<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Aufbringen von Nagellackentfernerflüssigkeit bzw. zum Beseitigen von aufgetragenem Nagellack
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen von Nagellackentfernerflüssigkeit bzw. zum Beseitigen von aufgetragenem Nagellack auf bzw. von Finger und Zehennägeln, wobei ein mit der Nagellackentfernerflüssigkeit getränkter Belag im Innern eines Behälters zum Einstecken des oder der zu reinigenden Finger- oder Zehennägel dient.
Solche bekannte Nagellackentfernervorrichtungen können ein Umhüllungshütchen aufweisen, das mit einer Nagellackentfernerflüssigkeit getränkt wird und für den Gebrauch auf kurze Zeit bestimmt ist.
Um eine solche Vorrichtung für den Gebrauch auf lange Zeit ebenfalls benützen zu können, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass die Wandstärke des Belages diejenige des Behälters um ein Vielfaches übertrifft und dass der z. B. aus elastischem Material bestehende Behälter nach aussen abschliessbar ist.
Dadurch wird vor allem erreicht, dass der erwähnte dicke Bel ag die Nagellackentfernerflüssigkeit speichert und sie nur dann in einer gewünschten Menge abgibt, wenn der Behälter von Hand aus zusammengedrückt wird. Es genügt daher, die Vorrichtung einmal mit Nagellackentfernerflüssigkeit zu füllen, um sie hundertmal und mehr benützen zu können.
Die Erfindung besteht auch darin, dass ein Teil des Belages als Abstreifvorrichtung dient und mittels einer flüssigkeitsundurchlässigen Wand von dem übrigen Belag getrennt ist. Dadurch erübrigt sich die Anordnung einer separaten Abstreifvorrichtung.
In der beigefügten Zeichnung sind Vorrichtungen der erfindungsgemässen Art in einigen beispielsweisen Ausführungsformen schematisch veranschaulicht, an Hand derselben der Erfindungsgegenstand nachstehend im einzelnen noch näher erläutert ist. Es zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemässe Ausführungsform in einem Vertikalschnittbild, Fig. 2 eine solche mit Abstreifvorrichtung, Fig. 3 eine andere Variante und Fig. 4 dasselbe mit einer Abstreifmöglichkeit.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform weist die zum Entfernen eines Nagellackes von einem Finger- oder Zehennagel bestimmte Vorrichtung einen napfartigen Behälter 1 von konischer Gestalt auf, welcher z. B. aus Metall oder Kunststoff angefertigt sein kann und mittels eines Schraub- oder Schnappdeckels 2, der mit einer Abdichtungsscheibe 3 ausgelegt ist, nach aussen dicht abgeschlossen werden kann. Die Innenwandung des Behälters 1 ist vollständig mit einem saugfähigen Innenwandungsbelag 4 ausgekleidet, der in seiner Lage gegen ein ungewolltes Herausgleiten durch den seine obere Seitenwand zumindestens teilweise übergreifenden Randflansch 5 des Behälters 1 gesichert ist und der mit Nagellackentfernerflüssigkeit getränkt ist. Für den Gebrauch wird der Deckel 1 abgenommen und der zu behandelnde Fingernagel in den Innenraum der Vorrichtung eingeführt.
Bei einem Druck auf den Innenwandungsbelag 4 mittels des Fingernagels tritt Nagellackentfernerflüssigkeit aus diesem aus und gelangt dabei auf der Nageloberfläche zur Einwirkung. Bei Nachlassen des Druckes wird die Flüssigkeit dagegen wieder von dem saugfähigen Innenwandungsbelag 4 aufgenommen und ist dort für erneuten Einsatz verfügbar. Ist der Behälter 1 aus einem elastischen Kunststoff od. dgl. angefertigt, so kann die geschilderte Einwirkung auf den Fingernagel auch noch durch ein Zusammendrücken des Behälters gefördert werden.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
einer Filzlage belegt ist.
In Fig. 2 ist eine derjenigen gemäss Fig. 1 entsprechende Vorrichtung veranschaulicht, mit dem Unterschied, dass hier der saugfähige Innenwandungsbelag nicht bis zum oberen Rand des Behälters 1 bzw. dessen Randflansch 5, reicht, sondern mit Abstand unterhalb desselben endet und nur bis zu dem nach innen vorspringenden Zwischenflansch 6 reicht. Zwischen den beiden Flanschen 5 und 6 ist ein gesonderter Innenwandungsbelag 7 vorgesehen, der aus dem gleichen saugfähigen Material wie der Innenwandungsbelag 4 oder auch aus einem andern Material bestehen kann, jedoch nicht mit Nagellaekentfemerflussig- keit getränkt ist und als Abstreifvorrichtung für den behandelnden Finger- oder Zehennagel dient.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 3 ist der napfartige Behälter in der Form einer Halbkugel 8 ausgebildet, um für die gleichzeitige Behandlung mehrerer Finger- oder Zehennägel benützt werden zu können. Der Behälter 8 ist mit einem saugfähigen Innenwandungsbelag 9 ausgelegt, der gegen ein ungewolltes Herausgleiten durch einen ihn zumindestens teilweise übergreifenden Randflansch 10 des Behälters 8 gesichert ist und der mit Nagellackentfemerflüssigkeit getränkt ist. Der Behälter8 ist durch einen dicht anliegenden Aufsetzdeckel 11 nach aussen abschliessbar.
In Fig. 4 ist eine der Fig. 3 entsprechende Vorrichtung veranschaulicht mit dem Unterschied, dass ein Teil 12 des Innenwandungsbelages 9 durch eine Wand 13 abgeteilt ist, der nicht mit Nagellackenfernerflüssigkeit getränkt wird und als Abstreifvorrichtung für die behandelnden Finger- oder Zehennägel dienen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Aufbringen von Nagellackentfernerflüssigkeit bzw. zum Beseitigen von aufgetragenem Nagellack auf bzw. von Finger-und Zehennägeln, wobei ein mit der Nagellackentferner- flüssigkeit-getränkter Belag im Innern eines Behälters zum Einstecken des oder der zu reinigenden Fingeroder Zehennägel dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke des Belages (4,9 oder 15) diejenige des Behälters (1, 8,14 oder 17) um ein Vielfaches übertrifft und dass der z. B. aus elastischem Material bestehende Behälter nach aussen abschliessbar ist.