<Desc/Clms Page number 1>
Ventil mit schwenkbarem Auslaufrohr3 vorzugsweise für sanitäre Armaturen
Die Erfindung betrifft ein Ventil mit schwenkbarem Auslaufrohr, welches vorzugsweise zur Verwendung bei solchen Armaturen bestimmt ist, die für sanitäre Einrichtungen gebraucht werden, beispielsweise für Waschbecken. Gegenstand der Erfindung ist insbesondere die Verbesserung der Abdichtung zwischen Ventilkörper, Auslaufrohr und Überwurfmutter.
Ventile der genannten Gattung sind bereits bekannt, u. zw. insbesondere solche, bei denen das Auslaufrohr mittels einer Überwurfmutter an dem Ventilkörper befestigt ist. Dabei erfolgt die Verbindung des Auslaufrohres mit dem Ventilkörper beispielsweise derart, dass ein Ring auf das Auslaufrohr aufgelötet ist, der von der Überwurfmutter erfasst und gegen den Ventilkörper gedrückt wird. Zur Abdichtung wird in diesem Falle eine Stopfbüchse mit nachziehbarer Packung verwendet.
Bei einem andern bekannten Ventil ist ein Federring vorgesehen, der in einer in das Auslaufrohr eingedrückten Sicke liegt und durch die Überwurfmutter mitsamt dem Rohr gegen das Ventilgehäuse gezogen wird, wobei die Abdichtung zwischen Ventilkörperstutzen und Auslaufrohr durch einen Rundring, d. h. einen Dichtungsring mit rundem Querschnitt, erfolgt, der sich ebenfalls in einer Sicke des Auslaufrohres befindet. Schliesslich ist ein Ventil mit schwenkbarem Auslaufrohr bekanntgeworden, bei dem die axiale Befestigung des Auslaufrohres durch eine einseitig offene Vorsteckscheibe erfolgt, die, in eine Rille des Auslaufrohres eingesteckt, zwischen der Stirnseite des Gewindehalses des Armaturengehäuses und der Überwurfmutter eingeklemmt ist.
Die Abdichtung geschieht dabei ebenfalls durch einen in einer Sicke des Auslaufrohres angeordneten Rundring. Die bekannten Ausbildungsarten der Abdichtung zwischen Ventilkörper und Auslaufrohr zeigen als Nachteile, dass einerseits die Konstruktion durch die Anbringung einer Stopfbüchse mit Packung umfangreich und kompliziert wird, während im Falle des in einer Sicke des Auslaufrohres liegenden Ringes die erforderliche Genauigkeit der Abdichtung nicht gewährleistet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Ventile zu vermeiden und eine verbesserte Abdichtung des Auslaufrohres zu erzielen. Die Lösung geschieht nach der Erfindung dadurch, dass die Überwurfmutter innen in dem zur Führung des Auslaufrohres dienenden Teil mit einer Nut versehen ist, in der der Rundring gelagert ist. Dadurch ergibt sich eine besonders genaue Abdichtung der Befestigung des Auslaufrohres gegen Hindurchsickern der Flüssigkeit.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung einer an sich bekannten U-förmigen Vorsteckscheibe im Innern der Überwurfmutter zum Festhalten des schwenkbeweglichen Auslaufrohres vorgesehen, wobei die Vorsteckscheibe mit ihren Schenkeln durch Schlitze im Auslaufrohr hindurchgeführt ist. Auf diese Weise ergibt sich der zusätzliche Vorteil, dass die Montage des Auslaufrohres wesentlich vereinfacht wird.
Weitere Ausführungsformen der Erfindung zeichnen sich dadurch aus, dass die Überwurfmutter innen zwischen der Nut für den Rundring und dem Muttergewinde mit einer an sich bekannten sitzartigen Ausdrehung zur Aufnahme der ausserhalb der Schlitze des Auslaufrohres liegenden Teile der Scheibe versehen ist, und dass zwischen Überwurfmutter und Ventilkörper, parallel zur Vorsteckscheibe, ein Dichtungsring eingelegt ist.
<Desc/Clms Page number 2>
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 das Ventil, soweit es für das Verständnis der Erfindung notwendig ist, mit dem schwenkbaren Auslaufrohr sowie der Überwurfmutter im Längsschnitt und Fig. 2 die Vorsteckscheibe im Grundriss.
Das Auslaufrohr 1 ist mittels der Überwurfmutter 2 mit dem Ventilkörper 5 verbunden. Im Innern der Mutter 2 befindet sich eine Nut 8, in welcher ein Rundring 7 gelagert ist, der sich zwischen den Nutengrund und die Wandung des Rohres 1 abdichtend einpresst. Die Befestigung des Rohres 1 geschieht durch eine Vorsteckscheibe 6 von U-förmiger Gestalt, deren Schenkel nach innen zu verbreitert sind. Die Scheibe 6 ist mit ihren Schenkeln durch Schlitze 9 in der Wandung des Rohres 1 hindurchgeführt, u. zw. so, dass die Scheibe 6 sowohl teilweise in das Innere des Rohres 1 hineinragt als auch sich über den äusseren Umfang des Rohres 1 hinaus erstreckt. Die Scheibe 6 liegt mit ihrem äusseren Bereich innerhalb einer sitzartigen Ausdrehung 3 im Innern der Mutter 2.
Durch den Rundring 7 ist der Möglichkeit vorgebeugt, dass Tropfwasser aus den Schlitzen 9 ins Freie dringt.
Beim Zusammensetzen des Ventilauslaufes wird zuerst die Mutter 2 über das Rohr 1 geschoben, worauf die Scheibe 6 in die Schlitze 9 hineingesteckt und alsdann ein Dichtungsring 4 auf das Rohr 1 aufgeschoben wird. Dann erfolgt das Hineinstecken des Rohres 1 in den zu seiner Führung vorgesehenen Ansatz am Ventilkörper 5 ; wonach die Mutter 2 auf dem Rohr 1 entlanggeschoben und auf das Gewinde desVen- tilkörpers 5 aufgeschraubt wird. Das Auslaufrohr 1 kann nun nicht mehr herausgezogen werden, jedoch besteht die Möglichkeit, das Rohr in den Grenzen der Schlitze 9 um seine Achse zu verdrehen und somit das gebogene, nicht dargestellte Auslaufende zu verschwenken.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Ventil mit schwenkbarem Auslaufrohr, vorzugsweise für sanitäre Armaturen, wobei das Auslaufrohr mittels einer Überwurfmutter an dem Ventilkörper befestigt und zur Abdichtung ein Rundring vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwurfmutter (2) innen in dem zur Führung des Auslaufrohres (1) dienenden Teil mit einer Nut (8) versehen ist, in der der Rundring (7) gelagert ist.