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Vorrichtung zum Reinigen und Sprtieren von Getreide und Sämereien
Die Erfindung bezieht sich auf die Reinigung und Sortierung von Getreide jeder Art und zwar vorzug- weise auf die Ausscheidung leichtgewichtiger, aber auch kleinkörniger Beimengungen. Bekanntlich er- folgt die erstere hauptsächlich durch Saug- oder Druckwindgebläse, letztere durch flache oder zylindri- sche Sortiersiebe. Allen diesen bekannten Einrichtungen haftet der Nachteil an, dass die Frucht - insbew sondere bei den oft notwendigen hohen Mengenleistungen - in zu dicker Schicht dem Windstrom bzw. dem Sieb zugeführt wird, wodurch die Güte der Arbeit leidet.
Aus einem zu dicken Fruchtstrom kann eine Windsichtungseinrichtung das Leichtgut infolge der Behinderung durch die Masse der grossen und schweren Körner nicht befriedigend heraussichten und die Arbeit eines Siebes ist bei zu dickem Fruchtstrom mangelhaft, weil die Kleinkörner oben und innen in der Schicht wandern. Ferner können die Klein- körner nicht schnell genug an die Sieböffnungen herankommen, weil diese Öffnungen überwiegend von grosseren Körnern zugedeckt, sozusagen blockiert sind. Dies trifft für zylindrische und flache Siebeinrichtungen zu.
Diese massgeblichen Hauptursachen nötigen beim Bau von Maschinen für Getreidereinigung mittels
Gebläsen oder Sieben zu grossen Dimensionierungen. Trotzdem müssen in der Praxis die Mengenleistungen manchmal bis zu 50'%'herabgesetzt werden.
Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung werden diese Nachteile vermieden, eine kleinere Dimensionierung von Maschinen ermöglicht, eine vorteilhafte Verbesserung der Arbeit erzielt und dies bei niedrigeren Herstell- und Betriebskosten.
Nach obigenDarlegungen kommt es zur Ermöglichung guterWindsicht- undSiebarbeit vor allem darauf an, dass die Fruchtschicht im Windbereich bzw. auf dem Sieb möglichst weitgehend verdünnt wird.
Dies wird bei der Vorrichtung nach der Erfindung durch ein rotierendes Zylindersieb bzw. ein endlos umlaufendes Siebband erreicht, über dem in der ganzen Arbeitsbreite eine Hindernisleiste angebracht ist, die bei der Bewegung des Siebes nur eine dünne Schicht Getreide aus der über dem Sieb angebrachten Zuführgosse austreten lässt. Die Hindernisleiste ist hinsichtlich ihres Abstandes vom Sieb verstellbar, so dass verschiedene Leistungen einstellbar sind. Die Bewegungsgeschwindigkeit des Siebes ist so gross, dass es trotz engem Spalt zwischen Leiste und Sieb und der dadurch erzielten Dünnschicht eine grosse Leistung erzielen lässt.
Um gelegentlich in der Frucht vorkommende Eisenstücke und Steinchen ohne Beschädigungsmöglichkeit der Maschine, vor allem des Siebes, herausziehen zu lassen, ist hinter der starren Hindernisleiste mit etwas grösserem Abstand vom Sieb eine zweite aus halbelastischem Material mit geringem Abstand vorgesehen, die beim Heranziehen eines grösseren Stückes durch die Siebbewegung nachgibt und das Stück unter sich durchlässt.
Bei 60 Umdr/min erzielt man mit einem Zylinder von 1m Länge und 500 mm obschon 7000 kg Weizenleistung pro Stunde, wenn der Abstand der halbelastischen Hindernisleiste vom Sieb nur 3. 75 mm gross und die Fruchtschicht damit ebenfalls nur rund 3, 75 mm dick aus der Gosse austritt, um anschliessend gesichtet zu werden.
Nach der Erfindung wirkt nun auf die so erzielte Dünnschicht ein Windgebläse ein. Ein solches Gebläse kann z. B. als Saugwindgebläse wirken und durch ein oder mehrere Saugkanäle mit dem Sieb in Verbindung stehen. Ebenso kann ein Druckwindgebläse vorgesehen sein, das z. B. durch die Druckwindkanalführung durch einen Teil des Siebzylinders hindurch das Leichtgut aus der vom Zylinder abgeworfenen Fruchtschichte wegbläst.
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Soll eine Siebung nach der Grösse von Körnern erfolgen, bringt man erfindungsgemäss ausser den genannten Hindemisleisten, die der Verdünnung der Frucht dienen, über dem Sieb noch weitere Hindernisse an, die leicht auf dem Sieb streifen und etwas nachgiebig gestaltet sind. Es eignen sich z. B. herabhängende Stricknadel ähnliche Stifte in grosser Zahl, ebenso stärkere Borsten. Es kann auch über die ganze Arbeitsbreite eine Bürste locker aufliegend geführt sein. Solche und ähnliche Mittel lassen die Frucht nicht ungestört vom Zylinder abfallen, sondern zwingen die Körner, wiederholt zu Änderungen ihrer Lage auf dem Zylinder, so dass die Kleinkörner die Möglichkeit finden, durch die Öffnungen zu fallen.
Es ist zu erwähnen, dass Hindemisleisten über einem bewegten Sieb bekannt sind. Eine Art davon in Form vonQuerleisten ober dem gerütteltenFlachsieb bzw. in Form einer Platte bezweckt jedoch die Ver-
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bei einer anderen Art erfolgt die Einwirkung auf die Frucht ohne den Vorgang des dünnschichtigen Herausziehens aus der Gosse, sondern auf eine Frucht, die in ganz bekannter und üblicher Weise aus einem Zulaufbehälter mit Schieber austritt, womit auch die Erzielung einer Dünnschicht bei grösseren Leistungen unmöglich ist.
In der Zeichnung sind Vorrichtungen nach der Erfindung schematisch dargestellt und zwar wird bei der Vorrichtung nach Fig. l ein umlaufendes Zylindersieb und bei der Vorrichtung nach Fig. 2 ein endlos umlaufendes Siebband verwendet.
In Fig. 1 bezeichnet a die Zuführgosse, b ist die in der Pfeilrichtung rotierende Siebtrommel, die das Getreide durch den nur etwa 4, 5 cm oder weniger grossen Spalt zwischen Sieb und Hindernisleiste d in
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der Sortierung nach der Dicke zum Zwecke der Lageveränderung der auszuscheidenden Körner. In diesem Falle fällt das Schmalkorn unter den langen, dünnen Hindernissen e durch die Zylinderschlitze in die Mulde c, wogegen das Grosskorn bei s vom Zylinder abfällt. Die Mulde c kann auch entfallen, weil das Schmalkorn auch ohne diese aus dem Inneren des Zylinders austritt und aufgefangen werden kann.
Will man die Windsichtung allein vollziehen, entfallen die Hindernisse e, die Frucht gelangt dünnschichtig in den Bereich des Saugkanals g, durch den das Leichtgut vom Gebläse f hochgesaugt und im Expansionsraum abgesetzt wird, wie die zwei Pfeile andeuten. Bei i tritt es aus der Maschine. Will man mit Druckwind arbeiten, so entfällt das Luftaustrittsrohr des Ventilators f, die Druckluft wird durch den schraffiert im Längsschnitt dargestellten Kanal h zum und in den Siebzylinder geführt und das Leichtgut wird durch den Kanal g weggeblasen.
Trotz kleiner Zylinderdimensionierung können infolge der erzwungenen Dünnschicht Leistungen bis zu 50 Tonnen pro Stunde und darüber erreicht werden, zumal die Drehzahl des Zylinders und damit die Fruchtgeschwindigkeit auch über 1, 5 m/sec gesteigert und eine noch weitere Verdünnung der Frucht erfolgen kann.
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Bei a wird die Frucht zugeführt und die Schichtverdünnung wird durch die über die ganze Breite des Siebbandes gehende Hindernisleiste d air Zulauftrichter a erreicht. Mit e sind zusätzliche Hindernisse zum Zweck der Lageveränderung der Körner bezeichnet. Wenn ein auszuscheidendes Korn quergelagert an eine Nadel herankommt, muss es sich anders-also günstiger-legen, so dass es leichter durch das Siebband durchfallen kann. Mit f ist ein Rutschboden bezeichnet, durch den das Austragen des ausgeschiedenen Kleinkorns aus der Vorrichtung bewerkstelligt wird.
Auch bei dieser Ausführung mit Umlaufsieb kann ein Sauggebläse mit einem oder mehr Saugkanälen vorgesehen sein. Ebenso kann ein Dfuckwindgebläse, dessen Kanalftthrung von unten an das Siebband geführt ist und das in beliebiger Anordnung das Leichtgut vom Sieb weg bläst, vorgesehen sein. Bei g kommt die gute Frucht zur Absackung.
Mit den erfindungsgemässenvorrichtungen können in einfacher Art die dargelegten Vorteile und Reinigungs-bzw. Sortiereffekte, die bisher ungelöst waren, erreicht werden.
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