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Balgluftpumpe
Die Erfindung betrifft eine Balgluftpumpe mit zylindrischem Balg, der an beiden Enden durch mit Ventilen versehene Zylinderdeckel gefasst ist und hat den Zweck, eine leicht transportierbare, durch einen Motor antreibbare und für Dauerbetrieb geeignete Pumpe zu schaffen, die billig in Herstellung und Unterhaltung ist, und sich besonders für Sportzwecke, Camping, Fischfang od. dgl. eignet.
Zum Aufblasen von Luftmatratzen, Schlauchbooten, Sitzkissen, Schwimmringen u. dgl. Campinggeräten sind Luftpumpen mit halbkugelförmigem oder zylindrischem Balg bekannt, die durch Treten mit dem Fuss betätigt werden. Hiebei bleibt aber das Aufblasen grösserer Gegenstände, wie Schlauchboote, eine mühselige Angelegenheit.
Die Balgluftpumpe nach der Erfindung eignet sich ohne weiteres zum Betrieb mittels eines kleinen an die Starterbatterie eines Kraftwagens anschliessbaren Motors, so dass sie für Dauerbetrieb, beispielsweise zum Belüften von Forellenbehältern, geeignet ist. Gefangene Forellen gehen rasch zugrunde, wenn sie nicht in Behältern mit laufend oder in kürzeren Zeitabständen mit Luft durchspültem Wasser aufbewahrt werden.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der eine Zylinderdeckel um einen Winkel von vorzugsweise 1000 um seine Achse hin-und herschwingbar und einer der beiden Zylinderdeckel in Axialrichtung entgegen Federwirkung nachgiebig gelagert ist.
Zweckmässig ist für elektromotorischen Antrieb der hin-und herschwingbare Zylinderdeckel von einer Traverse gehalten, die auf der Antriebsachse eines mit einem die hin-und herschwingende Bewegung erzeugenden Exzentergetriebe versehenen Elektromotors befestigt ist.
Da die Länge des Balges sich beim Verdrehen desselben verkürzt, wird entweder der hin-und herschwingbare Zylinderdeckel mittels federbeeinflusster Gleitstifte von seiner Traverse getragen oder der dem Antrieb abgewendete Zylinderdeckel in einer um eine waagrechte Achse entgegen der Wirkung einer Feder schwenkbaren Gabel angeordnet.
Die Pumpe wird vorteilhaft in einem waagrechten, zur Sicherung der Standfestigkeit mit Auslegern versehenen Gestell angeordnet. Um die Transportmöglichkeit durch Verkleinerung des erforderlichen Raumes zu verbessern, kann das Gestell aus zwei Teilen zusammengesetzt sein, dessen vorderer Teil in der Transportlage so mit dem hinteren Teil zur Deckung gebracht werden kann, dass die beiden Ausleger aneinanderstossen.
Schliesslich wird wenigstens ein Zylinderdeckel von seinem Halter, beispielsweise mittels einer Schraubverbindung, lösbar angeordnet um ein Ersetzen des Balges leicht vornehmen zu können.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 eine Sei-
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Pumpe nach Fig. 1, Fig. 4 eine Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsform, Fig. 5 eine Seitenansicht der Pumpe nach Fig. 1, 3 in der Transportlage und Fig. 6 eine schematische Darstellung eines Getriebes zur Erzeugung einer hin-und herschwingenden Bewegung der Antriebstraverse für den rechten Zy- linderdeckel.
Die Pumpe des in den Fig. 1, 2, 3 gezeigten Ausführungsbeispieles besitzt einen zylinderförmigen Balg l, der mit beiden Enden in Zylinderdeckeln 3, 4 aus Blech oder Kunstharz auswechselbar eingespannt ist, beispielsweise mittels eines in die Zylinderdeckel eingepressten und mit den Balgenden verbundenen
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Federringes. DerZylinderdeckel 3 istmit einer Luftansaugeöffnung 5 nnd einem Ansaugeventil 6 versehen, das im einfachsten Fall aus einer einseitig aufgenieteten Gummischeibe bestehen kann. Der Zylinderdeckel 4 trägt die Luftauslassöffnung 7 (Fig. 2) mit einem Rückschlagventil 8 und einer Tülle 9 zum Anschliessen eines Schlauches 10.
Um das Rückschlagventil 8 genau so einfach wie das Ansaugeventil 6 aus einer einseitig aufgenieteten Gummischeibe herstellen zu können, besitzt zweckmässig der Zylinderdeckel 4 einen Zwischenboden 45, der auf der dem Balginnern abgewendeten Seite eine als Rückschlagventil 8 dienende Gummischeibe aufweist.
Der Zylinderdeckel 3 besitzt zwei diametral gegenüberliegende Ansatzstifte 11, 12, die in Haltestifte 13, 14 einer Traverse 15 eingreifen, in der die Haltestifte 13, 14 durch Madenschrauben 16 abnehmbar befestigt sind. Die Traverse 15 ist mit einer Antriebswelle 17 fest verbunden, die von einem Motor 18 in eine um etwa 1000 hin-und herschwingende Bewegung versetzt werden kann. Zu diesem Zweck ist der Motor 18 mit einem Exzentergetriebe 19 an sich bekannter Bauart versehen, das in Fig. 6 schematisch dargestellt ist. Die Motorwelle 20 treibt über verschiedene Zwischenräder ein Zahnrad 21, das mittels eines exzentrisch gelagerten Zapfens 22 eine Zahnstange 23 in einer Führung 24 hin- und herbewegtund dadurch über ein Ritzel 25 die Antriebswelle 17 der Pumpe in eine hin-und herschwingende Bewegung versetzt.
Motor 18 mit Exzentergetriebe 19 werden von der Antriebswelle 17 getragen, die mittels des Lagers 26 von einer Lagerstütze 27 des die Pumpe tragenden Gestells 28 gehalten wird.
Für Campingzwecke wird zweckmässig ein 6-oder 12-Volt-Motor verwendet, der an die Starterbatterie eines Kraftwagens über die Leitung 29 angeschlossen wird. Zum bequemen Ein- und Ausschalten ist der Motor 18 mit einem Schalter 30 versehen.
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der eine der beiden den Balg 1 abschliessenden Zylinderdeckel 3 bzw. 4 in Achsrichtung des Balges nachgiebig angeordnet sein. Dies geschieht beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1-3 in der Weise, dass der dem Motor 18 abgewendete, in der Zeichnung links liegende Zylinderdeckel 4 mittels zweier Ansatzstifte 31 in einer Gabel 32 gelagert ist, die bei 33 im Pumpengestell 28 schwenkbar angeordnet ist und durch zwei
Zugfedern 34 den Balg 1 in gespannter Lage zu halten versucht, so dass dieser im Ruhezustand Zylinderform besitzt und der linke Zylinderdeckel 3 eine lotrechte Lage einnimmt.
Beim Arbeiten der Pumpe wird die dabei auftretende Verkürzung des Balges 1 dadurch ermöglicht, dass der linke Zylinderdeckel 4 in Achsrichtung des Balges nachgibt, indem sich die ihn tragende Gabel 32 in die in Fig. 2 wiedergegebene Lage neigt.
Eine weitere Lösung ist in Fig. 4 gezeigt. Hier ist der auf der Antriebsseite liegende Zylinderdeckel 3 mit der Traverse 15 durch Gleitstift 36 verbunden, die unter der Wirkung von Federn 37 stehen. Beim Arbeiten der Pumpe wird die Verkürzung des Balges 1 dadurch aufgenommen, dass sich die Gleitstift 36 entgegen der Wirkung ihrer Federn 37 nach links der Fig. 4 bewegen.
Das Gestell 28 der Pumpe besteht aus zwei etwa gleich langen Flachprofilstücken 38 und 39, die in der Arbeitslage der Fig. 1 durch eine Stiftverbindung 40 aneinandergefügt sind. Um genügend Standfestigkeit zu erhalten, ist jedes der Profilstücke 38 und 39 mit einem Ausleger 41 bzw. 42 versehen. In der in Fig. 5 wiedergegebenen Transportlage der Pumpe werden die beiden Profilstücke 38 und 39 so aufeinandergelegt, dass die Verbindungsstifte 40 des Teiles 38 in die Löcher 43 des Teiles 39 zu beiden Seiten der Lagerstütze 27 des Antriebsmechanismus eingreifen und die beiden Ausleger 41, 42 nebeneinander zu liegen kommen, Hiedurch wird die Länge der Pumpe wesentlich verkürzt, so dass sie leicht transportiert und verstaut werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Balgluftpumpe mit zylindrischem Balg, der an beiden Enden durch mit Ventilen versehene Zylinderdeckel gefasst ist, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Zylinderdeckel (3) um einen Winkel von vorzugsweise 1000 um seine Achse (17) hin-und herschwingbar und einer der beiden Zylinderdeckel (3 bzw.
4) in Axialrichtung entgegen Federwirkung (34 bzw. 37) nachgiebig gelagert ist.