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Schloss für ein Handstrickgerät
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schloss für ein Handstrickgerät mit einem in Schlossmitte angeordneten, die Füsse der Zungennadeln betätigenden Nadelsenker oder mit zwei symmetrisch zur Schlossmitte angeordneten Nadelsenkern, welch letztere Anordnung in der österr. Patentschrift Nr. 196050 des Erfinders beschrieben ist.
Bei bekannten Doppelbetthandstrickgeräten, bei denen der Abzug des Gestrickes nicht durch einen gewichtsbelasteten Kamm, sondern mit Hilfe von zwischen den Zungennadeln angeordneten Platinen erfolgt, hat es sich, insbesondere beim Herstellen von Strickware mit abwechselnd einer glatten und einer verkehrten Masche, nachteilig erwiesen, dass bei der Bildung der vollen Maschenlänge, wobei die einander in den zwei Nadelbetten gegenüber liegenden Zungennadeln, durch die mit starren Mittelspitzen versehenen Nadelsenker der Schlösser verstellt, ihre tiefste Absenkstellung erreichen, der Faden durch die Bremswirkung der vorher gebildeten Maschen nicht zwischen den sich voneinander entfernenden Haken der Zungennadeln nachlaufen kann und deshalb in diesem Augenblick häufig abreisst.
Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu beseitigen.
Dies wird mittels eines Schlosses erreicht, bei dem erfindungsgemäss jeder Nadelsenker aus einem parallel zur Bewegungsrichtung der Zungennadeln verstellbar gelagerten Endteil und im Falle eines Nadelsenkers in Schlossmitte aus zwei beidseits des Endteils gelagerten Seitenteilen oder im Falle zweier Nadelsenker symmetrisch zur Schlossmitte aus einem zur Schlossmitte hin anschliessenden Seitenteil besteht, wobei diese Seitenteile im Schloss verstellbar gelagert sind, so dass sie aus der Stellung, in der sie die Zungennadelfüsse betätigen, heraus beweglich sind.
Weitere Merkmale der Erfindung, ihre Wirkungsweise und Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung, in der eine Ausführungsform des Schlosses beispielsweise an Hand der Zeichnungen erläutert wird. Es zeigen : Fig. l einen Schnitt durch ein Doppelbetthandstrickgerät, Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig.
I, unter Weg- lassung verschiedener Schlossteile und Darstellung der Nadelsenker, Fig. 3 eine Untersicht auf das erindungsgemässe Schloss, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 3, Fig. 6 eine Draufsicht auf die Senkerplatte, Fig. 7 eine der Fig. 6 ähnliche Darstellung, unter Weglassung des Mittelteiles der Senkerplatte, Fig. 8 einen Teil einer Draufsicht auf das Schloss und die Fig. 9-13 verschiedene Phasen des Strickvorganges bei der Anordnung nach den Fig. l und 2. Eine abgeänderte Ausführungsform des Schlosses, nach Art der österr.
Patentschrift Nr. 19605.'), ist in den Fig. 14-20 veranschaulicht. Es zeigen : Fig. 14 eine zu Fig. 3 ähnliche Darstellung der Untersicht auf das Schloss, Fig. 15 einen Schnitt nach der Linie XV-XV der Fig. 14, Fig. 16 bzw. 17 eine Untersicht auf jeweils einen der beiden Senker des Schlosses auf dem Nadelbett l'bzw. l"der Fig. 9-13, Fig. 18 einen Schnitt nach der Linie XVIII-XVIII der Fig. 17 und die Fig. 19 und 20 Untersichten auf die beiden Senkertragplatten.
Das in den Fig. l und 2 dargestellte Doppelbetthandstrickgerat zur Herstellung von Strickware mit abwechselnd einer glatten und einer verkehrten Masche besitzt zwei in üblicher Weise ausgebildete Nadelbetten 1, zwischen deren Stegen 2 die zueinander parallel liegenden Zungennadeln 3 geführt sind. Das vordere Ende des Nadelbettes l bildet eine Führung für die zwischen den Zungennadeln angeordneten Platinen 4, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel in einer Vertikalebene anheb-und absenkbar gelagert sind und unter der Wirkung von Federn 5, die am Unterbau 6 des Gerätes festgelegt sind, in ihrer
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Ruhestellung gehalten werden.
Die Betätigung der Platinen 4 erfolgt mit Hilfe zweier quer zur Bewegungsrichtung der Zungennadeln aber den Nadelbetten laufenden Schlösser 7, die hiefür einen in üblicher Weise ausgebildeten Platinenheber 8 tragen. Jedes Schloss 7 wird mit doppelt abgewinkelten Randteilen der Schlosskappe 9 mittels Schienen 10 geführt, die auf den Nadelbetten 1 festgelegt sind.
Das Schloss 7 kann, wie aus Fig. 3 ersichtlich, von der bekannten Bauart sein, die einen zentralen, in Schlossmitte angeordneten Nadelsenker 11, mit dem die Absenktiefe der Zungennadeln einstellbar ist, ein Paar Nadelheber 12, die etwa aus vier Teilen bestehend ausgebildet sind, und ein Paar ortsfester Hilfssenker 13 vorsieht ; es kann ferner mit einem schwenkbaren (nicht dargestellten) Fadenführer ausgestattet sein.
Der erfindungsgemäss Åausgebildete zentrale Nadelsenker 11 besitzt, wie aus den Fig. 3-8 hervorgeht, eine Senkerplatte 14, welche alle die in besonderer Weise ausgebildeten Teile des Senkers trägt und selbst in der Schlosskappe 9 zur Einstellung der Maschenlänge parallel zur Bewegungsrichtung der Zungennadeln verschiebbar gelagert bzw. festlegbar ist.
In Schloss-bzw. Senkermitte angeordnet ist der Senkerendteil 15, der aus einem U-förmig gebogenen Formstück besteht, von dem der untere Schenkel 16 an seinem Ende etwa unter einem rechten Winkel gegeneinander stossende Kanten 17 aufweist. Der obere Schenkel 18 besitzt nächst dem Steg des U-Formstückes einen Bolzen 19 mit verbreitertem Kopf, der ein Langloch 20 in der Senkerplatte 14 durchsetzt. Das Ende des Schenkels 18 ist dreieckförmig verbreitert und trägt zwei Schrauben 21, die Langlöcher 22 in der Senkerplatte 14 durchsetzen. Der Senkerendteil 15 ist auf diese Weise mit Hilfe einer Dreipunktführung in der Senkerplatte 14 parallel zur Bewegungsrichtung der Zungennadeln verstellbar gelagert, und er wird durch den Zug einer Feder 23 in der Stellung gehalten, die in Fig. 3 ersichtlich ist und die tiefste Absenkstellung der Zungennadeln bestimmt.
Die Feder 23 ist mit einem Ende am Bolzen 19 festgelegt, und ihr anderes Ende ist an einem Bolzen 24 verankert, den die Senkerplatte 14 trägt.
Beiderseits des Senkerendteiles 15 sind die beiden Senkerseitenteile 25 symmetrisch zur Schlossmitte angeordnet und an der Senkerplatte 14 beweglich gelagert, dergestalt, dass sich ihre Führungskanten 26 und 26a für die Zungennadelfüsse 27 aus der Stellung, in der sie mit diesen in Eingriff sind, heraus verstellen können. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Senkerseitenteile 25 senkrecht zu der Ebene, in der sich die Zungennadeln verstellen, gegen die Senkerplatte 14 hin verstellbar, u. zw. mit Hilfe von Bolzen 28, die in Hülsen 29 geführt sind, welche in der Senkerplatte 14 verankert sind.
Die Senkerseitenteile 25 stehen unter der Wirkung von Federn 30, die aber die Bolzen 28 geschoben sind und die sich einenends gegen die Innenseite des Senkerteiles 25 und andernends gegen die Hülse 29 abstützen ; die Federn 30 sind daher bestrebt, die Senkerteile 25 von der Senkerplatte 14 wegzudrücken, u. zw. in die Stellung, in der sie mit den Zungennadeln in Eingriff sind. In dieser Stellung liegen die Führungskanten 26 und 26a der Senkerseitenteile 25in derselbenEbene wie die Führungskanten 17 am Schenkel 16 des Senkerendteiles 15. Zur Sicherung gegen eine verdrehung liegen die langen Basiskanten 31 der Senkerteile 25 an dem ungebogenen Randteil 32 der Senkerplatte 14 an.
Die dem Endteil 15 zugekehrten Innenkanten 33 der Senkerteile 25 sind aufgebogen, derart, dass sie, wie aus Fig. 5 ersichtlich, die Längskanten des unteren Schenkels 16 des Senkerendteiles 15 übergreifen.
Der ganze Senker 11 ist, wie bereits erwähnt, an der Schlosskappe 9 einstellbar gelagert. Die Bolzen 28 durchsetzen Langlöcher 34 in der Schlosskappe 9 und tragen Gewinde, so dass diese Bolzen mit Hilfe von auf diesen Gewinden beweglichen Klemmlmöpfen 35 gegenüber der Schlosskappe 9 festlegbar sind (Fig. 4).
Zur weiteren Führung gegen Verdrehung durchsetzt der Bolzen 24, der als Widerlager für die Feder 23 dient, ein weiteres Langloch 36 in der Schlosskappe 9, so dass der gesamte Senker 11, ähnlich wie der Senkerendteil 15, mit Hilfe einer Dreipunktführung gegen Verdrehung gesichert ist.
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2Herstellung einer Strickware mit abwechselnd einer glatten und einer verkehrten Masche.
Auf einem der meiden Nadelbetten, in Fig. 2 auf dem rechten, wird hiefür ein Schloss nach der erfindungsgemässen Ausbildung verwendet, also mit einem Nadelsenker 11 der beschriebenen Art, während das Schloss auf dem in Fig. 2 linken Nadelbett einen Nadelsenker 37 in der üblichen Ausbildung aufweist, bestehend aus einem einzigen starren Formstück mit Führungskanten 38, 39 und 40, die den Führungskanten 26,26a und 17 an fern dreiteiligen Senker 11 gemäss der Erfindung entsprechen.
Die Ausgangsstellung beim Stricken ist in Fig. 9 ersichtlich. Das Gestrick wird abwechselnd von den Zungennadeln 3'des linken Nadelbettes l'und den Zungennadeln 3"des rechten Nadelbettes 1" gehalten, wobei die Platine 4'des linken Nadelbettes das Gestrick mit Hilfe eines Hakens 41 nach unten zieht, während der zugeordnete Haken der Platine 4" des rechten Nadelbettes frei ist.
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Bewegt man nun die beiden miteinander gekuppelten Schlösser 7', 7" in der in Fig. 2 durch den Pfeil F angedeuteten Richtung, dann werden die Zungennadeln 3'und 3"nach Betätigung durch den einen der beiden Nadelheber 12 abgesenkt, wobei sich ihre Haken, in die der Faden 42 bereits eingelegt worden ist, voneinander entfernen, denn die Zungennadelfüsse 27 werden hiezu durch ihr Abgleiten entlang der Kanten 26 der Senkerseitenteile 25 am Schloss 7"bzw. der Kanten 38 des Senkers 37 am Schloss 7'veranlasst.
Es ergibt sich somit die Stellung nach Flg. 10, in der die Platinen 4', 4" ihre Lage zunächst nicht verän- dert haben, jedoch der neu eingelegte Faden 42 bereits auf die volle Maschenlänge ausgezogen worden ist.
Bei weiterer Bewegung der beiden Schlösser 7', 7"in Pfeilrichtung F tritt nunmehrderPlatinenhe- ber 8 in Funktion und bringt die Platinen 4'und 4" in die in Fig. 11 ersichtliche Stellung, in welcher der Haken 41 der Platine 4'das Gestrick freigibt und dieses nunmehr am Faden 42 hängt. Die Zungennadeln 3', 3"haben dabei ihre Stellung nicht verändert, denn ihre Füsse 27 erfahren durch die parallel zur Bewegungsrichtung der Schlösser verlaufenden Führungskanten 26a bzw. 39 der Senker 11 bzw. 37 keine Verstellung.
Die nachfolgende Bewegung der beiden Schlösser bringt den Fuss 27 der Zungennadel 3'nunmehr zum Auflaufen entlang der Führungskante 40 des Nadelsenkers 37 am linken Nadelbett, so dass diese Zungennadel 3', wie aus Fig. 12 hervorgeht, nach links in ihre tiefste Absenkstellung gebracht wird. Durch den Zug des zwischen den beiden Haken der Zungennadeln 3'und 3"gespannten Fadens 42 wird die Nadel 3"ver- anlasst, der nach links erfolgten Absenkbewegung der Zungennadel 3'zu folgen, und dieser Bewegung kann dadurch stattgegeben werden, dass der Fuss 27 der Zungennadel 3" nunmehr am beweglichen Endteil 15 des Senkers 11 des Schlosses 7" über dem rechten Nadelbett angelangt ist, an der Führungskante 17' (Fig.
2) anschlägt, und den Senkerendteil15 entgegen dem Zug der Feder 23, deren Wirkung durch die Spannung des Fadens 42 überwunden wird, nunmehr in die in Fig. 2 ersichtliche Lage bringt. Dabei kann der Fuss 27 der Zungennadel 3"entlang der Kante 17" (Flg. 2) abgleiten und damit diese Zungennadel eine Bewegung nach links ausführen, wie deutlich aus den Fig. 2 und 12 ersichtlich ist. Es haben sich also bei in bezug auf Fig. 11 unveränderter Maschenlänge die beiden Zungennadeln 3'und 3" nach links bewegt und dabei das Gestrick mitgenommen, dergestalt, dass dieses, wie ebenfalls deutlich aus den Fig. 2 und 12 hervorgeht, genau unter den Haken 41 der Platine 4'gelangt.
Bei weiterer Bewegung der beiden Schlösser werden die Platinen abgesenkt, der Haken 41 der Platine 4'erfasst den Bogen zwischen den beiden neu gebildeten Maschen und zieht das Gestrick nach unten ab (Fig. 13).
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2behinderten Durchgang der Zungennadel 3" unter dem Senkerseitenteil 25"zulässt.
Bei weiterem Verschieben des Schlosses erfolgt sodann in üblicher Weise die Rückkehr der Zungennadeln 3'und 3"In die Ausgangsstellung nach Fig. 9.
Mit dem erfindungsgemässen Schloss wird die Herstellung einer Strickware mit abwechselnd glatten und verkehrten Maschen zuverlässig ermöglicht, ohne dass ein Fadenbruch eintritt.
Bei der abgeänderten Ausbildung des Schlosses nach den Fig. 14-20 sind zwei Senker 50 beiderseits der Schlossmitte symmetrisch auf Achsen 51 schwenkbar angeordnet, die parallel zur Schlossmittelachse M-M in dem beiderseits abgewinkelten Schlossteil 52 gelagert sind (Fig. 14, 15). Neben den Senkern sind, von der Schlossmitte nach aussen zu, ein Paar Nadelheber 53 und ein Paar Hilfssenker 54 vorgesehen, wobei die Heber 53 zweckmässig ebenfalls um zur Schlossmittelachse M-M parallele Achsen 55 schwenkbar gelagert sind.
Jeder der beiden Senker 50 besteht aus zwei Platten, einer grösseren 56 und einer kleineren 57, und jede dieser Platten 56 bzw. 57 trägt als Senkerend-und-seitenteile je ein Formstück 58 bzw. 59. das die Führungskanten 60 bzw. 61 für die Zungennadelfüsse aufweist und mittels eines Bolzens 62 bzw. 63 sowie zweier formschlüssig in Aussparungen 64 bzw. 65 der Platten 56 bzw. 57 eingreifender Fortsätze 66 bzw. ì7 an den abgewinkelten Rändern der Formstücke festgelegt sind (Fig. 17-20). Jede der Platten 56 bzw. 57 besitzt ferner rechtwinkelig aufgebogene Randteil 68 bzw. 69, an deren einem Ende eine Bohrung 70 bzw. 71 zur Lagerung der Platten 56 bzw. 57 auf der Achse 51 vorgesehen ist.
Wie aus Fig. 18 ersichtich, übergreift dabei der zur Achse 51 entfernt liegende Rand der Platte 57 den dieser Achse 51 zunächst legenden und als Anschlag wirkenden Rand der Platte 56.
Der Senkerendteil 59 steht unter der Wirkung einer Schraubenfeder 72, die über die Achse 51 gechoben ist und sich einenends gegen den Randteil 68 der Platte 56 abstützt sowie an den Schlossteil 52
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anlegt, während ihr anderes Ende eine Bohrung im Randteil 69 der Platte 57 durchsetzt (Fig. 17), dergestalt, dass die Feder den ganzen Senker 50 in der in den Fig. 14 und 15 ersichtlichen Stellung hält, jedoch aus dieser Stellung heraus einerseits die axiale Verstellung des Endteiles 59 in den Fig. 14 bzw. 17 nach oben und anderseits die Verschwenkung der Senkerteile 58,59 unabhängig voneinander aus der Ebene, in der sie die Zungennadelfüsse mit ihren Führungskanten 60,61 betätigen, heraus zulässt.
Der ganze Senker 50 lagert auf der Achse 51 unter dem Druck einer Schraubenfeder 73, die sich einenends gegen den Randteil 68 der Platte 56 und andernends gegen den abgewinkelten Schlossteil 52 abstützt und den Senker an einen Anschlag 74 anhält, der zur Einstellung der Maschenlänge auf der Achse 51 mittels eines Klemmknopfes 75 festlegbar ist, wobei der Gewindeschaft 76 des Anschlages 74 ein Langloch 77 in der Schlossplatte 9 durchsetzt (Fig. 15).
Die Wirkungsweise dieses Schlosses ist dieselbe, wie sie im Zusammenhang mit den Fig. 9-13 erläu- tert worden ist, mit dem Unterschied, dass die Senkerteile 58 und 59 hier durch die Zungennadelfüsse 27 nicht gegen die Schlossplatte hin gehoben, sondern um die Achse 51 gegen die Schlossplatte 9 hin verschwenkt werden. Die beiden Senker 50 eines Schlosses, z. B. des Schlosses über dem in Fig. 2rechten Nadelbett, sind dabei nach Art der Fig. 17-20 ausgebildet, während die Senker des Schlosses über dem in Fig. 2 links angeordneten Nadelbett in üblicher Weise gestaltet sind, also bloss aus einem einzigen Formstück 78 bestehen, das an einer um die Achse 1 ? 1 verschwenkbaren Grundplatte 79 festgelegt ist und Führungskanten 80 zur Betätigung der Zungennadelfüsse 27 aufweist (Fig. 16).
Die beschriebene Ausführungsform ist nur eine beispielsweise ; im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Abänderungen möglich. Das erfindungsgemässe Schloss kann auch bei Handstrickgeräten Verwendung finden, die an Stelle von heb-und senkbaren Platinen sich um eine im Nadelbett gelagerte Achse verschwenkende Platinen aufweisen. Das erfindungsgemässe Schloss lässt sich durch geeignete Ausbildung der Nadelheber als Universalschloss für alle Strickarten vorsehen ; es kann also auf dem Doppelbettgerät dann auch zum Schlauch- und Fangstricken verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Schloss für ein Handstrickgerät mit einem in Schlossmitte angeordneten, die Füsse der Zungennadeln betätigenden Nadelsenker oder mit zwei symmetrisch zur Schlossmitte angeordneten Nadelsenkern, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Nadelsenker (11, 50) aus einem parallel zur Bewegungsrichtung der Zungennadeln (3) verstellbar gelagerten Endteil (15,59) und im Falle eines Nadelsenkers in Schlossmitte aus zwei beidseits des Endteiles (15) gelagerten Seitenteilen (25) oder imFalle zweierNadelsenker symmetrisch zur Schlossmitte aus einem zur Schlossmitte hin anschliessenden Seitenteil (58) besteht, wobei diese seitenteile (25, 58) im Schloss (7) verstellbar gelagert sind, so dass sie aus der Stellung, in der sie die Zungennadelfüsse (27) betätigen, heraus beweglich sind.