AT227502B - Verfahren zum Lichtbogenschweißen mit im Stromkreis liegendem Werkstück und körniges Flußmittelpulver zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Lichtbogenschweißen mit im Stromkreis liegendem Werkstück und körniges Flußmittelpulver zur Durchführung des Verfahrens

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AT227502B
AT227502B AT918061A AT918061A AT227502B AT 227502 B AT227502 B AT 227502B AT 918061 A AT918061 A AT 918061A AT 918061 A AT918061 A AT 918061A AT 227502 B AT227502 B AT 227502B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Lichtbogenschweissen mit im Stromkreis liegendem Werkstück und körniges Flussmittelpulver zur Durchführung des Verfahrens 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lichtbogenschweissen mit im Stromkreis liegendem Werk- stück und einem sich verbrauchenden Elektrodendraht, insbesondere ein mit einem magnetisches Fluss- mittel enthaltenden Schutzgas   durchgeführtes Metallichtbogenschweissverfahren,   in dem ein nackter Draht automatisch durch einen Schweissbrenner vorgeschoben und   ein körniges Flussmittelpulver in einem   Traggas suspendiert und von diesem in den Brenner eingeleitet wird. 



   In   demBrenner   werden unter der Wirkung eines durch   den Schweissstrom   um den Draht herum erzeugten Magnetfeldes Flussmittelteilchen von dem Draht angezogen. Wenn dieser Draht dann in der Schweisslache zugeführt wird, bedeckt und reinigt das Flussmittel die Lache ; ferner unterstützt es die durch das Gas bewirkte Abschirmung des Vorgangs gegenüber der Verunreinigung aus der Atmosphäre. 



   Die Vorteile des mit pulverhaltigem Schutzgas durchge führten Metallichtbogenschweissverfahrens sind bereits in der Schweisstechnik bekannt und   vos besonderer   Wichtigkeit in jenen Fällen, in denen auf de Wirtschaftlichkeit des Schweissens besonderer Wert gelegt wird.   Von besonderer Bed2utu g   ist de relativ hohe Abschmelzleistung, die beim Unterhandschweissen   50-100   und beim vertikalen und überkopfschweissen 200-300 grösser ist als mit umhüllten Elektroden. Ausser den hohen Abschmelzleistungen ist noch der sparsame Verbrauch des Flussmittels pro Gramm des abgelagerten Schweissmetalls zu beachten. 



  Insgesamt können die Kosten auf diese Weise um 25-65% unter d-e des händischen Schweissens mit umhüllter Elektrode gesenkt werden. Man erhält Schweissungen mit grosser, gleichmässiger Eindringtiefe, während Hinterschneidungen und Porenbildung nicht beachtet werden. Bei   Schweissgeschwindigkeiten,   die etwa   50-lolo   höher sind als die mit umhüllten Elektroden erzielten Geschwindigkeiten, kommt man bei dem Verfahren zu Gesamtschweisskosten, die   35-75%   niedriger sind als bei Verwendung von umhüllten Elektroden. 



   Bisher unterlag das Verfahren jedoch einer Anzahl von Beschränkungen. 



   Ein beträchtlicher Nachteil bestand darin, dass das Verhältnis der Flussmiottel- zu der Drahtmenge relativ hoch sein muss und je nach der Art der Schweissarbeit zwischen 0, 50 : 1 und   I, 0 : 1   beträgt. Dies war zum Teil darauf zurückzuführen, dass zum Schutz der   Schweisslache   vor der Oxydation und Nitrierung eine ungewöhnlich grosse Flussmittelmenge erforderlich ist. Zur Einstellung des   für die   jeweilige Schweissarbeit erforderlichen Verhältnisses zwischen   Flussmittel- und   Drahtmenge mussten in dem System zur Zuführung des Flussmittels kostspielige und komplizierte mechanische Einstellvorrichtungen vorgesehen werden. Eine weitere Schwierigkeit trat bei   relativ geringen Schweissstromstärken,   z.

   B. von weniger als 500 A bei Schweisselektroden von 2, 4 mm Durchmesser auf, wenn mit Wechselstrom oder mit Gleichstrom normaler Polarität (Elektrode negativ) gearbeitet wurde. Beim Arbeiten mit normaler Polung und Stromstärken unter 500 A war der Schweissvorgang dlrch starkes Spritzen und geringe Stabilität des Lichtbogens gekennzeichnet. Infolge dieser Einschränkung konnten beim Arbeiten mit Wechselstrom oder Gleichstrom normaler Polarität (Elektrode negativ) die Vorteile des Verfahrens bei niedrigen Schweissstromstärken nicht erzielt werden. 



   Die begrenzte Sichtbarkeit des Lichtbogens stellt einen weiteren Nachteil dar. Infolge der relativ hohen Ablagerung von Flussmitteln an der Schweissstelle, insbesondere bei rechtwinkeligen Stumpfstössen 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
Lichtbogenschen Flussmittel zurückgeführt. Um diese Schwierigkeit zu überwinden, wurden abwechselnde Schweissnähte angewendet, die eine kostspielige Vorbereitung der Ränder erfordern. Dadurch wurde das Verfahren auf Nähte beschränkt, die dem Schweissarbeiter eine genügende Sicht gestatten, sich aber nicht unbedingt durch eine besonders hohe Wirtschaftlichkeit der   Schweissung auszeichneten.   



   Vor   dsm Schweissen   auf stark verrosteten Werkstücken muss das Metall mit hohen Kosten bereinigt werden, um die aufReaktionen mit dem Rost zurückzuführende Tendenz zur Porenbildung in dem Schweissmetall auf ein Minimum herabzusetzen. 



   Die Erfindung bezweckt daher vor allem   für ein   solches Verfahren ein körniges Flussmittelpulver zu schaffen, das ein Arbeiten mit einem   Mengenverhältnis   von 0, 20 : 1 bis 0, 30 : 1 zwischen Flussmittel und Draht ermöglicht. 



     Ferner   bezweckt die Erfindung die erfolgreiche Anwendung des Verfahrens mit mässigen Schweissstromstärken beim Arbeiten mit Gleichstrom normaler Polarität (Elektrode negativ) oder mit Wechselstrom zu gestatten, um eine höhere Abschmelzleistung zu erzielen. Allgemein betrifft die Erfindung ein Verfahren zum   Metallichtbogenschweissen   mit im Stromkreis   liegendem Werkstück   mit einem sich verbrauchenden elektrodendraht in einem den Lichtbogen umgebenden Schutzgas, das magnetisches Flussmittelpulver an das Lichtbogenende des Elektrodendrahtes abgibt, in dem zu   schweissendewerkstückteile   aus Stahl zur Bildung einer Naht stumpf gestossen werden, das Werkstück und eine Eisenmetallelektrode an eine Lichtbo-   genschweissstromquelle angeschlossen werden,

     ein Strom CO2-GAs um den Endteil des Drahtes herum abgegeben wird, vor dieser Abgabe in den Gasstrom ein körniges Flussmittelpulver eingeleitet wird, ein   Schweisslichtbogen   gezündet und im Zuge des   längs der Naht fortschreitendsn Schweiss' organges der Draht   der Naht zugeführt wird. 



   ErfindungsgemässwirdeinkörnigesFlussmittelpulverfolgenderZusammensetzungverwendet : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Mangandioxyd <SEP> Spuren <SEP> - <SEP> 20%
<tb> Mangnesiumoxyd <SEP> Spuren <SEP> - <SEP> 10%
<tb> Ti02 <SEP> 10-30010
<tb> Tonerde <SEP> Spuren <SEP> - <SEP> 15%
<tb> Fluorid <SEP> 1-10%
<tb> Silizi <SEP> nai <SEP> 2-20o <SEP> 
<tb> Mangan <SEP> 2-20% <SEP> 
<tb> Magnetische <SEP> Komponente <SEP> (Fe <SEP> 0) <SEP> 5-25%
<tb> Kaliumtitanat <SEP> 2-20% <SEP> 
<tb> + <SEP> Bindemittel <SEP> 
<tb> 
 
Die Erfindung   umfasst   ferner ein körniges Flussmittelpulver der obigen Zusammensetzung. In einer Ausführungsform ist ein derartiges   Flussmittelpulver   zusammengesetzt aus 13,   10/0   Mangandioxyd, 3,3% 
 EMI2.3 
 



   Der Grund filz die   erhöhte Stabilität des Lichtbogens   und das verbesserte Arbeiten nach dem erfin-   dungsgemässen   Verfahren kann technologisch noch nicht einwandfrei   erklärt   werden. Es wird jedoch angenommen, dass diese Vorteile vor allem auf die Anteile der magnetischen Komponente, das als Desoxydator wirkenden Siliziums und des als Lichtbogenstabilisator und Fluidisator wirkenden Kaliumtitanats zurückzuführen sind. 



   Es wurde festgestellt, dass durch Zusatz von Kalium vorzugsweise in Form von Kaliumtitanat der Schweisslichtbogen bei Verwendung von Wechselstrom oder von Gleichstrom normaler   Polarität   als Schweissstrom stabilisiert wurde. Ausserdem hat das Vorhandensein des Kaliums besonders in Form des Titanats einen vorteilhaften Einfluss auf den Schmelzpunkt des Flussmittels und seine Fähigkeit zum einwandfreien Benetzen des zu   schweissenden Stahls. Bei   Vorhandensein von   geregeltenKaliummengen kann nan   die gewünschte Abschirmwirkung mit einer geringeren   Flussmittelmenge   pro Einheit der abgelagerten Schweisse erzielen.

   Ferner ist das geschmolzene Flussmittel so   damflüssig,   dass es die Gefahr einer Bildung   ; von in-   regelmässig verteilten Lachen oder Einschlüssen des   Flussmittels   auf der Oberfläche des Schweissmetalls beseitigt. Derartige unerwünschte Erscheinungen beeinträchtigten bisher d ie Wirtschaftlichkeit des Schweissverfahrens, weil sie die Anwendung einer grösseren Flussmittelmenge zum Abdecken des Schweissmetalls erforderlich machten, so dass die Betriebskosten stiegen. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 es hat sich gezeigt, dass man bei einem   Zusatz von 10% Kaliumtitanat hochwertige Schweissungen   erhält.   Ähnliche,   aber weniger ausgeprägte Ergebnisse können mit 5% Kaliumtitanat erhalten werden.

   Die Versuche zeigen jedoch, dass bei einer Menge von mehr als 15% Kaliumtitanat das Flussmittel für hochwertige Schweissungen   zu dünnflüssig   wird, obwohl für gewisse Schweissungen bis zu 20% Kaliumtitanat oder eine äquivalente Menge von kalium-und titanhaitigen Verbindungen zweckmässig sind. Kaliumtitanat hat sich auch deshalb als der geeignete Kaliumträger erwiesen, weil es im Gegensatz zu Kaliumsilikat nicht hydroskopisch ist. 



   Es hat sich als zweckmässig erwiesen, went das Kaliumtitanat in körniger Form vorhanden ist. Hai- 
 EMI3.1 
 durch ein Sieb mit einer   Maschsngrösse   von 0, 043 mm hindurchgehen. In Schweissversuchen mit K2TiO3 in dieser Form erhielt man   ungleichmässige   und unbefriedigende Ergebnisse. Eine unbefriedigends Bindung zwischen den Komponenten des Flussmittels war zum Teil darauf zurückzuführen, dass die sehr feinen Teilchen des K2TiO3 nur schwer mit dem Natriumsilikat gebunden werden   können. Durch störende Reaktionen   gingen die Bindeeigenschaften des Silikats verloren. 



   In einem Versuch zur Herabsetzung dieser Schwierigkeiten wurden etwa 50% des flüssigen Natriumsi- 
 EMI3.2 
 schen übrig. 



   In einem ändern Versuch wurde ein gröberes K2TiO3 verwendet, um die chemische Reaktion zwischen dem K2TiO3 und dem als Bindemittel verwendeten Silikat herabzusetzen. Dieses wünschenswerte Ergebnis   wurds dadurch erzielt,   dass das   handelsübliche   K2TiO3 zunächst mit einem Lichtbogen geschmolzen wird, dann durch Abschrecken zum Erstarren gebracht wurde, worauf die Masse gemahlen und erneut klassiert wurde. Bei Zusatz dieses K2TiO3-Granulats zu dem Flussmittel konten alle Bestandteile gemeinsam trockenvermengt und dann mit dem flüssigen Bindemittel gemischt werden. 



   In Schweisszersuchen wurde festgestellt, dass ein Flussmittel von hoher Gleichmässigkeit mit einem   K TiO,   folgender   Körnung   erhalten wurde : 
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> Siebgröge
<tb> mm
<tb> < 0,833 <SEP> 0%
<tb> < 0, <SEP> 833 > 0, <SEP> 147 <SEP> 50-65% <SEP> 
<tb> < 0, <SEP> 094 <SEP> max. <SEP> 30%
<tb> > 0,043 <SEP> max. <SEP> 20%
<tb> 
 
 EMI3.4 
 [.---K2TiO3, das gröber ist als die   vorstehend angegebene Körnung,   kann licht mehr einwandfrei gebunden werden und ist daher   unzweckmässig.   



   Zum Vergröbern des K2TiO3 kann man es auch durch Erhitzen bis knapp unter den Schmelzpunkt agglomerieren, wobei man ähnliche Ergebnisse erhält. Eine weitere Möglichkeit besteht im Lichtbogenschmel- 
 EMI3.5 
 dem K2TiO3. 



   Die verbesserten Ergebnisse sind vielleicht darauf zurückzuführen, dass d ie Menge der in dem Flussmittel vorhandenen magnetischen Bestandteile herabgesetzt wird. Versuche haben gezeigt, dass mit der erfindangsgemässen Zusammensetzung das Verfahren nur dann einwandfrei darchgeführt werden konnte, 
 EMI3.6 
 
Sehr überraschend sind die erfindangsgemäss erzielbaren hohen Desoxydationspotentiale bei gleichzeitiger Herabsetzung der pro Einheit der   Schweisse verbrauchten   Flussmittelmenge. Dies trägt ebenfalls zu einem   besseren Schweissen   auf verrostetem Blech bei. Da das Flussmittel kein Eisen enthält, erhält man eine dinnflüssigere Lache als bei den eisenpulverhaltigen bekannten Flussmitteln.

   Durch das Eisenpulver wird das schmelzflüssige Flussmittel rascher abgekühlt und daran gehindert, das schmelzflüssige Schweissmetall vollkommen zu bedecken. Infolgedessen ist die Schweissbarkeit gering und der Flussmittelverbrauch hoch, wodurch der Wirkungsgrad des Verfahrens weiter herabgesetzt wird. Bei Verwendung des erfindungs-   gemässen Flussmittels   dagegen können mit einer geregelten Menge des magnetischen Bestandteils auf wirtschaftliche Weise Schweissen von einer schweisstechnisch vorteilhaften Beschaffenheit erhalten werden. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



    Ferner erhielt man ausgezeichnete Ergebnisse (ausgedehnte Schlackendecke, gute Desoxydation des Schweissmetalls), wenn als Desoxydationsmittel vor allem Ferrosilizium verwendet wurde. Es hat sich gezeigt, dass man mit einem Zusatz von Silizium in Form von Ferrosilizium von weniger als 9% keine genügende Desoxydation und minderwertige Schlacken von geringer Fliessfähigkeit und eine unregelmässige Gestalt der Schweissraupe erhielt. Bei Mengen von mehr als 18% wurde die Fliessfähigkeit des Schweissmetalls beeinträchtigt, so dass die Haftung zwischen dem Grund-und dem Schweissmetall schlecht und die Schweisse zu dick war. Bei einem weiteren Zusatz von Silizium als Ferrolegierung (Mengen von mehr als 180/0) kann die Zugfestigkeit je nach der Art der Schweisse zu hoch werden. Bei bestimmten Schweissen,   
 EMI4.1 
 
Gehaltzulässig bzw. erforderlich sein. 



   Es wurde erkannt, dass eine hohe Fliessfähigkeit des Flussmittels und ausgezeichnete Ergebnisse auf verrostetem Blech mit geringeren Mengen Fluorid (CaF2 oder Kryolith) als in den bekannten handelsüb- lichen Flussmitteln erhalten werden können. Die Ursache   für   dieses Ergebnis ist nicht   vollständig   erkannt, wird aber zum Teil auf den hohen Siliziumgehalt und die geringeren Anteile des magnetischen Bestandteils und des magnetischen Oxyds zurückgeführt. Freies Fluorid reagiert mit dem (im Rost vorhandenen) Wasser- stoff und verhindert dadurch eine Porenbildung in der Schweisse.

   Infolge des   niedrigeren Fluoridgehalts   ist die Rauchbildung geringer, so dass die Sichtbarkeit des Lichtbogens erhöht wird., Angesichts der verbesser- ten Sichtbarkeit des Lichtbogens gestattet die Erfindung ohne weiteres das Schweissen einer rechtwinkligen
Stumpfnaht. Ferner erleichtert die Erfindung die Durchführung des Verfahrens und die Erzielung optimaler
Ergebnisse auch bei geringerer Geschicklichkeit. 



   Die Zeichnung zeigt eine graphische Darstellung der   Schweissgüte   als Funktion des Rostzusatzes bei
Verwendung des   erfindungsgemässen   bzw. eines üblichen Flussmittels. 



   Vor der Erfindung war ein Verhältnis von 0, 40 : l bis 0, 60 : 1 zwischen   Flussmittel-und   Drahtmenge für ein genügendes Abdecken der Schweissnaht erforderlich. Bei geringeren Flussmittelmengen werden kei- ne einwandfreien Schweissungen erhalten. Mit dem erfindungsgemässen Flussmittel wird jedoch eine ge- nügende Bedeckung schon bei einem Verhältnis von   0, 36 : l   zwischen   Flussmittel-und   Drahtmenge er- zielt, was Ersparnissen von 20 bis 25% entspricht, ohne dass die physikalischen Eigenschaften der Schweisse beeinträchtigt werden.

   Mit einem   Verhältnis   von   0, 30 : 1   zwischen der Flussmittel- und der Drahtmenge durchgeführte Mehrlagenschweissungen unterschieden sich vorteilhaft von   dem Verhältnis   von 0, 55 : 1, das bei den bekannten Flussmitteln erforderlich war. Die   Röntgenntersuchung   zeigte, dass die erfindungs- gemäss hergestellten Schweissen porenfrei waren. Die mechanischen Eigenschaften waren ebenfalls vor- teilhaft. 



   Die leichte Entfernung der Schlacke ist darauf   zurückzuführen,   dass in   dem erfindungsgemässen  
Schweissverfahren weniger Flussmittel verbraucht wird. Dadurch werden ferner die zur   Durchführung   des
Verfahrens erforderlichen Einstellungen vereinfacht. Bei Verwend mg des erfindungsgemässen Flussmittels genügt eine anfängliche Einstellung   fou dite   meisten Schweissbedingungen. Die bisher zur Regelung der
Flussmittelzufuhr erforderlichen, komplizierten Einrichtungen entfallen, und es können auch weniger ge- schickte Bedienangspersonen verwendet werden. 



   Bestimmte magnetische Flussmittel sind besonders für das Arbeiten mit Gleichstrom umgekehrter Po- larität (Elektrode positiv) bestimmt. Bei einer solchen Polung ist jedoch die   Abschme1zleistung   geringer, was bei bestimmten Anwendungen die Gesamtkosten des Verfahrens   erhöhte. Erfindungsgemäss wurde über-   raschenderweise eine Erhöhung der Abschmelzleistung um 25% bei Verwendung von Gleichstrom normaler
Polarität (Elektrode negativ) erzielt, wobei der Flussmittelverbrauch tatsächlich herabgesetzt wurde. Es wird ingenommen, dass das erfindungsgemässe   Flussmittel   beim Arbeiten mit Gleichstrom normaler Pola- rität zu einer höheren Stabilität des Lichtbogens und zur Herabsetzung des Spritzens führt. Die erhöhte
Abschmelzleistung stellt einen weiteren Vorteil des Verfahrens beim Unterhandschweissen dar. 



   Die mit dem erfindungsgemässen Flussmittel auf stark verrostetem Blech erzielten Ergebnisse sind aussergewöhnlich gut. Das Problem der Porenbildung beim Schweissen von verrostetem Weichstahl wird ebenfalls durch die Anwendung der Erfindung verringert. Zur Prüfung der bei verrostetem Blech erzielten Ergebnisse wurden mit   gewöhnlichemflussmittel   und dem erfindungsgemässen Flussmittel eine Anzahl von horizontalen Kehlnahtschweissungen   durchgeführt.   Bei Verwendung des erfindungsgemässen Flussmittels führten Rostzugaben von 0, 193 g/cm auf die Oberfläche der Naht noch nicht zu einer sichtbaren Porenbildung, während bei dem bekannten magnetischen Flussmittel nur eine Zugabe von 0,118   g/cm   zulässig war.

   Das mit dem erfindungsgemässen Flussmittel erzielte   Schweissergebnis   war auch dem mit den handelsüblichen umhüllten Elektroden erhaltenen weit überlegen. 



   Die Schweissgüte wurde   ferner an 6, 35 mm starkem   Weichstahlmaterial mit einem walzzunderbedeckten 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> 0 <SEP> bis <SEP> 0, <SEP> 198 <SEP> g/ein <SEP> gegeben.Kostzugape <SEP> g/cm)
<tb> 0 <SEP> 0,098 <SEP> 0,115 <SEP> 0,145 <SEP> 0.

   <SEP> 197
<tb> Flussmittel <SEP> Flussmittel <SEP> Flussmittel <SEP> Flussmittel <SEP> Flussmittel
<tb> Erfin-Erfin-Erfin- <SEP> "fin-Erfin- <SEP> 
<tb> Nor- <SEP> dungs- <SEP> Nor- <SEP> dungs- <SEP> Nor- <SEP> dungs- <SEP> Nor- <SEP> dungs- <SEP> Nor- <SEP> dungsschweissfehler <SEP> mal <SEP> gemäss <SEP> mal <SEP> gemäss <SEP> mal <SEP> gemäss <SEP> mal <SEP> gemäss <SEP> mal <SEP> gemäss
<tb> Pfeilmarken <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 3 <SEP> 10 <SEP> 3 <SEP> 8 <SEP> 0 <SEP> 8 <SEP> 3 <SEP> 8
<tb> Sichtbare
<tb> Porenbildung <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 1 <SEP> 10 <SEP> 4 <SEP> 10 <SEP> 0 <SEP> 10
<tb> Raupenprofil
<tb> und <SEP> Flächenhelligkeit <SEP> 8 <SEP> 10 <SEP> 4 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 7 <SEP> 3 <SEP> 7 <SEP> 2 <SEP> 7
<tb> Insgesamt <SEP> 28 <SEP> 30 <SEP> 17 <SEP> 23 <SEP> 8 <SEP> 25 <SEP> 7 <SEP> 25 <SEP> 5 <SEP> 25
<tb> Durchschnitt <SEP> 9,

  3 <SEP> 10 <SEP> 5,7 <SEP> 9,3 <SEP> 2,7 <SEP> 8,3 <SEP> 2,3 <SEP> 8,3 <SEP> 1,7 <SEP> 8. <SEP> 3
<tb> 
 
 EMI5.3 
 
 EMI5.4 
 
<tb> 
<tb> Pfeilmarken <SEP> Sichtbare <SEP> Poren- <SEP> Raupenprofil
<tb> Anzahl <SEP> der <SEP> bilden3 <SEP> Anzahl <SEP> und <SEP> OberflächenBewertung <SEP> Marken/cm <SEP> der <SEP> Locher/cm <SEP> helligkeit
<tb> 0 <SEP> 11, <SEP> 8 <SEP> 2 <SEP> schlecht <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 9, <SEP> 4 <SEP> 0,8 <SEP> sehr <SEP> mangelhaft
<tb> 4 <SEP> 7,1 <SEP> 0,4 <SEP> mangelhaft
<tb> 6 <SEP> 4,7 <SEP> 0 <SEP> genügend
<tb> 8 <SEP> 2, <SEP> 4 <SEP> 0 <SEP> gut
<tb> 10 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> ausgezeichnet
<tb> 
 
 EMI5.5 


Claims (1)

  1. : ePATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Metallichtbogenschweissen mit im Stromkreis liegenden Werkstück mit einem sich verbrauchenden Elektrodendraht in einem den Lichtbogen umgebenden Schutzgas, das magnetisches Fluss- mittelpulver an das Lichtbogenende des Elektrodendrahtes abgibt, in dem 7U schweissende Werkstücktei- le aus Stahl zur Bildung einer Naht stumpf gestossen werden, das Werkstück und eine Eisenmetallelektrode an eine Lichtbogenschweissstromquelle angeschlossen werden, ein Strom COz-Gas um den Endteil des Drahtes herum abgegeben wird, vor dieser Abgabe in den Gasstrom ein körniges Flussmittelpulver einge- leitet wird,
    ein Schweisslichtbogen gezündet und im Zuge der längs der Naht fortschreitenden Schweiss- vorganges der Draht der Naht zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Flussmittel folgender Zu- sammensetzung verwendet wird : EMI6.1 <tb> <tb> Mangandioxyd <SEP> Spuren <SEP> - <SEP> 20% <tb> Magnesiumoxyd <SEP> Spuren-10% <tb> TiO2 <SEP> 10-30% <tb> Tonerde <SEP> Spuren-15% <tb> Fluorid <SEP> 1-100/0 <tb> Silizium <SEP> 2-20% <tb> Mangan <SEP> 2-20% <tb> Magnetische <SEP> Komponente <SEP> (Fe <SEP> O4) <SEP> 5-25% <tb> Kaliumtitanat <SEP> 2-20% <tb> + <SEP> Bindemittel <tb> 2.
    Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Flussmittelpulver während der Zeit EMI6.2 einem Verhältnis2-20je Kaliumtitanat und einem Bindemittel zusammengesetzt ist.
    4. Flussmittelpulver nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kaliumtitanat in Form folgender Körnung vorliegt : EMI6.3 EMI6.4 <tb> <tb> Sjebgrösse <tb> mm <tb> < 0,833 <SEP> 0% <tb> < 0, <SEP> 833 <SEP> > <SEP> 0, <SEP> 147 <SEP> 50-65 <SEP> <tb> < 0, <SEP> 094 <SEP> max. <SEP> 30% <tb> < 0,043 <SEP> max. <SEP> 20% <tb> EMI6.5
AT918061A 1960-12-05 1961-12-04 Verfahren zum Lichtbogenschweißen mit im Stromkreis liegendem Werkstück und körniges Flußmittelpulver zur Durchführung des Verfahrens AT227502B (de)

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