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Schaltungsanordnung in einem Fernsehempfänger
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung in einem Fernsehempfänger mit einer selbsttätigen Zeilensynchronisiervorrichtung, die aus einem Zeilenphasendetektor L se und einer Zeileneinfangschaltung Li besteht, und mit einer selbsttätigen Bildsynchronisiervorrichtung, die aus einem Bildphasendetektor B zo und einer Bildeinfangschaltung Bi besteht.
In der modernen Fernseh-Empfangstechnik liegt das Bestreben vor, sowohl die Vorrichtung zum Synchronisieren des Zeilenoszillators als auch die Vorrichtung zum Synchronisieren des Bildoszillators völlig automatisch zu machen.
Dazu braucht der Empfänger insgesamt vier Schaltungen : 1) Einen Zeilenphasendetektor L cp, der im wesentlichen im Synchronisationszustand wirksam ist. 2) eine Zeileneinfangschaltung Li, die einen AusSynchronisationszustand unter allen auftretenden Verhältnissen in einen Ein-Synchronisationszustand umsetzt. 3) Einen Bildphasendetektor B y, der vorzugsweise derart ausgebildet ist, dass er die direkte Synchronisierung unterstützt. 4) Eine Bildeinfangschaltung Bi, die einen Aus-Synchronisationszustandunter allen vorkommenden Verhältnissen in einen Ein-Synchronisationszustand umsetzt.
Nun ist es bekannt, in nicht völlig automatisch wirkenden Schaltungen die beiden Potentiometer zur Nachregelung der-Frequenzen der Zeilen-und Bildoszillatoren auf einer einzigen Achse zu montieren, so dass durch Drehung dieser Achse die Frequenz sowohl des Bildoszillators als auch des Zeilenoszillators nachgeregelt werden kann.
Dies beruht auf der Erkenntnis, dass an der Senderseite die Bild- und die Zeilensynchronisiersignale von über Teilschaltungen miteinander gekoppelten Oszillatoren abgeleitet sind. Wenn sich daher die Frequenz
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gewissen Frequenzdrift aufweisen können. Besonders wenn der Zeilenoszillator als Sinusoszillator und der Bildoszillator als Kipposzillator ausgebildet ist, kann der Drift des letzteren viel grösser sein als der des ersteren.
Die Bedienung mit Hilfe nur einer Achse ist dann nicht möglich, da infolge des Driftunterschiedes der beiden Oszillatoren die ursprüngliche Einstellung der beiden Potentiometer, die auf einem durch das Sendersignal bedingten Proportionalitätsfaktor beruht, besonders in den Grenzfällen zwischen dem Ausund dem Ein-Synchronisationszustand, unzulänglich ist, um in allen auftretenden Fällen die richtige Frequenz sowohl für den Zeilen- als auch für den Bildoszillator einzustellen.
Bei völlig selbsttätigen Synchronisiervorrichtungen der oben beschriebenen Art lässt sich aber dieses Prin- zip erfolgreich anwenden und die Schaltungsanordnung nach der Erfindung weist dazu das Kennzeichen auf, dass eine vom Zeilenphasendetektor L cp abgeleitete Gleichspannung entweder direkt oder über den Bildphasendetektor B cl dem Bildoszillator zugeführt wird.
Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung bietet dabei den Vorteil, dass mit ihr eine proportionale Frequenzänderung der Bildoszillatorfrequenz erzielt wird, wenn die Zeilensynchronisierfrequenz (Änderung an der Senderseite) geändert worden ist. Der Drift des Bildoszillators wird dabei von dem eigenen Phasendetektor B so aufgefangen. Das Bildsynchronisiersystem wird dabei hinsichtlich der direkten Synchronisierung im günstigsten Phasenbereich beibehalten (etwa von 1/4 bis 1/3 der grösstmöglichen Phasenänderung, so dass in allen auftretenden Fällen die optimale Störungsempfindlichkeit erzielt und sogenanntes "Rollen"
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des Bildes in senkrechter Richtung durch das Wegfallen eines oder mehrerer Bildsynchronisierimpulse verhütet wird.
Eine mögliche Ausführungsform einer Schaltungsanordnung nach der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert. In Fig. 1 ist das Blockschema und in Fig. 2 ein mögliches Prinzipschema der Schal- tungsanordnung nach der Erfindung dargestellt. Die Fig. 3 und 4 dienen zur Erläuterung.
In Fig. 1 werden die Zeilensynchronisierimpulse 1 dem Zeilenphasendetektor L cl zugeführt, der mit 2 bezeichnet ist. Letzterer bezieht durch die Leitung 3 eÚ1 vomZeilenoszillator 4 abgeleitetes Bezugssignal, so dass die Grösse der Ausgangsspannung des Phasendetektors 2, die im Glättungsnetzwerk 5 nahezu zu einer Gleichspannung geglättet wird, ein Mass für die Abweichung des Oszillatorsignals gegenüber dem Zeilensynchronisiersignal ist. Die vom Netzwerk 5 bezogene Gleichspannung wird der Regelschaltung 6 zugeführt mittels derer der Zeilenoszillator nachgeregelt werden kann. Wenn der Oszillator 4 ein Sinusoszillator ist, so kann für die Schaltung 6 eine Reaktanzschaltung gewählt werden.
Das Zeilensynchronisiersignal l wird zugleich der Zeileneinfangschaltung L zugeführt, die mit 7 bezeichnet ist. Letztere besteht aus einer Torschaltung 8, die in an sich bekannter Weise von einem Koinzidenzgleichrichter 9 aus gesteuert wird. Dieses Steuern erfolgt in der Weise, dass das Tor 8 im Aus-Synchronisationszustand geöffnet und im Ein-Synchronisationszustand geschlossen ist, so dass im Aus-Synchronisationszustand die Zeilensynchronisierimpulse 1 über die Leitung 10 zwecks direkter Synchronisierung dem Oszillator 4 zugeführt werden können. Dem Koinzidenzgleichrichter 9 werden die Zeilensynchronisierimpulse 1 und durch die Leitung 11 ein vom Oszillator 4 abgeleitetes Bezugssignal zugeführt.
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tor B cl zugeführt, der mit 13 bezeichnet ist.
Letzterer empfängt ein vom Bildoszillatoi ? 14 abgeleitetes Bezugssignal, das in der Phasenumkehrvorrichtung 15 in der Phase umgekehrt wird, so dass die Ausgangsspannung von 13, nachdem sie im Glättungsnetzwerk 16 nahezu zu einer Gleichspannung geglättet worden ist, als Steuerspannung dem Oszillator 14 zugeführt wird. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Oszillator 14 als Miller-Transitron-Oszillator ausgebildet, dem eine negative Steuerspannung zugeführt werden muss. Das Ausgangssignal von 13 ist daher ein negativer Impuls, dessen Zeitdauer vom Phasenunter- schied zwischen dem Synchronisiersignal und dem Oszillatorsignal abhängig ist.
Die Bildsynchronisierimpulse werden gleichzeitig der Bildeinfangs chaltung B zugefühlt, die mit 17 bezeichnet ist. Dem Miller-Transitron-Oszillator müssen negative Synchronisierimpulse zugeführt werden, so dass auch das Vorzeichen der der Bildeinfangschaltung 17 zugeführten Bildsynchronisierimpulse 18 negativ sein muss.
Die Bildsynchronisierimpulse 18 werden dem der Bildeinfangschaltung 17 zugeordneten Integrierungsnetzwerk 19 zugeführt, an dessen Ausgang die für eine gute Wirkung erforderlichen dreieckfdrmigen Synchronisierimpulse 20 entstehen. Diese werden über den einen Teil von 17 bildenden Abschwächer 21 zwecks direkter Synchronisierung dem Bildoszillator 14 zugeführt.
Es ist einleuchtend, dass, wenn statt des Miller-Transitron-Oszillators eine andere Kipposzillatorart verwendet wird, weder der von 13 bezogene Impuls noch der Bildsynchronisierimpuls 18 negativ zu sein braucht.
Im Ein-Synchronisationszustand werden die Synchronisierimpulse 20 abgeschwächt, indem vom zugeordneten Koinzidenzgleichrichter 22 eine Ausgangsspannung erhalten wird, welche den Abschwächer 21 steuert. Dazu werden dem Koinzidenzgleichrichter 22 die Bildsynchronisierimpulse 12 und ein vom Oszillator 14 abgenommenes Bezugssignal zugeführt.
Nach dem Prinzip der Erfindung wird die Ausgangsspannung des Zeilenphasendetektors 2 dem Glättungsnetzwerk 16 der Bildsynchronisiervorrichtung zugeführt.
Zur Verdeutlichung der sodann erzielten Vorteile wird die Wirkungsweise der beschriebenen Bildsynchronisiervorrichtung ohne die nach der Erfindung angewendete Massnahme an Hand der Fig. 3 und 4 beschrieben.
In Fig. 3 stellt die Kurve 23 das vom Oszillator 14 erzeugte sägezahnförmige Signal dar. Durch die Kurve 24 ist das integrierte Bildsynchronisiersignal dargestellt, das ohne die Wirkung des Abschwächers 21 wirksam wäre. Durch die Kurve 25 ist das integrierte Bildsynchronisiersignal dargestellt, wenn der Abschwächer 21 in Betrieb ist.
Die Synchronisierimpulse 24 und 25 sind einfachheitshalber als positiv angegeben, um zu zeigen, dass jeweils der Anfang eines Rückschlag des sägezahnförmigen Signals eingeleitet wird, wenn die Kurve 24 oder die Kurve 25 die Kurve 23 schneidet. In Wirklichkeit sind, wie oben bereits erwähnt, die integrierten Bildsynchronisierimpulse negativ gerichtet.
Wenn die Frequenz des Bildsynchronisiersignals den Nennwert hat, so wird der Anfang des Rückschlag
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der sägezahnförmigen Spannung etwa in der Mitte zwischen den Zeitpunkten t1 und t2 eingeleitet, wobei trudge Dauer eines Bildsynchroiihierimpuba darstellt. Angenommen sei z. B., dass diese Nennfre-
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Derqùenz 52 Hz nähert.
In Fig. 3 ist der Fall illustriert, in dem die Frequenz des Bildsynchronisiersignals gerade 50 Hz beträgt und der Anfang des Rückschlag also etwa in der Mitte zwischen t1 und t2 liegt. Die Eigenfrequenz des Oszillators T4 muss, damit direkte Synchronisierung möglich ist, stets niedriger ah die des Bildsynchronl- siersignals liegen und muss also niedriger als 48 Hz sein. Diese Eigenfrequenz wird in Fig. 3 durch die Linie 26 bedingt, d. h., das Potential, auf das die Anodenspannung der in der MUler-Transitron-Oszillator- schaltung verwendeten Pentodenrohre abfallen kann, bevor der Rückschlag beginnt.
Ist der Abschwächer21nicht wirksam, z. B. kurz nachdem ein Aus-Synchronisationszustand in einen Ein- Synchronisationszustand umgesetzt wurde, so sind die ungeschwächten Impulse 24 wirksam, die um einen durch die Linie 26 wiedergegebenen Mittelwert schwanken. Mit fortschreitender Zeit wird am Glättungnetzwerk 16 eine Ausgangsspannung aufgebaut, welche die Linie 26 gleichsam nach dem durch die Linie 27 wiedergegebenen Pegel heraufsc1úebt, so dass ohne Syncb. ronisierimpulse der Anfang des Rückschlag nicht mehr in den Zeitpunkten ts, sondern in den Zeitpunkten t eingeleitet werden würde.
Mit ändern Worten, die Eigenfrequenz des Oszillators 14 ist scheinbar erhöht, so dass gleichzeitig die Synchronisierimpulse
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die um einen durch die Linie 27 wiedergegebenen Mittelwert schwanken. In Fig. 4, in der ähnliche Kurven und Linien entsprechend numeriert sind wie in Fig. 3. ist ein Zustand dargestellt, in dem die Frequenzabweichung grösser ist als im Falle von Fig. 3 und in dem die Frequenz des Bildsynchronisiersignals z. B.
51, 9 Hz beträgt. Dies hat auch zur Folge, dass die Linie 26 bis auf einen höheren als durch die Linie 27 wiedergegebenen Pegelheraufgeschoben wird, u. zwauf den Pegel gemäss der Linie 28, so dass die scheinbare Eigenfrequenz des Oszillators 14 noch weiter erhöht wird, da der Rückschlag ohne Synchronisierimpulse dann in den Zeitpunkten t6 auftritt, die vor den Zeitpunkten t4 liegen.
Um die Linie 26 nach dem höher liegenden Pegel von 28 verschieben zu können, muss der Anfang des Rückschlag, der entweder von den ungeschwächten Impulsen 24 oder von den geschwächten Impulsen 25 eingeleitet wird, mehr nach dem Zeitpunkt t verschoben sein, da sonst die Dauer der Ausgangsimpuls von 13 nicht zunimmt und somit auch keine höhere Spannung an den Ausgangsklemmen von 16 aufgebaut werden kann.
Daraus folgt, dass bei sehr grossen Frequenzabweichungen der Rückschlag immer nahezu am Scheitel eines Synchronisierimpulses beginnt.
Fallen infolge einer äusseren Störung ein oder mehrere Synchronisierimpulse weg, so vermag bei einer grösseren Frequenzabweichung der nach diesem Wegfallen zunächst auftretende Synchronisierimpuls nicht sofort die Synchronisierung wieder herbeizuführen, sondern es wird einige Perioden dauern, bevor die direkte Synchronisierung wieder einsetzen kann.
Dies ist in der rechten Hälfte von Fig. 4 näher verdeutlicht, in der der dritte Impuls der Impulsreihe 25 weggelassen ist. Die Amplitude des vierten, wohl wieder dargestellten Impulses hat keinen Schnittpunkt mit der Kurve 23, so dass auch keine direkte Synchronisierung zustande kommen kann. Der fünfte Impuls Ist gegenüber dem sägezahnförmigen Signal noch mehr phasenverschoben und erst nach einigen Perioden schneidet ein Impuls 25 wieder die Kurve 23, so dass die direkte Synchronisierungwieder zustande kommen kann. Das dargestellte Bild rollt daher, von dem Moment des Wegfallens eines Impulses ab, gleichsam über den Bildschirm, bis die Synchronisierung wieder einsetzt.
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tende Impuls nicht wieder die Synchronisation zustande bringen kann, da die zur Verfügung stehende Reserve grösser ist. Dies ergibt sich z.
B. aus der rechten Hälfte von Fig. 3, in der gleichfalls ein Synchronisierimpuls weggefallen ist und demnach dernächstfolgende Impuls die direkte Synchronisierung wieder sofort zustande bringt.
Im Prinzip könnte man diesem Übel durch geringere Abschwächung der Impulse 25 abhelfen. Dadurch wird aber bei einer kleinen Frequenzabweichung zwischen dem Synchronisiersignal und dem Oszillatorsignal (z. B. Eigenfrequenz des Oszillators ist 47 Hz und Frequenz des Synchronisiersignals ist 48 Hz) der vom Synchronisierimpuls eingeleitete Anfang des Rückschlags mehr nach dem Zeipunkt t1 verschoben als es bei
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einer weniger grossen Amplitude der Fall wäre.
Da der Ruckschlagmoment in diesem Falle der etwas herausgeschobenen Linie 26 ganz nahe kommt, vermögen auch sehr kleine Störungen (z. B. Rauschkomponenten), für die der Pegel der heraufgeschobenen Linie 26 gleichfalls als ein Mittelwert zu betrachten ist, den Rückschlag einzuleiten, bevor der direkte Synchronisierimpuls dazu in der Lage ist.
Aus dem Vorhergehenden folgt, dass es erwünscht ist, den Rückschlagmoment nicht zu nahe am Zeitpunkt t1 und nicht zu nahe am Zeitpunkt t fallen zu lassen.
Dies wird bei der Schaltung nach der Erfindung dadurch erreicht, dass zu. der vom Bildphasendetektor 13 erzeugten Gleichspannung die vom Zeilenphasendetektor 2 erzeugte Gleichspannung völlig oder teilweise addiert ist. Dadurch ist es möglich, den Pegel, bis auf den die Linie 26 heraufgeschoben wird, bis über oder unter den vom Phasendetektor 13 bedingten Pegel zu verlegen.
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gleichrichter 13 zugeordneten Netzwerk 16 zugeführt, dass beiden möglicherweise auftretenden Frequenzabweichungen der Rückschlag immer in einem Bereich zwischen 1/4 und 1/3 {Pmax erfolgt.
Auf diese Weise besteht eine ziemlich grosse Sicherheit, dass einerseits kein Rollen des Bildes möglich ist, wenn einer oder mehrere Bildsynchronisierimpulse wegfallen, und anderseits ein unerwünschter Durchschlag infolge kleiner Störungen vermieden wird. Wegen weiterer im Fernsehempfänger getroffener Massnahmen können Störungen mit grosser Amplitude kaum auftreten. Ausserdem bietet die getroffene Massnahme den Vorteil, dass, weil das Verlegen des Anfangs des Rückschlags infolge von Änderungen des Bildsynchronisiersignals in den erwähnten Phasenbereich eingedrungen ist, der mögliche Drift des Bildoszillators bei auftretenden Grenzfällen keine Schwierigkeiten mehr bereitet, da ausserhalb dieses Phasenbereiches zum Auffangen des Oszillatorsdriftes noch Reserve vorhanden ist.
Es ist einleuchtend, dass die Vorteile des Zuführens der vom Zeilenphasengleichrichter 2 bezogenen Spannung zum Glättungsnetzwerk 16 nicht ausschliesslich auf den vollständigen Ein-Synchronisationszustand der Bildsynchronisiervorrichtung beschränkt sind.
Wenn die vom Zeilenphasengleichrichter 2 bezogene Gleichspannung über ein getrenntes Glättungsnetzwerk mit einer viel kleineren Zeitkonstante als die des Netzwerkes 16 direkt dem Oszillator 14 zugeführt wird, so kann auch beim Bringen in den Ein-Synchronisationszustand die Eigenfrequenz des 0szUla- tors 14 bereits etwas nachgeregelt werden. Wenn die Amplitude der ungeschwächten Bildsynchronisierimpulse zum Herbeiführen der direkten Synchronisierung zu klein ist, so kann durch die Unterstützung der Spannung des Zeilenphasengleichrichters der Oszillator so weit nachgeregelt werden, dass wohl eine direkte Synchronisierung möglich ist.
Fig. 2 zeigt ein mögliches Schaltbild einer Schaltungsanordnung, wie sie in Fig. 1 in Blockform dargestellt ist. Die Zeilensynchronisierimpulse 1 werden einem Phasendetektor 2 zugeführt, der aus zwei Dioden 29 und 30 und zu diesen parallelgeschalteten Widerständen 31 und 32 besteht. Den beiden Dioden werden von den Signalquellen 33 und 34 aus über die Kondensatoren 35 und 36 zwei sägezahnförmige Bezugssignale zugeführt. Diese sind gegenphasig, so dass ein symmetrischer Phasengleichrichter erzielt wird.
Die vom Phasendetektor 2 erzeugte Gleichspannungwird iber das Glättungsnetzwerk 5 der Reaktanzschaltung 6 zugeführt, mittels derer der Sinusoszillator 4 nachgeregelt wird. Die Signalquellen 33 und 34 sind schematische Darstellungen von Schaltungen, die ein vom Sinusoszillator 4 bezogenes Signal in ein Bezugssignal der gewünschten Form und Phase umsetzen.
Die Zeilensynchronisierimpulse 1 werden gleichfalls dem Steuergitter der Röhre 37, die zum Koinzidenzgleichrichter 9 gehört, und dem Steuergitter der Röhre 38 zugeführt, die einen Teil der Torschaltung 8 bildet. Der Anode Jer Röhre 37 werden auch die Zeilenrückschlagimpulss 39 zugeführt. Diese können vom Zeilenausgangstransformator bezogen werden, der sich im Anodenkreis der Zei1enausgangsröhre befindet.
Diese Ausgangsröhre wird von einem vom Oszillator 4 abgeleiteten Signal gesteuert.
Bei Koinzidenz zwischen den Impulsen 1 und 39 ist die Röhre 37 stromführend und die Röhre 38 wird gesperrt. Ohne Koinzidenz zwischen diesen Impulsen ist die Röhre 38 geöffnet und die Synchronisierimpulse 1 werden zwecks direkter Synchronisierung dem Oszillator 4 zugeführt.
Vom Punkt 40 aus wird über den Widerstand 41 eine Verbindung mit dem Glättungsnetzwerk 16 des Bildphasendetektors 13 hergestellt. Dieses Glättungsnetzwerk besteht aus einem Elektrolytkondensator 42 und einem zu diesem parallel liegenden Widerstand 43. Die Zeitkonstante dieses Glättungsnetzwerkes ist
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nis zwischen den Widerständen 41 und 43 ist derart gewählt, dass zu der am Netzwerk 16 entwickelten
Spannung gerade derjenige vom Phasengleichrichter 2 erzeugte Spannungsteil addiert wird, welcher zur
Einstellung des gewünschten Phasenbereiches von 1/4 bis 1/3 9 maux erforderlich ist.
Der Zeilenphasendetektor 2 ist symmetrisch ausgebildet, so dass von diesem eine positive oder eine negative Spannung geliefert wird, je nachdem die Frequenz des Zeilen- unddesBildsynchronisiersignals nach der einen oder der ändern Seite der nominalen Zeilen - und Bildfrequenz abweicht. Der Phasende- tektor 13 ist asymmetrisch und gibt im Betrieb immer eine negative Spannung ab. Dies bedeutet, dass bei einer Frequenzabweichung nach einem höheren Wert als die Nennfrequenz die negative Ausgangsspannung des Bildphasendetektors 13 erhöht und bei einer Frequenzabweichung nach einem niedrigeren Wert als die negative Ausgangsspannung herabgesetzt werden muss. Dadurch wird das Beibehalten der Phase im Bereich von 1/4 bis 1/3 < pmax unterstützt.
Bei kleinerer Frequenzabweichung zwischen dem Bildsynchronisiersjf gnal und dem Bildoszillatorsignal ist dann eine etwas grössere Phasenabweichung erforderlich, da die vom
Bildphasendetektor 13 erzeugte negative Gleichspannung von der Spannung des Zeilenphasengleichrich- ters 2 herabgesetzt wird. Bei grösseren Frequenzabweichungen dagegen wird die negative Spannung von 13 erhöht, so dass eine kleinere Phasenabweichung erforderlich ist.
Die Wirkungsweise der Bildsynchronisiervorrichtung nach Fig. 2 spricht im übrigen für sich selbst. Nur ist noch zu bemerken, dass die kombinierte Gleichspannung des Zeilen- und Bildphaseng1eíchrichtersüber den Widerstand 44 dem Bremsgitter der Pentode 45 zugeführt wird. Die Pentode 45 bildet einen Teil des Miller-Transitron-Oszillators 14. Wäre z. B. ein Sperroszillator oder ein Mutivibrator als Kipposzillator verwendet, so bleibt obenstehendes unvermindert gültig, wenn nur sowohl die Polaritäten der von den Pha- sendetektoren 2 und 16 abgegebenen Spannungen als, auch die Polarität der Bildsynchronisierimpulse dem- entsprechend angepasst werden.
Der Koinzidenzgleichrichter 22 besitzt eine Röhre 46, deren Steuergitter die Bildsynchronisierimpul- se 12 zugeführtwerden. Der Anode der Röhre 46 werden die während des Bildrtickschlags auftretenden Im- pulse 47 zugeführt. Diese Impulse werden dadurch erzielt, dass das von 14 bezogene sägezahnförmige Si- gnal mit Hilfe des Kondensators 48 und des Widerstandes 49 differentiert wird. Die in 19 integrierten Im- pulse 20 werden vom Abschwächer 21 umsomehr abgeschwächt, je besser die Koinzidenz zwischen den Im- pulsen 12 und 47 ist.
Es ist einleuchtend, dass die vom Zeilenphasendetektor bezogene Spannung höher sein muss als im obenbeschriebenen Falle, je weniger empfindlich der verwendete Kipposzillator ist. Es kann unter gewis- sen Verhältnissen notwendig sein, dass nicht nur die ganze vom Phasengleichrichter 2 erzeugte Spannung benutzt wird, sondern dass diese Spannung sogar verstärkt wird, um das gewünschte Ziel zu erreichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung in einem Fernsehempfänger mit einer Zeilensynchronisiervorrichtung zur selbstättigen Synchronisierung des ZeilenQszillators mittels der dem empfangenen Signal entnommenen Zeilensynchronisiersignale, welche Zeilensynchronisiervorrichtung aus einem symmetrischen Zeilenpha- sendetektor (L so) und einer Zeileneinfangsschaltung (Li) besteht und mit einer Bildsynchronisiervorrichtung zur selbstättigen Synchronisierung des Bildoszillators mittels der gleichfalls dem empfangenen Signal ent-
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und der Eigenfrequenz des Zeilenoszillators (4) abhängige, symmetrische Gleichspannung zur Hilfssynchro- nisation desl ! 1ldoszillators (14) diesem entweder direkt oder über den Bildphasendetektor (B so bzw. 17) zu- geführt wird.