylmethyl-piperidin kann beispielsweise durch Anlagerung von 13 g   Äthylenoxyd   an 50 g 3-Diphenylmethyl-piperidin in   120   cm3 Alkohol erhalten werden.   Kip. 190-196'.   Ausbeute 50 g. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung neuer   l-Halogen-   äthyl-diphenylmethyl-piperidinverbindungen, deren Phenylreste beispielsweise durch niedere Alkyl- oder Alkoxygruppen oder Halogenatome substituiert sein können, und ihrer Salze, dadurch gekennzeichnet, dass man entsprechende   l-Oxy-   äthyl-diphenylmethyl-piperidine oder ihre Salze mit halogenierenden Mitteln behandelt und, wenn erwünscht, erhaltene basische Verbindungen in ihre Salze überführt bzw. aus erhaltenen Salzen die freien Basen darstellt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass als halogenierendes Mittel ein chlorierendes, z. B. Thionylchlorid, verwendet wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man von 1-ss-Oxy- äthyl-2-diphenylmethyl-piperidin ausgeht und die Oxygruppe durch Chlor ersetzt.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man von 1-ss-Oxy- äthyl-3-diphenylmethyl-piperidin ausgeht und die Oxygruppe durch Chlor ersetzt.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man von 1-ss-Oxy- äthyl-4-diphenylmethyl-piperidin ausgeht und die Oxygruppe durch Chlor ersetzt.
AT208058A 1957-03-22 1958-03-21 Verfahren zur Herstellung neuer 1-Halogenäthyl-diphenylmethyl-piperidinverbindungen und ihrer Salze AT204037B (de)

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