<Desc/Clms Page number 1>
An einer Dachfallrohrleitung anschliessbarer Behälter mit Deckel und durchlässigem Boden zur Aufnahme von chemischen Enteisungsstoffen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung an Dachfallrohren, mit deren Hilfe Eisbildungen innerhalb der Fallrohre verhindert oder beseitigt werden können.
Es sind bereits elektrische Heizeinrichtungen an Dachfallrohren bekannt, die dem gleichen Zwecke dienen sollen. Der Hauptnachteil solcher Anlagen ist das nicht unerhebliche Gefahrenmoment für den Passantenverkehr. Auch die Betriebskosten solcher elektrischer Heizungen können hoch kommen, insbesondere durch nutzlosen Stromverbrauch wie etwa bei Vergessen auf das Abschalten der Anlage.
Eine andere vorgeschlagene Methode, die ebenfalls das Zufrieren der Dachfallrohre'verhindern soll, macht von der Senkung des Wassergefrierpunktes durch Zufuhr von Salz Gebrauch. Ein wesentlicher Nachteil dieser Methode ist, dass das Salz dem Schmelzwasser oben an der Dachrinne beim Einlauf des Fallrohres zugeführt werden muss. Zum Nachfüllen des dort angeordneten Salzhalters müsste daher im allgemeinen immer auf das Dach gestiegen werden. Ausserdem wird aus praktischen Gründen die entstehende Salzlösung meist nur sehr dünn sein, so dass bei tieferen Temperaturen das Zufrieren dennoch stattfinden kann.
Demgegenüber kommt im vorliegenden Falle als Enteisungsmittel ungelöschter Kalk (Stückkalk, Weisskalk) zur Anwendung, der in einem mit der Fallrohrleitung verbundenen Behälter gelöscht wird.
Die hiezu notwendige bauliche Ausgestaltung sieht zunächst, wie dies auch sonst bei Anwendung von chemischen Enteisungsstoffen der Fall ist, einen an einer Dachfallrohrleitung anschliessbaren Behälter mit Deckel und durchlässigem Boden zur Aufnahme des Stoffes vor. Erfindungsgemäss ist nun der für ungelösch-
EMI1.1
tung, welche in ein Fallrohr eingebaut ist. Fig. 2 veranschaulicht einen horizontalen Schnitt nach der Linie A-B und Fig. 3 einen vertikalen Querschnitt durch den Verschluss des Behälters.
Gemäss Fig. l wird die erfindungsgemässe Einrichtung vorteilhaft auf das übliche in den Boden 1 ragende Gussrohr 2 der Falleitung 3 aufgesetzt, wobei die Verbindungsmuffe 4 abzudichten ist.
Die. Einrichtung besteht aus einem geraden Stück Rohr 5, das in die Falleitung 3 eingebaut wird, und dem parallel anliegend verlaufenden Behälter 6. Die lichte Weite des Rohres 5 ist gleich gross oder grösser als die Weite der übrigen Falleitung. Ist die Weite des Rohres 5 grösser, so wird zwischen diesem und dem Gussrohr"2 ein Verjüngungsstück angeordnet. Der Behälter 6 ist vom Rohr 5 durch eine Trennwand 7 abgesondert. Letztere jedoch Ist unten und oben durchbrochen, so dass die beiden Öffnungen 8,9 beim chemischen Vorgang des Kalklöschens den Übertritt der entstehenden Produkte (breiförmiger gelöschterkalk und Wasserdampf) aus dem Behälter in die Fallrohrleitung ermöglichen.
Der Behälter 6, in den der ungelöschte Kalk 11 hineingegeben wird, ist oben durch einen aufklappbaren Deckel 10 abgeschlossen.
Bekanntlich ist bei den an den Aussenwänden der Häuser geführten Falleitungen die Einfriergefahr be- sonders im untersten Teil oft gross, insbesondere dann, wenn bei. Tauwetter der Boden und das dortige Mauerwerk noch gefroren ist. Wenn daher im Gussrohr 2 eine Verstopfung durch Eisbildung entsteht, so staut sich das Schmelzwasser und der Wasserspiegel steigt durch die Öffnung 8 hinauf zum ungelöschten
EMI1.2
stehende Hitze bringt das Wasser zum Kochen und erwärmt die Rohranlage. Gleichzeitig strömt der sich bildende Wasserdampf durch die Öffnung 9 in die Falleitung und steigt darin empor, so dass die ganze Lei-
<Desc/Clms Page number 2>
tungslänge tunlichst bis hinauf zur Dachrinne erwärmt und enteist wird.
Im Beispiel der Fig. 1 ist der Behälter 6 mit einem herausnehmbaren Rost 12 versehen, auf dem der Kalk 11 lagert. Die im wesentlichen gelöschten breiigen warmen Kalkteile sinken durch den Rost und die Öffnung 8 in die Falleitung, wo sie dann weggeschwemmt werden. Um den empfindlichen ungelöschten Kalk 11 vor vorzeitigem Zerfall möglichst zu schützen, sind die beiden Öffnungen 8,9 so schräg nach unten gerichtet, dass keine Bespritzung des Kalkes durch in der Falleitung 3 herabrieselndes Wasser stattfinden kann. Mittels Einlage von wasserabweisendem Papier 13 od. dgl. an der Ober-und Unterseite der Kalkmenge wird die Haltbarkeit des Kalkes 11 noch weiter erhöht. Der Deckel 10 des Behälters ist nur so weit öffenbar, dass er auch bei grösster Offenstellung noch von selbst zufällt.
Ein überstehender Rand 15 am Deckel verhindert Eindringen von Regenwasser in das Innere des Behälters.
Oberhalb der Einrichtung nach der Erfindung setzt sich die Dachfalleitung 3 in üblicher Weise als Blechrohr fort. Die Rohrschelle 14 gibt der Einrichtung sicheren Halt an der Mauer.
Der Horizontalschnitt von Fig. 2 macht deutlich, dass sich die Erhitzung des Kalkes auf das gestaute Wasser und das ganze Rohrsystem sofort intensiv erwärmend auswirken muss.
Der Schnitt von Fig. 3 geht durch den Deckel 10 des Behälters und zeigt, dass dieser um ein Scharniergelenk 16 drehbar ist. Ferner weist der Deckel von Fig. 3 im Zentrum ein Loch 17 auf. Dieses ermöglicht künstliches Eingiessen von Wasser in den Behälter 6 bei geschlossenem Deckel. Davon wird speziell dann Gebrauch gemacht, wenn die Falleitung 3 oberhalb der erfindungsgemässen Einrichtung zugefroren ist. Der Kalk 11 wird in diesem Falle von oben her übergossen und es entsteht wiederum Hitze und Dampf zum Auftauen der Leitung.
Da durch das Loch 17 auch Regenwasser od. dgl. unerwünschterweise in den Behälter gelangen könnte, ist ein Schliesselement 18 vorgesehen, welches nur dann den Durchtritt von Wasser gestattet, wenn es angehoben wird. Eine etwa scheibenförmige Verankerung 19 unterhalb des Loches 17 hält das Schliesselement 18 mittels Bolzen 20 am Deckel fest. Diese Verankerung 19 hat ferner die Aufgabe eingegossenes Wasser zwecks gleichmässiger Benetzung des Kalkes 11 zu verteilen. Das Griffstück 21 am Schliesselement schützt die Hand vor dem entströmenden heissen Dampf beim Eingiessen von Wasser. Durch den Deckel 10 bzw. das Schliesselement 18 ist ausserdem jede mögliche Gefährdung von Personen beim AblöschendesKalkes durch Kalkspritzer vermieden.
EMI2.1
wird.
Hiebei schmilzt das in den Rohren haftende Eis rechtzeitig fort, bevor eine Verstopfung entsteht.
Die Nützlichkeit der erfindungsgemässen Einrichtung besteht u. a. in der Verhinderung vonFrostschäden an der Falleitung sowie von Frost-und Wasserschäden am Mauerwerk, noch mehr vielleicht aber in der Verhinderung von Eis- und Pfützenbildungen auf Gehsteigen oder Fahrbahnen.
<Desc / Clms Page number 1>
Container with lid and permeable bottom, which can be connected to a roof downpipe, for receiving chemical de-icing substances
The invention relates to a device on roof downpipes, with the help of which ice formation within the downpipes can be prevented or eliminated.
There are already known electrical heating devices on roof downpipes, which are intended to serve the same purpose. The main disadvantage of such systems is the not insignificant risk factor for pedestrian traffic. The operating costs of such electrical heating systems can also become high, especially due to useless power consumption such as forgetting to switch off the system.
Another proposed method, which is also intended to prevent the roof downpipes from freezing over, makes use of the lowering of the water freezing point by adding salt. A major disadvantage of this method is that the salt has to be added to the meltwater at the top of the gutter at the inlet of the downpipe. To refill the salt holder arranged there would therefore generally always have to be climbed onto the roof. In addition, for practical reasons, the resulting salt solution is usually only very thin, so that freezing can still take place at lower temperatures.
In contrast, in the present case, unslaked lime (lump lime, white lime) is used as a deicing agent, which is extinguished in a container connected to the downpipe.
The structural design required for this initially provides, as is otherwise the case with the use of chemical de-icing materials, a container with a cover and a permeable base for receiving the material, which can be connected to a roof downpipe. According to the invention, the for undeleted
EMI1.1
device, which is built into a downpipe. Fig. 2 illustrates a horizontal section along the line A-B and Fig. 3 shows a vertical cross section through the closure of the container.
According to FIG. 1, the device according to the invention is advantageously placed on the conventional cast pipe 2 of the downpipe 3 protruding into the ground 1, the connecting sleeve 4 being to be sealed.
The. The device consists of a straight piece of pipe 5, which is built into the downpipe 3, and the container 6 that runs parallel to it. The inside diameter of the pipe 5 is equal to or greater than the width of the rest of the downpipe. If the width of the tube 5 is larger, a tapering piece is arranged between it and the cast iron tube "2. The container 6 is separated from the tube 5 by a partition 7. The latter, however, is perforated at the bottom and at the top so that the two openings 8, 9 in the chemical process of lime slaking, enable the products (pulpy slaked lime and water vapor) to pass from the container into the downpipe.
The container 6 into which the unslaked lime 11 is placed is closed at the top by a hinged lid 10.
It is known that the downpipes on the outer walls of the houses often pose a great risk of freezing, especially in the lowest part, especially when at. Thaw the ground and the masonry there is still frozen. Therefore, if there is a blockage in the cast iron pipe 2 due to the formation of ice, the melt water accumulates and the water level rises through the opening 8 up to the unquenched
EMI1.2
standing heat brings the water to a boil and heats the pipe system. At the same time, the water vapor that forms flows through the opening 9 into the downpipe and rises up in it, so that the entire pipe
<Desc / Clms Page number 2>
as far as possible up to the gutter is heated and defrosted.
In the example of FIG. 1, the container 6 is provided with a removable grate 12 on which the lime 11 is stored. The substantially extinguished pulpy warm lime parts sink through the grate and the opening 8 into the downpipe, where they are then washed away. In order to protect the sensitive unslaked lime 11 from premature disintegration as much as possible, the two openings 8, 9 are directed downwards at an angle so that the lime cannot be splashed by water trickling down in the downpipe 3. By inserting water-repellent paper 13 or the like on the top and bottom of the amount of lime, the durability of the lime 11 is increased even further. The lid 10 of the container can only be opened so far that it still closes by itself even in the largest open position.
A protruding edge 15 on the lid prevents rainwater from penetrating into the interior of the container.
Above the device according to the invention, the roof down pipe 3 continues in the usual manner as a sheet metal pipe. The pipe clamp 14 gives the device a secure hold on the wall.
The horizontal section of FIG. 2 makes it clear that the heating of the lime must immediately have an intensive heating effect on the dammed water and the entire pipe system.
The section in FIG. 3 goes through the lid 10 of the container and shows that the latter can be rotated about a hinge joint 16. Furthermore, the cover of FIG. 3 has a hole 17 in the center. This allows artificial pouring of water into the container 6 with the lid closed. Use is made of this especially when the downpipe 3 is frozen over above the device according to the invention. In this case, the lime 11 is poured over from above and again heat and steam are generated to thaw the line.
Since rainwater or the like could undesirably enter the container through the hole 17, a closing element 18 is provided which only allows water to pass through when it is lifted. An approximately disk-shaped anchorage 19 below the hole 17 holds the closing element 18 firmly on the cover by means of bolts 20. This anchorage 19 also has the task of distributing poured water for the purpose of uniform wetting of the lime 11. The handle 21 on the closing element protects the hand from the escaping hot steam when pouring water. The cover 10 or the closing element 18 also avoids any possible danger to people when the lime is being extinguished by lime splashes.
EMI2.1
becomes.
The ice stuck in the tubes melts away in good time before a blockage occurs.
The usefulness of the device according to the invention consists u. a. in the prevention of frost damage to the downpipe as well as frost and water damage to the masonry, but perhaps even more in the prevention of ice and puddle formation on sidewalks or roadways.