DE2237111C2 - Gleichrichterschaltung - Google Patents
GleichrichterschaltungInfo
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- H03D1/00—Demodulation of amplitude-modulated oscillations
- H03D1/08—Demodulation of amplitude-modulated oscillations by means of non-linear two-pole elements
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung zur *5
Gleichrichtung einer Wechselspannung in eine Gleichspannung mit einer Gleichrichterschaltung aus
einem Verstärker, an dessen Ausgang antiparaltel geschaltete Gleichrichterdioden angeschlossen sind.
In der Meßtechnik tritt häufig das Problem auf, eine an einem Kondensator mit veränderlicher Kapazität
anliegende Wechselspannung in eine Gleichspannung umzusetzen, deren Wert proportional zur Kapazität
ist. Der Kondensator stellt einen Meßwertgeber dar, der seine Kapazität in Abhängigkeit von einer zu
überwachenden Größe verändert. Es sind hierfür viele Meßschaltungen bekannt, die darauf beruhen,
daß die zu messende Spannung über eine Gleichrichterdiode einen Kondensator auflädt. Der Kondensator
lädt sich auf den um die Diodenflußspannung ver- 4" minderten Spitzenwert der Wechselspannung auf.
Bekanntlich haben die auf diesem Prinzip beruhenden Schaltungen den Nachteil, daß die Diodenstrecke
die Ausgangsspannung beeinflußt, da die Diodenkennlinie nicht exakt linear verläuft und die Durchlaßspannung
temperaturabhängig ist.
Es ist auch bereits eine Gleichrichterschaltung mit Dioden unter Verwendung eines Operationsverstärkers
bekannt, bei der die Diodenstrecken keinen Einfluß auf die Ausgangsspannung haben. Eine solche
Schaltung zeigt Fig. 1. Hierbei ist die Diode 5 in dem Gegenkopplungszweig mit dem Widerstand 3
einbezogen. Die Ausgangsspannung U4 ist bei positiver
Eingangsspannung M1. und sehr großer innerer Verstärkung
des Verstärkers 1 gleich der Eingangsspannung, multipliziert mit dem Verhältnis Widerstand 3
zu Widerstand 2. Die Durchlaufspannung der Diode 5 beeinflußt die Ausgangsspannung kaum, da
sie nur noch geteilt durch den hohen Betrag der inneren Verstärkung erscheint. Während der negativen
Halbwelle von M1. bleibt die Ausgangsspannung genau Null, da die Diode 5 sperrt, während die
Diode 4 leitet und den Verstärker stark gegenkoppelt, um Übersteuerungen zu verhindern.
Diese Schaltung ist jedoch zur Gleichrichtung der von einem kapazitiven Meßwertgeber gelieferten
Wechselspannung nicht geeignet. Würde man an den Eingang der Gleichrichterschaltung nach Fig. 1 an
Stelle des Widerstandes 2 einen Meßwertgeber der geschilderten Art anschließen, dann würde diesc
Schaltung als Differentiator arbeiten. Die positive Halbwelle der Ausgangsspannung würde verzerrt und
dit Verstärkung frequenzabhängig.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Gleichrich-, terschaltung mit einem Verstärker, an dessen Ausgang
antiparallel geschaltete Gleichrichterdioden angeschlossen sind, anzugeben, die die von einem kapazitiven
Geber gelieferte Wechselspannung in eine dazu proportionale Gleichspannung umsetzt. Die Schaltung
soll frequenzunabhängig arbeiten und einen geringen Temperaturquotienten besitzen.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß jede Gleichrichterdiode durch eine Kapazität mit
dem Verstärkereingang verbunden ist und daß jeder Kapazität ein tfC-Netzwerk parallel geschaltet ist,
dessen Gleichstromwiderstand klein und dessen Wechselstromwiderstand, bezogen auf die Betriebv
frequer.z der Weckseispannung, groß gegen die Impedanz der Kapazität ist.
Die Erfindung wird an Hand eines in der F i g. 2 uaigcMcüien Ausführursgsbeispie'.es erläutert.
In Fig. 2 sind die Teile 1,4 und 5 die gleichen Teile wie in der bekannten Schaltung nach Fig. I.
Der Ve: stärker 1 ist ein Gleichstromdifferenzverstärker. An seinem Minuseingang ist der kapazitive
Geber, ein Kondensator C7 veränderlicher Kapazität angeschlossen. In Reihe mit dem Geber liegt eine
Wechselspannungsquelle 8, die einseitig mit dem Massepunkt 15 verbunden ist. Der Verstärker bewirkt,
daß sein Minuseingang virtuell auf Massepotential liegt. Die gesamte, von der Quelle 8 gelieferte
Wechselspannung m, fällt somit am Kondensator C- ab. Die beiden Dioden 4 und S sind durch jeweils
einen Kondensator C9 bzw. C10 mit dem Minuseingang
des Verstärkers verbunden. Zum Kondensator C1, ist ein /?C-Netzwerk 11 und zum Kondensator C1n
ein /?C-Netzwerk 12 parallel geschaltet.
Zur Erläuterung der Arbeitsweise der Gleichrichterschaltung werden die /?C-Glieder 11 und 12 zunächst
nicht betrachtet. Während der positiven Halbwelle von M1. fließt ein Verschiebungsstrom / über den
Kondensator C10 und die Diode 5. Die Diode 4 arbeitet
in Sperrichtung. Am Kondensator C10 stellt sich
eine Ausgangsspannung UA ein, deren Betrag gleich
der Eingangsspannung M1, ist, multipliziert mit dem
Verhältnis der Kapazitäten C. zu C10. Die Ausgangsspannung
UA nimmt bei konstanter Amplitude von
w, linear mit der Kapazität C7 zu. Wählend der negativen
Halbwelle von u(, fließt der Verschiebungsstrom
in umgekehrter Richtung über den Kondensator C9
und die Diode 4. Jetzt arbeitet die Diode 5 in Sperrrichtung. Die Ausgangsspannung hat den Wert Null.
An der Anode der Diode 5 entsteht über eine ganze Periode von K1. gesehen eine einweggleichgerichtete
Wechselspannung UA. Sie ist zwischen der Klemme
und dem Massepunkt IS am Widerstand 14, der als Lastwiderstand für den Verstärker dient, abgreifbar.
Entsprechend entsteht zwischen dem Schaltungspunkt 17 und Masse eine einweggleichgerichtete Wechselspannung,
die der jeweiligen negativn Halbwelle der Eingangswechselspannung proportional ist. Sie ist bei
Bedarf am Lastwiderstand 13 abgreifbar. Die Widerstände 13 und 14 sind gleich groß gewählt, damit die
Schaltung symmetrisch belastet wird.
Ein realer Differenzverstärker hat eine Offsetspannung und zieht über seine beiden Eingänge einen Ein-
gangsruhestrom. Es muß deshalb eine ohmsche Gegenkopplung vom Verstärkerausgang zum Minuseingang
bestehen, da sonst die Ausgangsspannung an den Anschlag läuft. Diese ohmsche Verbindung wird
für jede Halbwelle der Eingangswechselspannung durch die beiden ÄC-Glieder 11 bzw. 12 hergestellt.
In dem hier gewählten Ausführungsbeispiel besteht jedes ÄC-Glied aus einem T-Glied mit zwei Widerständen 18, 19 bzw. 21, 22 im Längszweig :nd ein^r
Kapazität 20 bzw. 23 im Querzweig. Die T-Glieder sind so dimensioniert, daß sie einen geringen ohmschen
Parallelwiderstand und bei der gegebenen Frequenz von ue einen sehr hohen Wechselstromwiderstand
in bezug auf die Impedanz der jeweiligen Kapazität C9 bzw. C10 bilden, d. h. mit anderen Worten,
die Frequenz der Wechselspannung U1. ist höher als die Grenzfrequenz der T-Glieder.
Die Höhe der ^^^ den gegebenen Bedmgungen du cnd.
äC? OdeH Z bTT ietn^wechselstrommäßig
Widerstände 18 bzw. Zi 11c sind
zwischen dem Mmusemgang und ™s
somit wirkungslos, wei>
^^sind die Widerselbst auf Masse hegt. Andererseits sma
stände 19 bzw. 22 ^K^,«,,,,, U
wechselstrommaßig pa.alle zjm 1T Höhe der Aus.
bzw. 14 geschaltet und son:J fȣdj
sorgt wird, nicht frequen
se.n
muß.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Schaltung zur Gleichrichtung einer Wechselspannung, mit einer Gleichrichterschaltung aus
einem Verstärker, an dessen Ausgang antir srallel geschaltete Gleichrichterdioden angeschlossen
sind, dadurch gekennzeichnet, daß jede Gleichrichterdiode (4, 5) durch eine Kapazität
(Cj1, C10) mit dem Verstärkereingang verbunden
ist und daß jeder Kapazität ein ÄC-Netzwerk (II, 12) parallel geschaltet ist, dessen Gleichstromwiderstand
klein und dessen Wechselstromwiderstand, bezogen auf die Betriebsfrequenz der Wechselspannung, groß gegen die Impedanz der
Kapazität ist.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das /?C-Netzwerk aus einem
T-Glied mit zwei ohmschen Längswiderständen in einer Querkapazität besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2237111 | 1972-07-28 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2237111B1 DE2237111B1 (de) | 1973-06-07 |
| DE2237111C2 true DE2237111C2 (de) | 1974-01-03 |
Family
ID=5851987
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722237111D Expired DE2237111C2 (de) | 1972-07-28 | 1972-07-28 | Gleichrichterschaltung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2237111C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2836656C2 (de) * | 1978-08-22 | 1980-06-26 | Licentia Patent-Verwaltungs-Gmbh, 6000 Frankfurt | Schaltungsanordnung mit einer Gleichrichterschaltung und einem logarithmischen Verstärker |
-
1972
- 1972-07-28 DE DE19722237111D patent/DE2237111C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2237111B1 (de) | 1973-06-07 |
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