AT206447B - Verfahren zur Wiedergewinnung von Edelmetallen - Google Patents

Verfahren zur Wiedergewinnung von Edelmetallen

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AT206447B
AT206447B AT325657A AT325657A AT206447B AT 206447 B AT206447 B AT 206447B AT 325657 A AT325657 A AT 325657A AT 325657 A AT325657 A AT 325657A AT 206447 B AT206447 B AT 206447B
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AT325657A
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Hermann Dr Rudorfer
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Chemie Linz Ag
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Description


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  Vertahren zur Wiedergewinnung von hdelmetallen 
Durch das Patent Nr. 201619 ist ein Verfahren zur Wiedergewinnung von Edelmetallen, insbesondere Metallen der Platingruppe, geschützt, die bei exothermischen, katalytischen Gasreaktionen an solchen Metallen von diesen abdampfen oder sich in feinster Verteilung ablösen. 



   Nach diesem Verfahren werden die den Edelmetallkatalysator durchströmenden und Spuren von Edelmetall mitführenden Gase gezwungen, eine dem Katalysator nachgeschaltete Lage von gekörnten, bei den Betriebstemperaturen des Katalysators beständige und fest bleibende Produkte, vorzugsweise Oxyde, liefernden oder solche enthaltenden Stoffen oder eine Lage der Erhitzungsprodukte solcher Stoffe selbst zu durchströmen.

   Gemäss Anspruch 7 dieses Patentes ist eine überraschende Wirkungssteigerung dieser Massnahme weiterhin dadurch zu erreichen, dass diese beispielsweise oxydischen Prallkörperschichten gaseingangsseitig durch eine mit Löchern oder Schlitzen versehene Folie, beispielsweise ein Loch- oder Schlitzblech, aus glühbeständigem Material oder vorzugsweise durch ein Drahtnetz aus glühbeständigem, möglichst zunderfestem Metall oder einer ebensolchen Legierung bedeckt wird. 



   Unter Abänderung der im Anspruch 7 des Stammpatentes angeführten Vorschrift wurde nunmehr gefunden, dass eine ähnliche überraschende Steigerung der Auffangwirkung der auffangaktiven   Oxyd-od. dgl.-masse   auch dann erzielt werden kann, wenn an Stelle des letzterwähnten Abdeckkörpers, beispielsweise eines Drahtnetzes aus zunderfester Legierung, eine gasdurchlässige Lage aus glühbeständigen,   un-   löslichen Körpern, wie   Keramikfüllkörpern,   zum Abdecken der eingangs erwähnten Platinauffangschicht aus Oxyden od. dgl. verwendet wird. 



   Als Abdeckschicht eignen sich hiebei die üblichen Raschigringe, Sattelkörper oder Körnungen beliebiger Art und Grösse aus glühbeständigem, säurefestem, keramischem Material oder solchem aus Quarzgut oder sonstigen künstlichen oder natürlichen Mineralstoffen gleicher Eigenschaften, wie sie zum Teil bereits früher, jedoch stets für sich allein, als Auffang- körper für Platinabgänge mit geringem Erfolg verwendet wurden. 



   Die Art der Halterung oder Lagerung des Edelmetallkatalysators ist in diesem Falle nebensächlich. 



   Beim Aufarbeiten der auffangaktiven, in erfindungsgemässer Weise abgedeckten Schüttung durch Auflösen in Mineralsäure vorzugsweise in verdünnter Salpetersäure bis zu einem pH-Wert von mindestens 6 bis 7, ist es gleichgültig, ob die Abdeckschicht aus keramischen Körpern zuerst abgenommen und die auffangaktive Schüttung allein aufgearbeitet wird oder ob die Abdeckkörper, die ja in verhältnismässig schwacher Schicht auf der Auffangmasse liegen, zusammen mit dieser einer Säurebehandlung unterworfen werden. In letzterem Falle braucht man die Raschigringe od. dgl. nach beendetem Lösungsvorgang nur von der anhaftenden wertvollen Lösung durch Abspülen zu befreien und kann sie dann wieder, praktisch unbegrenzt, neuerlich einsetzen. 



   Beispiel :
In einem Versuchsofen zur Ammoniakverbrennung mit 300 mm Durchmesser wurde nach den 3 Platin-Rhodium-Verbrennungsnetzen, welche auf einem NCT-3-Netz auflagen, eine 85 mm hohe Schicht von gekörntem Marmor eingebaut, die mit einer 30 mm hohen Schicht keramischer Füllkörper bedeckt war. 



   Die Temperatur der Platin-Rhodium-Netze wurde mit einem Thermoelement gemessen und betrug   830  C.   



   Bei einer Belastung von 93 Nm3/h wurden während des Versuches insgesamt   14,   63 t N verbrannt. Der Platinverlust der drei Netze betrug 5, 536 g. 



   Nach dem Versuch wurde der gebrannte Marmor ausgebaut, mit Wasser gelöscht und mit 45%iger Salpetersäure bis   PH=7   versetzt. Aus dem dabei zurückbleibenden edelmetallhaltigen Schlamm wurde das Edelmetall mit Salzsäure herausgelöst und aus der salzsauren Lösung als Sufid gefällt. Aus dem Sulfid wurde in bekannter Weise das reine Edelmetall gewonnen. Auf diese 

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 Auf den die Marmorschicht bedeckenden Raschigringen konnte Platin nur in gerade noch nachweisbaren Spuren festgestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Wiedergewinnung von Edelmetallen, insbesondere von Metallen der Platingruppe, die bei exothermen, katalytischen Gas- reaktionen an solchen Metallen von diesen abdampfenoder sich ablösen, nach PatentNr. 201619, dadurch gekennzeichnet, dass das Gasgemisch nach Verlassen des Edelmetallkatalysators eine Kombination aus den auffangaktiven Oxyden oder solche liefernden oder enthaltenden Stoffen gemäss Stammpatent mit einer, die Schüttung oder Lage dieser Stoffe unmittelbar bedeckenden, gasdurchlässigen Schicht glühbeständiger, unlöslicher Körper, insbesondere Keramikfüllkörper od. dgl., durchströmt.
AT325657A 1956-07-06 1957-05-17 Verfahren zur Wiedergewinnung von Edelmetallen AT206447B (de)

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