AT214021B - Elektrofilter, insbesondere zur Gichtgasreinigung - Google Patents

Elektrofilter, insbesondere zur Gichtgasreinigung

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AT214021B
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AT
Austria
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washer
venturi
gas
electrostatic precipitator
filter according
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Application number
AT140759A
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English (en)
Inventor
Jean Wiemer
Heinz Mueller
Original Assignee
Metallgesellschaft Ag
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  • Electrostatic Separation (AREA)
  • Separation Of Particles Using Liquids (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrofilter, insbesondere zur Gichtgasreinigung 
Zur Verbesserung oder überhaupt erst zur Ermöglichung einer befriedigenden elektrischen Gasreinigung ist es sehr oft,   z.   B. bei der Gichtgasreinigung notwendig, einen Gaswäscher vor das Elektrofilter zu schalten, um die notwendige Kühlung und Befeuchtung der heissen Gase vor ihrem Eintritt in das Elektrofilter zu erzielen. Dabei hat man in den letzten Jahren bereits Venturirohre als Vorwäscher vor Elektrofilter geschaltet. Ebenso ist es bekannt, vor der Rohgaswäsche zunächst eine Ionisation der Rohgase vorzunehmen (deutsche Patentschrift Nr. 876836). Die senkrechten Gaswäscher mit dem rechtwinkelig sich anschliessenden Horizontalfilter erfordern einen verhältnismässig grossen Platzbedarf bzw. bei Vorschaltung eines Venturirohres als Gaswäscher eine grosse Baulänge. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, an Raum und Baulänge bei solchen Anlagen zu sparen, ferner die bei Anwendung von Venturiwäschern mit Injektorwirkung hervorgerufene Druckerhöhung der Gase (gegenüber der Druckverminderung bei üblichen   Waschkühlem)   dazu auszunützen, innerhalb des Elektrofiltergehäuses ein Druckgefälle zu erzeugen, das entgegen der bisherigen Praxis vom Ende des Filters nach dem Eingang des Filters abfällt, so dass das Reingas unter höherem Druck als das Rohgas steht. 



  Hieraus ergeben sich Vorteile, indem die Isolatoren sowohl für die Vorionisationsanlage als auch für die Felder des Elektrofilters, mit Reingas belüftet und billiger beheizt werden können. 



   Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht in der zweistufigen Ausnützung des Frischwassers für die Befeuchtung und Kühlung der Rohgase, indem die das Elektrofilter verlassenden, elektrisch gereinigten Gase zuerst direkt gekühlt und das hier ablaufende, wenig Feststoffe enthaltende und wenig angewärmte Frischwasser alsdann für die Vorwaschung der Rohgase benutzt wird. 



   Eine besonders vorteilhafte Bauweise eines Elektrofilters mit innerhalb des Filtergehäuses vorgeschalteter Gaswäsche in   einem Venturirohr (Venturiwäscher)   und vor der Gaswäsche angeordneter Ionisation der Rohgase insbesondere für die Gichtgasreinigung wird   erfindungsgemäss   dadurch geschaffen, dass parallel zu dem Venturivorwäscher ein oder mehrere Venturirohre als Nachwäscher innerhalb des gleichen Filtergehäuses so angeordnet sind, dass der aus dem   Venturivorwäscher   austretende Gasstrom vor dem Gaseintritt in das Elektrofilter und nach dessen Ende vor dem Eintritt in die Venturinachwäscher um 1800 in sei-   ner Richtung umgelenkt wird.   Die Venturinachwäscher können dabei vorteilhaft auf der gleichen Seite des Elektrofiltergehäuses wie der Venturivorwäscher angeordnet sein,

   so dass beispielsweise eine liegende oder stehende Gehäusewand aus drei parallel laufenden Venturiwäschern aufgebaut ist. 
 EMI1.1 
 
MerkmaleElektrofilter mit den darunter angeordneten   Venturiwäschern   nach der Linie   in-in   der Fig. 1 und die Fig. 4 einen waagrechten Schnitt durch das Elektrofilter nach der Linie IV-IV der Fig. 1. Fig. 5 zeigt im Schema die Zuführung und Kreislaufführung des Frischwassers über die Venturinachwäscher und Ven-   turivorwäscher.   
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Rohgase ist durch breite schwarze Pfeile angedeutet.

   Die Rohgase treten danach aus der Zuleitung Le In ein Venturirohr Ve, welches einen Teil des Bodens des   Horizontalelektrofilters   einnimmt, das beispiels-   weise mit den drei Feldern E., EZ&num; E, oberhalb des Venturirohres Ve liegt. In der Eingangsmündung des Venturirohres Ve ist die mit einem Überdruck von beispielsweise 5 atm betriebene Druckwasserdüse De    axial angeordnet, wobei am Eintrittsstutzen bzw. Austrittsstutzen des Rohres Le ein Ringraum R belassen ist, um hier einerseits zusätzliche   SpUlwasserleitungen   zur Reinhaltung des Venturlhalses vorn ansetzen und anderseits für eine Gasleitung zwischen dem Austrittsende des Elektrofilters, welches sich unmittelbar über dem Eintrittsende des Venturiwäschers Ve befindet mit der Möglichkeit des Ansaugens von Reingas In den Ringraum R vorsehen zu können.

   Am Gasaustrittsende des mit Gefälle nach seinem Ende hin   angeordneten Venturiwäschers Ve ist   ein erweiterter Kanal Ke mit   den Prallplatten St   zur Abscheidung von   Staub und Wasser und eine Gasumlenkung durch die Umlenkfläche U um 1800 nach dem Elektrofilter E1 usw. vorgesehen. Der in dieser Vorabscheidung Ke anfallende Schlamm gelangt über die Abläufe Te in   den Sumpf Se und von hier über den Überlauf in den Fallschacht   Sch.   



   Die nunmehr teils vorgereinigten, bis auf den Sättigungspunkt mit Wasserdampf angereicherten Gase durchstreichen die elektrischen Felder   E-. E   des Elektrofilters in entgegengesetzter Richtung von rechts nach links (schwarz-weisser Pfeil), und können am Ende Ea des Elektrofilters, wie an dem Pfeil mit wei- ssem Feld angedeutet, abermals um 1800 umgelenkt und nach der Darstellung der Fig. 2 gegebenenfalls in 
 EMI2.1 
 bzw -kühler Vageführt werden. 



   Es liegen also bei dem Ausführungsbeispiel sämtliche Venturiwäscher mit Gefälle nebeneinander am Boden   desHorizontalelektrofilters   (bei   einem Vertikalfilter also   auf der Seite). Wie aus der grundrisslichen 
 EMI2.2 
 steigend in die in Fig. 1 dargestellte Reingasleitung La
Durch die mindestens einmalige Umlenkung der zu reinigenden Gase um 1800 wird erfindungsgemäss die Möglichkeit geschaffen, einen In sich geschlossenen Elektrofilterblock zu schaffen, der eine erheblich geringere Baulänge und ein wesentlich geringeres Gewicht als bisher üblich, besitzt. 
 EMI2.3 
 



   Da nach einem weiteren Merkmal der Erfindung diese Venturinachwäscher Va zunächst mit Klarwasser beaufschlagt werden und In diesen Nachwäschern, die wesentlich der Kühlung der Reingase auf etwa   5-8 C unter   dem Taupunkt des Rohgases vor dem Venturivorwäscher, beispielsweise von   50 C   auf   35 C   dienen, kaum eine Verschmutzung des Kühlwassers eintreten wird, kann dieses über den ge- 
 EMI2.4 
 wäschers Ve zugeführt werden. Damit ist also eine besonders günstige Wasserausnützung In zwei Arbeitsgängen gegeben, wobei noch eine erwünschte Vorwärmung des Wassers für den   Ventunwäscher   Ve erzielt wird.

   Es empfiehlt sich, die Druckwasserpumpen für die Nachwäscher Va mit niedrigerem Druck (beispielsweise 4 atm) als die Pumpe für den Vorwäscher Ve zu betreiben und ein Rückschlagventil in eine Verbindungsleitung zwischen   derPumpenleitung   für Ve und Va einzuschalten, welches im Falle des Ausfalls der Pumpe höheren Drucks alsdann das Wasser der Pumpe niederen Drucks automatisch auf den Vorwäscher leitet (Fig.   5).   



   Wie Im Schnitt der Fig. 2 schematisch angedeutet, können nun am Reingasaustrittsende Ea des Elek- 
 EMI2.5 
 demvorhanden ist. um Reingase zur Belüftung der Isolatorenkammern auch des Elektrofilters zu bewirken. Die entsprechenden Gasleitungen sind mit Ge in Fig. 3 angedeutet. Diese Leitungen Ge werden den Stromschutzrohren zugeleitet, die ihrerseits Verbindungen mit den Isolatorenkammem Je haben. 



   In Fig. 5 sind die Wasserleitungen Im Schema gezeichnet. Es bedeuten Lf die Frischwasserleitung 
 EMI2.6 
 die mit Ed bezeichneten Leitungen. Zwei Filter F sind zweckmässig zusätzlich in die   Frischwasserlei-   tung Lf eingeschaltet. Mit Lu ist die Zuleitung des   Umlaufwassers filr   die   Ventundüsen   Da und D be- 

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   zeichnet und mit Lp eine von dieser Leitung Lu nach rechts abgezweigte Leitung für die periodische Spülung des Elektrofilters über die Leitungen Eb, woran sich weitere Leitungen für die Leitschaufeln U und die Wassertasse Se anschliessen können, um beispielsweise in der Wassertasse abgesetzten Schlamm aus-   
 EMI3.1 
 zugeleitet werden.

   Ein   welteresRückschlagventilRv Ist In   diese Zuleitung zur Düse De eingeschaltet, um beim Stillstand der Pumpen P automatisch aus der Leitung Lu Umlaufwasser dem Vorwäscher zuzuleiten. 



   Für diese automatische Regelung ist es erforderlich, dass die Pumpen P unter einem höheren Druck arbeiten als die nicht gezeichneten Pumpen für die Speisung der Umlaufleitung Lu
Des weiteren ermöglicht die erfindungsgemässe Blockbauweise, dass sämtliche Spül- und Düsenlei- tungen innerhalb des Gehäuses verlegt werden können, so dass im Winter keine Schwierigkeiten wegen des Einfrierens der Leitungen bzw. Drosselklappen und Ventile eintreten können. 



   Gegenüber dem bekannten   Düsenzonenkühler,   der etwa 5   ms   Wasser je 1000 NmS Rohgas verbraucht, werden in den Venturikühlern nur 3   mis   Wasser/1000 Nm3 Rohgas bei etwa gleichem Wasserdruck aufge- wendet. Ferner bringen die   Venturiwäscher   einen Gasdruckgewinn von zirka 20 mm, während der Düsen- zonenkühler einen Druckverlust von 20 mm Wassersäule hat. 



  Der Staubabscheidegrad desVentruivorwäschers   Ve mit vorgeschilltetem Ionisator   J beträgt beispiels-   weise fürGiehtstaub etwa 90%), so dass die in das ElektrofilterbereitseintretendenRohgase auf 0, 8-0, 5 g/Nm   
Staubgehalt vorgereinigt sind und bei einem mindestens   9014gen   Entstaubungsgrad des Elektrofilters und einem mindestens 30 %igen Entstaubungsgrad der Venturinachwäscher Va Reststaubgehalte von weniger als
10-5 mg/Nm garantiert werden können. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Elektrofilter mit innerhalb des Filtergehäuses vorgeschalteter Gaswäsche in einem Venturirohr (Venturiwäscher) und vor der Gaswäsche angeordneter Ionisation der Rohgase, insbesondere für die Gicht- gasreinigung, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu dem Venturivorwäscher (Ve) ein oder mehrere
Venturirohre als Nachwäscher (Va) innerhalb des gleichen Filtergehäuses so angeordnet sind, dass der aus   dem Venturivorwäscher (Ve) auntetende Gasstrom   vor dem Gaseintritt (U) in das Elektrofilter (E) und nach dessen Ende (Ea) vor dem Eintritt in die Venturinachwäscher (Va) um 1800 in seiner Richtung umgelenkt wird.

Claims (1)

  1. 2. Filter nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Venturirohre als Vor- und Nach- wäscher (Vg. V) auf einer der Filterseiten des Filtergehäuses, vorzugsweise am Boden des Filters, und die Hochspannungs- (H), Pumpenräume (P) und Sümpfe (S) unterhalb des Bodens angeordnet sind.
    3. Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Venturirohre (Vg. V) nach einer Seite geneigt sind, so dass das Druckwasser nach einem gemeinsamen Sumpf (Se) am Ende der Ven- turirohre ablaufen kann.
    4. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Gasleitungen (Gi, Ge) von dem höheren Gasdmckgebiet der Nachwäscher (Va) nach den Isolatorenräumen der Vorionisation (Ji) und des Elektrofilters (Je) abgezweigt sind.
    5. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch die als Injektor wir- kende Druckwasserdüse (De) des Venturivorwäschers (Ve) der Gasdruck am Ende des Elektrofilters (E) höher als in der Rohgasleitung eingestellt ist und Gasleitungen hier das gereinigteGaszurUmspülung der elektri- schen Isolatoren im Elektrofilter (E) und Ionisator (J) angeordnet sind.
    6. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen (Da) der Ven- turinachwäscher (V) mit niedrigerem Wasserdruck beaufschlagt sind als die Düsen (De) der Venturivorwä- scher (Ve) und ein Rückschlagventil (Rv) in einer Verbindungsleitung zwischen höherem und niederem Wasserdruck eingebaut ist, so dass beim Ausfall der Druckwasserpumpe (P) für den oder die Vorwäscher (Ve) die Pumpen für den oder die. Nachwäscher (Va) das Druckwasser für den Vorwäscher (Ve) liefern können.
    7. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Verbindungsleitungen an- geordnet sind, die das für die Nachwäscher (Va) und die Sümpfe (Sa) verwendete Druckwasser dem Vorwä- scher (Ve) zuführen.
AT140759A 1958-04-24 1959-02-24 Elektrofilter, insbesondere zur Gichtgasreinigung AT214021B (de)

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