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Installations-Verteilerkasten
Die Erfindung betrifft Installations-Verteilerkasten nach dem Baukastenprinzip, deren Rahmenskelett aus gelochten Winkelschienen sowie gestanzten dreiarmigen Raumecken zusammengesetzt-insbesondere verschraubt-ist und deren Seitenwände bzw. Türen mit umgebördeltem Rand versehen und an den ge- lochten Winkelschienen mit Schnellverschlüssen befestigt sind.
In der Niederspannungs-Installationstechnik - insbesondere in Wohnbauten - werden besondere Vertei- lerkasten verwendet, in denen auf entsprechenden Zählertafeln od. dgl. sowohl die Mess- und Steuer-Einrichtungen-wie Schaltuhren usw. - als auch die Verteiler mit den Leitungsschutz-Organen der jeweils abgehenden Leitungen untergebracht sind-sei es nun zur Verteilung der Energie-Leitungen von der Steig- leitung auf die einzelnen Wohnungen bzw. wieder innerhalb derselben auf die Anspeisung der einzelnen Räume.
Die für Wohnungs-Installationen gegenwärtig gebräuchlichsten Ausführungsformen solcher Verteilerkasten bestehen aus Stahlblech, Gusseisen, Bakelit oder auch aus Holz und sind meist mit versperrbaren
Türen versehen ; mit Rücksicht auf die vielfältigen Wohn-Objekte mit sehr unterschiedlicher Ausdehnung sowie insbesondere auch wegen des sehr verschiedenen Standes ihrer Elektrifizierung können jedoch Verteilerkasten dieser Art trotz vielfacher Bemühungen um geeignete Normung nicht in einheitlichen, vorher bestimmten Grössen serienmässig vorfabriziert werden.
Aus diesem Grunde wurden bereits BaukastenSysteme mit genormten Einzelteilen für den Aufbau von Installations-Verteilerkasten in verschiedenen gewünschten Grössen entwickelt, die jedoch in den bisher bekannten Ausführungsformen kompliziert und kostspielig sind und die an die Verteilerkasten gestellten Anforderungen nicht befriedigend erfüllen.
Die Erfindung schafft nun ein System, mit wenigen, überaus einfachen, genormten Einzelteilen, aus denen mit äusserst geringem handwerklichem Aufwand normgerechte Verteiler-Einheiten in praktisch beliebigen Abmessungen hergestellt werden können, die leicht bestückbar sowie vollkommen staub-und feuersicher sind.
Es sind bereits auch Installations-Verteilerkasten bekannt-wie z. B. aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 485, 010-, deren Seitenwände-soweit vorhanden-mit Federschnellverschlüssen befestigt sind ; diese Verteilerkasten sind jedoch teilweise offen und auch sperrig gebaut, wobei vor allem auch die Halter der Verschlussfedem aus den Aussenflächen vorstehen.
Demgegenüber werden nach der Erfindung Installations-Verteilerkasten der eingangs beschriebenen Art derart vorteilhaft ausgestaltet, dass die an den Winkelschienen an beiden Schenkeln äquidistant angebrachten LängsschlitzeinderMitteum die Blechstärke verbreitert aufgebohrt sind, wodurch sowohl einander in Längsrichtung überlappende Schienenteile verschraubt werden als auch in diese Längsschlitze Schnellverschlüsse mit ihren Verriegelùngen eingesetzt werden können.
Die an diesem Installations-Verteilerkasten angebrachten Schnellverschlüsse bestehen aus - vorzugs- weise mittels Federscheiben - versenkt eingesetzten Näpfen, in die ein Schlitzkopfbolzen sowie eine diesen haltende Spannfeder derart eingesetzt sind, dass das aus dem Napf vorstehende Bolzenende nach Einführen in einen Längsschlitz der Winkelschiene und Verdrehung um 90 mittels eines Querstiftes gegen die Winkelschiene rastet.
Weiters ist vorgesehen, dass zwischen den Winkelschienen bzw. ändern Querträgern des Installations- Verteiler kastens sowie den metallenen Montagetafeln oder Hohlschienen zur Aufnahme der jeweiligen Ag- gregate - wie Zähler, Schalt- und Steuer-Geräte u. agl. - an beiden Teilen gesondert befestigte längliche Isolierklötze eingesetzt sind, die mit beiderseits abwechselnd angeordneten Vertiefungen zur Aufnahme
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der versenkten Muttern der Befestigungs-Schrauben versehen und ferner an beiden Montageflächen mit dün- nen Isolierplättchen belegt sind, die auch die Vertiefungen überdecken und nur an den Eintrittsstellen der
Befestigungs-Schrauben gelocht sind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Installations-Verteilerkastens ist die Türe am Rahmen- skelett mittels in Längsschlitze der Winkelschienen eingesetzter Federscharniere angelenkt, die aus einem an der Winkelschiene innen parallel zur Türe befestigten U-förmigen Bügel mit seitlichen Schlitzen sowie aus einer durch diese beiden Schlitze sowie durch den anschliessenden Längsschlitz der Winkelschiene ge- steckten und mittels eines Stiftes gesicherten, L-förmigen Bratze bestehen, die an ihrem aussen vorstehen- den, kürzeren Schenkel den Scharnierbolzen trägt und deren im U-Bügel eingesetzter Teil mit einem Fen- ster zur Aufnahme der Haltefeder des Scharnieres versehen ist.
Erfindungsgemäss ausgestaltete Schnellverschlüsse zeichnen sich insbesondere durch die eigentümli- che Ausbildung der Schienen-Längsschlitze mit der mittleren Aufbohrung aus, die die Zusammensetzung der Schienenelemente wesentlich erleichtert bzw. in vielfältigen Kombinationen ermöglicht ; weiters si- chert die besondere Konstruktion der versenkt eingesetzten Federnäpfe die Bündigkeit der gesamten Aussen- flächen des Verteilerkastens, der im übrigen für einfachste Bedienung durch Schraubenzieher eingerichtet ist ; schliesslich kann der Verteilerkasten in einfachster Weise auch vollkommen staub- und feuchtigkeits- sicher ausgebaut werden.
Der erfindungsgemässe Verteilerkasten unterscheidet sich durch alle diese Vor- teile sehr wesentlich von den nach dem bisherigen Stande der Technik bekannten Ausführungsformen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäss ausgebildeten Installations-Verteilerkastens dargestellt. Es zeigen Fig. 1 das leere Skelett einer Kasteneinheit ; Fig. 2 eine Eckverbindung im Längsschnitt vergrössert ; Fig. 3 ein Detail der Winkelschiene ; Fig. 4 und 5 einen Schnellverschluss zur Verbindung von Seitenwänden und Türen mit dem Skelett im Mittelschnitt bzw. in Ansicht ; Fig. 6 und 7 einen länglichen Isolierklotz zur Befestigung von Hohlschienenoder Montagetafeln am Skelett im Längsschnitt sowie in Seitenansicht ; Fig. 8 einen Ausschnitt aus einem Verteilerkasten ;
Fig. 9a, 9b und 9c eine an den Rahmen mit Feder-Scharnier angesetzte Türe - geöffnet (9a) bzw. lose angelegt (9b) sowie mit Schnellverschlüssen verriegelt (9c) ; und schliesslich Fig. 10 und 11 die beiden Hauptteile des Feder-Scharnieres.
In Fig. 1 ist ein vollständiges Skelett einer quaderförmigen Einzelkammer für einen Verteilerkasten dargestellt, bei dem die vorfabrizierten, orthogonalen Raumecken 1 durch entsprechend abgelängte, gelochte Winkelschienen 2 verbunden sind, u. zw. durch Verschrauben mit an den Raumecken in den drei Hauptrichtungen vorstehenden und mit ihnen in einem Stück gearbeiteten Winkel-Armen l*.
Aus der vergrösserten Darstellung der Eck-Verbindung in Fig. 2 ist ersichtlich, dass die Anschll1ssarme l'der Raumecken genau um die Blechstärke der Winkelschienen nach einwärts abgesetzt sind, wodurch die Aussenseiten der Raumecken und Winkelschienen genau in Flucht liegen und'das Skelett für die Auflage von Seitenwänden und Türen vollständig ebene Auflageflächen erhält.
Fig. 3 zeigt nun zwei sich überlappende Winkelschienen 2 mit der erfindungsgemässen, vorteilhaften Ausbildung der äquidistant angeordneten Längsschlitze 3, die in der Mitte mit einer Aufbohrung 3'verse- hen sind, welche gegenüber der Kreisform in Querrichtung um die Blechstärke der Schiene verbreitert ist, so dass nun zwei in der Kante aufeinandergelegte Winkelschienen durch die verbleibende kreisrunde Öffnung hindurch - in Fig. 3 - rechts verschraubt werden können.
Dadurch ist einerseits eine Verstärkung des Skelettes durch Einsetzung von Doppelschienen entlang seiner ganzen Seitenkanten und anderseits auch ein Zusammensetzen der Seitenholme aus mehreren Teilen-wie z. B. aus Reststücken-möglich.
An diesem Kasten-Skelett sind nun Seitenwände 4 und Türen 16 jeweils an mehreren Stellen ihres Randes mit Schnellverschlüssen befestigt, die innerhalb inrer deckelförmig umgebördelten Ränder 4'bzw.
16'in die Längsschlitze 3 der Winkelschiene 2 einrasten.
In Fig. 4 und 5 ist eine derartige Verschluss-Stelle dargestellt : In der Seitenwand 4 - deren umgebördelter Rand 4'auf der Winkelschiene 2 nahe ihrer Kante satt aufliegt-ist ein Schnellverschluss 5 angebracht ; dieser Schnellverschluss besteht nun aus einem in die Hauptwand 4 versenkten Napf 6, der mittels einer Federscheibe 7 gegengehalten ist und in dem ein Schlitzkopfbolzen 8, der an seinem unten herausstehenden Ende einen Querstift 8'trägt, mit einer Spannfeder 9 derart eingesetzt ist, dass der Bolzen entgegen der Federkraft durch einen Längsschlitz 3 der Winkelschiene hindurchgesteckt und der dann auf der Innenseite befindliche Querstift 8'nach freier Verdrehung um 900 quer zum Längsschlitz 3 mittels der Feder 9 an die Winkelschiene 2 angedrückt wird.
Durch Aufbau des Kasten-Skelettes aus gelochten Winkelschienen wird weiters ein sehr variabler und in jeder Weise anpassungsfähiger Einbau der diversen Einsätze des Verteilerkastens ermöglicht-wie von
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Zählertafeln, Frontplatten sowie auch Zwischenfächem u. dgl. zur Aufnahme der verschiedenen Mess-und
Steuer-Einrichtungen, Selbstschalter usw.
In Fig. 6 und 7 ist als weitere Ausgestaltung der Erfindung ein Isolierklotz 12 dargestellt, wi solche bei dem ganz aus Metall aufgebauten Verteilerkasten zwischen dem von aussen berithrbaren Skelett und den gleichfalls metallenen Montageplatten eingesetzt werden müssen, welch letztere bei Gebrechen un- ter Spannung geraten können.
Diese in Anpassung an die Form der Winkelschienen 2 länglichen Isolier- klötze 12 sind mit beiderseits abwechselnd angeordneten Vertiefungen 12'und 12"versehen, die zur Auf- nahme der versenkt eingesetzten Muttern 15'der Befestigungs-Schrauben 15 dienen ; beim dargestellten
Ausführungsbeispiel des Isolierklotzes ist in der Mitte der einen Seite eine längere Vertiefung 12'zur Auf- nahme von zwei Schrauben angebracht und auf der andern Seite befinden sich ausserhalb davon je eine
Durchbohrung für den getrennten Einsatz einer andern Schraube von der Gegenseite her ; der Isolierklotz ist weiters an beiden Montageflächen mit dünnen Isolierplättchen 13 belegt, die auch die versenkten Bolzen- enden mit den aufgeschraubten Muttern überdecken und nur an den Eintrittsstellen der Befestigungs-Schrau- ben gelocht sind.
Im dargestellten Beispiel ist der Isolierklotz 12 zwischen einem mit dem Kasten-Ske- lett verschraubten Querträger 10 und einer Hohlschiene 14 eingesetzt, an der nun mittels T-Kopfschrau- ben eine Montageplatte befestigt werden kann.
Fig. 8 zeigt einen Ausschnitt aus einem Verteilerkasten mit Einbauten in Seitenansicht : Beide unteren seitlichen Winkelschienen 2 sind durch zwei zusätzliche, in entsprechenden Tiefen-Abständen parallel zur
Türe 16 eingesetzte, gelochte Winkelschienen 10 verbunden, an deren rückwärtiger-in Fig. 8 rechts- mittels Isolierklötzen 12 die senkrechte Montageplatte 11 für Zähler, Selbstschalter usw. befestigt ist ; die vordere Schiene 10 trägt lediglich eine Abdeckblende für die Geräte.
Die Isolierklötze können nun unter
Ausnützung der Lochung der Winkelschienen vor ihrer Fixierung je nach dem jeweiligen Montage-Bedarf in einfacher Weise entlang der Schienen verschoben werden ; bei der Bemessung dieser Isolierklötze ist we- sentlich, dass zwischen Aussenskelett 2 und der metallenen Montageplatte 14 bzw. 11 die für die jeweilige Nennspannung vorgeschriebenen Kriechwege-von z. B. 10 mm-eingehalten werden.
In den Fig. 9a-9c ist schliesslich veranschaulicht, wie die für den Skelettbau verwendeten gelochten Winkelschienen 2 auch wieder besonders vorteilhaft für die einfache Ausgestaltung der die Türen 16 tragenden Feder-Scharniere 18 ausgenützt sind, die in beliebige Langlöcher 3 der Winkelschiene 2 eingesetzt werden können. Die Türe 16 ist entlang ihrer ganzen Umbördelung 16'mit einer rundumlaufenden Dichtung 17 zum staubdichten Verschluss des Kastens versehen, die beim Öffnen und Schliessen der Türe selbstverständlich nicht beschädigt werden darf ; die Türe soll daher nach Öffnen ihrer Verriegelung mit mehreren bereits beschriebenen Schnellverschlüssen 5 durch das Feder-Scharnier 18 von dem aus Winkelschienen 2 gebildeten Rahmen zuerst parallel abgehoben und dann erst frei-d. h. mit völlig entlasteter Dichtung 17-geöffnet werden.
Das Feder-Scharnier 18 besteht aus einem am seitlichen Schenkel einer vertikalen Winkelschiene 2 innen mit seiner Hauptachse parallel zum Türrahmen angeschraubten Uffbrmigen Bügel 19, der-wie aus dem Schaubild der Fig. 10 ersichtlich-an beiden Schenkeln mit Längsschlitzen 19'versehen ist, die sich mit einem Längsschlitz 3 der vorderen Winkelschiene decken ;
durch diese drei Schlitze 3, 19', 19'ist nun eine innen mittels eines Stiftes 23 gesicherte L-förmige Braze - siehe auch Fig. 11 - durchgesteckt, die an ihrem nach aussen vorstehenden kürzeren Scheakel 20'den Scharnierbol - zen 24 trägt und innerhalb des U-Bügels 19 mit einem Fenster 21 zur Aufnahme der Haltefeder 22 des Scharnieres versehen ist, die mittels eines axial hereinragenden Domes 21'gegen Herausfallen gesichert ist.
Die Türe 16 ist nun in Fig. 9a in völlig aufgeschwenkter Lage-in Fig. 9b an den Rahmen in geringem Parallelabstand herangedreht, wobei das Feder-Scharnier noch entspannt und die Schnellverschlüsse 5 offen sind-und schliesslich in Fig. 9c in völlig geschlossenem Zustand dargestellt, also mit verriegelten Schnellverschlüssen 5, wodurch die Dichtung 17 angepresst und die Haltefeder 22 des Scharnieres im Fenster 21 der Bratze 20 zusammengedrückt ist, deren Ende nun aus dem rückwärtigen Schlitz 19'des Scharnier-Bügels 19'heraussteht.
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