AT221681B - Verfahren zur Herstellung von linearem Chinacridon der γ-Kristallphase - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von linearem Chinacridon der γ-Kristallphase

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  Verfahren zur Herstellung von linearem Chinacridon   der-v-Kristallphase   
Aus der   USA - Patentschrift Nr. 2. 844. 581   ist bekanntgeworden, dass man das lineare   Chinacridon   der Formel 
 EMI1.1 
   das man durchOxydation des 6, 13-Dihydro-chinacridons   mit m-nitrobenzolsulfonsaurem Natrium in alkoholischer Natronlauge erhält, in eine einheitliche Kristallphase (y-Phase) verwandeln kann. Diese einheitliche Kristallphase ist gekennzeichnet durch 3 intensive und 4 schwächere Linien im Röntgenbeugungs- 
 EMI1.2 
 entsprechen. Die Umwandlung in die y-Phase ist deshalb von Bedeutung, weil diese ein leuchtend blaustichig rotes Pigment darstellt, das dem Rohchinacridon bezüglich der Brillanz der Färbung, der Echtheiten, vor allem der Lichtechtheit, und der Farbstärke deutlich überlegen ist.

   Zur Herstellung der y-Phase wird nach den Angaben der USA-Patentschrift das trockene Rohchinacridon mit der 4-bis 9fachen Menge eines anorganischen Salzes in einer   Rollmühle   bis zur Erreichung einer Oberfläche von mindestens 60    & /g   vermahlen, dann mit Dimethylformamid befeuchtet und das ganze dann mit verdünnter Schwefelsäure aufgekocht, das Pigment isoliert und getrocknet. Die Salzvermahlung kann auch in Gegenwart von Dimethylformamid vorgenommen werden. Das bekannte Verfahren setzt eine Vermahlung des trockenen Chinacridons, d. h. also eine Überführung in eine feine Verteilung, voraus, ohne die eine vollständige Umwandlung in die gewünschte   y-Phase nichtmöglichlst.

   Es   gestattet nicht, wässerige Pasten, bei denen das Rohchinacridon bereits in einer äusserst feinen, für die Umwandlung in eine reine Phase sehr geeigneten Form vorliegt, direkt in die gewünschte Phase zu verwandeln. Vielmehr muss zuerst eine Trocknung und damit   zwangsläufig eine Vergröberung der einzelnen   Teilchen erfolgen, die dann erst wieder durch Salzvermahlung rückgängig gemacht werden muss. 



   Rohchinacridone, die für eine Umwandlung in die y-Phase nach dem erfindungsgemässen Verfahren geeignet sind, können   z. B.   erhalten werden durch Kondensation von   2, 5-Dianilinoterephthalsäure   mit Polyphosphorsäure, Wasserfreier Flusssäure, Aluminiumchlorid oder Titantetrachlorid in Trichlorbenzol oder in einer Natriumchlorid-/Aluminiumchloridschmelze und anschliessende Hydrolyse der erhaltenen Reaktionsprodukte. Das nach diesem Verfahren erhaltene lineare Chinacridon liegt vor seiner Trocknung in äusserst feiner Verteilung in Form einer wässerigen Paste vor. 



   Es wurde nun gefunden, dass man dieses in Form seiner wässerigen Paste vorliegende Rohchinacridon in sehr einfacher Weise ohne vorherige Trocknung in seine y-Kristallphase verwandeln kann, indem man 

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 die wässerige Paste mit organischen Lösungsmitteln, ausgenommen Kohlenwasserstoffe und deren Halogenund Nitroderivate, 1-5 Stunden auf Temperaturen von 100 bis 2000C unter gleichzeitiger Entfernung des Wassers erhitzt, den Farbstoff abfiltriert, gegebenenfalls mit tiefersiedenden Lösungsmitteln, wie Methanol oder Äthanol, wäscht und im Vakuum trocknet. 



   Man verfährt zweckmässig so, dass man die wässerige Pastein ein Rührgefäss, in dem sich soviel eines geeigneten organischen Lösungsmittels befindet, dass eine gut rührfähige Mischung erhalten wird, einträgt und unter Erhitzen im Verlauf mehrerer Stunden das Wasser abdestilliert. Wenn das Wasser entfernt ist, steigert man die Temperatur und   rührt noch einige   Zeit weiter. Je nach Art des verwendeten Lösungsmittels wird die Masse nach dem Abkühlen dann auf Wasser, verdünnte Säure oder Methanol gegeben, der leuchtend rote Farbstoff abgesaugt, gewaschen, getrocknet und pulverisiert. Nach der angegebenen Arbeitsweise wird ein blaustichig rotes Pigment von sehr weichem Korn erhalten, das in seiner y-Kristallphase vorliegt.

   Es eignet sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen, für die Herstellung von   Druck- und Ànstrichfarben,   sowie für alle übrigen Anwendungsgebiete von organischen Pigmenten, und ist in seinen färberischen Eigenschaften, seiner Kornweichheit, seinen Echtheiten und in der Brillanz des Farbtons dem getrockneten und gemahlenen Rohchinacridon wesentlich überlegen. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren hat gegenüber dem Verfahren der USA-Patentschrift Nr. 2, 844,581 den Vorteil, dass es gestattet, ohne Trocknung und Salzvermahlung die y-Phase direkt zu erzeugen. Da sich eine Salzvermahlung, bei der mit der 4-bis 9fachen Menge eines anorganischen Salzes gearbeitet wird, wegen der beschränkten Grösse der Rollmühlen nur mit geringen Durchätzen durchführen lässt, bedeutet das vorliegende Verfahren eine wertvolle Bereicherung der Technik. 



   Man kann auch die nach einem andern Verfahren,   z. B.   nach den Angaben der USA-Patentschrift 
 EMI2.1 
 oder nach LiebermannChinacridon kondensiert. Die Schmelze wird hydrolysiert. Das ausgefallene Produkt wird abgesaugt und mit Wasser gewaschen. Zur Entfernung von sauren Bestandteilen kann der Filterrückstand mit verdünntem
Alkali, gegebenenfalls unter Zusatz von Äthylalkohol, ausgekocht werden. Das Produkt wird dann wieder abgesaugt und mit Wasser neutral gewaschen. Das auf diesem Wege erhaltene feuchte Rohchinacridon wird mit 300   Gew.-Teilen   Chinolin verrührt. Das Gemisch wird unter Rühren erhitzt und das Wasser abdestilliert. Wenn alles Wasser entfernt ist, wird noch 3 Stunden auf 180 C erhitzt. Dann wird abgekühlt und die Masse auf verdünnte Schwefelsäure gegeben.

   Der Farbstoff wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen, im Vakuum getrocknet und pulverisiert. Man erhält ein leuchtend blaustichig rotes Pigment der y-Kristallphase, das Lacke und Kunststoffe in brillanten blaustichig roten Tönen mit hervorragenden Echtheitseigenschaften färbt. 



   An   Stelle'des Chinolins   kann man mit gleichem Erfolg auch   Butandiol- (1, 4)   oder Butyrolakton verwenden. 



     Beispiel 2 : 100 Gew.-Teile   einer   20%igen wässerigen   Paste von feinverteiltemRohchinacridon, die nach der in Beispiel 1 angegebenen Weise erhalten wird, werden mit 160   Gew.-Teilen N-Methyl-   acetamid unter Rühren erhitzt und dabei im Verlauf einiger Stunden das Wasser abdestilliert. Man steigert dann die Temperatur auf   130 - 1400C   und rührt bei dieser Temperatur noch einige Stunden. Nach dem Abkühlen wird mit Wasser verdünnt, abgesaugt, mit Wasser gut ausgewaschen, im Vakuum getrocknet und pulverisiert. Das so erhaltene blaustichig rote Pigment der y-Kristallphase eignet sich hervorragend zum Färben von Lacken und plastischen Massen. 



     VerwendetmananStellevonN-Methylacetamid z. B.   Glykol,   Glykolmonomethyl-bzw. monoäthyl-   äther, Glycerin,   Diglykolmonoäthyläther,   Dimethylformamid oder N-Methylpyrrolidon, so erhält man das gleiche Pigment in der y-Phase. 



   Beispiel 3 : In einem   Druckgefäss   werden 140   Gew.-Teile   2,   5-Dianilinoterephthalsäuremitl000     Gew. -Teilen wasserfreier Flusssäure4-5Stunden unter Rühren   auf 1500C erhitzt. Der grösste Teil der Flusssäure wird abdestilliert und der Rückstand auf Eis gegeben. Die überschüssige Flusssäure wird mit Natronlauge neutralisiert, das Pigment dann abgesaugt und mit Wasser neutral gewaschen. 300 Gew.-Teile der erhaltenen wässerigen   20% gen   Paste des Rohchinacridons werden mit 450   Gew.-Teilen   Diglykolmono- äthyläther verrührt und so lange erhitzt, bis das Wasser entfernt ist.

   Dann wird noch einige Stunden bei 130 - 1400C gerührt, die Masse dann auf Wasser gegeben, abgesaugt, mit Wasser gewaschen, getrocknet 

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 und gemahlen. Das in der y-Phase erhaltene rote Kristallpulver färbt Lacke und Kunststoffe in blaustichig roten Farbtönen von hervorragenden Echtheiten. 



   An Stelle der oben angegebenen wässerigen Paste kann man auch z. B. eine Paste verwenden, die folgendermassen erhalten wird :
200   Gew.-Teile   2,   5-Dianilinoterephthalsäure werden in einer   Schmelze von 1000   Gew.-Teilen   Aluminiumchlorid und 280   Gew.-Teilen   Natriumchlorid bei 1800C unter Rühren zum linearen Chinacridon kondensiert. Die Schmelze wird mit 5000 Gew.-Teilen Eis und 500   Gew.-Teilen l Öliger Salzsäure   hydrolysiert. Die Farbstoffsuspension wird abgesaugt und mit Wasser neutral gewaschen. 



   Beispiel 4 : 100   Gew.-Teile   der in Beispiel 1 beschriebenen   20%igen   Paste des Rohchinacridons werden in ein Rührgefäss, in dem sich 150   Gew.-Teile   geschmolzenes Phenol befinden, eingetragen. Die Mischung wird mehrere Stunden unter Rühren erhitzt und dabei das Wasser abdestilliert. Dann wird die Temperatur gesteigert und 1 Stunde bei   130-140 C weitergerührt. Nach   dem Abkühlen wird mit Methanol verdünnt, die Masse abgesaugt, gut mit Methanol gewaschen, im Vakuum getrocknet und pulverisiert. 



  Man erhält ein rotes Pigment der y-Kristallphase, das Lacke und Kunststoffe in leuchtend blaustichig roten Tönen färbt. 



   An Stelle von Phenol können auch Propionsäure, Benzylalkohol, Pyridin oder Anilin verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : EMI3.1 cridon unter Zuhilfenahme organischer Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass man wässerige Pasten von feinverteiltem Rohchinacridon mit organischen Lösungsmitteln, ausgenommen Kohlenwasserstoffe und deren Halogen- und Nitroderivate, 1 - 5 Stunden auf Temperaturen von 100 bis 2000C unter gleichzeitiger Entfernung des Wassers erhitzt, den Farbstoff abfiltriert, gegebenenfalls mit tiefersiedenden Lösungsmitteln, wie Methanol oder Äthanol, wäscht und im Vakuum trocknet.
AT170160A 1959-03-06 1960-03-04 Verfahren zur Herstellung von linearem Chinacridon der γ-Kristallphase AT221681B (de)

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