AT213054B - Verfahren zur Herstellung von Copolymeren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Copolymeren

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  Verfahren zur Herstellung von Copolymeren 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Copolymeren auf Basis von Vinylchlorid und Vinylacetat mit einem Gehalt an Carboxylgruppen, welche Copolymeren mit üblichen organischen Lösungsmitteln farblose Lösungen ergeben können. 



   Derartige Copolymere können wegen ihrer ausgezeichneten Hafteigenschaften zum Überziehen von polierten Flächen,   z. B.   aus Metall, Glas, Holz   usw.,   verwendet werden. Für diese Zwecke verwendet man Copolymere mit einem überwiegenden Gehalt an Vinylchlorid, ferner mit Vinylacetat und mit   0,     1-10 Gew.-%   einer ungesättigten   a,ssDicarbonsäure,   wie Maleinsäure, Fumarsäure, Itakonsäure, sowie deren Anhydride und Monoester. 



   Diese Copolymeren können nach den üblichen Polymerisationsprozessen, also durch Polymerisation im Block, in Lösung, in wässeriger Emulsion oder in Disperion hergestellt werden. 



   Das Verfahren zur Polymerisation in wässeriger Dispersion,   u. zw.   in Abwesenheit eines Emulgiermittels, jedoch in Gegenwart von Schutzkolloiden, die sogenannte "Perlpolymerisation", sollte normalerweise zu reinere Copolymeren führen als bei den nach andern Verfahren erhaltenen, u. zw. deswegen, weil das durch Perlpolymerisation gewonnene Copolymer leicht durch Filtration abgeschieden und das so abgetrennte Produkt nach Belieben ausgewaschen werden kann. 



   Dieses Perlpolymerisationsverfahren scheint jedoch für den besonderen Fall der   Copolymerenaus   Vinylchlorid, Vinylacetat und ungesättigter   ot. B-Dicarbonsäure   noch nicht angegeben worden zu sein. 



   Es wurde im übrigen beobachtet, dass die nach dem angegebenen Verfahren erhaltenen Copolymeren beim Auflösen in üblichen Lösungsmitteln zu gefärbten Lösungen führen. 



   Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, ein Verfahren zu schaffen, welches diesen Nachteil behebt. 



   Gemäss der Erfindung werden Copolymere mit einem überwiegenden Gehalt an Vinylchlorid, ferner   mitVinylacetat   und mit einer ungesättigten   cx,   ss-Dicarbonsäure dadurch hergestellt, dass die Polymerisation in wässeriger Dispersion in Gegenwart eines Dispersionsmittels, eines in Wasser unlöslichen Katalysators und einer solchen Menge eines organischen Lösungsmittels, welches zumindestens zum Inlösungbringen des Katalysators ausreicht, vorgenommen wird. 



   Als Dispersionsmittel kann man Gelatine, Methylcellulose, Carboxymethylcellulose oder jede andere dispergierende, im Polymerisationsmilieu inerte Verbindung verwenden. Die Mengen der zum Einsatz gelangenden Dispergiermittel liegen vorteilhaft zwischen   0,     1-1 Gew.- b,   bezogen auf die Monomeren. 



   Die in Wasser unlöslichen Katalysatoren, die bei dem erfindungsgemässen Verfahren benützt werden, können organische Peroxyde oder stickstoffhaltige Verbindungen vom Typus des   Azodiisobutyronitrils   sein. 



   Als Lösungsmittel für den Katalysator kann man aromatische Verbindungen verwenden, wie Benzol und seine Homologen, aliphatische Verbindungen wie Hexan, Heptan oder Erdölfraktionen von Cs bis   C,   cycloaliphatische Verbindungen wie Cyclohexan usw. 



   Die Menge des Lösungsmittels soll zumindestens zur Auflösung des Katalysators ausreichen, doch kann man auch einen   Überschuss   verwenden. Im Hinblick auf die bei einem derartigen Prozess angewendeten Katalysatormengen wird man vorteilhaft   0,     5-5 Gew.-% Lösungsmittel,   bezogen auf die Monomeren, einsetzen. 



   Der Katalysator kann im Lösungsmittel gelöst In   den Polymerisationsbehälter eingeleitet werden,   doch 

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 kann man auch Katalysator und Lösungsmittel getrennt einführen. 



     Beispiel l :   In einen mit einem Rührer ausgestatteten Autoklaven werden unter einem Stickstoffstrom 2000 Teile destilliertes Wasser, 4 Teile Gelatine, 2 Teile Benzoylperoxyd, 20 Teile Toluol, 50 Teile Maleinsäureanhydrid, 150 Teile Vinylacetat und 850 Teile Vinylchlorid eingeführt. Das unter Rührung   gehaltene Gemisch wird auf eine Temperatur von 600C gebracht und die Polymerisation so lange fortgeführt, bis der Druck im Autoklaven auf einen Wert von 3,5 kg/cm2 fällt. Das nicht umgesetzte Vinyl-   chlorid wird abgegast und hierauf das Polymer filtriert, gewaschen und getrocknet. Man erhält so 945 Teile eines Copolymers in Perlen mit einem mittleren Gehalt an Vinylacetat von 125 g/kg und von Maleinsäureanhydrid von 20 g/kg. 



   Eine   25gigue   Lösung dieses Copolymers in einem Gemisch von 50   Vol.-Teilen Methyläthylketon   und 50   Vol.-Teilen   Toluol ist vollständig klar und farblos. 



   Beispiel 2 : In einen Rührautoklaven werden unter Luftabschluss   2000   Teile destilliertes Wasser, 5 Teile Carboxymethylcellulose, 4 Teile Azodiisobutyronitril, 25 Teile Cyclohexan, 40 Teile Maleinsäureanhydrid, 150 Teile Vinylacetat und 400 Teile Vinylchlorid eingeführt. 



   Das Gemisch wird auf eine Temperatur von   600C   gebracht und die Polymerisation unter Rühren fort-   geführt, wobei man weitere 400 Teile Vinylchlorid in 5 Stunden allmählich zufügt. Wenn der Druck im Autoklaven auf 3, 5 kg/cm gefallen ist, unterbricht man die Polymerisation. Das nicht umgesetzteMo-   nomer wird abgegast, hierauf filtriert, gewaschen und getrocknet. Man erhält so 935 Teile eines Copolymers, dessen Gehalt an Vinylacetat 130 g/kg und an Maleinsäureanhydrid 20 g/kg beträgt. 
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 50 Vol. -Teilen Toluol ist klar und farblos.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Copolymeren mit einem überwiegenden Gehalt an Vinylchlorid, ferner mit Vinylacetat und mit einer ungesättigten ct. ss-Dicarbonsäure, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisation in wässeriger Dispersion in Gegenwart eines Schutzkolloids, eines in Wasser unlöslichen Katalysators und eines organischen, mit Wasser unmischbaren Lösungsmittels durchgeführt wird, dessen Menge wenigstens zum In1Ïsungbringen des Katalysators ausreicht.
AT904958A 1957-12-31 1958-12-30 Verfahren zur Herstellung von Copolymeren AT213054B (de)

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