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Gelenkverbindung für über eine Gelenkwelle angetriebene Landmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Gelenkverbindung zwischen mehreren über eine mit einem Kreuzgelenk ausgerüstete und mit Tragrohren versehene Gelenkwelle angetriebenen Landmaschinen, die den Boden- unebenheiten folgen. Bisher bekannte Gelenkverbindungen dieser Art sind im wesentlichen nur dazu geeignet, während des Maschinenantriebes eine gewisse Beweglichkeit zwischen den Landmaschinen zu ermöglichen. Die Erfindung hat zur Aufgabe, eine Gelenkverbindung zu schaffen, die beispielsweise während der Transportstellung ein Einknicken um etwa 90'gegenüber der gestreckten Lage zu ermöglichen, obwohl die Gelenkverbindung von einer mit einem Kreuzgelenk ausgerüsteten Gelenkwelle durchsetzt ist.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die Mittellinie der vertikalen Gelenkbolzen des Tragrohrgelenkes der bei stillstehender Gelenkwelle um etwa 900 gegenüber der gestreckten Lage einknickbaren Gelenverbindung durch den Mittelpunkt des Kreuzgelenkes der Gelenkwelle hindurch- geht und die horizontalen Gelenkbolzen des Tragrohrgelenks gegenüber den vertikalen Gelenkbolzen versetzt sind. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Lager für die vertikalen
Gelenkbolzen mit den Lagern für die horizontalen Gelenkbolzen über einen gekröpften Kardanring verbunden.
Wenn es auch erwünscht ist, dass die gelenkig miteinander verbundenen Landmaschinen Bodenunebenheiten folgen können, so gibt es dennoch Fälle, in denen die Gelenkigkeit ganz oder zum Teil ausgeschaltet sein muss. Um diese Aufgabe zu erfüllen, ist gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung der Kardanring mit einem Auge versehen, das über eine die Schwenkung des Kardanringes gegenüber dem Hauptrohr begrenzende Zugstange mit einem Vorsprung an dem das Gelenk tragenden Hauptrohr verbunden ist. Die Begrenzungsvorrichtung wird besonders einfach, wenn gemäss einem andern Merkmal der Erfindung die Zugstange am Ende mit einer Abkröpfung versehen ist, die in einen T-förmigen Schlitz des Vorsprungs eingreift. Mit Hilfe des T-förmigen Schlitzes lässt sich auf verhältnismässig einfache Weise das Gelenk ausschalten.
Da mit Hilfe der Gelenkverbindung die Landmaschinen inhorizontaler Ebene gegeneinander verschwenk- bar sind, sind gemäss der weiteren Erfindung das oder die Anschlussrohre mit Stützstangen versehen, die in Arbeitsstellung der Landmaschinen das jeweilige Anschlussrohr gegen den Schlepper und in Transportstellung der Landmaschinen das jeweilige Anschlussrohr gegen das Hauptrohr abstützen.
Die Gelenkverbindung nach der Erfindung eignet sich auch dazu, um mehr als eine Landmaschine an die Hauptmaschine anschliessen zu können. Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäss das Anschlussrohr an beiden Enden mit der Gelenkverbindung ausgestattet.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht, u. zw. zeigen Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Gelenkverbindung nach der Erfindung, Fig. 2 eine Seitenansicht der Gelenkverbindung nach Fig. 1, teilweise im Schnitt, Fig. 3 die Gelenkverbindung nach Fig. 1 in Transport- oder Ruhestellung, Fig. 4 und 5 ein Einzelteil der Gelenkverbindung in zwei verschiedenen Stellungen und Fig. 6 eine schematische Draufsicht bei Anwendung der Erfindung auf einen Kreiselheuer.
Es sei angenommen, dass die Hauptmaschine mit einem Hauptrohr 1 und die anzuschliessende Landmaschine mit einem Anschlussrohr 2 fest verbunden ist, gegebenenfalls über einen nicht dargestellten Rahmen, Hauptrohr 1 und Anschlussrohr 2 werden von einer Gelenkwelle axial durchsetzt, deren treibender Abschnitt 3 mit dem getriebenen Abschnitt 4 über ein Kreuzgelenk 5 verbunden ist. Hauptrohr 1 und Anschlussrohr 2 sind über ein Kardangelenk verbunden, dessen vertikale Gelenkbolzen 6 auf einer Mittellinie liegen, die durch den Mittelpunkt des Kreuzgelenkes 5 geht. Die horizontalen Gelenkbolzen 7 sind dadurch gegenüber den vertikalen Gelenkbolzen 6 versetzt, dass die Lager dieser Bolzen an einem gekröpften Kardanring 8 vorgesehen sind. Jeder horizontale Gelenkbolzen 7 greift in ein Auge 9 eines am Ende des
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Die Anordnung ist also so getroffen, dass die Mittellinie der vertikalen Gelenkbolzen 6 des Tragrohrgelenks der Gelenkverbindung durch den Mittelpunkt des Kreuzgelenkes 5 der Gelenkwelle 3, 4 hindurchgeht und dass die horizontalen Gelenkbolzen 7 des Tragrohrgelenkes gegenüber den vertikalen Gelenkbolzen 6 versetzt sind.
Das kreuzgelenkseitige Ende des treibenden Wellenabschnittes 3 läuft in einem Kugellager 13, das im Kopfstück 10 sitzt. Auf dem treibenden Abschnitt 3 sitzt innerhalb des Kopfstückes 10 ein Kegelrad 14, das mit einem Kegelrad 15 kämmt und drehbar auf einer Achse 16 sitzt, die an dem Hauptrohr 1 angeschweiss ist. Das Kegelrad 15 ist mit einer Büchse 17 an eine Laufnabe 18 angeschlossen, die Arbeitselemente einer Landmaschine tragen kann. Dieser Abtrieb ist nur als Beispiel beschrieben und in Fig. 2 dargestellt.
An dem Hauptrohr 1 sitzt ein plattenförmiger Vorsprung 19, der mit einem T-förmigen Schlitz 20 versehen ist, in den das abgekröpfte Ende 21 einer Stange 22 eingreift, die an ein Auge 23 des Kardanringes 8 angelenkt ist. Diese Vorrichtung dient als Begrenzung für die Bewegung des Kardanringes um die horizontalen Gelenkbolzen 7. Das Schwenkmass wird durch die Länge 24 bestimmt. Diese Länge kann durch nicht dargestellte Stell- oder Anschlagschrauben od. dgl. einstellbar sein. Wird das abgekröpfte Ende in den radial abstehenden Schenkel 25 des T-förmigen Schlitzes geschoben, dann ist das Kardangelenk gegen Verschwenkung um die horizontalen Gelenkbolzen 7 blockiert. In dieser Stellung kann das abgekröpfte Ende 21 durch einen ihn umfassenden Riegel 26 gesichert werden. Die beiden Stellungen der Stange 22 sind in den Fig. 4 und 5 dargestellt.
Soll die Gelenkverbindung eine gewisse Beweglichkeit aufweisen, damit die beiden Landmaschinen Bodenunebenheiten folgen können, wird die Zugstange 22 in der in Fig. 2 und Fig. 5 veranschaulichten Stellung belassen, dann kann das Anschlussrohr 2 in Richtung der Pfeile 27 und 28 (Fig. 2) um ein geringes Mass gegenüber dem Hauptrohr 1 geschwenkt werden. Soll diese Schwenkarbeit ausgeschaltet werden, dann ist die Stange 22 in der in Fig. 4 dargestellten Lage zu sichern. Diese Sicherung ist meist in der Transportstellung erwünscht, bei der zugleich das Anschlussrohr 2 und die mit ihm verbundene Maschine dadurch beigeklappt werden kann, dass gemäss der Darstellung in Fig. 3 das Anschlussrohr 2 etwa rechtwinklig zum Hauptrohr 1 geschwenkt wird.
Diese Schwenkung ist ohne Behinderung durch das Kreuzgelenk der Gelenkwelle möglich, weil der gekröpfte Kardanring Raum für das Gelenkwellenkopfstück 28 lässt.
Ein Anwendungsbeispiel der Gelenkverbindung nach der Erfindung zeigt Fig. 6 an Hand eines mit vier Kreiselzettmaschinen 29, 30, 31 und 32 ausgestatteten Gerätes. Diese vier der Heuwerbung dienenden Maschinen sind über ein den beiden inneren Maschinen 30 und 31 zugeordnetes Hauptrohr 33 und zwei Anschlussrohre 34 und 35 miteinander verbunden. In der Arbeitsstellung liegen diese Rohre im wesentlichen axial zueinander ausgerichtet. Zur Sicherung dieser Lage sind die Anschlussrohre 34 und 35 über je eine Stützstange 36 bzw. 37 gegen den Schlepper 38 bzw. dessen Zugstangen 39 abgestützt.
In Fig. 6 ist die Transportstellung strichpunktiert dargestellt. Die Maschinen 29 und 32 sind nach hinten und zur Schleppermittellinie hin beigeklappt. In dieser Stellung sind die äusseren Enden der Stützstangen mit dem Hauptrohr 33 verbunden.
Jedes Zinkenrad der Landmaschinen kann auf einem Zapfen 16 laufen, wie in der Fig. 2 dargestellt ist.
Der in dem Hauptrohr 33 gelagerte treibende Abschnitt der Gelenkwelle kann über ein schematisch angedeutetes Getriebe 40 von einer Zapfwelle 41 vom Schlepper aus antreibbar sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gelenkverbindung zwischen mehreren über eine mit einem Kreuzgelenk ausgerüstete und mit Tragrohren versehene Gelenkwelle angetriebenen Landmaschinen, die den Bodenunebenheiten folgen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittellinie der vertikalen Gelenkbolzen (6) des Tragrohrgelenkes, der bei stillstehender Gelenkwelle (3, 4) um etwa 900 gegenüber der gestreckten Lage einknickbaren Gelenkverbindung durch den Mittelpunkt des Kreuzgelenkes (5) der Gelenkwelle (3, 4) hindurchgeht, und die horizontalen Gelenkbolzen (7) des Tragrohrgelenkes gegenüber den vertikalen Gelenkbolzen (6) versetzt sind.