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Schalldämpfer für Pressluftwerkzeuge
Die Erfindung betrifft einen Schalldämpfer für Pressluftwerkzeuge, insbesondere Presslufthämmer, mit einem das Werkzeug mindestens in der Zone der Luftaustrittsöffnungen vollständig umschliessenden Ge- häuse, in dessen Aussenmantel Luftaustrittsschlitze angeordnet sind.
Es sind bereits Schalldämpfer für Pressluftwerkzeuge bekanntgeworden, die ein starres Metallgehäuse aufweisen, in dessen Mantel Luftaustrittsöffnungen angeordnet sind. Solche Genäuse sind jedoch sehr schwer und zudem sind sie mit dem Pressluftwerkzeug verschraubt und lassen sich nicht leicht von diesem ent- fernen. Es wurden auch schon Schalldämpfer für Pressluftwerkzeuge vorgeschlagen, die aus Blech herge- stellt sind und im Inneren mehrere miteinander durch Rohre verbundene Kammern aufweisen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass solche Schalldämpfer zu Eigenschwingungen neigen und nicht sehr wirksam sind. Zu- dem ist ihre Lebensdauer infolge der ausserordentlich starken Schwingungsbeanspruchung sehr begrenzt.
Ein weiterer Vorschlag zur Verminderung der Geräusche von Pressluftwerkzeugen geht dahin, dass über der
Zone der Luftaustrittsöffnung einseitig ein mit schalldämpfendem Material gefüllter Gummisack festge- schnallt wird, der Luftaustrittslöcher aufweist. Auch ein solcher Schalldämpfer ist nur sehr beschränkt wirksam, da er nur das Geräusch der austretenden Pressluft, nicht aber die mechanischen Geräusche des Werkzeuges dämpft, die oft sehr gross sind. Die Erfindung bezweckt, einen Schalldämpfer für Pressluftwerkzeuge zu schaffen, der einerseits die mechanischen Geräusche und diejenigen der austretenden Luft dämpft und der anderseits leicht am Werkzeug befestigt und abgenommen werden kann.
Eine besonders wirksame Geräuschdämpfung wird dadurch erzielt, dass erfindungsgemäss der Durchlassquerschnitt der Luftaustrittsschlitze des Schalldämpfergehäuses in Abhängigkeit von der austretenden Luftmenge veränderbar ist. Bei einer bevorzugtenAusführungsform besteht dasGehäuse aus zwei inLängsrichtung geteiltenHälften, wobei an den Stellen der Luftaustrittsschlitze die Wände der beiden Gehäuseteile sich überlappen. Vorzugsweise ist das Gehäuse in zwei Kammern unterteilt, von denen die erste Kammer die Luftaustrittsöffnungen des Pressluftwerkzeuges umschliesst, wogegen die Luftaustrittsschlitze an der Aussenwand der zweiten Kammer angeordnet sind.
In weiterer Ausbildung des Erfindungsgedankens sind drei Kammern durch zwei quer zur Gehäuseachse verlaufende Zwischenwände getrennt, wobei die mittlere, zweite Kammer die Luftaustrittsschlitze enthält und die dritte Kammer das untere Ende des Pressluftwerkzeugs und den oberen Teil des in dieses eingesetzten Werkzeugschaftes umschliesst.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen an einem Presslufthammer angebrachten Schalldämpfer ; Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1 und Fig. 3 eine Detailansicht des Verschlusses des Schalldämpfungsgehäuses.
Der Schaft des Presslufthammers 1 ist von einem zweiteiligen Gehäuse 3 aus Gummi oder gummiartigem Kunststoff umgeben, das oberhalb der Luftaustrittsöffnungen 2 des Hammers bündig an dessen Schaft anschliesst. Das Gehäuse umschliesst den ganzen Schaft 1 des Presslufthammers und besitzt unten eine Öffnung 4, durch welche das in den Hammer eingesetzte Werkzeug 5, z. B. ein Spitzeisen hinausragt. Die beiden Gehäusehälften sind durch Schnallen 6 (Fig. 1 und 3) zusammengehalten. Zwischen den Schnallen 6 sind Luftaustrittsschlitze 7 angeordnet, deren Durchlassquerschnitt durch die austretende Luftmenge veränderbar ist.
Dank der Elastizität der Gehäusewand können sich diese Schlitze erweitern, wenn im Innenraum des Gehäuses der Luftdruck steigt und sich anschliessend sofort wieder verengen-. An den Stellen der Luftaustrittsschlitze 7 weisen die Gehäusewände Zungen 8, S auf, die sich überlappen. Beim Austritt von Luft durch die Schlitze 7 verformen sich die Zungen 8, H, wie dies in Fig. 2 gestrichelt angedeutet ist.
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Der Innenraum des Gehäuses 3 ist durch zwei Zwischenwände 10, 11 in drei Kammern 12,13 und 14 unterteilt. Die oberste Kammer 12 umschliesst die Luftaustrittsöffnungen 2 und ist teilweise mit schalldämpfendem Material, beispielsweise Kunststoffspänen gefüllt. Die Zwischenwand 10 enthält einige Löcher 15, durch welche die. Luft in die Kammer 13 übertritt, in deren Gehäusewand die Luftschlitze 7 angeordnet sind.
Die Kammer 14 dient zur Dämpfung der mechanischen Geräusche des unteren Teiles des Presslufthammers und könnte gegebenenfalls auch weggelassen werden, denn der grösste Anteil der Geräuschentwicklung wird durch die aus den Öffnungen 2 austretende Luft verursacht.
Der Schalldämpfer könnte auch einfacher ausgeführt werden, wobei das Gehäuse keine Zwischenwand enthält, sondern nur den Teil des Presslufthammers umschliesst, der die Luftaustrittsöffnungen enthält.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schalldämpfer für Pressluftwerkzeuge mit einem das Werkzeug mindestens in der Zone derLuftaus- trittsöffnungen vollständig umschliessenden Gehäuse, in dessen Aussenmantel Luftaustrittsschlitze angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchlassquerschnitt der Luftaustrittsschlitze (7) in Abhängigkeit von der austretenden Luftmenge veränderbar ist.