AT240573B - Aus mehreren, durch Glasfasermatten verstärkte Kunstharzschichten zusammengesetzter Formkörper, z. B. Platte od. dgl. und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Aus mehreren, durch Glasfasermatten verstärkte Kunstharzschichten zusammengesetzter Formkörper, z. B. Platte od. dgl. und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Aus mehreren, durch Glasfasermatten verstärkte Kunstharzschichten zusammengesetzter Formkörper, z. B. Platte od. dgl. und Verfahren zu seiner Herstellung Die Erfindung betrifft einen aus mehreren, durch Glasfasermatten verstärkte Kunstharzschichten zusammengesetzten Formkörper, z. B. Platte od. dgl. und Verfahren zu seiner Herstellung. In der Bauindustrie werden seit längerer Zeit Schichtplatten aus den verschiedensten Materialien, hauptsächlich aus Holz oder Holzspänen verwendet. Das bevorzugte Anwendungsgebiet ist, neben der Erzielung dekorativer Wirkungen, die Herstellung von Wärme- und Schallisolierung. Daneben finden auch Platten aus Polystyrolschaum Verwendung, die aber wegen ihrer leichten Brennbarkeit, geringen Wärmestandfestigkeit und geringen chemischen Resistenz nur beschränkt einsatzfähig sind. Auch schichtweise aufgebauteIsolierplatten finden nur geringe Anwendung, ein Nachteil dieser Schichtplatten sind der hohe Preis und die Schwierigkeit im technischen Aufbau. Die letztgenannten lsolíerplatten bestehen aus einer harten Aussenschicht (Eternit, emailliertes Blech) und einer isolierenden Füllung (Kork, Glaswolle, Blähton). Der technische Hauptnachteil dieser Platten ist, dass es unmöglich ist, die verschiedenen Materialien, deren Dehnungskoeffizienten sehr unterschiedlich sind, mit Klebstoffen einwandfrei zu verbinden oder bei Holzfaserplatten derart zu verleimen, dass keine Wasseraufnahme stattfindet. Zur Isolierung von Fussböden sind Kunstharzschaumkörper aus härtbaren Harzen aus Harnstoff, Thioharnstoff oder deren Abkömmlingen bekannt, die in Form kleiner Platten neben-und auch übereinander verlegt und nach Einlegen von Versteifungseinlagen miteinander verkittet und wasserabweisend umhüllt werden. Solche Platten könnten für sich nicht verwendet werden. Es ist ferner ein Kunstharzfussboden bekannt, bestehend aus Unterschicht, Isolierschicht, Tragschicht und Gehschicht mit gegebenenfalls armierten, die Isolierschicht und die Tragschicht durchdringenden Höhenleisten aus Kunstharzen der gleichen Art wie die Tragschicht. Auf diese Weise ist auf einer Unterkonstruktion ein Belag herstellbar, aber keine Formkörper, die als Bauelemente verwendbar sind. Ein weiteres bekanntes Verfahren dient zur Herstellung eines mehrschichtigen fugenlosen, wasserfesten Belages auf festen Unterlagen. Eine Grundschicht besteht aus einem fertigen Polymerisat in einem Dispergierungsmittel. Auf diese wird ein vernetzungsfähiges, nicht auspolymerisiertes, giess- bis spachtelbares Gemisch und schliesslich als Deckschicht ein monomeres, polymerisationsfähiges Gemisch aufgetragen. Eine Plattenherstellung ist mit einem solchen Verfahren nicht möglich. Es ist ferner bekannt, dass unter Verwendung ungesättigter Polyesterharze oder Epoxydharze mit Verstärkungen durch Glasfasermatten oder Glasfasergewebe durch Aushärtung mit Katalysptorsystemen und Beschleunigern Formstücke auf drucklose Weise hergestellt werden können. Die Erfindung bezweckt, die aufgezeigten Nachteile bekannter Formkörper zu beseitigen und besteht im wesentlichen darin, dass die Schichten des Formkörpers aus dem chemisch gleichen Stoff, nämlich Polyesterharz bestehen, jedoch untereinander verschiedene Struktur aufweisen, wobei die der Verstärkung dienenden Glasfasermatten zwischen in sich übergehende Schichten eingebettet sind. In dem erfindungsgemässen Formkörper kann mindestens eine Schichte aus einem schaumbildenden Polyesterharz bestehen. Die Verbindung zwischen den einzelnen Schichten erfolgt gemäss einer Ausführungsform der Erfindung durch Ineinanderfliessen der einen Struktur in die andere. Im Rahmen der Erfindung kann der Formkörper <Desc/Clms Page number 2> schliesslich hinsichtlich der schaumbildenden Polyesterharzschicht eine spiegelbildlich angeordnete Struk turverteilung aufweisen. Das wesentliche Merkmal des erfindungsgemässen Herstellungsverfahrens besteht darin, dass auf eine Boden und eine Decke einer Form je eine dünne Schichte Polyesterharz und nach deren teilweisem Aus härten auf diese je eine glasfaserverstärkte Polyesterharzschicht aufgebracht werden und in die Form vc oder nach deren Schliessen ein schaumbildendes Polyesterharz gegossen wird. Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnung näher erläutert, welche zwei beispiels weise Ausführungsformen von Formkörpern gemäss der Erfindung bzw. deren Herstellungsverfahren sche matisch veranschaulicht. Es zeigt : Fig. 1 einen Schnitt durch einen Formkörper als Bauplatte währen seiner Aushärtung in einer Form, Fig. 2 den Boden einer Form, Fig. 3 die Decke einer Form und Fig. 4 di geschlossene Form zur Herstellung eines Formkörpers als Bauelement z. B. als Türblatt mit Andeutung de einzelnen Herstellungsstufen. Die Ausgangsprodukte für die Herstellung der erfindungsgemässen Formkörper sind ungesättigte Polyesterharze. Zur Verstärkung der Deckschichten gelangen textile Glasfasern zum Einsatz, zur Bildung iso lierender Schichten werden schaumbildende Polyesterharze verwendet. Der Formkörper als Bauplatte gemäss Fig. l besteht aus Deckschichten 1, gegebenenfalls aus ge färbtem Polyesterharz, aus glasfaserverstärkten Polyesterharzschichten 2 und einer mittleren Schicht aus geschäumtem Polyesterharz 2. Die Herstellung der Bauplatte gemäss Fig. 1 erfolgt auf folgende Art : Die dunnen jJttCKsclielltell 1 aus unvcrblarktem Polyesteruarz werden auf einen Boden 11 uni eine Decke 12 einer Form aufgetragen und bis zu einem gewissen Grad ausgehärtet. Vor dem voll kommenen Aushärten erfolgt das Auftragen der Polyesterharzschichten 2 in Verbindung mit einer ent' sprechenden Glasfaserverstärkung, vorzugsweise unter Druckanwendung. Das Polyesterharz ist so einge stellt, dass die Polymerisation erst nach geraumer Zeit erfolgt. Der waagrecht liegende Boden 11 de Form wird nun durch einen Rahmen 13 ergänzt, dessen Höhe der Dicke und dessen Innenmass de fertigen Platte entsprechen. In den Innenraum dieses Rahmens 13 wird nun die entsprechende Meng ( schaumbildendes Polyesterharz gegossen und die Form durch Aufbringen der Decke 12 mit der Polyesterharzschicht 1 und der glasfaserverstärkten Polyesterharzschicht 2, die ebenfalls noch nich polymerisiert ist, geschlossen. Die Polymerisation des schaumbildenden Polyesterharzes ist so eingestellt dass nach dem Schliessen der Form die Schaumbildung des eingegossenen Polyesterharzes beginnt und die Polymerisation der glasfaserverstärkten Polyesterharzschichten fortgesetzt wird. Nach Auspolymerisation sämtlicher Polyesterharzschichten besteht die fertige Bauplatte durchgehend aus dem chemisch gleichel Material ohne Zwischenschichten irgendwelcher Klebemittel. Daher ist eine einwandfreie Homogen-Bindung sämtlicher Schichten gewährleistet. Auch besitzen alle Schichten den gleichen Dehnungskoeffizien- ten. Der Polyesterharzschaum ist geschlossenporig, so dass die Bauplatte auch keine Feuchtigkeit aufnehmen kann. Die Herstellung eines Bauelementes z. B. mit einem Anschlagfalz kann gemäss den Fig. 2-4 in folgender Weise vor sich gehen : Auf einen Boden 11, der einen hochgezogenen Rand 14 besitzt, werden eine Polyesterharzschich1 1 und vor deren Aushärten eine glasfaserverstärkte Polyesterharzschicht 2 aufgebracht. Hierauf werder ein Einsatzrahmen 15 eingebracht und unter Verwendung dieses Einsatzrahmens 15 eine Randleiste 4 aus elastischem Polyesterharz gebildet. In eine Decke 12 mit hochgezogenem Rand 16,17, derer Innenmasse kleiner sind als der Boden 11 mit seinem hochgezogenen Rand 14, werden in der bis- her beschriebenen Art eine Polyesterharzschicht 1 und ewe glastaserverstärkte Polyesterharzschicht aufgebracht. Vor dem vollständigen Aushärten der glasfaserverstärkten Polyesterharzschichten 2 wir ; nach Herausnehmen des Einsatzrahmens 15 und Abnehmen des Hilfsrandes 17 die Form in de Fig. 4 dargestellten Weise geschlossen. und durch eine nachträglich wieder verschlossene Öffnung 18 win die notwendige Menge schaumbildenden Polyesterharzes zur Bildung der Schichte 3 eingebracht. Es ist auch möglich, die Öffnung 18 dazu zu verwenden, dass bei der Schaumbildung überflüssiges Polyester- harz aus der Form austreten kann. Der Boden 11 und die Decke 12 können eine profilierte Formgebung aufweisen, um an dem fer- tigen Bauelement entsprechenden Musterungen zu bilden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Aus mehreren, durch Glasfasermatten verstärkte Kunstharzschichten zusammengesetzter Formkörper, z. B. Platte od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass seine Schichten aus dem chemisch gleichen Stoff, nämlich Polyesterharz bestehen, jedoch untereinander verschiedene Struktur aufweisen, wobei die der Verstärkung dienenden Glasfasermatten zwischen in sich übergehende Schichten eingebettet sind.2. Formkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Schichte aus einem schaumbildenden Polyesterharz besteht.3. Formkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen den einzelnen Schichten durch Ineinanderfliessen der einen Struktur in die andere erfolgt.4. Formkörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass er hinsichtlich der schaumbildenden Polyesterharzschicht eine spiegelbildlich angeordnete Strukturverteilung aufweist.5. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass auf einen Boden und eine Decke einer Form je eine dünne Schicht Polyesterharz und nach deren teilweisem Aushärten auf diese je eine glasfaserverstärkte Polyesterharzschicht aufgebracht werden und in die Form vor oder nach derem Schliessen ein schaumbildendes Polyesterharz gegossen wird.
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