AT224130B - Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, vernetzbaren Celluloseallylmischäthern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, vernetzbaren Celluloseallylmischäthern

Info

Publication number
AT224130B
AT224130B AT560161A AT560161A AT224130B AT 224130 B AT224130 B AT 224130B AT 560161 A AT560161 A AT 560161A AT 560161 A AT560161 A AT 560161A AT 224130 B AT224130 B AT 224130B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cellulose
weight
parts
alkali
water
Prior art date
Application number
AT560161A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Kalle Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kalle Ag filed Critical Kalle Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT224130B publication Critical patent/AT224130B/de

Links

Landscapes

  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, vernetzbaren   C elluloseallylmischäthern    
Man hat bereits Celluloseäthylallyläther aus abgebauter Alkalicellulose hergestellt. Diese Produkte sind zumeist nur bei Temperaturen unter   +50C     löslich ; die bei Zimmertemperatur löslichen Produkte   zei- gen infolge ihres niedrigen Allylgehaltes schlechtes Vemetzungsvermögen. Die ausserdem bekannten Cel-   lulosecarboxymethylallyläther   besitzen den Nachteil, durch Schwermetallionen gefällt zu werden. 



   Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von relativ hochviskosen, vernetzbaren Celluloseallyl- mischäthern gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man Alkalicellulose in heterogener Phase mit einem niedrigen Alkylhalogenid, einem niederen Oxalkylierungsmittel und einem Allylhalogenid gleich- zeitig oder in beliebiger Reihenfolge, vorzugsweise bei erhöhter Temperatur und gegebenenfalls in Anwesenheit eines organischen Lösungsmittels, umsetzt. 



   Eine für das erfindungsgemässe Verfahren geeignete Alkalicellulose wird in bekannter Weise, beispielsweise durch Tauchen von   Cellulose in wässerigen Alkalien,   besonders   15-50 gew.- ger Natron-   lauge, und anschliessendes Abpressen oder durch Vermischen von pulverförmiger Cellulose mit der berechneten Menge wässerigen Alkalis in einem geeigneten Mischer hergestellt. Man kann auch Cellulose in einem wasserhaltigen, organischen Lösungsmittel dispergieren und mit wässerigem oder trockenem Alkali vermischen. Legt man den Gesamtverbrauch an Alkali zugrunde, so entstehen erfindungsgemäss gut wasserlösliche Mischather, wenn die Alkalicellulose auf 1 Mol Cellulose   1 - 10   Mole Alkali und nicht mehr als 15 Mole Wasser pro Mol Alkali enthält.

   Man kann die gesamte notwendige Alkalimenge von Anfang an der Cellulose zumischen oder zuerst nur einen Teil des Alkalis   zufügen und den Rest während   der Reaktion auf einmal oder in einzelnen Teilen. 



   Als Alkylgruppe kommt vorzugsweise die Methylgruppe in Frage, die durch Umsetzung der Alkalicellulose mit Methylchlorid oder Methylbromid eingeführt wird. Andere niedere Alkylgruppen, wie die   Äthyl- und   Propylgruppe können analog durch Reaktion mit den entsprechenden Alkylchloriden oder   - bromden   eingeführt werden. 



   Als Allylierungsmittel benutzt man ein Allylhalogenid, vorzugsweise Allylbromid oder Allylchlorid. 



   Die Einführung der Oxalkylgruppe kann in bekannter Weise auf verschiedenen Wegen erfolgen : Einmal kann man Verbindungen verwenden, die einen Alkylenoxydring enthalten, wie z. B. Äthylenoxyd, Propylenoxyd oder   Butylenoxyd ; zum an dem kann   man ein Chlorhydrin   benutzen, wie z. B. Äthylenchlor-   hydrin oder Glycerin-l-chlorhydrin. 



   Die verschiedenen Verätherungsmittel kann man gemeinsam oder in beliebiger Reihenfolge mit der Cellulose reagieren lassen. Dabei ist es auch möglich, die einzelnen Zwischenprodukte zu isolieren und nach erneuter Zugabe von Alkali die weiteren Umsetzungen durchzuführen. Man kann die Verätherungsmittel gegenüber der Natronlauge im Überschuss oder im molaren Verhältnis wie auch im Unterschuss anwenden, wobei man die Reaktion bis zum vollständigen Verbrauch des Alkalis durchführt oder   nachE :-   
 EMI1.1 
 vorteilhaft, die Oxalkylierung mit Hilfe von Alkylenoxyden als erste Stufe durchzuführen, da hiebei kein Alkali verbraucht wird. 



   Die Cellulosemischäther sind in kaltem Wasser löslich und koagulieren beim Erwärmen, wenn der Gesamtverätherungsgrad   1,     3-2, 5   beträgt, der sich im Falle   desMethyloxyäthylallyläthers   aus   0,     3-1, 4   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Methylgruppen, 0,   6 - 1,   4 Oxäthylgruppen und 0,   1 - 0,   8 Allylgruppen zusammensetzt. Besonders vorteilhaft hinsichtlich der Löslichkeit und der günstigen Aufarbeitung sind Mischäther mit einem Gesamtver- 
 EMI2.1 
 
0,   7 - 0,   9 Oxäthylgruppen und 0,   3 - 0,   6 Allylgruppen enthalten sind. 



   Man erhält Mischäther in dem bevorzugten Substitutionsbereich, wenn man beispielsweise wie folgt arbeitet :
Man setzt eine Alkalicellulose, die 1,   0 - 3   Mole Alkali auf 1 Mol Cellulose enthält, mit 1, 2 bis
3 Molen Äthylenoxyd und anschliessend mit 0,   7 - 3,   0 Molen Chlormethyl um, wobei das Chlormethyl zweckmässig nicht im Überschuss gegenüber dem Alkali angewendet wird. Sodann setzt man in Gegenwart von 0, 45 bis 1, 5 Molen Alkali mit überschüssigem Allylhalogenid um. Sollte vor der Allylierung weniger als 0,45 Mol Alkali pro Mol Cellulose vorhanden sein, so ist durch Zugabe von Alkali das Verätherungs- produkt auf einen Alkaligehalt von mindestens 0,45 Mol pro Mol Cellulose zu bringen.

   Man kann aber auch eine Alkalicellulose mit einem Gehalt von 1, 2 bis 5,0 Molen Alkali in einem Arbeitsgang mit 1, 2 bis 4,5 Molen Äthylenoxyd, 0, 7-3, 0 Molen Methylchlorid und 0,   45 - 2,   0 Molen Allylhalogenid um- setzen, wobei das Methylchlorid und das Allylhalogenid gegenüber der Natronlauge vorteilhaft nicht im Überschuss vorhanden sein sollten. Werden die Alkylhalogenide im Überschuss angewendet, so sind nur 1, 1 bis 4,0 Mole Alkali erforderlich. Dabei verwendet man von den letztgenannten Verätherungsmitteln die langsamer reagierende Komponente im Überschuss gegenüber der schneller reagierenden Komponente an. 



   Eine andere Möglichkeit ist die Methylierung einer Alkalicellulose, die einen Gehalt von 0,8 bis
2,2 Molen Alkali besitzt, mit einem auf das Alkali bezogenen Überschuss an Methylchlorid. Das rohe oder gereinigte Reaktionsprodukt wird erneut mit 1,   0 - 2,   0 Molen Alkali vermischt und entweder gleichzeitig oder nacheinander mit 0,   9 - 2,   2 Molen Äthylenoxyd und 0,   45 - 2,   0 Molen Allylhalogenid umgesetzt. 



   Die Verätherung wird vorteilhaft bei erhöhter Temperatur durchgeführt, wobei man die Reaktionspartner   mit Rühr- oder Knetvorrichtungen oder   auf Schnecken bei Temperaturen zwischen etwa 30 und etwa   1500C, vorzugsweise   zwischen 40 und   1000C, durchmischt.   Dabei kann auch eine abgestufte Temperaturführung angewendet werden, indem man beispielsweise die Oxäthylierung bei relativ niedrigen Temperaturen durchführt, beispielsweise bei   30-50 C, und   anschliessend die Methylierung bzw. Allylierung in dem Bereich höherer Temperaturen, beispielsweise zwischen 50 und 100 C, durchführt. Es kann ferner vorteilhaft sein, die Reaktion bei erhöhtem Druck, beispielsweise bei 2 - 20 atü oder mehr, eventuell gegebenenfalls auch in Gegenwart eines inerten Gases, wie Stickstoff, durchzuführen.

   Je nach den Reaktionsbedingungen liegt die Reaktionszeit etwa zwischen 1 und etwa 10 Stunden. 



   Um einen gleichmässigen Reaktionsverlauf zu erreichen, wird es in vielen Fällen ratsam sein, die Reaktion in Gegenwart eines Lösungsmittels, das Wasser in geringen Mengen enthalten kann,   durchzufüh-   ren. Als Lösungsmittel sind beispielsweise aromatische oder aliphatische Kohlenwasserstoffe, aliphatische Alkohole bis zu 5 C-Atomen sowie Ketone geeignet. Man kann auch Gemische solcher Lösungsmittel, ebenfalls unter Zusatz von Wasser, anwenden. 



   Nach Beendigung der Reaktion wird etwa vorhandenes überschüssiges   Verätherungs-oder Lösungsmit-   tel vorsichtig aus dem Reaktionsgemisch abgelassen oder abdestilliert und der Rückstand, falls er alkalisch reagiert, mit einer Säure, vorzugsweise Essigsäure, neutralisiert, und es werden durch Waschen mit hei- ssem Wasser die bei der Reaktion entstandenen Salze entfernt. Die Reaktionsprodukte werden anschlie- ssend in geeigneten Trocknern, gegebenenfalls unter Anwendung von Vakuum, getrocknet. 



   Die   erfindungsgemäss   erhältlichen   Cellulosemischäther sind bei Zimmertemperatur   und darüber bis zu 
 EMI2.2 
 keine organischen Lösungsmittel benötigt, sondern Wasser benutzen kann. 



   Infolge des hohen Allylgehaltes können sie durch Zugabe von geeigneten Katalysatoren oder Erhitzen in weitgehend unlösliche Produkte übergeführt werden. 



   Als Katalysatoren, die man den wässerigen Lösungen der Cellulosemischäther zugibt, verwendet man übliche Peroxyd-Katalysatoren, beispielsweise Kaliumpersulfat,   Benzoylperoxyd   bzw. Cumolperoxyd, oder   Redox-Katalysatoren, wie Kaliumpersulfat/Natriumsulfit. Gibt   man solche Katalysatoren zu den wässerigen Lösungen in einer Menge von etwa 2 bis 5%, bezogen auf die Celluloseäther, so erstarren die Lösungen nach kurzer Zeit zu einem Gel. 



   Man kann die Lösungen längere Zeit flüssig erhalten, wenn man geringere Katalysatormengen zugibt. 



  Solche Lösungen ergeben beim Giessen auf ebene Flächen oder Verstreichen an Wänden und nachfolgendes Trocknen feste Filme, die wasserunlöslich sind. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die Produkte können infolge dieser Eigenschaften vorteilhaft in der Anstrich- und Drucktechnik, auf dem Klebstoffgebiet und zur Herstellung wasserfester Imprägnierungen, beispielsweise von Geweben, An- wendung finden. 



     Beispiel l :   100   Gew.-TeileCellulosepulver   werden in einem Mischer mit 125,5 Gew. - Teilen
20   gew.-iger   Natronlauge gleichmässig vermengt und darauf in einem Autoklaven mit überschüssigem Methylchlorid, bezogen auf das angewendete Alkali, bei 850C bis zum vollständigen Verbrauch des Alkalis umgesetzt, was etwa 1 Stunde in Anspruch nimmt. Nach der Entfernung des restlichen Methylchlorids wird das Reaktionsprodukt mit heissem Wasser   salzfrei   gewaschen und getrocknet. 



   53   Gew.-Teile   der gereinigten und getrockneten Methylcellulose werden in Gegenwart von 150   Vol.-  
Teilen Isopropanol mit 48 Gew.-Teilen 30   gew.- X) iger   Natronlauge alkalisiert. Nach Zugabe von 13,   4Vol.-  
Teilen Äthylenoxyd wird das Reaktionsgemisch unter ständiger Durchmengung 3 Stunden auf einer Temperatur von 300C gehalten. Dann werden 18   Vol.-Teile   Allylbromid zugesetzt, und der Ansatzwird
2 Stunden bei   600C   durchgemischt. Nach Reaktionsende wird das Rohprodukt mit Eisessig neutralisiert, mit   90-100 C   heissem Wasser salzfrei gewaschen und getrocknet. Es entstehen etwa 50   Gew.-Teile   eines Mischäthers mit 0,7 Methyl-, 0,86 Oxäthyl- und 0,47 Allylgruppen pro Glucoseeinheit.

   Der Mischäther gibt mit Wasser von 20 C eine klare hochviskose Lösung, die durch Zugabe von   Kaliumpersulfat/Natrium-   sulfit polymerisiert. 



   Beispiel 2 : 62   Gew.-Teile   Cellulose (lufttrocken) werden in Gegenwart von 240   Gew.-Teilen   Butanol 1 Stunde mit 60 Gew.-Teilen 25%iger (Gew.-%) Natronlauge gerührt und nach Zugabe von 42,8 Gew.-Teilen Propylenoxyd 6 Stunden auf 600C erhitzt. Nachdem Abkühlen wird das Reaktionsprodukt mit Eisessig neutralisiert, abgesaugt, mit   900/0i. gem   Methanol salzfrei gewaschen und getrocknet. Der gebildete Celluloseoxypropyläther enthält 0,6 Oxypropylgruppen pro Glucoseeinheit. 



   41   Gew.-Teile   des gereinigten und getrockneten Celluloseathers werden in einem geeigneten Mischer mit 40   Gew.-Teilen 24  ger (Gew.-%)   Natronlauge gleichmässig vermischt und anschliessend in einem Druckgefäss bei   850C   mit überschüssigem Methylchlorid, bezogen auf das angewendete Alkali, bis zum vollständigen Verbrauch des Alkalis umgesetzt. Nach der Entfernung des restlichen Methylchlorids werden 33   Gew.-Teile 30  & ige (Gew.-%)   Natronlauge gleichmässig eingerührt, und das Reaktionsgemisch wird unter ständiger Durchmischung mit   überschüssigem   Allylbromid, bezogen auf das angewendete Alkali, 2 Stunden auf 600C erhitzt. Nach Beendigung der Reaktion wird das restliche Allylbromid abdestilliert und das Reaktionsprodukt mit heissem Wasser salzfrei gewaschen.

   Es entstehen etwa 40   Gew.-Teile   eines in Wasser hochviskos löslichen polymerisierbaren Mischathers mit etwa 0,6 Oxypropyl-, 0, 7 Methylund 0,5 Allylgruppen pro Glucoseeinheit. 



   Beispiel 3 : Zu 390 Gew.-Teilen einer Alkalicellulose, die   41, 5% Cellulose, 12, 30/0 Natrium-   hydroxyd und 46, 2% Wasser enthält, werden in einem geeigneten   Druckgefäss   bei   300C   innerhalb von   2 1/2   Stunden und unter ständigem Rühren 75 Gew.-Teile Äthylenoxyd eingegast. Nach weiteren   3Stun-   den Rühren bei   300C   werden etwa 645   Gew.-Teile   Äthylchlorid zugesetzt, und das Reaktionsgemisch wird 1 1/2 Stunden auf 110 C erhitzt.

   Nach der Entfernung des restlichen   Äthylchlorids   wird das Reaktionsprodukt mit heissem Wasser salzfrei gewaschen und getrocknet. 
 EMI3.1 
 -Teilen 300/tiger (Gew. -0/0) Natronlauge alkalisiert und mit etwaGew. - Teile eines in Wasser hochviskos löslichen polymerisierbaren Mischäthers mit 0,   84 Oxyäthy1-,   0, 42   Äthyl- und   0,3 Allylgruppen pro Glucoseeinheit. 



   Beispiel   4 :   114   Gew.-Teile   Cellulose (lufttrocken) werden mit 1000 Vol.-Teilen Isopropanol und 187   Gew.-Teilen 18 Mger (Gew.-Tb)   Natronlauge 1 Stunde gerührt. Über einer Nutsche werden 750   Vol.-     reile Isopropanol abgesaugt, und der restliche alkalisierte Zellstoff wird in   einem Autoklaven mit 46 Gew.Teilen Äthylenoxyd verrührt. Der Ansatz wird 3 Stunden bei 200C und 1 Stunde bei   300C   gehalten. Darmf werden unter Druck 440 Gew.-Teile Methylchlorid eingeführt; der Ansatz   wird darauf unter ständigem     Rühren   auf 850C angeheizt und auf dieser Temperatur 1 Stunde gehalten. Nach dieser Zeit wird das über-   ; chüssige   Chlormethyl abgegast, wobei der Ansatz sich abkühlt.

   Nach Zugabe von 63   Gew. -Teilen 40%i. ger     : Gew.-%)   Natronlauge und   Istündigem   Rühren werden 250   Gew.-Teile   Allylchlorid unter Druck einge-   führt.   Der Ansatz wird erneut auf 80 C angeheizt und unter Rühren 2 Stunden auf dieser Temperatur gelalten. Nach dieser Zeit ist die Reaktion beendet. Das überschüssige Allylchlorid wird unter Erwarmen ibdestilliert und das zurückbleibende Reaktionsgemisch in Wasser von   900C   aufgeschlämmt ; darauf wird ibgesaugt, wiederholt mit 90 C warmem Wasser ausgewaschen und getrocknet. Der so dargestellte Misch- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 und 0,polymerisierbar. 



   Beispiel 5 : 170   Gew.-Teile pulverformige Cellulose   (lufttrocken) werden in Gegenwart von
500   Vol. -Teilen 880/oigem Isopropanoll/2   Stunde mit 200 Gew.-Teilen 30%iger (Gew.-%) Natronlauge gerührt und nach Zugabe von 48,5   Gew.-Teilen   Äthylenoxyd 4 Stunden auf 300C erwärmt. Das so erhaltene Rohprodukt der Oxyäthylcellulose   wird mit 93, 4 Gew.-Teilen 30 ger (Gew.- Natronlauge ver-   mischt und mit 150   Gew.-Teilen Methylchlorid   und 230   Gew.-Teilen Allylchlorid unter ständiger   Durchmischung in einem Autoklaven 1/2 Stunde auf 800C erhitzt. Nach dem Reaktionsende werden die überschüssigen Verätherungsmittel und das Isopropanol abdestilliert und das Rohprodukt wird mit   900C   heissem Wasser salzfrei gewaschen.

   Der Äther wird bei 60 C getrocknet. Es entstehen etwa 180   Gew.-Teile   eines Cellulosemischäthers mit 0,74   Oxyäthyl-,   0,77 Methyl- und 0, 37 Allylgruppen pro Glucoseeinheit, der sich in Wasser klar löst. 



   Beispiel 6: 170 Gew.-Teile gepulverte Cellulose (lufttrocken) werden in einem geigneten Mischer mit 213 Gew.-Teilen 30%iger (Gew.-%) Natronlauge 1/2 Stunde lang vermischt und mit 66 Gew.Teilen Äthylenoxyd auf die übliche Weise 41/2 Stunden bei   30 C   umgesetzt. Die so erhaltene trockene Oxyäthylcellulose wird dann in einem Autoklaven unter ständiger Durchmischung mit 153 Gew. - Teilen Allylchlorid und 150   Gew.-Teilen   Methylchlorid 1/2 Stunde auf   800C   erhitzt. Nach Reaktionsende werden die überschüssigen Verätherungsmittel abdestilliert, und das Rohprodukt wird mit 900C heissem Wasser   sälzfrei   gewaschen. Der Äther wird bei   60 C   getrocknet.

   Es entstehen etwa 170   Gew.-Teile   eines Cellulosemischäthers mit0, 9 Oxyäthyl-, 0,57 Methyl- und 0, 57 Allylgruppen pro Glucoseeinheit, der sich in Wasser klar löst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, vernetzbaren Celluloseallylmischäthern, dadurch gekennzeichnet, dass man Alkalicellulose in heterogener Phase mit einem niederen Alkylhalogenid, einem niederen Oxalkylierungsmittel und einem Allylhalogenid gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge, vorzugsweise bei erhöhter Temperatur und gegebenenfalls in Anwesenheit eines organischen Lösungsmittels, umsetzt.
AT560161A 1960-07-21 1961-07-20 Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, vernetzbaren Celluloseallylmischäthern AT224130B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE224130X 1960-07-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT224130B true AT224130B (de) 1962-11-12

Family

ID=5854237

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT560161A AT224130B (de) 1960-07-21 1961-07-20 Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, vernetzbaren Celluloseallylmischäthern

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT224130B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2528253C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Celluloseäthern
DE3216786A1 (de) Verfahren zur herstellung von hydroxyalkylmethylcellulosen
CH398529A (de) Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen vernetzbaren Celluloseallylmischäthern
DE2636935A1 (de) Verfahren zur herstellung von polysaccharidaethern
DE2635403A1 (de) Verfahren zum herstellen von celluloseaethern
AT224130B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, vernetzbaren Celluloseallylmischäthern
DE1543136B2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von methylcellulose oder methylhydroxyalkylcellulose
DE903691C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumhydroxyd
US1805365A (en) Process of etherifying cellulose
DE883744C (de) Verfahren zur Herstellung von modifizierten und stabilen Aluminiumhydroxyden
DE889157C (de) Verfahren zur Herstellung von amidartigen Kondensationsverbindungen
AT221535B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen wasserlöslichen, polymerisierbaren Allyl-carboxymethel-Mischäthern der Cellulose
CH417113A (de) Verfahren zur Herstellung von Metallsalzen von w-Oxy-polyoxyalkylenoxybenzol-sulfonsäuren
DE69100154T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Halogenmethylpivalaten.
DE693030C (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Kohlenhydrataethern
DE874902C (de) Verfahren zur Herstellung von Celluloseaethern
DE707847C (de) Verfahren zur Herstellung von Verdickungsmitteln fuer den Zeugdruck aus Kirschgummi
DE2132813C3 (de) Druckverdickungsmittel
DE696902C (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Kohlenhydrataethern
AT163822B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Kondensationsprodukte von Sulfanilamidopyrimidinen
DE858240C (de) Zum Drucken geeignetes Kuepenfarbstoff-Praeparat
DE841453C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylcellulosen in feinpulvriger Form
DE693417C (de) Verfahren zur Herstellung von N-Alkylabkoemmlingen aromatischer Amine
DE526792C (de) Verfahren zur Darstellung von AEthern der Cellulose
DE1232975B (de) Verfahren zur Herstellung von alkaliloeslichen Kondensationsprodukten