AT211919B - Elektrische Gasentladungslampe mit einer Leuchtschicht - Google Patents

Elektrische Gasentladungslampe mit einer Leuchtschicht

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AT211919B
AT211919B AT577459A AT577459A AT211919B AT 211919 B AT211919 B AT 211919B AT 577459 A AT577459 A AT 577459A AT 577459 A AT577459 A AT 577459A AT 211919 B AT211919 B AT 211919B
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nitrocellulose
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Philips Nv
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  Elektrische Gasentladungslampe mit einer Leuchtschicht 
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Gasentladungslampe, z. B. eine Quecksilberdampf- entladungslampe oder eine mit Edelgas gefüllte Lampe, mit einer, Glashülle, die auf der Innenseite mit einer Schicht aus einem Leuchtstoff überzogen ist. Weiter bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Anbringen der Leuchtschicht auf der Glashülle dieser Lampen. 



   In Entladungslampen eingangs erwähnter Art wird meistens der Leuchtstoff oder das Gemisch aus
Leuchtstoffen mittels eines Haft- oder Bindemittels,   z. B. Phosphorsäure   oder Nitrozellulose, auf der
Wand angebracht. Der Unterschied zwischen den beiden ist der, dass die Phosphorsäure wenigstens grösstenteils in der Lampe bleibr und somit ein richtiges Haftmittel ist, während die Nitrozellulose durch Erhitzen in einer oxydierenden Atmosphäre entfernt wird, bevor die Lampe mit Gas gefüllt wird. Da die Nitrozellulose ausserdem die Funktion eines Stabilisators der Suspension der Leuchtstoffe erfüllt, aus denen die Leuchtschicht gebildet wird, kann man Nitrozellulose eher ein Bindemittel nennen. 



   Dem Gebrauch von Phosphorsäure haften verschiedene Nachteile an. Es ist nämlich sehr schwierig, mit diesem Mittel eine vollkommen löcherfreie Leuchtschicht herzustellen, ausserdem ist Phosphorsäure hygroskopisch und eine damit hergestellte Leuchtschicht weist im Betrieb der Lampe, insbesondere wenn diese Quecksilberdampf enthält, eine verhältnismässig grosse Schwärzung auf, welche die Lichtausbeute allmählich verringert. Nitrozellulose weist diese unangenehmen Eigenschaften nicht auf, aber sie bedingt häufig ein weniger gutes Haften der Leuchtstoffe, insbesondere der häufig angewandten leuchtenden Halophosphate und insbesondere bei stark gekrümmten Oberflächen, z. B. in engen Zylindern oder torusförmigen Lampenhüllen. 



   Die Erfindung bezweckt, eine Verbesserung der Haftung des Leuchtstoffes in Entladungslampen vorerwähnter Art zu schaffen. 



   Eine elektrische Gasentladungslampe nach der Erfindung hat eine Glashülle, die auf der Innenseite mit einer Schicht aus Leuchtstoff überzogen ist, und ist dadurch gekennzeichnet, dass diese Schicht Bariumtetraphosphat   (3BaO.     2pros)   als Haftmittel enthält. 



   Die durch Bariumtetraphosphat erzielte Haftung, auch bei Anwendung von lumineszierenden Halophosphaten und auf stark gekrümmten Oberflächen, ist besonders gut. Weiter hat Bariumtetraphosphat bei Wellenlängen über 250 mu eine   Ultraviolettabsorption,   die gegenüber der der üblichen Leuchtstoffe gering ist. Weiter weisen Leuchtschichten mit Bariumtetraphosphat als Haftmittel im Betrieb der Lampe nur einen geringen Abfall der Lichtausbeute auf. 



     Zum Anbringen der Leuchtschicht.   wird meistens eine Suspension der Leuchtstoffe in einer organischen Flüssigkeit, z. B. Butylacetat verwendet. Zum Stabilisieren dieser Suspension kann man Nitrozellulose anwenden. Wird in dieser Suspension ausserdem das Bariumtetraphosphat suspensiert in einem-Gewichtsprozentsatz zwischen 1 und 10, so ergibt sich ein wesentlicher Vorteil, dass dieser Stoff kein Ausflocken der Suspension hervorruft. Man kann jedoch auch zunächst eine Bariumtetraphosphat-Schicht in der   Lampenhülle   und darauf die Leuchtstoffe anbringen,   z. B.   durch Zerstäuben, elektrostatisches Niederschlagen, oder auch in der Form einer Suspension,   z. B.   in einer Lösung von Nitrozellulose in Butylacetat. 



   Da, wie vorstehend erwähnt, die häufig angewandten, lumineszierenden Halophosphate schlecht 

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 haften, ist es insbesondere beim Anbringen dieser Stoffe von Bedeutung, Bariumtetraphosphat als Haft- mittel zu verwenden. Dies trifft umso mehr zu, da lumineszierende Halophosphate zum Erzielen einer hohen Lichtausbeute im allgemeinen gröber sein müssen als andere Leuchtstoffe,   z. B.   manganaktivierte
Zinkberylliumsilikate. 



   Das Bariumtetraphosphat, das zur Anwendung der Erfindung erforderlich ist, kann dadurch hergestellt werden, dass ein Gemisch aus   BaHPO     oder. BaCOg mit (NH HPO in dem richtigen Gewichtsverhältnis   während 2 bis 4 Stunden zwischen 8000 und 9000C erhitzt wird. Diese Erhitzung kann in einer beliebigen Atmosphäre stattfindet. Bei dieser Erhitzung schmilzt das Reaktionsprodukt noch nicht. 



   Zur Erläuterung eines Verfahrens zum Anbringen einer Leuchtschicht in Lampen vorerwähnter Art folgt nachstehend ein 
Ausführungsbeispiel : 
In 1 kg Butylacetat werden 7, 5 g Nitrozellulose mit hoher Viskosität gelöst. In dieser Lösung suspen-   diert   man 1000 g lumineszierendes mangan-und antimonaktiviertes Calciumfluorchlorophosphat (Ca   joPeOFo sCIo, ! :   Sb, Mn) und 50 g Bariumtetraphosphat, worauf während   4 - 6   Stunden in einer Kugelmühle gemahlen wird. Die Suspension wird danach mit 600 ml Butylacetat   mitO, 4Gew.,. 0/0 Nitro-   zellulose verdünnt. In einem zylindrischen, senkrecht angeordneten Glasrohr lässt man diese Suspension emporsteigen und unmittelbar darauf wieder ausströmen.

   Auf der Wand haftet dann eine dünne Schicht der Suspension, die man einige Minuten austropfen lässt, worauf man sie durch Einblasen von Luft trocknet. 



  Darauf wird die rohrförmige Hülle in einen Ofen gebracht und während   1 - 4   Minuten unter Einblasen von Luft auf eine Temperatur zwischen 500 und 7000 C erhitzt. Während dieser Erhitzung verdampft und verbrennt die Nitrozellulose praktisch vollkommen. Die Haftung des Leuchtstoffes auf der Wand wird nur noch durch das Bariumtetraphosphat bewirkt. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Elektrische Gasentladungslampe mit einer Glashülle, insbesondere in Form eines Torus, die auf der Innenseite mit einer Schicht aus einem Leuchtstoff, insbesondere Halophosphat, überzogen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtschicht Bariumtetraphosphat als Haftmittel enthält.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zum Anbringen der Leuchtschicht auf der Glashülle einer Gasentladungslampe nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass eine Suspension des Leuchtstoffes, Bariumtetraphosphat und Nitrozellulose in einem organischen Lösungsmittel in die Glashülle eingeführt, die überschüssige Suspension entfernt, die Glashülle mit der aufgebrachten Leuchtschicht getrocknet und darauf auf eine Temperatur zwischen 500 und 7000 C während einer Zeit erhitzt wird, die ausreicht, um die Nitrozellulose praktisch vollkommen zu entfernen.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Suspension 1-10 Gew.-% Bariumtetraphosphat enthält.
AT577459A 1958-08-09 1959-08-06 Elektrische Gasentladungslampe mit einer Leuchtschicht AT211919B (de)

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