Plattenwärmer Die bisher bekannten Plattenwürmer besitzen, wenn Kerzen als Wärmequellen verwendet werden, eine oder zwei solcher Kerzen, welche in festen Ab ständen voneinander angeordnet sind oder, wenn sie elektrisch erwärmt werden, eine einheitliche Wärme fläche. Diese Wärmeplatten haben den Nachteil, dass sie zwar eine grosse, zu wärmende Platte tragen kön nen, dass aber zwei kleinere Platten nicht nebenein- andergestellt werden können, da die Tragfläche zu klein ist.
Es sind auch Wärmeplatten bekannt, welche umklappbare Stützbleche besitzen, welche die Trag fläche vergrössern; bei diesen Wärmeplatten befinden sich aber die Wärmequellen nicht zentral unter den zu beheizenden Platten, so dass die Erwärmung un genügend und unzweckmässig erfolgt.
Durch die vorliegende Erfindung soll dieser Nach teil beseitigt werden.
Der Plattenwärmer gemäss vorliegender Erfin dung zeichnet sich dadurch aus, dass er aus zwei ge geneinander verschiebbaren Teilen besteht, deren je der zur Aufnahme einer Wärmequelle bestimmt ist.
In den beiliegenden Zeichnungen ist ein Ausfüh rungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Plattenwär mer, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf den ausgezogenen Plat tenwärmer.
Der Plattenwärmer besteht aus zwei gegeneinan der verschiebbaren Teilen 1 und 2, welche je als voll ständiges Gehäuse ausgebildet sind und je eine Wärmequelle enthalten, die aus einem Kerzengefäss 3 mit Kerze bestehen. Die beiden Teile 1 und 2 sind an ihren einander zugekehrten Seiten 4 parallelflächig ausgebildet, so dass der Plattenwärmer in zusammen- geschobenem Zustand praktisch eine ununterbrochene Wärmefläche bildet.
Jeder Teil 1 und 2 weist in seinem Innern zwei an die flache Wand 4 anstossende Führungsblöcke 5 und 6 auf, welche mit Nuten 7 versehen sind. Diese Nuten sind durch die Wände 4 hindurchgeführt. In diesen Nuten sind Führungsstangen 8 gelagert, und zwar so, dass jede Stange 8 im Block 5 eines Teils 1 respektive 2 durch eine Schraube 9 befestigt ist und im Block 6 des andern Teils 2 respektive 1 gleiten kann.
Am freien Ende jeder Stange 8 ist ein Anschlag 10 angeordnet, durch welchen das Mass der Ver- schiebbarkeit der beiden Teile 1 und 2 gegeneinander begrenzt wird.
Jeder Teil 1 und 2 weist im Boden eine zentral angeordnete Öffnung 11 und einen die Öffnung um gebenden Ring 12 auf, welcher zur Aufnahme des Kerzengefässes 3 dient. Vom Ring 12 gegen die Öff nung 11 hin erstrecken sich radiale Rippen 13, welche den Durchtritt von Verbrennungsluft von unten her ermöglichen, wodurch das Kerzengefäss gekühlt und ein Versengen der Unterlagen vermieden wird.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel bildet der Anschlag 10, welcher am Ende jeder Stange 8 an gebracht ist, eine Achse für eine drehbeweglich auf ihr angeordnete Klappe 14, welche ungefähr die Grösse der Öffnung des Kerzengefässes 3 besitzt. Wenn man nun die beiden Teile 1 und 2 voneinander weg bewegt oder aus dem ausgezogenen Zustand zusam menschiebt, stösst die zuerst vertikal hängende Klappe 14 gegen den Rand des Kerzengefässes 3 und legt sich während ihrer Bewegung über die Öffnung des Ge fässes 3, löscht damit die Kerze aus und stösst dann gegen die äussere oder innere Wand des entsprechen den Teils 1 oder 2 und wird wieder in die Vertikal lage gedreht.
Die Klappe kann auch in horizontaler Lage fest an der Achse 10 befestigt sein, wenn genügend Platz beidseitig des Kerzengefässes 3 innerhalb des Ge häuseteils für die horizontalliegende Klappe vorhan den ist. Die Klappe kann flach oder leicht gewölbt sein.
Die beiden Teile 1 und 2 werden in bekannter Weise von je einem Abdeckblech 15 nach oben ab gedeckt. Dieses Abdeckblech 15 weist Vertiefungen 16 auf, welche derart angeordnet sind, dass beim Aufeinanderstapeln mehrerer Plattenwärmer bei Nichtgebrauch die Füsse 17 des oberen Plattenwär- mers in diese Vertiefungen 16 eingreifen. Damit ist Vorsorge getroffen, dass die aufeinandergestapelten Plattenwärmer in ihrer Lage gesichert sind.
Der beschriebene Plattenwärmer kann auch elek trisch erwärmt werden. In diesem Fall besitzt ent weder jeder Teil 1 und 2 eine eigene Heizvorrichtung mit besonderem Anschluss, oder es kann nur ein ein ziger Anschluss an einem Teil 1 oder 2 vorgesehen sein, in welchem Fall der elektrische Strom mittels eines zwischen den beiden Wänden 4 angeordneten Steckers zum andern Teil übergeleitet wird. Die Er wärmung erfolgt dann im zusammengeschobenen Zu stand und beim Auseinanderziehen wird ein Teil von der Wärmeerzeugung abgeschaltet. In diesem Fall ent fällt natürlich die Verwendung des beschriebenen Kerzenlöschers.
Der beschriebene Plattenwärmer hat den Vorteil, dass er in zusammengeschobenem oder in ausgezo genem Zustand zur Erwärmung einer grossen Platte und in ausgezogenem Zustand zur Erwärmung von zwei Platten verwendet werden kann, wobei die Er wärmung in zweckmässiger Weise in der Mitte der aufgestellten Platte erfolgt. In zusammengeschobenem Zustand beansprucht der Plattenwärmer nicht mehr Platz als der vorbekannte Plattenwärmer. Die Anordnung der Führungsstangen 8 kann der besondern Bauweise und der Verwendung verschie dener Wärmequellen (Kerzen, elektrisch usw.) an gepasst werden.