AT216091B - Kapazitätsarmer Spannungsteiler für Höchstspannungen - Google Patents

Kapazitätsarmer Spannungsteiler für Höchstspannungen

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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R15/00Details of measuring arrangements of the types provided for in groups G01R17/00 - G01R29/00, G01R33/00 - G01R33/26 or G01R35/00
    • G01R15/04Voltage dividers
    • G01R15/06Voltage dividers having reactive components, e.g. capacitive transformer

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Kapazitätsarmer Spannungsteiler für Höchstspannungen 
Für die genaue Messung von Stossspannungen, speziell von in der Stirn abgeschnittenen Stosswellen, benötigt man Spannungsteiler extrem niedriger Kapazität, da die Eigenfrequenz des aus Zuleitungsinduk-   tivität   und   Teilerkapazität   bestehenden Schwingungskreises in der Grössenordnung   voneinigenMHzgehal-   ten werden muss, wenn nicht durch die sich dem zu messenden Vorgang überlagernde, in diesem Schwin-   gungskreis   angeregte Eigenschwingung eine unzulässige Verfälschung verursacht werden soll.

   Für die Induktivität der Zuleitung zwischen dem Spannungsteiler und dem jeweiligenprüfobjekt muss bei sehr hohen Spannungen mit Werten der Grössenordnung von 10   ,uH   gerechnet werden, da wegen der erforderlichen Spannungsabstände eine gewisse Leitungslänge nicht unterschnitten werden kann. Um die Eigenfrequenz genügend hochzuhalten, muss daher die   Tellerkapazität   möglichst klein bleiben und soweit als möglich in der Grössenordnung von 100 bis 200 pF liegen. 



   FUr Spannungen bis 2 MV sind nach diesen Prinzipien aufgebaute Widerstandsteiler bekannt, bei denen die Hochspannungselektrode zu einem Schirm erweitert ist, wodurch das Potential in der Umgebung der Messimpedanz so gesteuert wird, dass jedes Element   der Messimpedanz   an einer Stelle angeordnet werden kann, deren elektrostatisches Potential gleich seinem Potential ist. Oberhalb dieser Spannungswerte 
 EMI1.1 
 Teilerwiderstandes der Schirmdurchmesser   extrem gross   gehalten werden muss, wobei ausserdem bei ungünstiger Formgebung die Gefahr von Teilentladungen in der umgebenden Luft besteht, durch welche die Potentialverteilung entlang des Widerstandes gestört werden könnte. 



   Vielfach kommen auch in bekannter Weise Spannungsteiler mit die Messimpedanz eng umschliessender Steuerkapazität (brit. Patentschrift Nr. 220, 785) zur Anwendung. Bei diesen muss jedoch das Potential des Steuerkondensators überall genau mit demjenigen der Messimpedanz übereinstimmen, da bereits bei kleineren Abweichungen stärkere rückwärtige Beeinflussungen des Stromes in der Messimpedanz durch die relativ grossen   Kopplungskapazitäten   zwischen der Messimpedanz und den sie umhüllenden Steuerelektroden auftreten. An dieser Tatsache ändert sich auch wenig, wenn man die Messimpedanz in gewissen Abständen mit ringförmigen Steuerelektroden umgibt, welche diese eng umschliessen und mit einem besonderen Steuerkondensator gepolt sind.

   In diesem Fall heben sich die entgegengesetzten Beeinflussungen auf die potentialmässig höher und tiefer   als die Steuerelektroden liegenden   Teile der Messimpedanz nur dann gegenseitig auf, wenn die Steuerelektroden genau auf dem mittleren Potential der benachbarten Teile der Messimpedanz liegen. 



   Um bei dieser Ausführungsform auch bei höheren Spannungen eine genügend gleichmässige Spannungsverteilung entlang des Steuerkondensators zu erreichen, muss dieser mit relativ grosser Kapazität gewählt werden, da sonst die von aussen angreifenden   Streukapazitäten   gegen Erde diese Spannungsverteilung verändern und dadurch eine Rückwirkung auf die Messimpedanz zur Folge haben. Dadurch ist es nicht mehr möglich,   die Kapazität   des Spannungsteilers genügend klein zu halten, weshalb die mit dieser Ausführung erreichbare Messgenauigkeit bei Stossspannungen in vielen Fällen unbefriedigend bleibt. 



   Auch bei kapazitiven Spannungsteiler für hohe Wechselspannungen ist es erwünscht, eine extrem niedrige Teilerkapazität bei hohen Maximalspannungen zu erreichen, da sich bei grossen   Teilerkapa-   zitäten eine zu grosse kapazitive Belastung des   Prilftransformators   ergeben kann. 



   Nach der vorliegenden Erfindung ist es möglich, den Potentialverlauf entlang   der Messimpedanz so zu   führen, dass die Rückwirkung der Steuerelektroden auf die Messimpedanz klein bleibt und die durch Streukapazitäten bedingten Verfälschungen im Spannungsteiler innerhalb zulässiger Grenzen bleiben. 



   Im Gegensatz zu den bisher üblichen Anordnungen wird dabei das Potential entlang der Messimpedanz 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 gesonderten Steuerkondensator C gepolt, wobei die Teilkapazitäten desselben so gestuft sind, dass sich durch die Kombination der Steuerkapazitäten   CS1'.. Csi   und der Streukapazitäten gegen Erde   Ce... Cei   gemäss dem Ersatzschaltbild Fig. 2 eine ungefähre lineare Spannungsverteilung über die Steuerkapazitäten Cs und damit auch entlang der von diesen umgebenen   Teilerimpedanz   J ergibt. 



   Der Durchmesser dieser   ringförmigen   Steuerelektroden muss   ein Mehrfaches grösser   als der Durchmesser der eigentlichen Messimpedanz sein. Die Kopplungskapazitäten zwischen den Ringen und der Messimpedanz sind dann so   klein, dass   auch bei gewissenAbweichungen von   dergleichmässigenPotentialsteuerung   die von den Steuerringen auf die Messimpedanz übertragenen Störspannungen klein bleiben. 



   Dadurch ist es möglich, die Steuerkapazität sehr klein zu wählen, wobei bewusst Glimmerscheinungen, Einfluss verschieden grosser Streukapazitäten, Streuungen in der Anordnung von Steuer- und Messelementen und andere Effekte bedingte Abweichungen von der linearen Spannungsverteilung entlang des Steuerkondensators zugelassen werden können, da sie infolge der speziellen Anordnung nur zu relativ geringen Beeinflussungen des Teilerstromes führen. Im Extremfall ist es sogar möglich, die erdseitige Teilkapazität   C si   des Steuerkondensators verschwinden zu lassen und im Ersatzschaltbild Fig. 2   Ce 0 zu   setzen. Die Streukapazität Cel des untersten Potentialsteuerringes bildet dann allein die unterste Kapazität der Potentialsteuerung. 



   Da sich die einzelnen Potentialsteuerringe nach Art von   Bundelleitem   gegenseitig nach aussen abschirmen, ist es auch leicht möglich, die Ringe derart zu dimensionieren, dass an der Aussenseite der Ringe auch bei sehr grossen Spannungen keine Gllmmerscheinungen auftreten und dadurch die Steuerung auch bei hohen'Spannungen ohne Verfälschung erhalten bleibt. 



   Die   Potentialsteuerringe können   dabei mit   zunehmendemHochspannungspotential   in immer kürzeren Abständen aufeinanderfolgend angeordnet werden, wodurch bei gleicher Ausbildung der Ringe eine immer bessere gegenseitige Abschirmung nach dem Prinzip der Bündelleiter erreicht wird. Dadurch ist es möglich, die Oberflächen-Feldstärken an den Steuerelektroden und die Sicherheit gegen das Auftreten von Glimmerscheinungen in einfacher Weise zu koordinieren. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Kapazitätsarmer Spannungsteiler für höchste Spannungen, bei dem das Potential durch ringförmige, die Messimpedanz konzentrisch umgebende Elektroden, die mit   zwischen denselben : angeordneten ge-     sonderen   Steuerkondensatoren gepolt sind, gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der ringförmigen Steuerelektroden (B) um ein Mehrfaches grösser als der Durchmesser der eigentlichen Messimpedanz (A) ist und die Kapazitäten der Steuerkondensatoren (C) so gewählt sind, dass sich durch die 
 EMI2.2 
 
Cgj)fähr eine lineare Spannungsverteilung über die Steuerkapazitäten und damit auch entlang der von diesen umgebenen Teilerimpedanz   (J)   ergibt.

Claims (1)

  1. 2. Spannungsteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Form der Elektroden und deren von oben nach unten zunehmender Abstand so gewählt sind, dass sich bei glimmfreier Ausführung unter Benutzung der gegenseitigen Abschirmung nach dem Prinzip derBündelleiter eine minimale Erdkapazität der Elektroden und damit auch ein minimaler Wert der erforderlichen Steuerkapazität ergeben.
    3. Spannungsteiler nach den Ansprüchen l-und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gemäss den Ansprüchen aufgebaute kapazitätsarme Steueranordnung zur Reduktion der Totalkapazität eines an sich bekannten kapazitiven Spannungsteilers für Wechselspannung benutzt wird, mit dem Zweck, die Belastung der Spannungsquelle durch den Spannungsteiler kleinzuhalten.
AT515158A 1958-07-21 1958-07-21 Kapazitätsarmer Spannungsteiler für Höchstspannungen AT216091B (de)

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