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Schienengebundenes Transportsystem
Die Erfindung betrifft ein schienengebundenes Transportsystem mit beräderten Fahrzeugen, welche geeignet sind, auf einer schienenartigen Laufbahn zu fahren und welche mit Führungsrädem versehen sind, die mit den Seitenflächen der Laufbahn in Berührung bringbar sind, um die Fahrzeuge auf dieser in seit- licher Richtung zu führen.
Im besonderen hat die Erfindung Bezug auf jene Art von schienengebundenen Transportmitteln oder
Systemen, bei welchen mit Luftreifen, Gummirädern od. dgl. elastischen Laufrädern versehene Fahrzeu- ge oder Züge solcher Fahrzeuge auf Oberflächen laufen, welche durch im gegenseitigen Abstand und par- allel zueinander liegend, schienenartige Laufbahnen gebildet werden, und wobei weitere rotierende Elemente mit seitlichen Flächen der Laufbahnen in Berührung kommen können und an die Stelle von Radkränzen der Laufräder, die das Fahrzeug tragen, treten, um diese Laufräder auf der Laufbahn und in der richtigen Stellung zu der Laufbahn zu halten.
Die Erfindung ist insbesondere darauf gerichtet, die angeführten Mittel oder Systeme für ein Transportsystem anzunehmen, welches nur geringe Anlagekosten und gute Anpassbarkeit im Hinblick auf die Geschwindigkeit und die zu transportierende Gütermenge aufweist und unter anderem zur Erschliessung von Gebieten geeignet ist, wo der finanzielle Aufwand für den Bau von Eisenbahnen üblicher Art oder von leistungsfähigen Strassen nicht gerechtfertigt ist.
Wie dies aus der folgenden Beschreibung noch ge- nauer hervorgehen wird, umfasst die Erfindung zum Teil eine Kombination der klassischen Eisenbahn - und Strassenbau-Prinzipien für die Güterbeförderung ; obwohl sie nicht dafür vorgesehen ist, bestehende Schie- nen und Transportsysteme zu ersetzen oder mit diesen in Wettbewerb zu treten, so ist sie eher dafür geeignet, solche allenthalben schon existierende Systeme zu ergänzen oder eine mit relativ geringem Aufwand verbundene und durchaus zufriedenstellende zusätzliche Verkehrs-Verbindung zu schaffen in Gebieten, die bis zur Zeit noch keinerlei Verkehrsnetz aufweisen und in denen die Erstellung und Unterhaltung von herkömmlichen Verkehrsmitteln unökonomisch erscheint.
Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Lösung des Problems des Transportes der Bevölkerung von Vorstädten oder Wohnzentren zu den Arbeitsplätzen, wo, insbesondere zu den Verkehrsspitzen, die Strassen über das zulässige Mass hinausgehend überfüllt sind und es in ökonomischerweise nicht mehr durchführbar erscheint, die Strassen, insbesondere in grösseren Städten, zu erweitern.
Aus der folgenden Beschreibung geht des weiteren auch noch hervor, dass sich die Erfindung im besonderen mit dem wichtigen Gegenstand befasst, einen hohen Sicherheitsfaktor für den Lauf der Fahrzeuge mit hohen Geschwindigkeiten zu schaffen und mit dem höchstmöglichen Komfort für die Passagiere zu vereinen, welcher in erschütterungsfreiem Lauf, sicherem Kurvenfahren bei hohen Geschwindigkeiten usw. besteht, wobei all diese Vorteile sowohl mit geringem Kostenaufwand als auch mit niedrigen Gestehungsund Unterhaltungskosten erreicht werden. In diesem Sinne wird die Erfindung am vorteilhaftesten angewendet, wenn die Laufbahn aus zwei parallel laufenden, schienenähnlichen Balken besteht, die vorzugsweise aus vollem oder hohlem Beton hergestellt sind.
Diese Balken können an ihrer oberen Lauffläche mit Ausnehmungen versehen sein, um ein die Oberfläche überziehendes Material der eine entsprechende Zusammensetzung aufzunehmen, welches bzw. welche sowohl hohe Abriebtestigkeit als auch einen hohen Reibungskoeffizienten mit den luftbereiften Tragrädern des Fahrzeuges aufweist. Die eigentliche Lauf- fläche kann entweder glatt oder aufgerauht sein und ein bestimmtes Muster (Profil) tragen und vorzugs-
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weise von asphalthaltigen oder bituminösen Zusammensetzungen oder auch von Laufplatten od. dgl. ge- bildet sein, welche in den Ausnehmungen an der Oberseite der Laufbalken angeordnet sind.
Der Quer- schnitt der Laufbalken kann verschiedene Form haben ; er wird aber immer so ausgebildet, dass die Aussen- fläche jedes Laufbalkens entweder nach oben und aussen leicht geneigt ist oder dass diese entsprechend ausgebildet oder ausgenommen ist, so dass sie für die zuvor bereits erwähnten andem Laufelemente eine
Lauffläche bildet, die im wesentlichen senkrecht zur Rotationsebene dieser Laufelemente verläuft, wel- che, wie dies später noch genauer erklärt werden wird, als Führung dienen und die Aufgabe haben, das
Fahrzeug gegen seitliche Verschiebung gesichert auf der Fahrbahn zu halten.
Insofern die Erfindung bezug hat auf die Zugfahrzeuge und andere Fahrzeuge selbst, seien es nun
Zugmaschinen oder Anhänger, so sind diese auf Drehgestellen gelagert, deren jedes vorzugsweise drei
Tragachsen besitzt.
Die soeben erwähnten Drehgestelle tragen zusätzliche Laufelemente oder Führungsräder ; die Berührung dieser letzteren mit den äusseren Oberflächen der Laufbalken ist nachgiebig gestaltet, etwa mit Hil- fe von Federn, welche zwischen diese Laufelemente und die Drehgestelle geschaltet sind. Diese Berührung allein ergibt einen Sicherheitsfaktor, welcher wesentlich ist für die zufriedenstellende Funktion dieser Art von Transportmitteln, bei welcher hohe Fahrgeschwindigkeiten angestrebt werden.
Um den zuvor genannten Sicherheitsfaktor zu erreichen und um eine noch bessere Stabilität des Fahrzeuges oder Zuges zu erhalten, ist Vorsorge getroffen, um den Druck der seitlichen Berührung der zusätzlichen Laufelemente oder Führungsräder auf die Seitenflächen der Laufbahn selbsttätig zu regeln, um die Seitenkräfte und sonstigen Kräfte, die bestrebt sind, das Fahrzeug von der Laufbahn abzubringen, abzufangen und auszugleichen. Diese Kräfte sind veränderlich und-unter anderem-im wesentlichen direkt proportional der Fahrgeschwindigkeit und/oder der Schärfe der vorhandenen Kurven der Laufbahn.
Eine solche Regelung der Belastung (Vorspannung) der seitlichen Führungselemente kann durch die Ausrüstung der Fahrzeuge mit Servo-Mitteln erreicht werden, die dazu eingerichtet und ausgebildet sind, um die Belastung der auf den Seitenflächen der Laufbahn rollenden Laufelemente oder Räder zu verändern. Eine solche Veränderung kann durch entsprechende Steuerung der Servo-Mittel hervorgebracht werden mittels eines Gliedes oder mittels Gliedern, das bzw. die in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit und/oder den damit verbundenen Zentrifugalkräften bei Änderungen der Laufrichtung bewegbar sind.
Die Servo-Mitte], die im wesentlichen wie soeben erwähnt, gesteuert werden, können auf die Füh- rungsräder od. dgl. durcn irgendwelche Verbindungen einwirken, um die Kraft, mit welcher diese Führungsräder od. dgl. sich auf die äusseren Seitenflächen der Laufbalken abstützen, zu erhöhen oder zu erniedrigen, wie dies jeweils erforderlich ist. Derartige Verbindungen können exzentrische Lager tragen oder sie können geeignet sein, solche Lager in beiden Richtungen um einen gewissen Betrag zu verdrehen, wobei diese Lager zur Aufnahme der Achsen oder Wellen vorgesehen sind, welche die Führungsräder od. dgl. tragen, oder sie können anderseits gleichwertige Bewegungen auf Hebel oder Rahmen übertragen, welche die Führungsräder tragen.
Die Servo-Mittel selbst können von irgendwelcher geeigneten Konstruktion sein und können von einem Druckluftsystem betätigt werden, etwa von einem Bremssystem, das im allgemeinen bei dem Fahrzeug oder dem Zug vorhanden ist. Eine Hauptsteuerung und eine Druckregeleinrichtung sollen weiters vorgesehen sein.
Die Vorbelastung der Führungsräder durch Antriebszylinder, welche in das Servosystem eingeschlossen sind, kann vorgesehen sein und durch entsprechendes Steuern eines Druckreglers erreicht werden. Für die Betätigung des Servosystems in Abhängigkeit von den zuvor erwähnten Kräften, also zur Verstellung der exzentrischen Lager für die Führungsräder oder der diesbezüglichen Traghebel können irgendeine oder auch mehrere Einrichtungen an sich bekannter Art angewendet werden, welche gegenüber dem Fahrzeug in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit und/oder der Zentrifugalkraft beweglich sind.
Die Servosteuerung kann von einer Zentrifugal-Steuereinrichtung her betätigt werden, die sich an einem Laufrad oder einer mit einem solchen verbundenen Antriebswelle befindet. Anderseits kann auch ein Windflügel, eine Luftschraube od. dgl., die so am Fahrzeug angebracht ist, dass sie dem Luftdruck oder der Windströmung ausgesetzt ist, die sich proportional mit der Fahrzeuggeschwindigkeit ändert, und entsprechend diesem bezüglich eines Drehpunktes od. dgl. Lagerung beweglich ist, vorgesehen sein und in geeigneter Weise mit dem Servoventil in Verbindung stehen, um den Anpressdruck des Führungsrades in Abhängigkeit, von der Fahrzeuggeschwindigkeit zu verändern.
Die angeführten Möglichkeiten zur Betätigung der Servo-Mittel erlauben aber nur die gegenseitige Zuordnung von Anpressdruck der Führungsräder und Fahrzeuggeschwindigkeit. Die Zuordnung von Anpressdruck und Zentrifugalkräften aber, welche bestrebt sind, ein Fahrzeug oder einen Zug seitlich von der
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Fahrbahn abzubringen, kann dadurch erreicht werden, dass ein Servo-Steuerventil mit Pendeln od. ähnl.
Mitteln verbunden wird, welche an einem Drehgestell oder sonstwo an einem Fahrzeug angeordnet sind, so dass deren in bezug auf das Fahrzeug seitliche Bewegung in jeder Richtung und in Abhängigkeit von den genannten Kräften auf das Servoventil übertragen werden kann, wodurch die Anpresskraft der Führungsrä- der in Abhängigkeit von diesen Kräften erhöht oder erniedrigt wird.
Solche Zentrifugalkraft-empfind- liche bzw. - abhängige Steuermittel können, wenn dies erforderlich sein sollte, mittels einer üblichen
Verbindungseinrichtung mit irgendeiner geschwindigkeitsabhängigen oder geschwindigkeitsgesteuerten
Servosteuerung integriert werden, um auf diese Weise eine weitere Erhöhung des Sicherheitsfaktors zu er- reichen, welcher es ermöglicht, Strecken der Laufbahn, die scharfe Kurven enthalten, mit höheren Ge- schwindigkeiten zu durchfahren, als dies unter sonstigen Umständen zulässig wäre.
Bei bestimmten Anwendungen, insbesondere dort, wo die Fahrzeuge oder Züge mit sehr hohen Ge- schwindigkeiten laufen, können die vorerwähnten, zusätzlichen, rotierenden Elemente oder Führungsrä- der, welche verhältnismässig klein sind, höhere Drehzahlen als dies wünschenswert wäre, erreichen, wenn sie in Berührung mit den Seitenflächen der Laufbahn stehen.
Diese Unzukömmlichkeit wird durch die Erfindung vermieden, welche vorsieht, bei Transportsyste- men der eingangs angegebenen Art teilweise oder allein Druckluft zu verwenden, um die Führung in an sich bekannterweise von den Führungsrädern bei Fahrgeschwindigkeiten, die einen vorbestimmbaren Wert überschreiten, zu übernehmen. Die Führungsräder bilden demgemäss in der üblichen Weise lediglich eine
Reserve- oder Sicherheitseinrichtung in bezug auf die tatsächliche Berührung mit den Laufbalken. Es können die Drehgestelle od. dgl., an deren Aussenseiten die rotierenden Elemente oder Führungsräder an- gebracht sind, in ihrer seitlichen Lage durch Strahlen von Pressluft od. dgl. gehalten werden, welche ge- gen die Aussenseite der Laufbalken gerichtet werden.
Solche Strahlen od. dgl., welche durch entsprechende Düsen ausgestossen werden, können in der Nähe der rotierenden Elemente oder Fuhrungsräder vorgesehen und so beschaffen sein, dass, wenn der Abstand zwi- schen den Düsen und den Laufbalken abnimmt, z. B. wenn Ecken oder Kurven mit hoher Geschwindigkeit durchfahren werden, die Wirkung der Pressluft infolge einer solchen Abstandsabnahme erhöht wird, so dass sich eine korrigierende Kraft ergibt, welche das Fahrzeug mittig auf der Laufbahn hält, wobei die rotietenden Elemente oder Führungsräder mit den Laufbalken nur unter ganz besonderen Umständen in Berührung kommen.
Die Druckluftstrahlen können durch irgendwelche geeignete Vorrichtungen erzeugt und genau gerichtet ausgestossen werden und/oder ihre Wirksamkeit für den zuvor erläuterten Zweck kann, falls dies erwünscht sein sollte, durch die Anordnung von Windleitkanälen od. dgl. Mitteln. erhöht werden, welche Mittel zur Erzeugung und/oder zur Erhöhung dieser Strahlen vom Winddruck Gebrauch machen, welcher sich durch die Geschwindigkeit des Fahrzeuges, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten, ergibt. Derartige Windleitkanäle od. dgl. Mittel können den Drehgestellen und/oder den rotierenden Elementen oder Führungsrädern zugeordnet sein. Weiters können Servomittel vorgesehen und angeordnet sein, um den Strahldruck auf die Seitenflächen der Laufbalken zu verändern.
Eine derartige Veränderung kann so wie die Änderung der Anpresskraft der Führungsräder an den Laufbalken, durch die entsprechende Steuerung von Servomitteln hervorgebracht werden, die von der Fahrzeuggeschwindigkeit, den Zentrifugalkräften, welche diesen Geschwindigkeiten und/oder Änderungen der Laufrichtung zugeordnet sind, und dies mit oder ohne Beeinflussung von dem Winddruck her, welcher von der Stirnfläche des Fahrzeuges oder des Zuges, wenn dieses bzw. dieser in Fahrt ist, aufgenommen wird.
In den zugehörigen, halbschematischen Zeichnungen, welche lediglich als Beispiele anzusehen sind, zeigt Fig. ! eine Seitenansicht in kleinem Massstab eines Fahrzeuges in Fahrt auf einer aus zwei Laufbalken gebildeten Fahrbahn, beides gemäss der Erfindung. Fig. 2 ist eine Endansicht in grösserem Massstab eines Fahrzeuges bzw. einer Laufbahn und lässt Einzelheiten der Mittel zur seitlichen Führung der das Fahrzeug tragenden Laufräder auf der Laufbahn erkennen. Fig. 3 ist eine Teilansicht in weiter vergrö- ssertem Massstab jenes Teiles der Fig. l, der mit strichlierten Linien (Rechteck III) umgeben ist. Fig. 4 ist ein Teilschnitt bzw. eine Teil-Seitenansicht der Fig. 3.
Fig. 5 ist eine der Fig. 3 ähnliche Darstellung, jedoch von einer andern oder abgeänderten Konstruktion der Haltemittel, und Fig. 6 ist eine der Fig. 4 ähnliche Darstellung, jedoch entsprechend der Fig. 5.
Unter Bezugnahme auf die verschiedenen Figuren werden nun im folgenden die wesentlichen Merkmale der Erfindung beschrieben.
A. Die Laufbahn
Die bevorzugte Laufbahn besteht aus einem Paar von Balken 1, 2, deren jeder angenähert rechteckigen Querschnitt aufweist, jedoch eine äussere Seitenfläche 2a besitzt, welche eine nach aussen gerichtete
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Steigung oder Schrägung hat, die wenige Grade von der Vertikalen abweicht. Die beiden Balken liegen zueinander parallel, so dass der Abstand zwischen ihnen auf einem gleichbleibenden Wert gehalten ist ; etwa 1830 mm (sechs Fuss) sind ein hiefür annehmbares Mass.
Die Laufbalken können aus Beton hergestellt sein, u. zw. entweder vorgeformt oder an Ort und Stelle erzeugt sein ; sie können vorgespannt oder nach der Erzeugung mit einer Vorspannung versehen sein und können eine übliche Form besitzen. Sie können anderseits an bestimmten Stellen der Laufbahn auch aus
Stahl oder andem geeigneten Materialien bestehen.
Die obere Fläche 2b der Balken wird als Lauffläche für die Haupt-Tragräder 4 verwendet. Wenn es als wünschenswert angesehen wird, können sie mit einer seichten Vertiefung (nicht dargestellt) versehen sein, damit dort eine dünne Schicht von bituminösem Material als Abnützfläche angebracht und damit die Reibung erhöht werden kann.
Die Führungsräder 5, welche das Fahrzeug in seiner richtigen Lage halten, laufen auf der leicht schrägen äusseren Fläche 2a der Balken und sind, wie dies auch dargestellt ist, unter einem Winkel zur
Horizontalen geneigt, damit die Räder senkrecht auf ihrer Lauffläche am Balken aufstehen.
Wie dies am besten der Fig. 1 zu entnehmen ist, werden die Balken im Abstand vom Boden gehal- ten, wobei dieser Abstand von etwa 10 cm (einige Zoll) bis zu jeder gewünschten Höhe betragen kann, u. zw. mit Hilfe von eingesetzten oder eingerammten Pfosten oder Pfeilern 6 aus armiertem Beton, die von rundem oder rechteckigem Querschnitt sein können. Anderseits können die Balken auch von Portal- rahmen aus Beton oder Metall abgestützt sein, welche in entsprechenden gegenseitigen Abständen vor- gesehen sind, welch letztere in Abhängigkeit von den zu befördernden Lasten variieren können. Jedes Paar von Pfosten 6 gemäss Fig. 2 ist durch Abschneiden oder in anderer Weise auf das erforderliche Niveau gebracht und von einer Metall- oder Beton-Oberschwelle 7 überkappt, an welcher die Balken durch Nie- derhaltebolzen od. dgl.
Mittel befestigt und auf gleiches Niveau oder auf Überhöhung unterpacktsind.
Die Anwendung von Pfeilern oder Portalrahmen ermöglicht es, Steigungen in normal - welligem Gelände zu verringern oder zur Gänze auszugleichen, indem die Pfeiler bis zu einer hinreichenden Höhe aufgeführt werden, wenn eine Mulde zu überqueren ist. Ist ein Wasserlauf zu übersetzen, so können die Pfeiler so aufgestellt werden, dass die Breite des Wasserlaufes glatt überbrückt wird, oder, wenn es sich um einen grösseren Flusslauf handelt, können die Pfeiler ins Strombett gestellt und dort nach Art von Brükkenpfeilern verankert werden.
In gleicher Weise kann diese Konstruktionsart in verbauten Gebieten als Art von Hochbahn-System angewendet werden und an den Rändern von Strassen, über den Seitenfahrbahnen oder über dem Mittelstreifen angelegt werden, wodurch der unterhalb vor sich gehende, normale Fahrzeugverkehr sich ungehindert abwickeln kann.
B. Die Fahrzeuge
Die Zugfahrzeuge und auch die Lastenanhänger umfassen, wie dies in verschiedenen der Figuren zu ersehen ist, eines oder mehrere (untereinander verbundene) freischwingend Drehgestelle 8. Jede der drei Achsen 9 dieser Drehgestelle ist mit geeigneten, luftbereiften Laufrädern 4 versehen, und auf den Drehgestellen sind die Fahrzeugkörper gelagert. Die Luftreifen sind so bemessen, dass sie, bei normaler Höchstlast, auch weiterhin die zusätzliche Belastung aufnehmen können, wenn einer der jeweils zusammengehörigen Reifen einer Seite platzt oder perforiert wird. Die Drehgestelle laufen auf den oberen Flächen 2b der Laufbalken und sind, so wie das ganze Fahrzeug selbst, mit Hilfe von zwei Paaren von luftbereiften Rädern 5 geringeren Durchmessers in ihrer Bahn gehalten, wie dies aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht.
Diese Räder sind von Kastenträgern 10 getragen, welche parallel zum Drehgestellrahmen verlaufen.
An jeder Seite des Drehgestell-Hauptrahmens ist je ein solcher Kastenträger an zwei oder mehrere Stellen an den Auslegern 11 mittels der Bolzen 12 schwenkbar gelagert. Der Anfangsdruck der Führungsräder gegen die Seitenflächen der Balken kann durch Druckfedern erzeugt werden, die in Gehäusen 13 untergebracht sind und auf nach aussen ragende Kolbenstangen 14 einwirken, die ihrerseits bei 15 an Hebelarme 16 angelenkt sind, die mit den Trägem 10 starr verbunden sind ; diese Anordnung ist aus den Fig. 3 - 6 am besten zu ersehen.
Die Elemente 17, die in einigen der Figuren zu erkennen sind, sind einfache Räder, vorzugsweise mit Gummireifen versehen, welche mit den Seitenflächen der Balken unter bestimmten Voraussetzungen in Berührung kommen können, beispielsweise dann, wenn der Reifen des zugeordneten Führungsrades platzt oder einen zu geringen Luftdruck aufweist.
Die Drehgestelle od. dgl., an deren Seiten die rotierenden Elemente oder Führungsräder vorgesehen sind, tragen ausserdem bzw. werden seitlich in ihrer richtigen Lage gehalten durch Druckluftdüsen und/ oder Druckluftdome 18, 22, wie aus den Fig. 2 und 3 zu erkennen ist, welche kräftig gegen die Seiten 2a
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der Laufbalken 1, 2 blasen, u. zw. durch Auslassen von Pressluft, die von einer äusseren Quelle, wie dem durchgehenden Zugsrohr, über das Rohr 19 und ein Luft-Regulierventil kommt. Dieses Ventil wird durch die Ausschläge der Führungsräder 5 verstellt, welche einen Hebel 21 mitbewegender am Lagerzapfen 12, vorzugsweise verstellbar, befestigt ist, oder durch einen ähnlichen Mechanismus, der in gleicher Weise für bestimmte Zwecke verstellt. werden kann.
In gleicher Weise können an Stelle der Düsen 18 gemäss den
Fig. 3 und 4, die von äusseren Quellen gespeist werden, Druckglocken 22, wie in den Fig. 5 und 6 gezeigt, vorgesehen sein, um Druckluft mit der gleichen Kraft gegen die Seitenflächen der Laufbalken zu blasen und entsprechende Seitenstabilität zu erzielen. Zur Erzeugung der bruckluftstrahlen sind, wie schematisch gezeigt, Propeller-Bläser vorgesehen, in denen ein Propeller oder Schaufelrad 23 angeordnet ist, das über eine biegsame Welle 24 von der rotierenden Welle eines Drehgestell-Laufrades her angetrieben wird, u. zw. über eine Kupplung 25, welche den Zweck hat, die flexible Welle, die zum'Propeller führt, ein- zuschalten oder auszuschalten.
Die Kupplung 25 wird mittels Druckluft ein-oder ausgerückt, die durch ein Rohr 26 zugeleitet wird, in welchem ein Ventil 20 od. dgl. vorgesehen ist, das durch einen Hebelarm 21, so wie dies bei der Ausführungsform gemäss den Fig. 3 und 4 mittels des Hebels 21 geschieht, durch die Ausschläge der Führungsräder 5 geöffnet oder geschlossen wird. Die Propeller können anderseits auch durch eigene Motoren angetrieben werden, welche am System der Führungsräder befestigt sind. Solche Propeller können eingeschaltet oder ausgeschaltet werden, wie dies jeweils gerade erforderlich ist, durch die Ausschläge der Führungsräder über einen Hebel oder einen ähnlichen mechanischen Antrieb, welcher einen Stromkreis oder ein Druckluft-Regulierventil oder einen ähnlichen Servomechanismus betätigt.
Die Propeller können starre Flügel oder verstellbare Flügel aufweisen. Die Grösse des Ausschlages, welchen die Führungsräder von den Seitenflächen 2a der Laufbalken nach aussen vollführen können, kann in einfacher Weise eingestellt oder begrenzt werden durch eine Anschlagschraube 27 (Fig. 3-6), die mit einem festen Anschlag 28 am Ende des Gehäuses 13 zusammenwirkt, welches die Feder od. dgl.
Mittel enthält, die das nach innen gerichtete Anfangsmoment auf die die Führungsräder 5 haltenden Träter ausübt, um diese Räder mit einer hinreichenden seitlichen Führungskraft bei geringeren Geschwindigkeiten zu belasten. Die oben beschriebenen Teile 22 können bezüglich ihrer Lage gegenüber dem zugehörigen Drehgestell einstellbar gemacht sein oder auch nicht ; es können irgendwelche geeignete Mittel vorgesehen werden, um die Stirnseiten solcher Teile gegenüber den Seitenflächen der Laufbalken in genauen Abstand zu bringen.
C. Allgemeines
Abgesehen von den Vorteilen, welche sich aus einem Transportsystem oder aus Transportmitteln jener Art, wie sie in der vorliegenden Erfindung begründet sind, ergeben, etwa die Vermeidung oder Verringerung der Erzeugung von Stössen und Vibrationen und die Laufruhe infolge der Verwendung von pneumatischen oder andern, elastischen Reifen sowohl für die Laufräder als auch für die Führungsräder, dazu die Leichtbau-Fahrzeug-Konstruktion, welche im Hinblick auf die Erhöhung der Reibung durch die Verwendung von gummibereiften Rädern möglich wird, die auf Betonoberflächen oder mit Bitumen versehenen Oberflächen laufen, wodurch stärkeres Beschleunigen und kräftigeres Bremsen, als dies bei Fahrzeugen mit Stahlrädern, die auf eisernen Schienen laufen, möglich ist,
befriedigt die Erfindung auch die höchsten Ansprüche bezüglich Komfort und Sicherheit für die Passagiere. Daher kann im beschriebenen System oder bei den beschriebenen Mitteln nicht nur Vorsorge dafür getroffen sein, dass der Druck der Führungsräder gegen die Seiten der Laufbalken bei normalen Geschwindigkeiten verstärkt wird und dass bei Zunahme der Geschwindigkeit über bestimmte Werte der Luftdruck in den Führungsrädern des ganzen Zuges erhöht wird, dass bestimmte Reifen eine Druckerhöhung oder eine Druckemiedrigung erfahren-und dies bei in Bewegung befindlichem Zug- (die Vorkehrungen hiefür können druckermittelnde Manometer umfassen) und dass Stahlkordreifen verwendet werden, um den Sicherheitsfaktor über den der üblichen,
aus Naturkord oder Synthese-Kord aufgebauten Reifen hinaus zu erhöhen (wodurch auch das Ausmass der Reifen hinaus zu erhöhen (wodurch auch das Ausmass der Reifenabnützung wesentlich herabgesetzt werden kann), sondern es kann hiedurch auch eine besondere Laufruhe gesichert werden, wodurch der Komfort für die Passagiere gegenüber andern Transportsystemen wesentlich hinaufgesetzt werden kann, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten, wobei das seitliche Führen der Drehgestelle an den Balken durch die Druckluftstrahl erzeugenden Mittel besser erreicht wird als durch zeitweises und/oder dauerndes Berühren der Führungsräder mit den Seitenflächen der Laufbalken.