AT210069B - Mittel zum Färben von lebenden Haaren u. a. Keratinfasern - Google Patents
Mittel zum Färben von lebenden Haaren u. a. KeratinfasernInfo
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Description
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Mittel zum Färben von lebenden Haaren u. a. Keratinfasern
Die Erfindung betrifft ein Mittel zum Färben von tierischen Fasern, insbesondere lebenden und toten Haaren.
Patent Nr. 198431 betrifft ein Mittel zum Färben tierischer Fasern, insbesondere lebender Haare, mittels einer wässerigen Lösung, eines direkt aufziehenden Farbstoffes, das darin besteht, dass die Lösung ein indifferentes Lösungsmittel enthält, das in der zugefügten Menge vollkommen mit Wasser mischbar ist und der allgemeinen Formel
EMI1.1
entspricht, in welcher R einen mindestens teilweise aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen, der durch sein lineares Kettenglied mit dem Polyoxyäthylenrest verbunden ist und n einen Wert von 1 bis einschliesslich 4 bedeutet. Mit Hilfe dieses Mittels können dauerhafte Färbungen bei Zimmertemperatur erzielt werden.
Es wurde nun gefunden, dass man zu ähnlichen Ergebnissen gelangen kann, wenn das Farbbad als mit Wasser mischbares organisches Lösungsmittel Butylalkohol enthält. Durch diesen Zusatz wird eine grosse Anzahl von Farbstoffen anwendbar, die unter üblichen Anwendungsbedingungen nur eine schwache oder überhaupt keine Affinität zum Haar haben und bis jetzt als praktisch unbrauchbar zum Färben desselben angesehen wurden.
Erfindungsgemäss wird Butylalkohol in einer Menge bis zu etwa 3%, bezogen auf das Gewicht der Färbelösung, verwendet. Die Menge an Butylalkohol kann auch-je nach dem gewünschten Effekt - etwas grösser oder kleiner sein, vorausgesetzt, dass die Grenzen der Mischbarkeit des Lösungsmittels mit dem Wasser nicht überschritten wird. Es ist auch möglich, ausser Butylalkohol ein oder mehrere der in Patent Nr. 198431 genannten Lösungsmittel zuzufügen, wobei deren Mengenverhältnisse entsprechend verändert werden müssen.
Für die Durchführung der Erfindung sind die gleichen Farbstoffe geeignet, die nach Patent Nr. 198431 benutzt werden. Es seien beispielsweise genannt : Nitrofarbstoffe, insbesondere Methyliso- picraminsäure und 1-Oxy-2-amino-5-nitro-benzol, Azofarbstoffe. besonders das sogenannte"Supracide" (Compagnie Française des Matières colorantes),"Supramin" (Bayer), "Kiton" (CIBA),"Cibacete" (CIBA),"Solacete" (I. C. I. Ltd.), beide letztgenannten nur insofern, als sie tatsächlich Azofarbstoffe darstellen ; Anthrachinonfarbstoffe, besonders die unter der Handelsbezeichnung"Solway" (I. C. I. Ltd.), "Celliton" (BASF),"Acetoquinon" (Compagnie Française des Mati'eres Colorantes),"Cibacete" (CIBA), "Cellif" (BASF) und"Fenacet" (General DyestuffCorp. N.
Y.) im Verkehr befindlichen, die vier letztgenannten allerdings nur, sofern sie tatsächlich Anthrachinonfarbstoffe darstellen ; wasserunlösliche Pigmentfarbstoffe wie diejenigen mit den Handelsbezeichnungen"Orasol" (CIBA),"Dispersol" (I. C. I. Ltd.), "Microsol" (CIBA), "Duranol" (I. C. I. Ltd.), "Setacyl" (J. R. Geigy), "Celliton" (BASF), "Acetam1ne" (E. I. duPont Nemours) und"Artisil" (Sandoz A. G.), wie auch"Cibacete", nur insofern als es sich um unlösliche Pigmentfarbstoffe handelt ; basische Farbstoffe, wie sie besonders die JANUS-Farbstoffe darstel- len ; Metallkomplexfarbstoffe, besonders die den Fabrikmarken"Irgalan" (Soc. I. GeigyAG),"Lanasyne" (Sandoz A. G),"Carbolan" (I. C. I.
Ltd.),"Cibalane" (CIBA) usw., entsprechenden Farbstoffe, Nigrosin- und Indulinfarbstoffe u. a. m.
<Desc/Clms Page number 2>
Es ist besonders zu beachten, dass die meisten der oben angeführten Farbstoffe, sofern sie zur Durchführung vorliegender Erfindung geeignet sind, solche Farbstoffe sind, die hauptsächlich zum Färben von Acetatseide, Baumwolle und andern cellulosehaltigen Materialien benutzt werden. Umso bemerkenswerter ist es, dass man von solchen Farbstoffen ausgehend, gemäss der Erfindung eine sehr befriedigende Fär- bung von keratinhaltigen Fasern, wie Wolle oder Haare, u. zw. sogar bei gewöhnlicher Temperatur, erhält.
Selbstverständlich kann man die vorgenannten Farbstoffe nicht nur einzeln anwenden, sondern auch zwei oder mehrere derselben in der gleichen Farblösung in den gleichen oder verschiedenen Mengenverhältnissen vereinigen, um zu allen möglichen, besonders zu den natürlichen Nuancen der Haare zu gelangen. Ferner kann man im Rahmen der Erfindung den Färbelösungen Schaum- oder Weichmachungsmittel und andere Produkte, die das Gewebe bzw. das Aussehen des Haares verbessern bzw. glänzend machen, zusetzen.
Beispiel : Man bereitet eine Lösung folgender Zusammensetzung : Supracide Schwarz, folgender Formel
EMI2.1
EMI2.2
NH- < .. > Milchsäure 3%
Wasser bis zu 100'10
Man bringt diese Lösung bei Zimmertemperatur auf lebendes, natürlich weisses Haar auf, lässt sie 15 - 20 Minuten einwirken und spült mit klarem Wasser. Man erhält ein intensives gelbstichiges Grau.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mittel zum Färben von lebenden Haaren und andern Keratinfasern, bestehend aus einer wässerigen Lösung eines direkt aufziehenden Farbstoffes in Gegenwart eines indifferenten, einen Alkohol darstellenden Lösungsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass sie als alkoholisches Lösungsmittel Butylalkohol enthält.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Butylalkohol in einer Menge von höchstens 5 Gew.-o zugegen ist.3. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ausserdem als indifferentes Lösungsmittel noch eine Substanz, welche der allgemeinen Formel R- (0-CHZ-CH 2-) n0H entspricht, in welcher R einen mindestens teilweise aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen, der durch ein lineares Kettenglied mit dem Polyoxyäthylenrest verbunden ist, und n einen Wert von 1 bis einschliesslich 4 bedeuten, im Färbemittel zugegen ist.
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