AT206251B - Werkzeugmaschine zur Herstellung von Formen, Gesenken usw. - Google Patents

Werkzeugmaschine zur Herstellung von Formen, Gesenken usw.

Info

Publication number
AT206251B
AT206251B AT51357A AT51357A AT206251B AT 206251 B AT206251 B AT 206251B AT 51357 A AT51357 A AT 51357A AT 51357 A AT51357 A AT 51357A AT 206251 B AT206251 B AT 206251B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
tool
workpiece
erosion
machine
machine tool
Prior art date
Application number
AT51357A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Ing Deckel
Friedrich Wilhelm Dipl Deckel
Original Assignee
Hans Dr Ing Deckel
Friedrich Wilhelm Dipl Deckel
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hans Dr Ing Deckel, Friedrich Wilhelm Dipl Deckel filed Critical Hans Dr Ing Deckel
Application granted granted Critical
Publication of AT206251B publication Critical patent/AT206251B/de

Links

Landscapes

  • Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Werkzeugmaschine zur Herstellung von Formen, Ge senken usw. 



   Zur Herstellung von Gesenken, Pressformen usw. wendet man in neuester Zeit das sogenannte Elektroerosionsverfahren an. Bei diesem stellen Werkzeug und Werkstück die beiden Elektroden einer Funkenstrecke dar. Die Werkzeugelektrode bildet also die Matrize der herzustellenden Form. Sie wird gegen das zu bearbeitende Werkstück geführt, und durch die zwischen beiden überspringenden Funken wird im Werkstück die gewünschte Form herausgebrannt. 



   Es hat sich gezeigt, dass die Herstellung fertiger Formen unmittelbar aus dem Vollen heraus gewisse Nachteile mit sich bringt, die sich insbesondere aus dem starken Abbrand der Elektroden beim Vorbearbeiten ergeben. Man ist deshalb dazu übergegangen, die zu erzeugende Form teilweise durch Erosion und teilweise durch andere bekannte spanabhebende Bearbeitungsverfahren, insbesondere durch Fräsen, zu bearbeiten. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine besonders geeignete Anordnung zur Durchführung eines sol- 
 EMI1.1 
 Ständer starr verbundenen Führung und in eine vorzugsweise mittels Anschlages festgelegte Vorschubendstellung verschieblich geführt. 



   Bei der bisher bekannten Formgebung eines0 Werkstückes mittels Vorbearbeitung durch Fräsen und Nachbearbeitung durch Erosion ist es notwendig, zwischen diesen beiden Arbeitsgängen die im Werkstück durch die Vorbearbeitung entstandene Ausnehmung für den nachfolgenden zweiten Arbeitsgang gegenüber dem Erosionswerkzeug zu justieren. Dieser Justiervorgang ist nicht ohne Schwierigkeiten durchführbar, denn die. bei der Vorbearbeitung entstandene Ausnehmung weist immer Abweichungen vom Modell auf, die insbesondere bei grober Vorarbeit auftreten und die Ausrichtung der    Ausnehmung 0gegenüber   dem Erosionswerkzeug erschweren. Bei der   erfindungsgemässen   Kombination einer Nachformfräsmaschine und einer Erosionsmaschine ist es möglich, diesen schwierigen Justiervorgang zu umgehen. 



   Es wird dabei nämlich nicht zwischen Vor- und Nachbearbeitung das vorbearbeitete Werkstück gegenüber dem Erosionswerkzeug ausgerichtet, sondern es wird vor Beginn des Fräsvorganges eine Justierung des Modells gegenüber dem Erosionswerkzeug vorgenommen, u. zw. in einer der Nachformmaschine angepassten Weise. 



   Die vorliegende Erfindung soll nun an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In der beiliegenden Zeichnung zeigt die Fig. 1 eine gemäss der vorliegenden Erfindung ausgebildete   Ko-   pierfräsmaschine in Vorderansicht und Fig. 2 dieselbe Maschine in Seitenansicht. 



   Das vorliegende Beispiel zeigt eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung, u. zw. eine   Kopierfräsmaschine,   bei welcher eine Frässpindel in Abhängigkeit von einem Taststift bewegt und eine durch den Stift abgetastete Form im Werkstück nachgebildet wird, bei welcher also erfindungsgemäss ausser dem vom Taststift geführten Werkzeug ein Kopf zur Aufnahme eines   Elektroerosionswerkzeuges   über der das Werkstück tragenden Unterlage vorgesehen ist. 



   An dem Maschinenständer 1 befindet sich, getragen durch eine Halterung 2, auf einem Tragarm 6 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 ein Taststift 3 sowie eine das Werkzeug 5, beispielsweise einen Fräser tragende Arbeitsspindel 4. Die Halterung von Taststift und Arbeitsspindel ist dabei so ausgebildet, dass beide gemeinsam und beliebig in allen Koordinatenrichtungen, jedoch stets zu sich selbst parallel verschoben werden können. Ebenfalls am Maschinenständer angeordnet sind ein Tisch 10, welcher das Werkstück 11, und ein Tisch 12, welcher die nachzubildende Form (Modell) 17 trägt. Beide Tische besitzen mindestens zwei sich kreuzende, waagrechte FUhrungen, die zum Einrichten von Werkzeug und Werkstück dienen.

   Die Betätigung erfolgt durch die Handräder    13.'Ferner   können beide Tische getrennt voneinander in senkrechter Richtung verschoben werden und, was fUr den vorliegenden Fall wichtig ist, gemeinsam durch Betätigung eines Handrades 14 senkrecht verschoben, also gehoben oder gesenkt werden. Zusätzlich zum Handrad 14 kann hiefür auch noch eine elektrisch betriebene Scbnellverstellung vorgesehen sein. 



   Diese Maschine stellt also eine Kopierfräsmaschine dar, bei welcher eine Frässpindel 4 in Abhängigkeit von einem Taststift 3 bewegt wird und auf diese Art und Weise die durch den Taststift abgetastete Form mittels des Werkzeuges 5 im Werkstück 11 nachgebildet wird. Anordnungen dieser Art sind bekannt und bilden nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Sie sind beispielsweise beschrieben in den deutschen Patentschriften Nr. 698542 und Nr.   848897.   



   Gemäss der Erfindung weist nun die gezeigte Maschine sowohl eine Einrichtung zur spanabhebenden Bearbeitung als auch eine Einrichtung zur Elektroerosion auf, wobei beide Einrichtungen wahlweise in die Arbeitsstellung gegenüber der das Werkstück tragenden Unterlage gebracht werden können. 



   Darstellungsgemäss ist also neben dem vom Taststift 3 geführten Werkzeug 5 ein zusätzlicher Kopf 20 zur Aufnahme eines Elektroerosionswerkzeuges 21 vorgesehen, welcher sich über der das   Werkstiick   tragenden Unterlage, also über dem Tisch 10 befindet. Bei der vorliegenden Anordnung ist der Kopf 20 abnehmbar am   Maschinenst. änder l befestigt.   Nach Wegnahme des Kopfes 20 kann also das Werkzeug 5 über das Werkstück 11 gebracht werden, so dass letzteres nach der Führung des Taststiftes 3 im Modell 17 vorgearbeitet werden kann. Es können also sowohl das spanabhebende Werkzeug als auch das Erosionswerkzeug wahlweise in Arbeitsstellung gegenüber dem Werkstück gebracht werden.

   Das als Erosion bezeichnete und seit einiger Zeit bekannt gewordene Verfahren besteht darin, dass man ein Negativ (eine Matrize) der herzustellenden Form, also Werkzeug 21, gegen das zu bearbeitende Werkstück führt. Werkzeug 21 und Werkstück 11 stellen zwei mit den Polen eines Hochspannungsgenerators oder ähnlich verbundene Elektroden dar. Die zwischen beiden überspringenden elektrischen Funken bewirken ein langsames Abtragen bzw. Ausbrennen des Werkstückes, so dass durch langsames Absenken des Werkzeuges 21 im Werkstück die gewünschte Form entsteht. Die so erzeugte Höhlung ist die   gewünschte   Form, so dass das Elektroerosionswerkzeug unter   Berücksichtigung   des Abbrandes und der Bearbeitungstoleranzen die Matrize dieser Form darstellt. 



   Die Bearbeitung erfolgt in einem Ölbehälter. Zu diesem Zweck ist das Werkstück 11 von dem Ölbehälter 22 umgeben. Die elektrische Einrichtung (Generator, Reglung usw.) zur Durchführung des Erosionverfahrens ist in dem Schaltschrank 23 untergebracht. 



   Bei der vorliegenden Anordnung ist der das   Elektroerosionswerkzerg tragende 0Kopf   vorzugsweise in der Höhe unbeweglich am Maschinenständer gelagert. Zur Durchführung des Erosionsverfahrens muss also der das Werkstück tragende Tisch von unten gegen das feststeheude Erosionswerkzeug geführt werden. 



   Selbstverständlich ist auch der entgegengesetzte Fall denkbar, nämlich dass das Werkstück auf seiner Unterlage in Ruhe bleibt, während das Werkzeug von oben nachgeführt wird. Der Kopf 20 kann entweder gemäss der Darstellung unmittelbar am Maschinenständer 1 gelagert sein oder er kann auch auf dem Frässpindel 4 und Taststift 3 tragenden Balken 6 gelagert sein. In diesem Fall müssen Mittel vorgesehen werden, um diesen Tragbalken gegenüber dem Maschinenständer festzustellen. Wie bereits erwähnt, ist der Kopf 20 abnehmbar befestigt. Nach dem Abnehmen ist nunmehr der Tragbalken mit Arbeitsspindel und
Taststift frei über dem Werkstück beweglich. 



   Die Anordnung wird in folgender Weise gehandhabt. Der Kopf 20 mit dem Erosionswerkzeug 21 wird an dem Maschinenständer bzw. an der festgestellten Kopiervorrichtung befestigt. Das Modell 17 wird auf dem Modelltisch 12 befestigt und mit diesem durch Drehen der zu diesem Tisch gehörigen Handräder so justiert, dass entsprechende Oberflächenelemente des Modells und des Erosionswerkzeuges auf einer Geraden liegen, die zur Verbindungsgeraden der Spitzen von Kopierstift und Fräswerkzeug parallel ist, und dass diese Oberflächenelemente den gleichen Abstand voneinander haben wie diese Spitzen. Nach dem Justiervorgang des Modells wird der Kopf 20 mit dem Erosionswerkzeug 21 vom Maschinenständer bzw. von der festgestellten Kopiervorrichtung abgenommen.

   Während der nun folgenden Kopierarbeit wird die Kopierstiftspitze auf der Oberfläche des Modells entlanggeführt, wobei wegen des Trägers 6 die Verbindungsgerade zwischen Fräserspitze und Kopierstiftspitze dauernd zu sich selbst parallel und der Abstand 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 


Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 4>
    7. Werkzeugmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Erosionswerkzeug mittels einer mit dem Ständer starr verbundenen Führung und vorzugsweise mittels Anschlägen aus der ursprünglichen Lage bzw. aus der Vorschubendstellung in die zweite Lage verschiebbar geführt ist.
    8. Werkzeugmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die die Lage des Erosionswerkzeuges bestimmenden Teile der Kopiervorrichtung ausser in der einen noch in einer zweiten bestimmten Stellung feststellbar sind, in der das Erosionswerkzeug eine nach Grösse und Richtung um den Abstand zwischen Kopierstift und Kopierwerkzeug verschobene Lage einnimmt.
AT51357A 1956-06-06 1957-01-24 Werkzeugmaschine zur Herstellung von Formen, Gesenken usw. AT206251B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE206251X 1956-06-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT206251B true AT206251B (de) 1959-11-25

Family

ID=5791489

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT51357A AT206251B (de) 1956-06-06 1957-01-24 Werkzeugmaschine zur Herstellung von Formen, Gesenken usw.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT206251B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3114029A (en) * 1961-12-22 1963-12-10 Ford Motor Co Method of finishing surfaces

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3114029A (en) * 1961-12-22 1963-12-10 Ford Motor Co Method of finishing surfaces

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE947660C (de) Umriss-Kopierwerkzeugmaschine
CH681867A5 (de)
DE112009002049T5 (de) Entnahme von Sehnenprobekörpern aus Schmiedestücken
AT206251B (de) Werkzeugmaschine zur Herstellung von Formen, Gesenken usw.
CH678292A5 (de)
AT350155B (de) Zeilenerosionsmaschine
AT213194B (de) Formfräs- oder bzw. und Graviermaschine
DE954187C (de) Vorrichtung zum Festschweissen von einem oder gleichzeitig mehreren Bolzen an ebene oder gekruemmte Flaechen
DE349483C (de) Formdrehvorrichtung fuer Halbautomaten, Revolverbaenke und Drehbaenke
DE840041C (de) Feststellvorrichtung fuer Kopierfraesmaschinen
DE1944687A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur funkenerosiven Bearbeitung
DE2019903A1 (de) Funkenerosions-Werkzeugmaschine
DE672430C (de) Vorrichtung zum Drehen der elliptischen Zwischenwerkstuecke in die neue Walzrichtung bei der Herstellung von kreisrunden Blechscheiben durch mehrfaches Auswalzen in verschiedenen Richtungen
DE3909848A1 (de) Reitstock
DE441970C (de) Graviermaschine mit einem um eine horizontale und eine vertikale Achse schwenkbaren Pantographensystem
DE1234572B (de) Radienfraesmaschine zum Schleifen gekruemmter Linsenoberflaechen
DE3222586C2 (de)
AT103876B (de) Maschine zum Schneiden von Matrizenstempeln.
DE851589C (de) Werkzeughalter fuer Maschinen, insbesondere Blechbearbeitungsmaschinen
DE566980C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Messen von Werkstuecken, insbesondere auf Flaechenschleifmaschinen
DE403832C (de) Vorrichtung zur Verstellung von Gravierspindeln
DE1777268C (de) Biegebearbeitungseinrichtung
AT97649B (de) Sensenaufrückmaschine.
DE392171C (de) Selbsttaetige Drehbank
DE706080C (de) Langfraesmaschine mit senkrecht verstellbarem und schwenkbarem Spindelstock