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Sicherheitssteckdose für elektrische Rasierapparate
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Benützungim Badezimmer überhaupt, oder zumindest im sogenannten Schutzbereich der Badewanne. Nun besteht aber der unbedingte Wunsch der Verbraucher, im Badezimmer zumindest den elektrischen Rasierapparat benützen zu können und dies wäre auch, da alle elektrischen Rasierapparate schutzisoliert sind, mit keinerlei Gefahr verbunden. Die Gefahr entsteht erst dann, wenn durch die im Badezimmer vorhandene Steckdose andere Geräte, z. B. eine Bestrahlungslampe, betrieben werden können.
Somit besteht die Notwendigkeit, eine Steckdose für das Badezimmer zu schaffen, die nur für das elektrische Rasieren gedacht-ist und Berührungsspannungen einer die Gesundheit oder das Leben gefährdenden Höhe mit Sicherheit verhindern kann, wenn entgegen dem Bestimmungszweck gewöhnliche Geräte mit einfacher Betriebsisolation angeschlossen werden. Die erste Forderung wird am einfachsten dadurch erfüllt, wenn die Leistungsabgabe der Steckdose auf dieLeistung der handelsüblichen Rasierapparate, das ist etwa 15 - 20 VA, beschränkt wird.
Bei stärkeren Verbrauchern erfolgt dann eine automatische Unterbrechung der Stromzufuhr. Die zweite Forderung hinsichtlich eines zuverlässigen Berührungsspannungsschutzes lässt sich nur durch Isolierung des Gerätestromkreises im Badezimmer gegen Erde erreichen. Dadurch kommt man sofort zur Forderung, dass die Steckdosenkontakte vom Netz galvanisch getrennt sein müssen, d. h. dass die Schutzmassnahme "Schutztrennung"angewendet werden muss. Eine Sicherheitssteckdose für elektrische Rasierapparate besteht somit aus einem Trenntransformator, meist mit dem Übersetzungsverhältnis 1 : 1, der sekundärseitig mit denSteckdosenkontakten verbunden ist und zusammen mit diesen und einem Überstromschutzorgan in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht ist.
Sicherheitssteckdosen in dieser Bauform sind bekannt (s. z. B. brit. Patentschrift Nr. 719, 500) und werden allgemein verwendet. Man unterscheidet dabei zwei Bauformen. Bei der einen Bauform ist der Trenntransformator mit dem Überstromschutzorgan und den Dosenkontakten auf einer Abdeckplatte befestigt, die auch die Öffnungen für die Einführung der Steckerstifte und die Afschriften trägt. Wesentlich ist dabei, dass die Anschlussklemmen für die Netzleitungen ebenfalls auf dem Abdeckplatten-Hauptteil montiert sind. Beim Anschluss muss dieser Teil aus der Gehäusewanne, die meist in Form einer Unterputzdose ausgeführt und eingemauert ist, herausgenommen werden ; hierauf werden die Leitungen angeklemmt und dann der Hauptteil mit der Abdeckplatte wieder in die Gehäusewanne eingesetzt, wobei die Leitungen in die Wanne gedrückt werden.
Dieser Installationsvorgang weist den Nachteil auf, dass man die Lage der Leitungen in der Wanne nach erfolgter Montage nicht mehr kontrollieren kann und dadurch die Gefahr der Lockerung von Klemmverbindungen und von Kurz- und Körperschlüssen entsteht. Diese Bauform ist also besonders mit Rücksicht auf die noch zu besprechende Schutzisolierung der Netzspannung führenden Teile von den schutzgetrennten Teilen, wie Sekundärwicklung, Dosenkontakte usw. ungünstig.
Wegen der oben erwähnten Gefahren verbieten sogar eine Reihe von Ländern diese Montageart und in den internationalen CEE-Anforderungen an Steckvorrichtungen (CEE-Publ. 7) heisst es in µ llc : "Wandsteckdosen müssen so beschaffen sein, dass es möglich ist, die Leitungen ohne weiteres von vom in die Anschlussklemmen einzuführen und zu befestigen, u. zw. nachdem der Sockel in der Dose montiert ist und anschliessend muss es möglich sein, die Abdeckung ohne weiteres zu befestigen. "
Bei der zweiten Bauform wird mit Rücksicht auf die oben erwähnten Vorschriften in die Gehäusewanne ein eigener Teil eingesetzt, der die Netzanschlussklemmen, den Trenntransformator, den Überstromschutz und die Dosenkontakte trägt.
Die Abdeckplatte hat in diesem Fall nur wie bei den normalen Steckdosen die Aufgabe des Schutzes gegen zufällige Berührung Spannung führender Teile. Auch bei dieser
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Bauform sind sicherheitstechnische Bedenken geltend zu machen. Es ist ja zu fordern, dass die schutzge- trennten Elemente, das sind also alle leitfähigen, mit dem Sekundärkreis des Trenntransformators verbun- denen"Metallteile,'gegen die Netzspannung führenden Klemmen und Leitungen schutzisoliert sein sollen.
Das bedeutet, dass auch im Falle des Lösens einer Netzklemme keine Möglichkeit vorhanden sein darf, dass die blanken Enden der Netzleitungen schutzgetrennte Metallteile berühren können. Bedenkt man nun, dass man von vornherein nie weiss, ob die Netzzuleitung von oben oder von unten kommt, dann ist es klar, dass bei Verwendung eines Einsatzes die Gefahr besteht, dass die Netzleitungen in der Nähe der schutzgetrennten Teile geführt werden müssen und damit von einer echten Schutz- isolierung nicht mehr gesprochen werden kann. Es entsteht somit die Forderung, sämtliche schutz- getrennten Teile von den Netzanschlussklemmen und den Netzzuleitungen duith eine Schutzisolation zu isolieren.
Des weiteren muss es möglich sein, die Netzzuleitungen ordnungsgemäss anzuschliessen, nach erfolgtem Anschluss die Leitungsführung zu kontrollieren und erst dann die Abdeckplatte aufzusetzen.
Diese Forderungen werden nun durch die Erfindung erfüllt, die an Hand eines in der Zeichnung dar- gestellten Ausführungsbeispieles erläutert wird ; Dabei zeigt Fig. l'eine Gehäusewanne in Draufsicht, Fig. 2 die Seitenansicht dazu im Mittelschnitt bei aufgesetztem Einsatz mit AbdecKplatte und Fig. 3 eine Draufsicht auf die Wanddose mit aufgesetztem Einsatz und entfernter Abdeckplatte.
DieNetzzuleitungensindindieGehäusewanne 2 eingeführt und dort an dieNetzanschlussklemmen 3, 4 angeklemmt, die in der Gehäusewanne 2 isoliert befestigt sind. Der Trenntransformator 5, das Überstromschutzorgan 6, das auch wenn erwünscht, in den Sekundärstromkreis eingebaut werden kann, und die Dosenkontakte 7 sind in bekannter Weise auf der Abdeckplatte 1 befestigt. Sie sind jedoch, gegen den Innenraum der Gehäusewanne zu, durch ein besonderes Isolierstoffgehäuse 8 abgekapselt, wobei dieses Gehäuse allen Bedingungen der Schutzisolierung entspricht. Durch dieses Gehäuse werden die beiden Primäranschlüsse des Trenntransformators geführt, die z.
B. in Form von Kontaktstiften 9,10 erfindungsgemäss erst beim Aufsetzen der Abdeckplatte 1 über die in der Gehäusewanne 2 isoliert befestigten Schleiffedern 11,12 die Verbindung mit den Netzanschlussklemmen 3,4 herstellen. Natürlich kann diese Verbindung auch in anderer Form, z. B. über Druckkontakte oder eine Steckverbindung erfolgen.
Durch die Erfindung wird also erreicht, dass das Innere des Einsatzes, der die empfindlichen elektrischen Bauelemente, wie Überstromschutz, Trenntransformator usw. enthält, nach aussen völlig abgeschlossen und geschützt ist, die Hersteller also für die Einhaltung der Schutzisolierung Sorge tragen kann und trotzdem ein einwandfreies Anschliessen der Netzzuleitungen möglich ist.