AT205925B - Vorrichtung zur Verhütung von Materialan sammlungen bzw. Verstopfungen bei Sieben, Förderböden, Auslaufschurren, Bunkern od. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zur Verhütung von Materialan sammlungen bzw. Verstopfungen bei Sieben, Förderböden, Auslaufschurren, Bunkern od. dgl.Info
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Description
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Vorrichtung zur Verhütung von Materialansammlungen bzw. Verstopfungen bei Sieben,
Förderböden, Auslaufschurren, Bunkern od. dgl.
Bei feuchtem, klebrigem, ! kantig, em oder spie- ssigem Material kann es bei Schwingmaschinen, Vibratoren usw. zur Verstopfung der Sieboffnun- gen bzw. bei Eörderiböden, Bunkerwänden, Auslaufschurren usw. zu Materialansammlungen kommen, die den Betrieb stören und deshalb unerwünscht sind. Bei. Schwingsiebvorrichtungen hat man schon versucht, solche Ansammlungen und Verstopfungen dadurch zu vermeiden, dass man unter der Siebdecke Gummibälle einbrachte, die bei den Schwingbewegungen der Siebvorrichtung gegen die Siebdecke springen.
Bei dieser Anordnung wird die Siebdecke jeweils nur in einem Punkt von den springenden Bällen getroffen, wodurch eine erhebliche mechanische Belastung des Siebgewebe entsteht. Da Siebverstopfungen in erster Linie bei feinkörnigem Material entstehen, bei welchem die Drähte der Siebdecke dünn sind, werden diese Drähte durch die dauernde Einwirkung der springenden Bälle Ülbe11beansprucht, so dass es zu Ausbuchtungen und Brüchen der Siebdecke kommt. Zudem unterliegen die Gummibälle selbst einem starken Verschleiss und es ist ausserdem erforderlich, dass zwei Siabdecken vorgesehen werden, zwischen denen die Bälle springen können.
Um ein unerwünschtes Klebenbleiben des Materials an Bunkerwänden, Formen, Schalungen usw. zu verhüten, werden diese durch Rütteln In. Schwingungen versetzt, wobei Magnetunwuchten, Unwuchtmotoren u. ähnl. Verwendung finden. Da die Rüttelwirkung proportional dem Arbeitsvermögen der Unwuchtmasse ist, sind für grössere Bauteile starke Einheiten mit dementsprechend grossem Verbrauch erforderlich.
Gemäss der Erfindung werden diese Mängel der bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art im wesentlichen dadurch beseitigt, dass eine an einem elastischen Zwischenglied befestigte und mit diesem schwingende Klopfmasse, z. B. ein Metallkörper, vorgesehen ist, die entweder durch die Eigenschwingungen des zu beklopfenden Körpers oder durch ein Erregergerät in Resonanzschwingungen versetzbar ist und gegen feste Teile des zu beklopfenden Körpers schlägt. Bei Sie- .ben, insbesondere bei Schwingsiebvorrichtungen, sind hiezu auf der Unterseite des Siebes Rippen oder Leisten vorgesehen, gegen die die Klopfmasse schlägt.
Dadurch wird erreicht, dass die Schlagenergie gleichmässig auf die anteilige Fläche verteilt und eine örtliche Überlastung der Sidbdedke bzw. des Förderbodens vermieden wird. Die Klopfmasse und die Gegenkonstruiktion werden dabei so ausgeführt (z. B. Stahl auf Stahl), dass keinerlei Abnützung oder Beschädigung der Bauteile auftreten kann. Insbesondere wird bei dieser Ausbildung die'bisher unvermeidliche Abnützung bzw.
Beschädigung der Siebe selbst vermieden und es ist auch nicht notwendig, doppelte Siebhöden vorzusehen.
Wenn die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Beklopfen von ruhenden Bauteilen, z. B. von Bunkerwänden, Schalungen od. dgl., angewendet werden soll, so erfolgt die Erregung des Schwin- gungsvorgamges der Klopfmasse durch ein eigenes Aggregat, z. B. durch einen Unwuchtmotor, eine Magnetunwucht, einen Exzentertrieb od. dgl.
Diese Erregergeräte können sehr klein gehalten werden, da sie nur die Verlustenergie des Schwingungsvorganges der Klopfvorrichtung aufzubrin- gen halben.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Hand beispielsweiser Ausführungsformen schematisch veranschaulicht. Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Schwingsiebgerätes, an dem die erfindungsgemässe Vorrichtung angebracht ist. Fig. 2 ist ein Querschnitt durch das Schwingsiebgerät, während Fig. 3 die erfindungsgemässe Klopfvorrichtung im Schnitt in grösserem Massstab veranschaulicht. Fig. 4 ist eine Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Vorrichtung, bei welcher der Antrieb der Klopfmasse durch ein Erregergerät erfolgt. Fig. 5 ist eine Ansicht in Richtung des Pfeiles V der Fig. 4, während Fig. 6 ein Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 4 ist.
In den Fig. 1 und 2 ist als Beispiel für die Anwendung der erfindungsgemässen Vorrichtung ein Schwingsiebgerät an sich bekannter Bauart dargestellt. Bei diesem wird durch einen Erregerantrieb 1 der die Siebböden 2,3 aufnehmende Siebtrog 4 in oszillierende Schwingungen versetzt,
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was dadurch möglich ist, dass der Siebtrog 4 gegen das Fundament 5 durch Schraubenfedern 6 frei schwingbar abgestützt ist. Um ein Verstopfen des Siebbodens durch feuchtes, klebriges oder spiessiges Material zu verhindern, ist, wie Fig. 3 erkennen lässt, unterhalb des Siebes eine Klopfvorrichtung angebracht, die aus je einer Klopfmasse 7 besteht, welche am Ende eines Federarmes 8 sitzt und z.
B. an einer Rippe 9 des Siebbodens derart befestigt ist, dass sie durch die oszillierenden Schwingungen des Siebes ebenfalls in Schwingungen versetzt wird. Die Klopfmassen 7, die z. B. aus einem Stahlkörper bestehen können, schlagen auf Querrippen 10 des Siebbodens, in welchen eine Durchtrittsöffnung 11 zur Aufnahme der Klopt masses 7 ausgespart ist. Auf diese Weise wird eine Beschädigung des Siebes durch die schwingenden Klopfmassen vermieden und ausserdem erreicht, dass keinerlei Abnützung auftritt, da durch das Hämmern die Oberfläche nur verdichtet wird. Statt gegen eine Rippe kann die Klopfmasse natürlich auch gegen andere mit dem Sieb verbundene Teile, z. B. den Siebrahmen, schlagen.
Durch Abstimmung des von der Klopfmasse mit dem Federarm gebildeten Schwingungssystems auf die Betriebsfrequenz des Siebgerätes kann auf einfache Art die Schlagenergie gesteuert werden.
Zum Beklopfen von ruhenden Teilen, z. B. von Bunkerwänden, Formen, Schalungen od. del. ist die Erregung des Schwingungsvorganges durch ein eigenes Aggregat erforderlich. Hiezu kann die erfindungsgemässe Vorrichtung, wie die Fig. 4,5 und 6 erkennen lassen, so ausgebildet sein, dass die Klopfmasse 7 an einem Ende eines Federarmes 12 gelagert ist, dessen anderes Ende auf einer Unterlage, z. B. einer Basisplatte 13, elastisch befestigt ist und unter dem Einfluss eines Schwingungserregers 14 steht. Die elastische Abstützung kann beispielsweise durch Gummizwischenlagen
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tertriebe usw., verwendet werden, wobei angesichts der relativ geringen Grösse des Klopfers nur sehr geringe Kräfte zur Kompensation der Verlustenergie erforderlich sind.
Es ist zweckmä- ssig, wenn die Klopfmasse, ebenso wie das bei den Rippen des Siebbodens der Fall war, eine Ausnehmung 17 in einer mit der Grundplatte 13 verbundenen Wand 18 durchsetzt, die so ibemessen ist, dass die schwingende Klopfmasse in den beiden Endlagen gegen den unteren und oberen
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anschlägt.PATENTAN-PR, UCHE.,
1. Vorrichtung zur Verhütung von Materialansammlungen bzw. Verstopfungen bei Sieben, Förderboden, Auslaufschurren, Bunkern od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass eine an einem elastischen Zwischenglied (8, 12) befestigte und mit diesem schwingende Klopfmasse (7), z.
B. ein Metallkörper, vorgesehen ist, die entweder durch die Eigenschwingungen des zu beklopfenden Kör- pers (2, 3) oder durch ein Erregergerät (14) in Resonanzschwingungen versetzbar ist und gegen feste Teile (9) des zu beklopfenden Körpers (2, 3) schlägt.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Sieben, insbesondere bei Schwingsiebvorrichtungen, auf der Unterseite des Siebes (2, 3) Rippen oder Leisten (9) vorgesehen sind, gegen die die Klopfmasse (7) schlägt.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klopfmasse (7) an einem Ende eines federnden Armes (12) gelagert EMI2.3 elastisch befestigt ist und unter dem Einfluss eines Schwingungserregers (14) steht.
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