AT213034B - An einer Dachfallrohrleitung anschließbarer Behälter mit Deckel und durchlässigem Boden zur Aufnahme von chemischen Enteisungsstoffen - Google Patents

An einer Dachfallrohrleitung anschließbarer Behälter mit Deckel und durchlässigem Boden zur Aufnahme von chemischen Enteisungsstoffen

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AT213034B
AT213034B AT791258A AT791258A AT213034B AT 213034 B AT213034 B AT 213034B AT 791258 A AT791258 A AT 791258A AT 791258 A AT791258 A AT 791258A AT 213034 B AT213034 B AT 213034B
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Otto Ing Rhau
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Otto Ing Rhau
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   An einer Dachfallrohrleitung anschliessbarer Behälter mit Deckel und durchlässigem Boden zur Aufnahme von chemischen Enteisungsstoffen 
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung an Dachfallrohren, mit deren Hilfe Eisbildungen innerhalb der Fallrohre verhindert oder beseitigt werden können. 



   Es sind bereits elektrische Heizeinrichtungen an Dachfallrohren bekannt, die dem gleichen Zwecke dienen sollen. Der Hauptnachteil solcher Anlagen ist das nicht unerhebliche Gefahrenmoment für den Passantenverkehr. Auch die Betriebskosten solcher elektrischer Heizungen können hoch kommen, insbesondere durch nutzlosen Stromverbrauch wie etwa bei Vergessen auf das Abschalten der Anlage. 



   Eine andere vorgeschlagene Methode, die ebenfalls das Zufrieren der   Dachfallrohre'verhindern   soll, macht von der Senkung des Wassergefrierpunktes durch Zufuhr von Salz Gebrauch. Ein wesentlicher Nachteil dieser Methode ist, dass das Salz dem Schmelzwasser oben an der Dachrinne beim Einlauf des Fallrohres zugeführt werden muss. Zum Nachfüllen des dort angeordneten Salzhalters müsste daher im allgemeinen immer auf das Dach gestiegen werden. Ausserdem wird aus praktischen Gründen die entstehende Salzlösung meist nur sehr dünn sein, so dass bei tieferen Temperaturen das Zufrieren dennoch stattfinden kann. 



   Demgegenüber kommt im vorliegenden Falle als Enteisungsmittel ungelöschter Kalk (Stückkalk, Weisskalk) zur Anwendung, der in einem mit der Fallrohrleitung verbundenen Behälter gelöscht wird. 



   Die hiezu notwendige bauliche Ausgestaltung sieht zunächst, wie dies auch sonst bei Anwendung von chemischen Enteisungsstoffen der Fall ist, einen an einer Dachfallrohrleitung anschliessbaren Behälter mit Deckel und durchlässigem Boden zur Aufnahme des Stoffes vor. Erfindungsgemäss ist nun der für ungelösch- 
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 tung, welche in ein Fallrohr eingebaut ist. Fig. 2 veranschaulicht einen horizontalen Schnitt nach der Linie A-B und Fig. 3 einen vertikalen Querschnitt durch den Verschluss des Behälters. 



   Gemäss Fig.   l   wird die erfindungsgemässe Einrichtung vorteilhaft auf das übliche in den Boden 1 ragende Gussrohr 2 der Falleitung 3 aufgesetzt, wobei die Verbindungsmuffe 4 abzudichten ist. 



   Die. Einrichtung besteht aus einem geraden Stück Rohr 5, das in die Falleitung 3 eingebaut wird, und dem parallel anliegend verlaufenden Behälter 6. Die lichte Weite des Rohres 5 ist gleich gross oder grösser als die Weite der übrigen Falleitung. Ist die Weite des Rohres 5 grösser, so wird zwischen diesem und dem   Gussrohr"2   ein   Verjüngungsstück   angeordnet. Der Behälter 6 ist vom Rohr 5 durch eine Trennwand 7 abgesondert. Letztere jedoch Ist unten und oben durchbrochen, so dass die beiden Öffnungen 8,9 beim chemischen Vorgang des Kalklöschens den Übertritt der entstehenden Produkte (breiförmiger   gelöschterkalk   und Wasserdampf) aus dem Behälter in die Fallrohrleitung ermöglichen.

   Der Behälter 6, in den der ungelöschte Kalk 11 hineingegeben wird, ist oben durch einen aufklappbaren Deckel 10 abgeschlossen. 



   Bekanntlich ist bei den an den Aussenwänden   der Häuser geführten Falleitungen die   Einfriergefahr   be-   sonders im untersten Teil oft gross, insbesondere dann, wenn bei. Tauwetter der Boden und das dortige Mauerwerk noch gefroren ist. Wenn daher im Gussrohr 2 eine Verstopfung durch Eisbildung entsteht, so staut sich das Schmelzwasser und der Wasserspiegel steigt durch die Öffnung 8 hinauf zum ungelöschten 
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 stehende Hitze bringt das Wasser zum Kochen und erwärmt die Rohranlage. Gleichzeitig strömt der sich bildende Wasserdampf durch die Öffnung 9 in die Falleitung und steigt darin empor, so dass die ganze Lei- 

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 tungslänge tunlichst bis hinauf zur Dachrinne erwärmt und enteist wird. 



   Im Beispiel der Fig. 1 ist der Behälter 6 mit einem herausnehmbaren Rost 12 versehen, auf dem der Kalk 11 lagert. Die im wesentlichen gelöschten breiigen warmen Kalkteile sinken durch den Rost und die Öffnung 8 in die Falleitung, wo sie dann weggeschwemmt werden. Um den empfindlichen ungelöschten Kalk 11 vor vorzeitigem Zerfall möglichst zu schützen, sind die beiden Öffnungen 8,9 so schräg nach unten gerichtet, dass keine Bespritzung des Kalkes durch in der Falleitung 3 herabrieselndes Wasser stattfinden kann. Mittels Einlage von wasserabweisendem Papier 13   od. dgl. an der Ober-und   Unterseite der Kalkmenge wird die Haltbarkeit des Kalkes 11 noch weiter erhöht. Der Deckel 10 des Behälters ist nur so weit öffenbar, dass er auch bei grösster Offenstellung noch von selbst zufällt.

   Ein überstehender Rand 15 am Deckel verhindert Eindringen von Regenwasser in das Innere des Behälters. 



   Oberhalb der Einrichtung nach der Erfindung setzt sich die Dachfalleitung 3 in üblicher Weise als Blechrohr fort. Die Rohrschelle 14 gibt der Einrichtung sicheren Halt an der Mauer. 



   Der Horizontalschnitt von Fig. 2 macht deutlich, dass sich die Erhitzung des Kalkes auf das gestaute Wasser und das ganze Rohrsystem sofort intensiv erwärmend auswirken muss. 



   Der Schnitt von Fig. 3 geht durch den Deckel 10 des Behälters und zeigt, dass dieser um ein Scharniergelenk 16 drehbar ist. Ferner weist der Deckel von Fig. 3 im Zentrum ein Loch 17 auf. Dieses ermöglicht künstliches Eingiessen von Wasser in den Behälter 6 bei geschlossenem Deckel. Davon wird speziell dann Gebrauch gemacht, wenn die Falleitung 3   oberhalb der erfindungsgemässen Einrichtung   zugefroren ist. Der Kalk 11 wird in diesem Falle von oben her übergossen und es entsteht wiederum Hitze und Dampf zum Auftauen der Leitung. 



   Da durch das Loch 17 auch Regenwasser od. dgl. unerwünschterweise in den   Behälter gelangen könnte,   ist ein   Schliesselement   18 vorgesehen, welches nur dann den Durchtritt von Wasser gestattet, wenn es angehoben wird. Eine etwa scheibenförmige Verankerung 19 unterhalb des Loches 17 hält das Schliesselement 18 mittels Bolzen 20 am Deckel fest. Diese Verankerung 19 hat ferner die Aufgabe eingegossenes Wasser zwecks gleichmässiger Benetzung des Kalkes 11 zu verteilen. Das Griffstück 21 am Schliesselement schützt die Hand vor dem entströmenden heissen Dampf beim Eingiessen von Wasser. Durch den Deckel 10 bzw. das Schliesselement 18 ist ausserdem jede   mögliche Gefährdung   von Personen beim   AblöschendesKalkes   durch Kalkspritzer vermieden. 
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 wird.

   Hiebei schmilzt das in den Rohren haftende Eis rechtzeitig fort, bevor eine Verstopfung entsteht. 



     Die Nützlichkeit   der erfindungsgemässen Einrichtung besteht   u. a. in der Verhinderung vonFrostschäden   an der Falleitung sowie von Frost-und Wasserschäden am Mauerwerk, noch mehr vielleicht aber in der Verhinderung von   Eis- und Pfützenbildungen   auf Gehsteigen oder Fahrbahnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : An einer Dachfallrohrleitung anschliessbarer Behälter mit Deckel und durchlässigem Boden zur Aufnah- me von chemischen Enteisungsstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass der für ungelöschten Kalk bestimmte, mit Tragrost (12) ausgestattete Behälter (6) an einem als Einsatzstück der Fallrohrleitung (3) dienenden Rohr (5) in Bodennähe angebracht und von diesem durch eine mitDurchströmöffnungen (8,9) versehene Trennwand (7) abgesondert ist.
AT791258A 1958-11-14 1958-11-14 An einer Dachfallrohrleitung anschließbarer Behälter mit Deckel und durchlässigem Boden zur Aufnahme von chemischen Enteisungsstoffen AT213034B (de)

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