<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zum Herstellen einer Faseraufschwemmung
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
(Arbeitskante) jedes Flügels nach einer logarithmischen Spirale oder nach einer aus Kreisbögen od. dgL gebildetenErsatzkurve für die logarithmische Spirale zu krümmen, die Flügel des Auflöseorgans klingenartig zu gestalten und den Antrieb des Auflöseorgans für eine Umfangsgeschwindigkeit desselben von mindestens 60 m/sec auszubilden. Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Auflöseorgans wird einerasche Auflösung des eingetragenen Stoffes in Einzelfasern erreicht, da durch die besondere Form der Flügel ein Festsetzen von Stoffetzen an den Flügeln verhindert wird. Die Stoffetzen gleiten von den Flügeln immer sofort wieder ab, da an den Flügeln keine zum Ansetzen geeignete Stelle mehr vorhanden ist.
Die gesamte Auflösewirkung der Flügel kann dadurch ungehindert zum Zerfasern des eingetragenen Gutes ausgenützt werden. Der prozentuale Anteil der reinen Auflösearbeit und der Gesamtarbeit steigt wesentlich an, so dass der mit dem erfindungsgemässen Stofflöser erreichbare Auflöse-Wirkungsgrad sehr hoch ist.
Durch die besonders gute Auflösewirkung der erfindungsgemässen Flügel des Auflöseorgans können selbst schwer zerfaserbare Stoffe, wie kunstharzhaltiges Altpapier und hartgepresster Zellstoff, in kürzester Zeit in Einzelfasern zerlegt werden, was mit den bekannten Stofflösern überhaupt nicht oder nur unter längerem Aufwand hoher Energie möglich war.
Durch die hohe Umfangsgeschwindigkeit des Auflöseorgans entstehen rings um das Auflöseorgan ausgedehnte Zonen hoher Energiedichte mit grossem Geschwindigkeitsgefälle, wodurch die erforderliche Umtriebsarbeit wesentlich reduziert wird. Dadurch entsteht ein besonders gutes Verhältnis der Auflösearbeit zur Gesamtarbeit, so dass der Stofflöser gemäss der Erfindung einen so hohen Wirkungsgrad aufweist, dass etwa nur 50 % und weniger des bei den bekannten Stofflösern erforderlichen Arbeitsaufwandes zur Erzielung eines gleichen Zerfaserungsgrades bei gleichem Material erforderlich sind. Durch die grossen Geschwindigkeitsgefälle in der näheren und weiteren Umgebung des Auflöseorgans wird ferner gerade die Zerfaserung schwer auflösbarer Stoffe besonders günstig beeinflusst.
Ausserdem werden durch die hohe Umfangsgeschwindigkeit eine konstruktiv einfache Anordnung des Auflöseorgans bei kleinem Durchmesser desselben, eine einfache Lagerung des Auflöseorgans, eine direkte Kupplung des Antriebsmotors mit der Welle des Auflöseorgans und geringe bauliche Abmessungen des Antriebsmotors ermöglicht.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung wird die vordereBegrenzungskante jedes Flügels des Auflöseorgans mit einem Schneidenwinkel von wenigstens angenähert 200 ausgestaltet. Durch diese Abschrägung wird die Auflösewirkung der Flügel und damit der Wirkungsgrad noch verbessert.
Um den erforderlichen Umtrieb im Stofflöser durch das zugleich als Propeller dienende Auflöseorgan den jeweils erforderlichen Verhältnissen anpassen zu können, werden die Flügel des Auflöseorgans in an sich bekannter Weise : zwecks Änderung ihres Anstellwinkels relativ zur Umlaufrichtung drehbar ausgebildet.
Eine konstruktiv einfache Ausführung des Auflöseorgans erhält man dadurch, dass man in an sich bekannter Weise aus einer einteiligen Stahlblechscheibe die Zwischenräume zwischen den Flügeln ausschneidet. Durch Verschränken der Flügel erhält man den für das Umwälzen der Stoffaufschwemmung erforderlichen AnstellwinkeL Nach einen¯ weiteren Vorschlag der Erfindung werden die Flügel des Auflöseorgans aus Federstahl gebildet. Diese Ausführung hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen.
Das Auflöseorgan wird zweckmässigerweise nicht in unmittelbarer Nähe einer Behälterwand eingebaut, sondern durch geeignete konstruktive Massnahmen so in dem Behälter angeordnet, dass die Stoffsuspension von allen Seiten einen ungehinderten Zutritt zu dem Auflöseorgan hat, insbesondere zwischen dessen Flü- geln hindurch zur Rückseite desselben.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 die Anordnung des Auflöseorgans in einem Stofflöser, Fig. 2 und 3 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen kombinierten Auflöse- und Umwälzorgans und Fig. 4 eine andere Ausführung eines solchen Auflöseorgans als einteilige Stahlblechscheibe.
In dem Stofflöserbehälter 10 ist an einer Seitenwand in einem gewissen Abstand von derselben ein Auflöse- und Umwälzorgan 11 drehbar angeordnet, das über die Welle 12 direkt von einem Elektromotor 13 angetrieben wird. Ein Antrieb über Getriebe, Riemenzug od. dgl. ist natürlich auch möglich. Bei dem Elektromotor 13 handelt es sich um einen hochtourigen Motor mit einer Drehzahl von etwa 3000 Umdr/min. Die Welle 12 ist in einem konischen, an der Behälterwand befestigten Lagerteil 14 drehbar gelagert, der entsprechend seiner Form der Suspension von allen Seilen einen Zutritt zum Auflöseorgan ermöglicht. Das Auflöse- und Umwälzorgan kann in gleicher Weise Åauch an anderer Stelle des Behälters, z. B. am Boden, angeordnet sein.
Auch ist der Einbau in Behälter anderer Form, als in der Zeichnung dargestellt, ohne weiteres möglich.
Das in Fig. 2 und 3 dargestellte Auflöseorgan besteht im wesentlichen aus der Nabe 20, in der Flügel 21 drehbar befestigt sind. Die in Drehrichtung gesehen vordere begrenzungskante 22 der Flügel 21 ist dabei nach einer logarithmischen Spirale entsprechend der Formel r = r. em. ausgebildet. An Stelle
<Desc/Clms Page number 3>
der logarithmischen Spirale kann diese Kante auch nach einer aus Kreisbögen od. dgL gebildeten Ersatzkurve für diese logarithmische Spirale gekrümmt sein. Die in Drehrichtung vordere Begrenzungskante ist mit einer Schräge 23 von etwa 200 versehen. Zur Drehung der Flügel21 sind diese über Zapfen 24 in einem Verstellring 25 befestigt, der über eine nicht dargestellte Einrichtung betätigt wird.
In Fig. 4 ist das Auflöseorgan als einteilige Stahlblechscheibe 30 ausgebildet, wobei die Flügel 31 durch Ausschneiden der Zwischenräume gebildet und verschränkt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Herstellen einer Faseraufschwemmung in einem mit Wasser gefüllten Behälter durch Auflösen des Faserverbandes der eingebrachten Stücke aus schwer zerfaserbarem Halbstoff, kunstharzhaltigem Altpapier, hartgepresstem Zellstoff od. dgl. mittels eines im Innern des Behälters angeordneten, mit flachen Flügeln versehenen und auch als Propeller zum Umwälzen des eingebrachtenRohstof - fes im Behälter ausgebildeten Auflöseorgans, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Begrenzungskante (22) jedes Flügels nach einer logarithmischen Spirale oder nach einer aus Kreisbögen od.
dgL gebildeten Ersatzkurve für die logarithmische Spirale gekrümmt ist, dass die Flügel (21) des Auflöseorgans klingenartig gestaltet sind und dass der Antrieb des Auflöseorgans für eine Umfangsgeschwindigkeit desselben von mindestens 60 m/sec ausgebildet ist.