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Plattenwärmer
Die üblichen Plattenwärmer weisen als Wärmequelle entweder eine oder zwei in festen Abständen voneinander angeordnete Kerzen oder eine einheitliche, elektrisch beheizte Wärmefläche auf. Diese Warmeplatten haben den Nachteil, dass sie zwar eine grosse zu wärmende Platte tragen können, dass aber zwei kleinere Platten nicht nebeneinander gestellt werden können, weil die tragende Fläche zu klein ist. Es sind auch Plattenwärmer bekannt, welche zur Vergrösserung der tragenden Fläche umklappbare Stfitzble- che aufweisen. Bei diesen Wärmeplatten liegen aber die Wärmequellen nicht zentral unter den zu wärmenden Platten, so dass die Erwärmung ungleichmässig und ungünstig erfolgt.
Ferner sind auch schon Plattenwärmer bekannt, die aus mehreren voneinander unabhängigen Teilen zusammensetzbar sind, wobei jeder dieser Teile elektrisch heizbar ist und die elektrische Zusammenschaltung der Teile durch an den Stosskanten benachbarter Teile angeordnete elektrische Stecker erfolgt.
Hiebei ist nur eine Vergrösserung einer geschlossenen Heizfläche jeweils um eine Platteneinheit möglich, nicht aber eine Heizung der Plattenelemente im gegenseitigen Abstand, weil durch die Relativverschiebung benachbarter Platten die Steckverbindung gelöst, die verschobene Platte also abgeschaltet wird.
Schliesslich ist es auch schon bekannt, mehrere voneinander unabhängige Heizplatten auf einen. Tis. ch so aufzustellen, dass jede von ihnen über eine elektrische Verbindungsleitung an eine zentral angeordnete Stromversorgungsquelle angeschlossen werden kann. Hiebei können die einzelnen Platten beliebig gegeneinander verschoben werden, bieten aber keine konstruktive Einheit, die raumsparend aufbewahrt werden kann.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, einen zweiteiligen Plattenwärmer so auszubilden, dass seine beiden Teile unter Wahrung ihrer mechanischen Verbindung und gegebenenfalls ihrer Heizbarkeit aus einer vorgegebenen benachbarten Relativlage, in der sie auf einer grossen Wärmefl che ein grosses Gefäss abstutzen können, in eine ebenfalls vorgegebene Relativlage gebracht werden können, in der die Wärmefläche unterteilt ist, so dass zwei kleinere getrennte Gefässe abgestellt werden können. Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass die beiden Teile der Wärmeplatte durch mechanische Verbindungsmittel gegeneinander verschiebbar'miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungsmittel in einem Teil oder in beiden Teilen geführt sind und Anschläge zur Begrenzung des Verschiebungsweges aufweisen.
Dieser Plattenwärmer lässt sich auf sehr einfache Weise verschiedenen Anforderungen anpassen und kann im zusammengeschobenen Zustand mit geringem Platzbedarf aufbewahrt werden.
Die Verbindungsmittel werden zweckmässig als Führungsstangen ausgebildet, welche in Nuten geführt sind. Dabei kann an dem freien Ende jeder Führungsstange eine Klappe angeordnet sein, welche dazu dient, beim Verschieben der beiden Teile eine als Wärmequelle dienende Kerze selbsttätig zu löschen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt ; es zeigen : Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Plattenwärmer nach der Erfindung, Fig. 2 einen Querschnitt längs der Linie li-li in Fig. 1 und Fig. 3 eine Draufsicht auf den auseinandergezogenen Plattenwärmer.
Der erfindungsgemässe Plattenwärmer besteht aus zwei gegeneinander verschiebbaren Teilen 1 und 2, deren jeder als vollständiges Gehäuse ausgebildet ist und eine aus einem Kerzengefäss 3 mit Kerze bestehende Wärmequelle enthält. Die beiden Teile 1 und 2 sind an ihren einander zugekehrten Seiten 4 parallelflächig ausgebildet, so dass der Plattenwärmer in zusammengeschobenem Zustand praktisch eine ununterbrochene grosse Wärmefläche bildet.
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Jeder Teil 1 und2 weist in seinem Innern zwei an die flache Wand 4 anstossende Führungsblöcke 5 und 6 auf, welche mit Nuten 7 versehen sind. Diese Nuten sind durch die Wände 4 hindurchgeführt. In diesen Nuten sind Führungsstangen 8 gelagert, u. zw. so, dass jede Stange 8 im Block 5 eines Teiles 1 bzw. 2 durch eine Schraube 9 befestigt ist und im Block 6 des ändern Teiles 2 bzw. l gleiten kann.
Am freien Ende jeder Stange 8 ist ein Anschlag 10 angeordnet, durch welchen das Mass der Verschiebbarkeit der beiden Teile 1 und 2 gegeneinander begrenzt wird.
Jeder Teil 1 und 2 weist im Boden eine zentral angeordnete Öffnung 11 und einen die Öffnung umgebenden Wulst 12 auf, welcher zur Aufnahme des Kerzengefässes 3 dient. Vom Wulst 12 gegen die Öffnung 11 hin erstrecken sich radiale Rippen 13, welche den Durchtritt von Verbrennungsluft von unten her ermöglichen, wodurch das Kerzengefäss gekühlt und ein Versengen der Unterlagen vermieden wird.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel bildet der Anschlag 10, welcher am Ende jeder Stange 8 angebracht ist, eineAchse für eine drehbeweglich auf ihr angeordnete Klappe 14, welche ungefähr die Grö- sse der Öffnung des Kerzengefässes 3 besitzt. Wenn man nun die beiden Teile 1 und 2 voneinander weg bewegt oder aus dem ausgezogenen Zustand zusammenschiebt, stösst die zuerst vertikal hängende Klappe 14 gegen den Rand des Kerzengefässes 3, legt sich während ihrer Bewegung über die Öffnung des Gefässes 3, löscht damit die Kerze aus, stösst dann gegen die äussere oder innere Wand des entsprechenden Teiles 1 oder 2 und wird wieder in die Vertikallage gedreht.
Die Klappe kann auch in horizontaler Lage fest an der Achse 10 befestigt sein, wenn genügend Platz beidseitig des Kerzengefässes 3 innerhalb des Gehäuseteiles für die horizontalliegende Klappe vorhanden ist. Die Klappe kann flach oder leicht gewölbt sein.
Die beiden Teile 1 und 2 werden in bekannter Weise von je einem Abdeckblech 15 oben abgedeckt.
Dieses Abdeckblech 15 weist Vertiefungen 16 auf, welche derart angeordnet sind, dass beim Aufeinander-
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mehrerer Plattenwärmer beitiefungen 16 eingreifen. Damit ist Vorsorge getroffen, dass die aufeinandergestapelten Plattenwärmer in ihrer Lage gesichert sind.
Der beschriebene Plattenwärmer kann auch elektrisch erwärmt werden. In diesem Falle besitzt entweder jeder Teil 1 und 2 eine eigene Heizvorrichtung mit besonderem Anschluss, oder es kann nur ein einziger Anschluss an einem Teil 1 oder 2 vorgesehen sein, in welchem Fall der elektrische Strom mittels eines zwischen den beiden Wänden 4 angeordneten Steckers zum ändern Teil übergeleitet wird. Die Erwärmung erfolgt dann im zusammengeschobenen Zustand, und beim Auseinanderziehen wird ein Teil von der Wärmeerzeugung abgeschaltet. In diesem Fall entfällt natürlich die Verwendung des beschriebenen Kerzenlöschers.
Der beschriebene Plattenwärmer hat den Vorteil, dass er in zusammengeschobenem oder in ausgezogenem Zustand zur Erwärmung einer grossen Platte und in ausgezogenem Zustand zur Erwärmung von zwei Platten verwendet werden kann, wobei die Erwärmung in zweckmässiger Weise in der Mitte der aufgestellten Platte erfolgt. In zusammengeschobenem Zustand beansprucht der Plattenwarmer nicht mehr Platz als der vorbekannte Plattenwärmer.
Die Anordnung der Führungsstangen 8 kann der besonderen Bauweise und der Verwendung verschiede-
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PATENTANSPRÜCHE :
1. Plattenwärmer, bei dem die Wärmeplatte zweiteilig ausgebildet ist und jeder Teil eine Wärmequelle aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (1,2) der Wärmeplatte durch mechanische Verbindungsmittel (8) gegeneinander verschiebbar miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungmittel (8) in einem Teil oder beiden Teilen geführt sind und Anschläge (10) zur Begrenzung des Verschie- bungsweges aufweisen.