AT234942B - Verfahren zur Herstellung von Koffern aus Polyolefinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Koffern aus Polyolefinen

Info

Publication number
AT234942B
AT234942B AT647262A AT647262A AT234942B AT 234942 B AT234942 B AT 234942B AT 647262 A AT647262 A AT 647262A AT 647262 A AT647262 A AT 647262A AT 234942 B AT234942 B AT 234942B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
polyolefins
suitcases
manufacture
case
shells
Prior art date
Application number
AT647262A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Hoechst Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst Ag filed Critical Hoechst Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT234942B publication Critical patent/AT234942B/de

Links

Landscapes

  • Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Koffern aus Polyolefinen 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   2. Es werden zugleich beide Kofferschalen gefertigt und nach geeigneter Nachbearbeitung (Aufsägen), die einen glatten und ebenen Rand gewährleistet, sofort der Montage zugeführt. Hiedurch entfällt speziell bei ungleicher Form des Deckels und Bodens die sonst erforderliche Fertigung auf zwei Verarbeitungsmaschinen mit zwei Formwerkzeugen oder die sonst erforderliche Stapelung des einen Teiles. 



   3. Es besteht die Möglichkeit, bei nur einem Formwerkzeug Kofferschalen verschiedener Wandstärke zu fertigen. Hiefür ist nur erforderlich,   dieSpaItbreite   der Ringdüse des Blaskopfes durch Verwenden eines 
 EMI2.1 
 nötig. Es besteht somit   die Möglichkeit, entsprechend dem Wunsche   des Käufers die Koffer in einer leichteren und einer stabileren Ausführung herzustellen. 



   4. Die Kosten für den Formenbau sind bei der Extrusionsblasverarbeitung, im. Vergleich zur Spritzgussverarbeitung, um ein vielfaches niedriger. 



   5. Da das Formwerkzeug keinen Innenkern aufweist, kann infolge der   unbehindertenSchrumpfung     beim Abkühlen   in der Form der geblasene Teil, auch bei einer Formgebung, die Hinterschneidungen voraussetzt, leicht und ohne aufwendigen   Formbau entformt   werden. Hiedurch ist es nunmehr möglich : a) durch Formgravur auf der Oberfläche der zu fertigenden Kofferschalen mannigfaltige Profilierungen (z. B. Ledernarbung) einzuprägen, b) durch entsprechenden Formbau die Kofferschalen so zu formen, dass die Beschläge   (z. B.   Scharniere und Schlösser) eingesenkt montiert werden. Hiedurch sind diese vor Beschädigung geschützt und verursachen ihrerseits keine Beschädigung   (z. B.

   Schrammen beim unvorsichtigen Hantieren, wie Schleifen   und Schieben der Koffer), c) dass an den erforderlichen Stellen Ausbuchtungen mitgeformt   werden. können.   Solche dienen   z. B.   als Standnocken beim Absetzen des Koffers und wurden bisher gesondert angebracht. d) Schutzecken ebenfalls soweit eingesenkt zu montieren, dass sie eben mit der Oberfläche abschlie- ssen. Hiezu ist es   z. B.   nur erforderlich, Muster der Schutzecken einmalig in die Hohlform einzulegen und sie dort zu fixieren. Es können somit verschiedene Formen und Farben der Schutzecken Verwendung finden ; ein Umstand, der insbesondere dem Wandel der Nachfrage und des modischen Geschmacks entge-   genkommt.

   Bei geeigneter Formgebung   können dieseSchutzecken auch bei der Formung der Kofferschalen über sogenannte Verankerungen mit diesen fest verbunden werden. Statt der bisher gesonderten Montage ist es dabei nur erforderlich, diese Schutzecken in die Hohlform einzulegen. 



   An das Material für die Kofferherstellung müssen auf Grund der vielfältigen und schweren Beanspruchungen der Kofferschalen hohe Anforderungen gestellt werden, wenn gegenüber den bisher üblichen Werkstoffen eine wesentliche Verbesserung erzielt werden soll. Es sind dies unter anderem Bruchsicherheit bei   Stossbeanspruchungen   auch bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, Formstabilität und Belastbarkeit gepaart mit leichtem Gewicht, Wasserfestigkeit sowie Unempfindlichkeit der Oberfläche und Farbe gegen Zerschrammung und Abrieb. Diesen Anforderungen entsprechen nur wenige Kunststoffe, insbesondere die nachfolgend aufgeführten Polyolefine : 
 EMI2.2 
 



   - 6b) Isotaktisches'Polypropylen der Dichte   0,     90-0, 92   mit einer reduzierten Viskosität von 4, 0 dl/g (gemessen an 0,   lleigerlösung     inDekahydronaphthalin   bei 1350C), einem Schmelzindex   i   bei 250 Cvon 0, 3 bis 0, 8, vorzugsweise 0,   3-0, 6 g/10 min   und einem Kristallitschmelzpunkt von 160 bis 1680C und Mischungen dieses Polypropylens mit   Äthylen/Propylen-Mischpolymerisaten,   die amorphen Charakter und elastomere Eigenschaften haben. 



   Diese Polymerisate, die vorzugsweise nach dem Ziegler-Niederdruckverfahren hergestellt werden 
 EMI2.3 
 ren nur schwer einwandfrei zu so grossen und dünnwandigen Formteilen zu verarbeiten. Die üblicherweise   fürSpritzgussverarbeitung   verwandten Polyolefine mit   niedrigerem Molekulargewicht habenimmerwesent-   lich schlechtere Schlagfestigkeiten, so dass daraus hergestellte Kofferschalen den hohen Anforderungen nicht entsprechen. 



   Hinzu kommt, dass beim Spritzgussverfahren die Kosten für die Formwerkzeuge sehr hoch sind, vor allem bei den genanntenPolyolefinen, da wegen der unterschiedlichen Schrumpfung in Fliessrichtung und quer dazu nicht mit   einemStangenanguss,   sondern mit   einem Reihenpunktanguss oder Filmangu/3   gearbeitet 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 werden muss. Kofferschalen   mitEin-und Ausbuchtungen,   die je eine Hinterschneidung am Formwerkzeug voraussetzen, können nur durch komplizierten und noch aufwendigeren Formbau verwirklicht werden. 



   Ausserdem wird bei diesem Verfahren in einem Arbeitsgang nur eine Kofferschale gefertigt, so dass bei
Unterschiedlichkeit der beiden Schalen entweder auf zwei Maschinen mit zwei Formen gleichzeitig gearbeitet werden oder die zunächst hergestellteSchale in hoherstückzahl gestapelt werden muss. Hiedurch wird eine rationelle Lagerhaltung und Montage in Frage gestellt. Selbstverständlich besteht seitens der
Verarbeiter das Bestreben, die Fertigungskosten möglichst niedrig zu halten und die Montage zum fertigen
Koffer sofort anschliessend an die Herstellung der Schalen durchführen zu können. 



   Auch durch Tiefziehen lassen sich Kofferschalen herstellen. Aber dieses Verfahren arbeitet ebenfalls unrationell. Die Herstellung der Platten, das Zuschneiden, Einspannen, Erwärmen, Verformen und die
Nacharbeitung der geformten Teile sind zeitaufwendig, und ein hoher Anteil des Materials   fällt   als Ab- fall an, der nicht unmittelbar wieder verarbeitet werden kann. Ausserdem müssen auch bei diesem Ver- fahren die beiden Kofferschalen in getrennten Arbeitsgängen gefertigt werden. 



   Fig. 1 a (Längsschnitt) und b (Querschnitt) zeigt eine Ausführung in der beide Kofferschalen In Länge und Breite gleich sind und durch die   beschriebeneNachbearbeitung getrenntwerden. Beschlägeund   Schutz- ecken werden eingesenkt montiert. 



   Fig. 2 zeigt eine Ausführung, in der der Kofferdeckel infolge mitgeformter Sicke am Kofferboden diesen beim Schliessen überlappt. Die Trennung erfolgt hier an der bezeichneten Stelle in beschriebener
Weise. Die Kofferschalen sind ferner dadurch gekennzeichnet, dass sie Standnocken aufweisen. 



   Fig. 3 zeigt eine Ausführung, die nach Trennung der beiden Teile. an der bezeichneten Stelle zwei
Kofferschalen ergibt, bei denen der Kofferboden vom Deckel infolge mitgeformtem Stehbund und Sicke überlappt wird und durch geeignete Formgebung die Scharniere (das Scharnier) eingesenkt montiert werden (wird). Die Überlappung hat hiebei eine formschöne Zierleiste zur Folge.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Koffern aus Polyolefinen, dadurch gekennzeichnet, dass beide Koffer- hälften in einem Teil mittels des an sich bekannten Extrusionsblasverfahrens unter gleichzeitiger For- mung von Oberflächenprofilierung, Standnocken und Einsenkungen für Klappscharniere, Schlösser, Griffe und Schutzecken hergestellt werden und der so entstandene Formkörper in die Kofferhälften aufgetrennt wird.
AT647262A 1961-08-11 1962-08-09 Verfahren zur Herstellung von Koffern aus Polyolefinen AT234942B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE234942X 1961-08-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT234942B true AT234942B (de) 1964-07-27

Family

ID=5894308

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT647262A AT234942B (de) 1961-08-11 1962-08-09 Verfahren zur Herstellung von Koffern aus Polyolefinen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT234942B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3890321C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines mehrlagigen Preßteils
DE69405248T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum formen von spannungshärtenden kunststoffbehältern
DE68918245T2 (de) Verfahren zum Herstellen von Schmuckstücken.
DE2444267A1 (de) Verfahren zur herstellung eines gegenstandes aus kunststoff, an dem wenigstens eine in einem spritzgusswerkzeug geformte flaeche mit metall bedeckt ist
DE3135735A1 (de) &#34;behaelter&#34;
DE69220357T2 (de) Verfahren zum Formen eines Ansaugrohrs für Kraftfahrzeuge
DE2817572A1 (de) Verfahren zum formen geblasener polyethylen-terephthalat-behaelter
DE2828926C2 (de) Form zum Gießen von Brillengestell-Mittelteilen aus thermoplastischem Kunststoff
DE69210558T3 (de) Spritzgegossener Gegenstand mit hochwertigem Aussehen
DE3780964T2 (de) Vorrichtung zum spritzgiessen einer petrischale.
DE10250765B4 (de) Verfahren zum Formen eines Formteils mit Klappe und Formteil mit Klappe
WO1995028274A1 (de) Verfahren zur herstellung einer tube aus kunststoff
EP3693148B1 (de) Behälter aus spritzgegossenem kunststoff und verfahren zum herstellen desselben
DE3315746A1 (de) Verfahren und form zur herstellung von formteilen aus faserverstaerktem kunststoff
DE2263584C3 (de) Verfahren zum Herstellen von zweiteiligen Gießformen für die Erzeugung von geschäumten Kunststoff-Formkörpern
DE617379C (de) Pressform zum Herstellen von Gegenstaenden aus Kunstharz oder anderen plastischen Massen
CH403179A (de) Verfahren zur Herstellung eines Koffers aus Polyolefinen und nach diesem Verfahren hergestellter Koffer
DE2523688A1 (de) Zusammengesetztes erzeugnis sowie verfahren und form zu dessen herstellung
DE4011310A1 (de) Verfahren zur herstellung von hohlkoerpern im spritzgussverfahren, insbesondere von hohlkoerpern komplizierter geometrischer form
DE102005024776A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines Kunststoffverbundteils
DE3035504A1 (de) Verfahren zum herstellen von kunststofformen und nach diesem verfahren hergestellter formensatz
DE102016211650B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines Formteils für ein Fahrzeuginnenverkleidungsteil und Formteil
DE4431797A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines textilkaschierten Thermoplastformteils, Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens sowie nach dem Verfahren hergestelltes Formteil
DE1203448B (de) Form zum Herstellen von Formkoerpern aus Polyesterurethan
DE2346181A1 (de) Schuh-leisten und verfahren zur herstellung eines leisten fuer die schuhherstellung