AT220153B - Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodibenzylderivaten und deren Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodibenzylderivaten und deren Salzen

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodibenzylderivaten und deren Salzen 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer N-heterocyclischer Verbindungen mit wertvollen pharmakologischen Eigenschaften sowie der zugehörigen Zwischenprodukte. 



   Es wurde gefunden, dass man Verbindungen mit wertvollen pharmakologischen Eigenschaften, die der allgemeinen Formel I entsprechen, 
 EMI1.1 
 worin X einen geradkettigen oder verzweigten Alkylenrest mit 2-6 Kohlenstoffatomen und Am eine Dialkylaminogruppe bedeutet, wobei einer der beiden Alkylreste einer Dialkylaminogruppe Am direkt   (1)   mit dem Alkylenrest X oder beide Alkylreste unter sich direkt (2) oder über ein Sauerstoffatom (3), eine niedere Alkylimino- (4), Hydroxyalkylimino- (5) oder Alkanoyloxyalkyliminogruppe (6) verbunden sein können, bzw.

   deren Salze mit anorganischen oder organischen Säuren herstellen kann, indem man eine Verbindung der allgemeinen Formel II 
 EMI1.2 
 worin X und Am die oben angegebene Bedeutung haben, mit Sauerstoff oder Wasserstoffperoxyd in einer neutralen bis schwach sauren wässerigen Lösung in Gegenwart einer Verbindung mit der Atomgruppierung - CO-C (OH) =   C (OH)- oder-CO-CO-CO-,   wie z. B. Ascorbinsäure oder Dehydroascorbinsäure, von Ionen eines Schwermetalles der Gruppe Eisen, Nickel, Kobalt und Mangan und gegebenenfalls eines Komplexbildners, z. B. Äthylendiamin-tetraessigsäure, Zitronensäure oder o-Phenanthrolin, oxydiert. 



   Die folgenden Formeln sind spezielle Beispiele zur Erläuterung der obenerwähnten sechs Bindungsmöglichkeiten in der Gruppierung X-Am : 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
2-Propylen-, 1, 3-zinyl-(1)-oder 4-Hydroxyäthyl-piperazinyl-(1)-rest und X-Am zusammen ferner z. B. durch den 1-   Methyl-piperidyl- (3)-methyl, l-Methyl-piperidyl- (2)-äthyl-   oder 1-Methyl-pyrrolidyl-(2)-äthylrest verkörpert. 



   Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel II werden erhalten, indem man Iminodibenzyl in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels mit einem reaktionsfähigen Ester eines Alkohols der allgemeinen Formel 
HO-X-Am', (III) worin Am'einen Rest entsprechend der Definition für Am mit Ausnahme einer Monoalkylaminogruppe oder eine niedere   N-Arylmethy1alky1aminogruppe   oder N-Acyl-alkylaminogruppe bedeutet und X die oben angegebene Bedeutung hat, umsetzt. Nötigenfalls wandelt man hierauf das Kondensationsprodukt der allgemeinen Formel IV, die einen Teil der Verbindungen der allgemeinen Formel II bereits mitumfasst : 
 EMI2.3 
 je nach der Bedeutung von Am', durch vorzugsweise saure Hydrolyse oder durch Hydrogenolyse in eine Verbindung der oben definierten allgemeinen Formel I um, worin Am durch eine niedere Alkylaminogruppe verkörpert ist. 



   Als alkalische Kondensationsmittel für die Umsetzung von Iminodibenzyl mit reaktionsfähigen Estern von basischen Alkoholen der allgemeinen Formel III eignen sich insbesondere Natriumamid, Lithiumamid, Kaliumamid, Natrium, Kalium, Butyllithium, Phenyllithium, Natriumhydrid oder Lithiumhydrid. Die Umsetzung kann in An- oder Abwesenheit eines inerten organischen Lösungsmittels, wovon als Beispiel Benzol, Toluol und Xylole genannt seien, durchgeführt werden. 



   Nach einem weiteren Verfahren erhält man Verbindungen der allgemeinen Formel   11,   indem man ein Halogenid einer Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI2.4 
 worin X die oben angegebene Bedeutung hat, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
Am"-H, (VI) 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 worin Am" die oben angegebene Bedeutung hat, jedoch naturgemäss keine Bindung zwischen einem Alkylrest von Am" und X vorliegen kann, in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, vorzugsweise eines Überschusses an umzusetzendem Amin der allgemeinen Formel VI umsetzt. 



   Die erfindungsgemäss herstellbaren Verbindungen besitzen insbesondere antiallergische, sedative, serotoninantagonistische, antipyretische und thymoleptische Wirksamkeit bei nur geringen vegetativen Nebenwirkungen. Sie eignen sich beispielsweise zur Behandlung von gewissen Formen von Geisteskrankheiten, insbesondere Gemütsdepressionen, wobei sie peroral oder in Form von wässerigen Lösungen nichttoxischer Salze auch parenteral angewendet werden können. Teilweise eignen sie sich auch als Zwischenprodukte für die Herstellung weiterer Stoffe mit ähnlichen Eigenschaften. 



   Mit anorganischen oder organischen Säuren, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure, Äthandisulfonsäure, Essigsäure, Bernsteinsäure, Fumarsäure, Maleinsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Citronensäure, Benzoesäure und Phthalsäure, bilden die   erfindungsgemäss   herstellbaren Verbindungen der allgemeinen Formel I Salze, welche zum Teil wasserlöslich sind. 



   Das nachfolgende Beispiel soll die erfindungsgemässe Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel I näher erläutern, stellt jedoch keineswegs die einzige Ausführungsmöglichkeit derselben dar. 



  Im Beispiel bedeuten Teile, sofern nichts anderes vermerkt ist, Gewichtsteile ; diese verhalten sich zu Volumteilen wie g zu cm3. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 



   Beispiel :   10, 5   Teile Ferrosulfat,   76, 2   Teile Dinatriumsalz der Äthylendiamintetraessigsäure, 75 Teile Ascorbinsäure und schliesslich unter starkem Rühren 75 Teile   5- (y-Dimethylaminopropyl) -iminodibenzyl   werden 
 EMI3.1 
 



  Hierauf wird die Lösung abgekühlt,   mit konzentriertem Ammoniak   auf pH 10 eingestellt und die nun tiefblau gefärbte Lösung dreimal mit Äthylacetat ausgeschüttelt. Die vereinigten Auszüge werden mindestens sechsmal mit Wasser gewaschen, um allfällige gelöste Eisensalze zu entfernen. Hierauf schüttelt man die klare Äthylacetatlösung dreimal mit 50 Volumteilen 2-n. Salzsäure aus, stellt die klaren sauren Extrakte mit konzentriertem Ammoniak alkalisch und nimmt die ausgeschiedenen basischen Stoffe wiederum in Äthylacetat auf. Die Äthylacetatlösung wird über Natriumsulfat getrocknet und durch Eindampfen im Vakuum vom Lösungsmittel befreit, wobei ein fast schwarzes Öl hinterbleibt.

   Dieses wird in 420 Volumteilen 70%igem Methanol gelöst und die Lösung viermal mit je 420 Volumteilen Pentan ausgeschüttelt, wobei sich an den Wänden des Scheidetrichters ein schwarzes Harz absetzt, das vernachlässigt werden kann. Hierauf wird die methanolische Lösung im Vakuum eingeengt, der Rückstand in Äthylacetat aufgenommen, die Lösung mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird an einer in Äther bereiteten Säure aus 450 Teilen Silicagel chromatographiert. Beim Eluieren mit Gemischen von gleichen Teilen Äther und Aceton werden Fraktionen des Rohproduktes mit zwischen 120 und   1260 liegenden   Schmelztemperaturbereichen eluiert.

   Diese werden vereinigt und zunächst aus sehr wenig Aceton und anschliessend aus viel Äther umkristallisiert, wobei man das   2- Hydroxy-5- (y-dimethylamino-propyl) -iminodibenzyl   vom Smp.   134-1350 erhält.   Weitere Reinsubstanz kann aus nachfolgenden Äther-Aceton-Eluaten und Aceton-Eluaten, deren Rückstand einen Schmelzpunktbereich von 100 bis   1140 aufweist,   durch mehrmalige analoge Umkristallisation gewonnen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodibenzylderivaten der allgemeinen Formel : EMI3.2 worin X einen geradkettigen oder verzweigten Alkylenrest mit 2-6 Kohlenstoffatomen und Am eine Dialkylaminogruppe bedeutet, wobei einer der beiden Alkylreste einer Dialkylaminogruppe Am direkt mit dem Alkylenrest X oder beide Alkylreste unter sich direkt oder über ein Sauerstoffatom, eine niedere Alkylimino-, Hydroxyalkylimino- oder Alkanoyloxyalkyliminogruppe verbunden sein können, bzw.
    deren Salzen mit anorganischen oder organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 worin X und Am die oben angegebene Bedeutung haben, mit Sauerstoff oder Wasserstoffperoxyd in einer neutralen bis schwach sauren wässerigen Lösung in Gegenwart einer Verbindung mit der Atomgruppierung - CO-C (OH) == C (OH)- oder-CO-CO-CO, von Ionen eines Schwermetalls der Gruppe Eisen, Nickel, Kobalt und Mangan und gegebenenfalls eines Komplexbildners zu einer Verbindung der allgemeinen Formel I, oxydiert und gegebenenfalls die erhaltenen Basen mit anorganischen oder organischen Säuren in Salze überführt.
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