AT219116B - Normalverbindung für elektrische Hochspannungskabel und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Normalverbindung für elektrische Hochspannungskabel und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
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Normalverbindung für elektrische Hochspannungskabel'und Verfahren zu deren Herstellung
Die Normal- oder Geradeausverbindungen für elektrische Hochspannungskabel, die mit imprägniertem Papier isoliert sind, werden gewöhnlich auf die nachfolgend beschriebene Weise hergestellt :
Sobald die blanken Kabelleiterenden mit Hilfe einer Verbindungshülse, die durch Verlöten oder durch Zusammendrücken an den Kabelleiterenden befestigt wird, leitend miteinander verbunden worden sind und die Isolation an den beiden zu verbindenden Kabelabschnitten stufenweise abgetragen worden ist, wird die erforderliche Isolation unter Verwendung von Streifen aus dielektrischem Material oder von Rohren aus imprägnierte Papier oder auch durch eine geeignete Kombination dieser beiden Mittel wieder aufgebaut.
Dieser Arbeitsvorgang ist sehr heikel und erfordert eine ziemlich lange Arbeitszeit, während der die Kabelenden der Einwirkung der Atmosphäre ausgesetzt sind.
Der Durchmesser der in der Verbindungszone neu aufgebauten Isolation ist gewöhnlich etwas grösser als der Durchmesser der ursprünglichen Kabelisolation, und an den beiden Enden der Verbindungszone wird eine geeignete glockenahnliche Verjüngung ausgebildet, welche die Aufgabe hat, einer darum gewickelten Feldabschirmung, die zur Beeinflussung der elektrischen Beanspruchungen dient, eine im wesentlichen konische Form zu erteilen. Auf diese Weise wird die Intensität des elektrischen Feldes, die innerhalb der normalen Kabelisolation ziemlich hoch ist, zur Verbindungszone hin allmählich auf einen zulässigen Wert herabgesetzt.
Die konischen Abschirmungen werden über der Isolation der Verbindungsstelle aufgebracht, deren äussere. glockenähnliche Verjüngungen durch geeignete Anordnung der Streifen erzielt oder von Hand aus mittels eines Messers geformt werden, indem im Falle der Verwendung von Papierrohren für die Isolation diese Rohre in den betreffenden Zonen entsprechend zugeschnitten werden.
Die so erhaltene Verbindungsstelle wird sodann mit Kohlepapier und mit einem Streifen aus Metallgewebe oder durch Aufwickeln eines Drahtes mit engen Windungen über die konischen Oberflächenteile und eines Metallstreifens auf den zylindrischen Oberflächenteil abgeschirmt.
Die neue und verbesserte Normalverbindung für elektrische Hochspannungskabel, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, kann im Gegensatz zu der beschriebenen Ausführung auch durch nicht geschulte Arbeitskräfte hergestellt werden und ermöglicht überdies eine erhebliche Einsparung an Arbeitszeit.
Im Rahmen der Erfindung wird, ähnlich wie dies aus der österr. Patentschrift Nr. 202208 für Speiseoder Abschlussverbindungen bekannt ist, eine vorgefertigte Verbindermuffe aus Kun3tharz verwendet, welche die Enden der beiden zu verbindenden, von der Abschirmung befreiten Kabelabschnitte längs einer Strecke umschliesst, die grösser als die Länge der die elektrischen Leiter der Kabelabschnitte miteinander verbindenden Verbindungshülse ist und in der eine Abschirmelektrode eingebettet ist, die sich in elektrischem Kontakt mit der erwähnten Verbindungshülse befindet.
Der Umstand, dass bei einer Normalverbindung keine Speisestelle oder Abschlussstelle für das die Isolation imprägnierende Medium vorgesehen werden muss, wird erfindungsgemäss in vorteilhafter Weise zu einer besseren Eingliederung der erwähnten vorgefertigten Verbindermuffe in den Kabelverlauf ausgenützt, die eine vollständige Abschirmung der Verbindungsstelle ermöglicht und auch die Anwendung eines gesonderten Muffengehäuses entbehrlich macht.
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Die erfindungsgemässe Normalverbindung, die beispielsweise für mit Druckgas oder Drucköl betriebene Rohrkabel oder für ölgefüllte Kabel brauchbar ist, ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung der eben beschriebenen, an sich bekannten vorgefertigten Verbindermuffe aus Kunstharz seitlich dieser Verbindermuffe aus Isolierstreifen glockenähnliclie Isolierteile gebildet sind, die an jener Stelle beginnen, wo die Kabelabschirmung unterbrochen ist, und dass die gesamte Verbindung von einer Abschirmung umschlossen ist.
In Fig. 1 der Zeichnung ist die verbesserte Normalverbindung gemäss der Erfindung dargestellt. Fig. 2 zeigt den Verlauf der Äquipotentialflächen, der auf der in der vorgefertigten Verbindermuffe eingebetteten Elektrode beruht. Fig. 3 zeigt eine für ölgefilllte Kabel vorgesehene Ergänzung der Kabelverbindung nach Fig. 1.
Zur Herstellung einer erfindungsgemässen Kabelverbindung wird in folgender Weise verfahren :
Zunächst wird die Abschirmung 8 von jedem der beiden zu verbindenden Kabelabschnitte entfernt und auf diese Weise die Isolation 10 der beiden Kabel auf eine bestimmte, in Fig. 1 mit L bezeichnete Länge freigelegt. Sodann wird jeder Kabelleiter 9 an seinen Enden auf eine Länge, die der halben Gesamtlänge der Verbindungshülse 1 entspricht, blank gemacht.
Nach dem Aufbringen der Verbindungshülse wird die Verbindermuffe 2 (die vorher über das freie Ende eines der Kabelabschnitte aufgeschoben worden ist) derart über die Verbindungsstelle geschoben, dass die in dieser Muffe eingebettete metallische Abschirmelektrode 3 in elektrischen Kontakt mit der Verbin- dungshülse 1 gelangt.
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e) eine Beschränkung der manuellen Arbeiten auf das Aufbringen einer kleinen Menge von Isolierstreifen (beispielsweise Kreppapier) zur glockenähnlichen oder konischen Formgebung an den Enden der Verbinderisolation.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Normalverbindung für elektrische Hochspannungskabel, beispielsweise für mit Druckgas oder Drucköl betriebene Rohrkabel oder für ölgefüllte Kabel, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung einer an sich bekannten vorgefertigten Verbindermuffe (2) aus Kunstharz, welche die Enden der beiden zu verbindenden, von der Abschirmung (8) befreiten Kabelabschnitte längs einer Strecke umschliesst, die grösser als die Länge der die elektrischen Leiter (9) der Kabelabschnitte miteinander verbindenden Ver-
EMI3.1
takt mit der erwähnten Verbindungshülse (1) befindet, seitlich der Verbindermuffe (2) aus Isolierstreifen glockenähnliche Isolierteile (4) gebildet sind, die an jener Stelle beginnen, wo die Kabelabschirmung (8) unterbrochen worden ist,
und dass die gesamte Verbindung von einer Abschirmung (5, 6) umschlossen ist.
Claims (1)
- 2. Verfahren zur Herstellung einer Normalverbindung nach Anspruch l, fUr elektrische Hochspannungskabel, dadurch gekennzeichnet, dass von jedem der beiden zu verbindenden Kabelabschnitte zunächst die Abschirmung (8) entfernt wird, wodurch die Kabelisolation (10) längs einer gewissen Strecke (L) freigelegt wird, dass die Enden der Kabelleiter (9) längs einer Strecke, die gleich der Hälfte der Länge der Verbindungshülse (1) ist, blank gemacht und sodann mittels der Verbindungshülse (1) leitend miteinander verbunden werden, worauf die vorher auf einen der Kabelabschnitte aufgeschobene Verbindermuffe (2) so über die Verbindungsstelle geschoben wird, dass die darin eingebettete metallische Abschirmelektrode (3) in elektrischen Kontakt mit der Verbindungshülse (1) gelangt,dass sodann mit Hilfe eines Streifens aus Isoliermaterial, beginnend an jenen Stellen der Kabelabschnitte, wo die metallischen und halbleitenden Streifen der Abschirmung (8) unterbrochen worden sind, zwei konische Isolierteile (4) seitlich der Verbindermuffe (2) gewickelt werden, worauf die gesamte Verbindungsstelle mit geeignetem Abschirmmaterial (5,6) abgeschirmt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| IT219116X | 1959-08-26 |
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| AT219116B true AT219116B (de) | 1962-01-10 |
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1960
- 1960-08-25 AT AT649660A patent/AT219116B/de active
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