<Desc/Clms Page number 1>
Schaltungsanordnung zur Amplitudenmodulation von Impuls- oder
Wechselspannungen beliebiger Kurvenform
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
halb der Impulsnullinie kann auch ohne weiteres die Polarität der Diode an der Kathode der Röhre umgekehrt werden.
An Hand eines Ausführungsbeispieles und der Zeichnung soll der Gegenstand der Erfindung in nachfolgendem näher erläutert werden.
In der Zeichnung zeigen : Fig. 1 eine Darstellung des Schaltungsgrundprinzipes nach der Erfindung, Fig. 2a eine Impulsreihe in schematischer Darstellung, die moduliert werden soll, Fig. 2b eine lineare Dreieckspannung als Modulationsspannung, Fig. 2c die schematische Darstellung der proportionalen Modulation ohne Verzerrung.
Führt man über einen Kondensator C eine periodische Impulsreihe beliebiger Folgefrequenz dem Steuergitter. einer Röhre 1 zu, so kann vom Kathodenwiderstand Rk der Röhre 1 die gleiche Impulsreihe entnommen werden. Der Kathodenwiderstand Rk ist mit seinem unteren Ende an eine negative Spannung angeschlossen.
DasSteuergitter der Röhre 1 besitzt einen Gitterableitwiderstand R, dessen Ende gleichfalls an einer negativen Spannung Up über einen Widerstand R angeschlossen ist. Verändert man Up weiter in negativer Richtung, z. B. mit einer Dreieckspannung, wie in Fig. 2b ersichtlich, so folgt das Steuergitter der Röhre 1 dieser Spannung. Die Kathodenspannung von Röhre 1 würde sich gleichfalls wie Up in negativer Richtung ändern. Erfindungsgemäss wird dies durch eineDiode D verhindert, welche mit ihrer Kathode an die Kathode der Röhre 1 geschaltet ist und das Potential an dem Punkt A festhält. Die Diode D kann eine Röhrendiode oder eine Halbleiterdiodesein. Wichtig für die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung ist, dass die Diode D einen sehr kleinen Durchlasswiderstand besitzt.
Dies ist bei den heute zur Verfügung stehenden Dioden kein Problem, da Dioden mit einem Durchlasswiderstand von nur einigen Ohm zum Stand der Technik gehören. Aber nicht nur der Durchlasswiderstand der Diode D ist nach der Erfindung wichtig, sondern auch das Widerstandsverhältnis der Diode D zu dem Kathodenwiderstand Rk. Da Rk sehr gross (z. B. 100 kOhm und mehr) gewählt werden kann, erhält man ohne weiteres die Realisierung der oben genanntenBedingung. Am Punkt A stellt sich ein Gleichspannungspotential ein, das von den beiden Teilwiderständen, dem Kathodenwiderstand Rk und dem Durchlasswiderstand der Dioden D, abhängig ist.
Wird also ampunkt El eine positive Impulsreihe angelegt (vgl. Fig. 2a) und an Punkt Up gleichzeitig z. B. eine Dreieckspannung (vgl. Fig. 2b) geschaltet, so kann am Punkt A eine Impulsreihe entnommen werden, deren Amplitudenverlauf genau der angelegten Dreieckspannung entspricht. Der Linearitätsverlauf der Ausgangsimpulsreihe ist auch von Null aus ideal, vorausgesetzt, dass auch die Dreieckspannung diesenLinearitätsverlauf vonNull bis zum Maximum besitzt. Es stellt jedoch für den Fachmann nach dem heutigen Stand der Technik keine Schwierigkeit dar, eine hinreichend lineareDreieckspannung zu erzeu- gen. Die hohe Linearität bei der Modulation, z.
B. einer Impulsreihe, nach der angegebenen Schaltungsanordnung wird dadurch erreicht, dass bei der Modulation oder Übertragung der Impulsreihe diese über keine nichtlinearen Elemente geschaltet wird, sondern nur über eineKapazität C und über die Gitterkathodenstrecke der Röhre 1 geführt wird.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil bzw. technischer Fortschritt der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung ergibt. sich dadurch, dass das Grundpotential am Punkt A völlig konstant bleibt. unabhängig davon, welche Folgefrequenz und Impulsform am Punkt E angelegt wird und wie gross Up ist. Eine DiodeD, die parallel zumGitterableitwiderstandRg geschaltet ist, hat nur die Aufgabe, die Pegelspannung am Steuergitter vonRöhre 1 konstant zu halten, ganz besonders bei Änderungen der zu modulierenden Impulsfolgefrequenz in grösseren Frequenzbereichen bzw. bei Änderung der Impulsbreite am Punkt E.
Wird am Punkt Up eine feste Gleichspannung eingestellt und am Punkt El eine beliebige Impulsreihe zugeschaltet, so kann am Punkt E über den Kondensator C eine beliebige Wechselspannung beliebiger Amplitude eingestellt werden, wodurch am Punkt A eine Impulsreihe entnehmbar ist, deren jeweilige Impulsamplituden von der Grösse der Wechselspannung abhängig sind.
Die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung eignet sich nicht nur zur Modulation von Impulsen, sondern sie kann für verschiedene andere Zwecke in der Impulstechnik angewendet werden. So z. B. als Sperrstufe, Taststufe, Pegelhaltung, Impulstrennstufe usw. aber auch als Impulsvoltmeter hoher Genauigkeit, da dieSpannung ampunkt Up gemessen werden kann und über dieImpulsamplitude am Punkt E1 eine Aussage ergibt, wenn Up die gleiche Grösse besitzt, wie die Spannung am Punkt E, da in diesem Fall am Punkt A kein Impuls erscheint. Um bei sehr grossen Eingangsimpulsen die störende Gitterkathodenkapa-
EMI2.1