AT228817B - Verfahren zum Frischen von Roheisen mit höherem Phosphorgehalt - Google Patents
Verfahren zum Frischen von Roheisen mit höherem PhosphorgehaltInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Frischen von Roheisen mit höherem Phosphorgehalt Das bekannte Frischen von Roheisen durch Aufblasen von Sauerstoff hat den Nachteil, dass die Entphosphorung Schwierigkeiten bereitet. Voraussetzung für eine wirksame Entphosphorung ist nämlich eine reaktionsfähige flüssige Schlacke, die sich aber erst im Laufe des Frischens bildet. Die Entphosphorung setzt daher zu spät ein und bleibt unvollständig. Die Erfindung bezweckt, ein Verfahren zum Frischen von Roheisen, insbesondere solchem mit hohem Phosphorgehalt, z. B. von der Zusammensetzung des Thomaseisens, zu schaffen, bei dem die Entphosphorung vor der Entkohlung oder gleichzeitig mit dieser erfolgt. Dieser Zweck wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass auf das Roheisenbad durch Aufblasen ein Frischgas zur Einwirkung gebracht wird, das neben Sauerstoff in einer Menge von höchstens 400/0 und an der Frischreaktion nicht beteiligten Gasen min- destens 40 Gew.-% CO, enthält und mit einer Temperatur von mindestens 15 00 C, z. B. etwa 2 000-3 000 C, auf das Bad auftrifft. Eingehende Untersuchungen haben nämlich überraschenderweise gezeigt, dass die thermodynamischen Bedingungen für die Bevorzugung der Entphosphorungsreaktion bei gleichzeitiger langsamer Entkohlung durch Verwendung von CO als Frischmittel neben nur geringen Sauerstoffkonzentrationen erreicht werden können. Das CO. reagiert, wenn das Frischgas mit einer Temperatur von mindestens 15000, z. B. etwa 2 000-3 000 C, auf ein Metallbad mit hohem Kohlenstoff- und Phosphorgehalt einwirkt, bevorzugt mit dem Phosphor unter Bildung von P. O-, das von der Schlacke aufgenommen und in bekannter Art zu Kalziumphosphat abgebunden werden kann. Der Sauerstoffgehalt der Frischgase soll vorzugsweise etwa 20 Gew. -0/0 betragen. Der Rest des Frischgases besteht im wesentlichen aus CO. Infolge der hohen Zersetzungswärme des CO bei der Abgabe des für die Oxydation des Phosphors und Kohlenstoffs notwendigen Sauerstoffs würde der Frischprozess insgesamt gesehen endotherm sein, wenn nicht der Sauerstoffgehalt des Frischgases im Reaktionsbereich bevorzugt mit dem Kohlenstoffgehalt des Bades unter Wärmeabgabe reagieren würde, wobei infolge der CO-Entwicklung die Durchmischung des Bades und die Reaktion gefördert wird. Der Gehalt des Frischgases an freiem Sauerstoff darf aber nicht so hoch sein, dass die Entkohlung rascher als die zu bevorzugende Entphosphorung abläuft. Da die durch Verbrennen von Kohlenstoff mit dem Sauerstoff des Frischgases zu gewinnende Wärmemenge demnach begrenzt ist, führt man weitere Wärme zur Aufrechterhaltung der Frischreaktion des CO durch Vorwärmen des Frischgases zu. Diese Vorwärmung des Frischgases kann in einfacher Weise dadurch erreicht werden, dass man ganz oder teilweise von CO statt CO ausgeht und durch Verbrennen von CO mit gleichzeitig zugeführtem Sauerstoff vor dem Auftreffen des Frischgases auf das Bad die gewünschte Erwärmung auf mindestens etwa 15000, z. B. etwa 2 000-3 000 C, und die gewünschte Zusammensetzung des Frischgases erreicht. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1
Claims (1)
- <Desc/Clms Page number 3>6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mit Sauerstoff umzusetzende CO aus der Frischreaktion stammt und dass die Länge des Sauerstoffstrahles genügend gross bemessen wird, so dass er die erforderliche Menge CO aus dem Reaktionsraum aufnimmt.7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Sauerstoffdüse vom Bad mindestens das 60fache, vorzugsweise das 80-lOOfache, des Düsendurchmessers beträgt.8. Verfahren nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoffdruck vor der Düse 4-12 atü beträgt.9. Verfahren nach den Ansprüchen 5,7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei Zuführen von CO und Sauerstoff mit zunehmender CO-Menge der Abstand der SauerstoffdUse vom Bad verkleinert wird.
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