AT205868B - Hubvorrichtung für Kippfahrzeuge mit automatisch wirksam werdender Rückstellkraft - Google Patents

Hubvorrichtung für Kippfahrzeuge mit automatisch wirksam werdender Rückstellkraft

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AT205868B
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    Hubvorrichtung für Kippfahrzeuge mit automatisch wirksam werdender Rückstellkraft   
Die Erfindung betrifft eine Hubvorrichtung für Kippfahrzeuge, deren Ladebrücke im letzten Abschnitt der Ausschwenkung gegen eine nachgiebig wirkende Rückstellkraft ausgeschwenkt wird, die die anschlie- ssende Zurückholung zumindest bis zumWirksamwerden des Eigengewichtes der Ladebrücke gewährleistet. 



   Bei Kippfahrzeugen, deren Ladebrücken bis etwa 450 ausschwenkbar sind, erübrigt sich in der Regel eine besondere Rückstellkraft für das Zurückholen der vorher ausgeschwenkten Ladebrücke, weil hier ein genügendes - im Sinne der Rückholung wirkendes - Drehmoment schon durch das Eigengewicht der Ladebrücke erzeugt wird, Schwierigkeiten ergeben sich jedoch bei neueren Kipperkonstruktionen, weil bei der heute bevorzugten Ausschwenkung bis zu    60 Neigung   und darüber hinaus der Schwerpunkt der Ladebrücke meist schon bis über deren Schwenkachse gelegt und somit durch das Eigengewicht kein ausreichendes   Rückholmoment   mehr erzeugt werden kann. 



   Zur Vermeidung dieses Nachteils wurde bereits vorgeschlagen, an derjenigen Seitenkante des Kippfahrzeuges, wo die Ausschwenkung der Ladebrücke erfolgt, etwa waagrecht nach aussen gerichtete Puffer anzuordnen, die während des letzten Bereiches der ausgeschwenkten Ladebrücke durch Teile derselben gegen eine Rückstellkraft nachgiebig zur senkrechten Längsmittelebene des Fahrzeuges hin verschoben werden. Als Rückstellkraft der Puffer sind die Pufferstangen umgebende kräftige Schraubenfedern vorgesehen, die innerhalb besonderer Gehäuse gelagert sind. Ausserdem sind bei grösseren Abmessungen der Ladebrücke mindestens zwei solche Puffer üblich, damit eine ausreichende Rückstellkraft sichergestellt wird.

   Handelt es sich um ein Kippfahrzeug, dessen Ladebrücke beiderseits des Fahrzeuges kippbar ist, sind also vier solche Puffer mit je einer kräftigen Schraubenfeder und einem Federgehäuse erforderlich. Zu diesem Aufwand kommt schliesslich noch die Notwendigkeit einer regelmässigen Schmierung und Wartung der in den Federgehäusen gelagerten Federn hinzu. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Mängel zu beheben und die zur Erzeugung der Rückstellkraft erforderliche Federanordnung so zu vereinfachen und zu verbessern, dass sie aus wenigen Teilen hergestellt werden kann, wenig Platz beansprucht und überdies auch möglichst wartungsfrei ist. 



   Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäss im wesentlichen dadurch gelöst, dass zur Erzeugung der Rückstellkraft ein Torsionsstab dient. Ein solcher Torsionsstab lässt sich ohne nennenswerten Platzbedarf so steif ausbilden, dass er die erforderliche Rückstellkraft auch bei grossen Ladebrücken ohne weiteres erzeugen kann. Es genügt also ein einziger Torsionsstab, der sich zur Lösung der hier vorliegenden Aufgabe auch deshalb besonders eignet, weil der Winkelbereich, in welchem die Rückstellkraft erforderlich ist, nur verhältnismässig klein ist und somit dem Verdrehwinkel des Torsionsstabes unmittelbar entspricht. 



     Gemäss   einer Ausgestaltung der Erfindung ragt der einerseits über einen Vierkantansatz in einer entsprechenden Ausnehmung der Betätigungswelle festgelegte Torsionsstab am andern Ende der Welle aus dieser heraus und wirkt mittels eines dort angebrachten, quer zum Torsionsstab verlaufenden Hebelarmes mit einem festen Anschlag des Fahrzeugrahmens des Kipperfahrzeuges zusammen.

   Dabei lassen sich die Lage des Anschlages und die Lage des mit diesem zusammenwirkenden Hebelarmes leicht so aufeinander abstimmen, dass der während des ersten Teiles der Ausschwenkung der Ladebrücke frei drehbare Hebelarm 

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 des Torsionsstabes erst im letzten Ausschwenkbereich der Ladebrücke gegen den Anschlag anliegt und bei der in diesem Bereich erfolgenden letzten Ausschwenkung-mit der nunmehr einsetzenden Verdrehung des Torsionsstabes - die Rückstellkraft speichert. 



   Eine besonders einfache Konstruktion ergibt sich, wenn der quer zum Torsionsstab verlaufende Hebelarm aus dem abgewinkelten Ende des Torsionsstabes selbst besteht. Eine zuverlässige wartungsfreie Lagerung des Torsionsstabes im Bereich seines aus der   Betätigungswelle   hinausragenden Endes ergibt sich dann, wenn man diesen Bereich des Torsionsstabes in der Weile über eine selbstschmierende Buchse lagert. 



   Gemäss einem konstruktiven   Ausführungsbeispiel   der   crfindungsgemässen Hebevorrichtung   ist die Be-   tätigungswelle   Bestandteil eines an sich bekannten Hebelsystems, von dem ein-im Mittelbereich der beiderseits an Teilen des Fahrzeugrahmens gelagerten Betätigungswelle befestigter - Hebel an seinem freien Ende mit der Kolbenstange eines Druckzylinders der Hebevorrichtung gekuppelt ist, während zwei im Bereich der Lagerstellen der Betätigungswelle an dieser befestigte Schwenkhebel an ihren freien Enden mit je einer Stütze der Hebevorrichtung gelenkig verbunden sind, deren andere Enden an der Ladebrücke angelenkt sind. 



   In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht ; es zeigen : Fig. 1 eine erfindunggemäss ausgeführte Hubvorrichtung eines Kippfahrzeuges in einer schematisch gehaltenen Seitenansicht ; Fig. 2 dieselbe Hubvorrichtung in einem waagrechten Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1. 



   Eine zu einem Kipperfahrzeug gehörige Ladebrücke   l,   die über einen am (nicht besonders dargestellten) Fahrzeugrahmen auf übliche Weise gelagerten Lagerbolzen 2 nach hinten ausschwenkbar ist, weist vor dieser Lagerstelle an ihren unteren   seitlichenlängsträgern   3 zwei innerhalb einer gemeinsamen waagrechten Querebene der Ladebrücke angeordnete Lagerstellen 4 auf. An diesen Lagerstellen ist-über entsprechende Lagerbolzen 5 - je eine um eine gemeinsame waagrecht verlaufende Achse schwenkbare und zur Hebevorrichtung der Ladebrücke 1 gehörige Stütze 6 angelenkt, die von der Ladebrücke 1 etwa nach unten ragt.

   Beide Stützen 6 sind an ihren unteren Enden mittels Lagerzapfen 7 je am freien Ende eines Schwenkhebels 8 angelenkt, wobei beide Schwenkhebel 8 an einer   Betätigungswelle   9 der Hebevorrichtung befestigt sind. Diese Betätigungswelle 9 erstreckt sich waagrecht und quer zum Fahrzeug und ist an ihren beiden Enden über je eine Lagerstelle 10 an Längsträgern des Fahrzeugrahmens verdrehbar gelagert. 



  Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, ist die   Betätigungswelle   9 hohl ausgebildet, wobei eine die Hohlwelle über den grössten Teil ihrer Länge axial durchsetzende Bohrung 11 im Bereich des einen Endes der Hohlwelle in eine Vierkantausnehmung 12 übergeht. In dieser Vierkantausnehmung 12 ist ein die Betätigungswelle 9 in ihrer ganzen Länge durchsetzender Torsionsstab 13 mit seinem einen, als Vierkant entsprechender Abmessung ausgebildeten Ende 14 gelagert, der am andern Ende aus der Betätigungswelle 9 herausragt und dort-unter Bildung eines Hebelarmes 15 - rechtwinkelig abgebogen ist. Im Bereich seines aus der Betätigungswelle 9 herausragenden Endes ist der Torsionsstab 13 ausserdem in dieser Welle mittels einer selbstschmierenden Buchse 16 gelagert, die zugleich zur Abdichtung des Innenraumes der Hohlwelle nach aussen dient. 



   Im Mittelbereich der Betätigungswelle 9 ist auf dieser ein weiterer Hebel 17 befestigt, an dessen frei-   em   Ende über einen Lagerbolzen 18 eine Kolbenstange 19 angelenkt ist, die in einen Druckzylinder 20 der Hebevorrichtung hineinragt und an ihrem dortigen Ende einen   Betätigungskolben   21 trägt, der im Druckzylinder 20 in üblicher Weise durch ein Druckmittel im Sinne einer Auswärtsbewegung der Kolbenstange 19 verschiebbar ist. Der Druckzylinder 20 selbst ist an seinem der Kolbenstange 19 gegenüberliegenden Ende mittels eines weiterer. Lagerbolzens 22 am Fahrzeugrahmen um eine parallel zur   Betäti -   gungswelle 9 verlaufende Achse schwenkbar gelagert. 



   Am Fahrzeugrahmen befindet sich schliesslich-etwa unterhalb des Torsionsstabes 13 - noch ein Anschlag 23, der mit dem am Torsionsstab 13 befindlichen äusseren Hebelarm 15 lediglich im Bereich der letzten Ausschwenkbewegung der Ladebrücke 1 (in einem Verdrehbereich der Betätigungswelle von etwa 150) als Anschlag zusammenwirkt, während der Hebelarm 15 im übrigen Drehbereich der   Betätigungswel-   le 9 frei drehbar ist. 



   Die erfindungsgemässe Hebevorrichtung arbeitet   folgendermassen. : Bei   der dargestellten Lage der Ladebrücke 1 in ihrer abgesenkten Normalstellung ragt der mit dem Torsionsstab 13 fest verbundene Hebelarm 15 waagrecht nach hinten, während sich der mit der Kolbenstange 19 verbundene Kolben 21 am weitesten im Druckzylinder 20 befindet. Wird nun - zur Ausschwenkung der Ladebrücke 1 - die Kolbenstange 19 über ein an deren Kolben 21 wirksam werdendes Druckmittel in Richtung des Pfeiles 24 aus dem Druckzylinder 20 herausbewegt, so dreht sich dabei die Betätigungswelle 9 (Fig. 1) im Uhrzeigersinn, wobei zugleich der Schwenkhebel 8 - ebenfalls im Uhrzeigersinn - nach oben geschwenkt und die an diesen 
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 schwenkung der Ladebrücke 1 nach hinten um ihren Lagerbolzen 2. 



   Etwa nach einer Viertelumdrehung der Betätigungswelle 9 gelangt der Hebelarm 15 des Torsionsstabes 13 zur Anlage am Anschlag   23,   wodurch der Torsionsstab 13 bei der weiteren restlichen Auswärtsbewegung der Kolbenstange 19 aus dem Druckzylinder 20 nachgiebig verdreht wird und dadurch eine Rückstellkraft speichert, die mit der zunehmenden weiteren Ausschwenkung der Ladebrücke 1 bis zu einem maximalen Kippwinkel von etwa 65  zunimmt, Diese Rückstellkraft sichert die selbsttätige schnelle Rückholung der Ladebrücke 1 nach Entspannung des den Kolben 21 betätigenden Druckmittels selbst dann, wenn der Schwerpunkt der ausgeschwenkten Ladebrücke bis über den Lagerbolzen 2 oder darüber hinausgelangen und somit zur selbsttätigen Zurückholung keine Gewichtskomponente der Ladebrücke mehr zur Verfügung stehen sollte. 



     Die erfindüngsgemässe Hebevorrichtung   zeichnet sich durch eine einfache und trotzdem sicher wirkende Ausbildung der die Rückstellkraft liefernden Federanordnung aus. Abgesehen davon, dass der verwendete Trosionsstab 13 bei nur geringem Platzbedarf so steif ausgebildet werden kann, dass ein einziger Torsionsstab selbst bei   grossenladebrücken   die erforderliche Rückstellkraft liefern kann, ist die Anordnung auch praktisch wartungsfrei, da der Torsionsstab 13 über den grössten Teil seiner Länge in der hohl ausgeführten   Betätigungswelle   9 durch die selbstschmierende Buchse 16 geschützt liegt und auch die Buchse 16 keiner besonderen Wartung bedarf. 



   Die Erfindung ist nicht an die konstruktiven Einzelheiten des beschriebenen Ausführungsbeispieles gebunden. So ist z. B. nicht erforderlich, dass die Ladebrücke lediglich nach hinten ausschwenkbar am Fahrzeugrahmen gelagert ist. Eine nur geringfügig abgewandelte Hubvorrichtung, bei der die Betätigungswelle in Längsrichtung des Fahrzeuges und der Druckzylinder quer zum Fahrzeug angeordnet ist, lässt ohne weiteres eine seitliche Kippbewegung der Ladebrücke zu. Statt des dargestellten Hebelsysteme könnte die Hebevorrichtung auch mit einem andern, z. B. scherenartig wirkenden Hebelsystem ausgebildet sein, ohne dass dadurch am Wesen der Erfindung eine Änderung eintreten   würde,     PATENTANSPRÜCHE :   
1.

   Hubvorrichtung für   Kippfahrzeuge   mit automatisch wirksam werdender Rückstellkraft, deren Ladebrücke im letzten Abschnitt der Ausschwenkung gegen eine nachgiebig wirkende Rückstellkraft ausgeschwenkt wird, die die anschliessende Zurückholung zumindest bis zum Wirksamwerden des Eigengewichtes der Ladebrücke gewährleistet, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der Rückstellkraft ein Torsionsstab (13) dient, wobei der Torsionsstab (13) in der Betätigungswelle (9) der Hubvorrichtung angeordnet ist und mittels eines Hebelarmes (15) an einem festen Anschlag (23) die Torsionsspannung erzeugt.

Claims (1)

  1. 2. Hubvorrichtung nach Anspruch'1, dadurch gekennzeichnet, dass der einerseits über einen Vierkantansatz (14) in einer entsprechenden Ausnehmung (12) der Betätigungswelle (9) festgelegte Torsionsstab (13) am andern Ende der Welle aus dieser herausragt und mittels eines dort vorgesehenen, quer zum Torsionsstab (13) verlaufenden Hebelarmes (15) mit einem festen Anschlag (23) des Fahrzeugrahmens des Kippfahrzeuges zusammenwirkt, wobei der Hebelarm (15) aus dem abgewinkelten Ende des Torsionsstabes (13) selbst besteht.
    3. Hubvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Torsionsstab (13) im Bereich seines aus der Betätigungswelle(9) hinausragenden Endes in dieser Welle durch eine selbstschmierende Buchse (16) gelagert ist.
AT298258A 1957-05-03 1958-04-24 Hubvorrichtung für Kippfahrzeuge mit automatisch wirksam werdender Rückstellkraft AT205868B (de)

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